Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche




Tagesübersicht Leipziger Internet Zeitung
Alle Nachrichten von: heute | gestern | vorgestern

Solar ist eine echte Alternative: Heute ist Baubeginn für weltgrößtes Photovoltaik-Kraftwerk in Brandis

Redaktion
Foto: juwi
Foto: juwi
Christian Hinsch. Am heutigen Montag, 23. April, wird in Brandis das erste Solarmodul für das größte Photovoltaik-Kraftwerk der Welt montiert. Auf einer Fläche von etwa 200 Fußballfeldern entsteht östlich von Leipzig eine 40 Megawatt-Anlage der juwi solar GmbH. Für die juwi solar GmbH aus Bolanden (Rheinland-Pfalz) ist der Bau des Photovoltaik-Kraftwerk auf dem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig der Vorstoß in eine neue Dimension. 2009 soll die 40-Megawatt-Anlage mit modernster Dünnschichttechnologie fertig sein.

Anzeige

Zum Vergleich: Heute hat die weltweit größte installierte Photovoltaik-Anlage eine Leistung von rund zwölf Megawatt. Die Anlage im sächsischen Muldentalkreis wird auf der Hälfte der 220 Hektar großen Fläche in den Gemeinden Brandis und Bennewitz gebaut. Um dieses rund einen Kilometer breite und etwa zwei Kilometer lange Areal zu umwandern braucht man über eine Stunde. "Die Grundfläche der Anlage entspricht dabei in etwa 200 Fußballfeldern", erläutert juwi-Geschäftsführer Matthias Willenbacher die Dimensionen des Projektes.

Das Kraftwerk in Brandis liegt mit einem spezifischen Preis von rund 3.250 Euro pro Kilowatt etwa 20 bis 40 Prozent unter dem üblichen Marktpreis. "Solche Großprojekte tragen immens dazu bei, dass Solarstrom immer günstiger wird", sagt juwi-Gründer Willenbacher. "Weltweit gibt es kein größeres und günstigeres Solarkraftwerk als das juwi-Projekt in Brandis"

Brandis vor Baubeginn. Foto: juwi
Brandis vor Baubeginn. Foto: juwi
Philosophie der juwi-Gruppe ist es, so schnell wie möglich unabhängig von Fördersystemen Solarstrom zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. "Schon in wenigen Jahren wird der Solarstrom vom eigenen Dach günstiger sein als der von den Energiekonzernen angebotene Strom.", sagt Willenbacher. "Dann wird die Photovoltaik in ganz neue Dimensionen vorstoßen, weil jeder eine Anlage haben will. Das wird einen Boom wie nie zuvor auslösen. In acht bis zehn Jahren wird es soweit sein", lautet die juwi-Prognose.

"Mit der Anlage in Brandis und Bennewitz zeigen wir, dass der Photovoltaik keine Grenzen mehr gesetzt sind. Bald kann jeder den Ausstieg aus der Atomenergie und der klimaschädlichen fossilen Stromversorgung selbst verwirklichen - einfach auf Solarenergie umsteigen", betont Willenbacher. "Das macht unabhängig, sichert lokale Arbeitsplätze, schont die Umwelt und den Geldbeutel."

Das Investitionsvolumen für den Solarpark "Waldpolenz" beträgt rund 130 Millionen Euro. Der Juwi-Gruppe gelang es gemeinsam mit der Sachsen LB Gruppe zeitlich parallel zur Projektierungsund Genehmigungsphase des Projektes, die Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung professionell zu strukturieren. Die SachsenFonds GmbH - ein Unternehmen der Sachsen LB Gruppe - wird das Eigenkapital des Projektes voraussichtlich im Sommer diesen Jahres als geschlossenen Fonds interessierten Anlegern anbieten. Die strukturierte Projektfinanzierung wird durch die Sachsen LB zur Verfügung gestellt. "Die Expertise der Sachsen LB Gruppe in ihrem strategischen Geschäftsfeld für Projektfinanzierungen von alternativen Energien war für uns eine wesentliche Motivation, das Finanzierungsmandat an die Sachsen LB Gruppe zu vergeben" sagt Fred Jung, ebenfalls Geschäftsführer und Gründer der juwi-Gruppe.

