Wohnen in Leipzig: Wohnungsgenossenschaft UNITAS will mit neuer Spitze junge Mitglieder gewinnen
Gernot Borriss
14.01.2012
Martina Wilde.
Foto: Unitas
Seit dem Mittwoch dieser Woche bilden Martina Wilde und Steffen Foede das neue Führungs-Tandem an der Spitze der Leipziger Wohnungsgenossenschaft UNITAS. Zugleich sieht das Unternehmen einen Schwerpunkt bei der Gewinnung junger Mitglieder. So will die UNITAS die Studenten-Werbeaktion aus dem Herbst 2011 nun jährlich wiederholen.
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Führungswechsel bei der Leipziger Wohnungsgenossenschaft UNITAS. Mit Wirkung vom 11. Januar 2012 rückt der langjährige Vorstand Martina Wilde zur Vorstandssprecherin auf. Ihre Aufgaben als kaufmännischer Vorstand führt sie fort.
Als Vorstand wird Frau Wilde nun Steffen Foede zur Seite stehen. Foede, als gebürtiger Leipziger, begann vor 16 Jahren als Assistent der Geschäftsführung bei der UNITAS und wirkte zuletzt als Prokurist. Als neuer Vorstand wird Foede die Bereiche Wohnungswirtschaft, Technik und Marketing verantworten.
Martina Wilde ist jetzt Vorstandssprecherin der Unitas.
Foto: Unitas
In Fragen des Marketings ist Foede schon länger unterwegs. Er steht dem gleichnamigen Fachausschuss des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V. (VSWG) vor. Als solcher forderte er vor Jahresfrist in der Zeitschrift „Leipziger Bauen. Der Bauherren-Ratgeber für Leipzig und Umgebung“ von der Politik „erfolgreiche Stadtentwicklungskonzepte“. Nur so könne aus seiner Sicht der erhebliche Bevölkerungsrückgang bewältigt werden, mit dem man sich in Sachsen konfrontiert sehe. Doch müssten die Regelungen auch „praktikabel und ökonomisch vertretbar sein“.
Steffen Foede.
Foto: Unitas
Foede äußerte damals auch Verständnis für die politisch gewollte Stärkung der Innenstädte. „In Zeiten gebrochener Erwerbsbiografien wird günstiger Wohnraum auch weiterhin benötigt“, lautete jedoch sein Plädoyer für Erhalt und Fortentwicklung von Plattenbaugebieten. Als deren Vorzug führte er dabei deren „gut ausgebaute Infrastruktur“ bei Bildung, Kinderbetreuung, Gesundheitsversorgung und Einkauf an.
Stabilität und Langfristigkeit sollen auch künftig die Geschäftspolitik der UNITAS prägen, teilte das Unternehmen zum Führungswechsel mit. Neben einer intensiven Mitgliederförderung wolle man als Genossenschaft „eine besondere Ausrichtung auf die Gewinnung junger Mitglieder“ vornehmen. Insbesondere über elektronische Vertriebskanäle wolle man die jüngere Generation ansprechen, so die UNITAS weiter.
„Die angestrebte Zielgruppe sind junge Familien und Mieter unter 35 Jahren“, erläuterte eine Unternehmenssprecherin gegenüber L-IZ. Als Erfolg wertet die UNITAS die im Herbst 2011 erstmals durchgeführte Studentenwerbeaktion „Zieh! Dein Handy. Lade den Code zum Wohnen“.
Wohnungen für Singles oder Studenten-WGs wurden dabei gezielt angeboten. Bei Anmietung gab es ein Semesterticket der LVB gratis dazu. „Die Resonanz war so hoch, dass die UNITAS vergleichbare Aktionen regelmäßig wiederholen will“, so die Sprecherin weiter.
Um eine Stadt auch über das Studium hinaus attraktiv zu machen, sei eine schöne und vor allem bezahlbare Wohnung durchaus ein Argument, heißt es zur Begründung der Aktion. Nun will die UNITAS neben Studenten auch junge Familien mit speziellen Angeboten und zukünftigen Aktionen erreichen.
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