Brandis nach Fertigstellung. Foto: juwi
Brandis nach Fertigstellung. Foto: juwi
Möglich wurde das Projekt durch die hervorragende Unterstützung vor Ort. "Es gibt in Deutschland nur sehr wenige zusammenhängende Flächen dieser Art und dieser Größe. Unser Dank gilt der Stadt Brandis und ihrem Bürgermeister Andreas Dietze sowie der Gemeinde Bennewitz und ihrem Bürgermeister Werner Moser. Außerdem natürlich allen Beteiligten, die das Projekt mit großem Idealismus und Engagement ermöglicht haben", ergänzt Willenbacher.

Pro Jahr werden in dem Solarstrom-Kraftwerk rund 40 Million Kilowattstunden sauberer Strom erzeugt. "Das ist deutlich mehr als in Brandis und Bennewitz verbraucht wird", erläutert Willenbacher. Das Solarkraftwerk wird zudem jährlich rund 25.000 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) einsparen. Der in den Solarmodulen erzeugte Gleichstrom wird in Wechselrichtern umgewandelt und komplett in das Stromnetz eingespeist. Bereits nach einem Jahr wird das Solarkraftwerk zudem die Energie erzeugt haben, die für Herstellung und Montage der Anlage benötigt wird.

Während des Baus, der nun unmittelbar beginnen wird, werden rund 100 Personen - überwiegend aus der Region - im Solarpark "Waldpolenz" mit der Montage der Anlage beschäftigt sein. Nach der Inbetriebnahme werden mehrere juwi-Mitarbeiter für die Betriebsführung sowie den Service und die Wartung des Solarparks tätig sein.

Die juwi solar GmbH, das auf Solarenergie spezialisierte Unternehmen der juwi-Gruppe, wird daher ihre Niederlassung Ost auf dem Gelände in Brandis errichten und personell in den nächsten Jahren kontinuierlich aufstocken. "Gerade im Hinblick auf weitere Projekte in der Region werden wir auch in den nächsten Jahren ständig neue Mitarbeiter einstellen", betont Lars Falck, Geschäftsführer der juwi solar GmbH.

"Zur Realisierung weiterer Projekte ist die juwi solar daher immer an geeigneten Dach- und Freiflächen in sonnenreichen Gegenden interessiert", sagt Falck. Bis zum Jahr 2012 plant die juwi solar GmbH die Realisierung von Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.000 Megawatt in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, den USA, Ruanda, Korea sowie zahlreichen anderen Ländern.

Ein wichtiger Partner wird dabei der weltweit führende Dünnschicht-Spezialist First Solar sein, der ebenso wie juwi die Philosophie einer schnellen Markteinführung von Solarstrom verfolgt. First Solar liefert die Solarmodule für den Solarpark Waldpolenz. Die rund 550.000 Module werden dabei überwiegend in Frankfurt an der Oder produziert, dem Standort der weltweit größten und modernsten Fertigung für Dünnschichtmodule. "Dünnschichtmodule haben längst Serienreife erreicht, lassen sich kostengünstiger produzieren als kristallineModule, bringen mehr Ertrag und sind vor allem nicht durch Engpässe und Abhängigkeiten beim Rohmaterial betroffen", betont Falck.

"Wir brauchen in Zeiten des Klimawandels und der immer knapper werdenden Ressourcen keine neuen Kohlekraftwerke und auch keine verlängerten Atomlaufzeiten - Wind, Sonne & Co können Deutschland versorgen: sofort, sicher, unabhängig und auf Dauer preiswert", betont juwi-Geschäftsführer Willenbacher.

Um beispielsweise zehn Prozent des jährlichen Strombedarfs von Sachsen durch Photovoltaik-Anlagen decken zu können, müssten jährlich rund zwei Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt werden. Der Flächenbedarf für diese Strommenge würde bei rund 4.000 Hektar liegen. Das entspricht lediglich rund zwei Prozent der Siedlungs- und Verkehrsfläche von Sachsen. "Diese Zahlen zeigen,dass Solarstrom einen hohen Beitrag zur Gewinnung von klimafreundlicher Energie leisten kann.", sagt Falck.Zusammen mit den anderen regenerativen Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie lässt sich somit schon in wenigen Jahren ein umweltfreundliches, sicheres, unabhängiges und preisstabiles Energieversorgungssystem auch in einer Industrienation wie Deutschland aufbauen.



Funktionen

del.icio.us Mister Wong Technorati Blogmarks Yahoo! My Web Google Bookmarks




Weitere aktuelle Nachrichten der L-IZ.

Ein Fingerknöchelchen gibt Auskunft: Leipziger Forscher veröffentlichen heute das komplett entschlüsselte Genom eines Denisova-Menschen

Die Denisova-Höhle.
2010 trat das Leipziger Forscher-Team um Svante Pääbo erstmals an die Öffentlichkeit mit der Meldung, sie hätten aus einem winzigen Teil eines fossilen Fingerknochens aus der Denisova-Höhle in Südsibirien eine (vorläufige) Fassung des Genoms erstellt. Immerhin ein heißes Eisen: Es war das Genom eines dritten Vertreters der Menschheit. mehr…

Am 8. Februar: Eiseskälte lockt Leipziger Delphine in den Kulkwitzer See

Während „normale“ Menschen bei knackigen Minusgraden bibbernd in beheizten Räumen auf bessere Zeiten warten, zieht es einige Mitglieder des Tauchsportvereins „Leipziger Delphine“ gerade jetzt an ihr Hausgewässer, den Kulkwitzer See. Und das aus gutem Grund, denn die strengen Fröste der vergangenen Tage haben den „Kulki“ zufrieren lassen. mehr…

Schwarwels Fenster zur Welt: Uhr-Zeit

Ein Kompromiss ist ein Interessenausgleich auf der Basis der kleinsten gegenseitigen Verärgerung. Vorangegangen ja gegenseitige Beleidigungen und Provokationen – je nach Naturell laut oder hinter den Kulissen. Im Backstagebereich wird ein Krieg vorbereitet. Solang es ein gerechter ist, solls uns wohl recht sein. mehr…

Neu im Kino: Black Gold

Lange ließ Jean-Jacques Annaud nichts von sich hören. Zuletzt inszenierte der 67-Jährige, dem das Kino Meisterstücke wie "Der Name der Rose" oder "Sieben Jahre in Tibet" verdankt, im Jahr 2004 das mäßige Tiger-Drama "Zwei Brüder". Sein Spätwerk "Black Gold" ist eine pathetische Zeitreise zurück an die Anfänge des Öl-Booms in der arabischen Welt. mehr…

Sprechgesang, Hatecore, Deutschtümelei: In Sachsen fanden 2011 mindestens 50 Neonazi-Konzerte statt

2011 organisierten Neonazis in Sachsen in etwa genauso viele Konzerte wie im Vorjahr. Dies ergab eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Kerstin Köditz. Nach Angaben von Innenminister Markus Ulbig (CDU) registrierte der Verfassungsschutz die Planung von 44 Konzerten. mehr…

Tanners Interview mit Minette Makunen: Minette ist das Kätzchen

Kreativität muss ja irgendwann erst einmal beginnen. Design, Fotografie und nicht zuletzt ihre wundervollen Songs, zusammen mit dem griechischen Elektrokünstler Kostas, sorgen für Aufsehen – und Bewegung. Am 9. Februar stellt Minette nun zum ersten Male aus. Vernissage. Richtig mit Getränken und Freunden und Staunenden. Wenn Minette die neue Vivienne Westwood ist, können alle Leser sagen, sie sind bei den ersten Schritten dabei gewesen. Interview. mehr…

Endlich eine Füllung für das Loch am Burgplatz: Stadt stellt Bebauungsplan auf

Das gewaltige Loch am Burgplatz.
Das unschöne Loch am Burgplatz „begeistert“ die Leipziger seit über 16 Jahren. Der englische Eigentümer hat auch nach mehrmaliger Anfrage seitens der Stadt nicht reagiert. Es herrscht weiter Unklarheit, was AMEC/KIG mit diesem überaus zentral gelegenen Grundstück anfangen will. Doch der Stadtverwaltung reicht es jetzt. mehr…

Kommunales Finanzausgleichsgesetz (FAG): Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter kritisieren Gezerre um "Demografiefaktor"

Ein Demografie-Faktor würde den Finanzausgleich aushebeln.
Dass in den entscheidenden Ämtern und Behörden in Sachsen noch immer nicht begriffen wurde, was die demografischen Veränderungen im Land eigentlich bedeuten, zeigte gerade der Vize-Vorsitzende des Beamtenbundes, Helmut Overbeck, mit seiner Forderung nach einem sogenannten "Demografie-Tarifvertrag". Gleichzeitig diskutiert die Politik über einen "Demografie-Faktor" im Finanzausgleich. Auch zum Entsetzen der beiden SPD-Abgeordneten Wolfgang Tiefensee und Dirk Panter. mehr…

Nach Geständnis: Amtsrichterin gibt Intensivtäter eine letzte Chance

Amtsgericht.
Sachbeschädigung, Körperverletzung, räuberische Erpressung, Diebstahl, Drogenbesitz. Lucas K. (22) war schon zehnfach vorbestraft, als er am Montag, 6. Februar, im Amtsgericht auf der Anklagebank Platz nahm. Vor fünfeinhalb Jahren kam der Arbeitslose das erste Mal mit der Justiz in Kontakt. mehr…

Sie haben uns nie gehört: Leipzig trennt sich von 44 antiken Kleinoden byzantinischer Kunst

Bodemuseum Berlin.
Auch wenn alles mit rechten und gerechten Dingen zugeht, wird wohl jeder Kustos einer Sammlung bei solch einer Aktion heimlich die eine oder andere Träne wegdrücken. Weil öffentlich, wäre das politisch unkorrekt. 44 Kleinode spätantik-byzantinischer Alltagskultur wurden kürzlich in Leipzig als Eigentum des Berliner Museums für Byzantinische Kunst identifiziert und kehren nun ins Bode-Museum in die Bundeshauptstadt zurück. mehr…

Konrad Riedels Fahrradsteuer: Unfachlicher Beitrag in der LVZ ergrimmt die Grünen

Schnee- und Eisberäumung in der Petersstraße.
Konrad Riedel, Stadtrat der CDU, macht sich Sorgen um den Winterdienst, die Kleingärtner und die Rentner. Alles gut und schön. Kürzlich veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Beitrag darüber, dass der CDU-Abgeordnete im Leipziger Stadtrat eine Fahrradsteuer für Leipzig wünscht. Dann könne man von den Einnahmen die Radwege vom Schnee befreien. Mit der Kfz-Steuer geschehe das doch auch für die Fahrbahnen. mehr…

Am 9. Februar im Helheim: Tanners Terrasse wird zur Rotlichtterrasse

Rotlicht.
Rotlicht an. Es wird heiß am Donnerstag, 9. Februar, ab 20 Uhr im Helheim (Weißenfelser Straße 32). Das Leipziger PerformanceTheaterKollektiv FormLos stattet Volly Tanner einen Besuch auf seiner Terrasse ab. mehr…

Alte Messe: Entwürfe für neugestaltete Straße des 18. Oktober werden ab 13. Februar ausgestellt

Ab 13. Februar werden die Entwürfe im Neuen Rathaus gezeigt.
Die Straße des 18. Oktober ist lang. Länger, als mancher denkt. Sie beginnt am Bayrischen Platz, führt schnurstracks zum Deutschen Platz und danach quer durchs alte Messegelände zum Völkerschlachtdenkmal. Eigentlich ist sie auch die Magistrale der Alten Messe, auch wenn sie derzeit nicht so aussieht. Aber sie soll wieder so aussehen. Stückweise ab 2013. mehr…

Am 10. Februar im Horns Erben: Sax Royal im Literatursalon

In „Voland & Quists Literatursalon“ im Horns Erben (Arndtstraße 33) tritt am Freitag, 10. Februar, ab 20 Uhr die Dresdner Lesebühne Sax Royal auf. Sax Royal sind der Kolumnist, Blogger und Moderator Michael Bittner, der Poetry-Slam-Bühnenheld Julius Fischer („Ich will wie meine Katze riechen“), der Lyriker und Prosaist Roman Israel, der Erzähler, Cartoonist und E-Orgel-Alleinunterhalter Max Rademann sowie Stefan Seyfarth. mehr…

Am 10. Februar im Pfarrhaus der Gnadenkirche: Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

„Anders wachsen – Eine sächsische christliche Initiative gegen die Ideologie des Wirtschaftswachstums“ lautet das Thema eines Vortrags- und Gesprächsabends am Freitag, 10. Februar. Die Veranstaltung im Pfarrhaus der Gnadenkirche Leipzig-Wahren, Rittergutsstraße 2, beginnt um 20 Uhr. mehr…

Springen Sie direkt: Zum Textanfang (Navigation überspringen) Zur Hauptnavigation Zur Suche


Anzeigen.
Zur Website der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH

VERKEHRSMELDUNGEN:

NACHRICHTEN:

SCHNELLER SERVICE:

Theater der Jungen Welt
Abendveranstaltungen
Weitere Termine unter: www.tdjw.de
Software & Friends Leipzig
Aktuelle Dossiers.
Anzeigen.
Leipziger Leselust Leipziger Leselust ... seit 2004 bespricht die L-IZ regelmäßig die neuesten Bücher Leipziger Autoren und Verlage.
Link-Tipps.
Bildblog