Erstmals zur Leipziger Buchmesse: Karrieretag Buch + Medien
Redaktion
23.02.2009
Karrieretag auf der Buchmesse.
Foto: Leipziger Messe
Da wundern sich selbst die Organisatoren der Leipziger Buchmesse: Seit 18 Jahren findet die Messe in dieser Form in der Buchstadt Leipzig statt. Aber auf die Idee, einmal die möglichen Karrieren in der Buchbranche zu beleuchten, kam keiner. Am 13. März gibt's den ersten "Karrieretag".
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"Karrieretag Buch + Medien" heißt er genauer. Veranstalter sind die Leipziger Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der seit Jahr und Tag sowieso schon ideeller Träger der Messe ist. In ihm sind – nun mittlerweile buchhistorischen Zeiten – Buchhändler und Verleger vereint. Die Leute also, die wissen, wieviel Knowhow dazu gehört, ein Buch zu produzieren. Ein gutes und erfolgreiches Buch gar.
Um auch das noch zu erwähnen: Der Börsenverein der deutschen Buchhändler wurde am 30. April 1825 in Leipzig gegründet. Dort, wo Bücher produziert wurden und die Büchermacher auch die entsprechenden Lehranstalten schufen, die man braucht, wenn man professionelles Personal braucht.
Angefangen von der Buchdruckerschule bis hin zu den Hochschulen, die – wie heute die HTWK – alles vermitteln, was man vom richtigen Buchsatz über Druck, Binden und Falzen bis hin zu Verpackung und Versand wissen muss. Fachleute, die auch heute noch in jedem Verlag gebraucht werden.
Mit Inhalten beschäftigt sich ein ganzer Institutsbereich an der Uni Leipzig. Und an der HGB werden Illustratoren und Grafiker ausgebildet, ohne die die besten Führungskräfte kein Buch hinbekommen, bei dem dem Leser die Augen übergehen. Und mittlerweile beschäftigen sich auch die Informatiker mit dem Thema. Das e-book ist schon Realität. Ob's ein Zukunftsweg ist, entscheiden nicht die Chefs in Verlagen und Buchhandel – sondern die Leser.
Das wird eine spannende Frage: Wird das gedruckte Buch überleben, wenn die gedruckte Zeitung immer mehr ins Internet abwandert? Braucht der lesbare Inhalt (wenn sich Dichter und Journalisten Mühe geben) einen Untergrund aus Papier (mit Fettfingern, Eselsohren und dicken Unterstreichungen?) oder löst er sich immer weiter davon?
Das werden auch die klügsten Köpfe, die zur Buchmesse zu Wort kommen, nicht beantworten können. Gerade deshalb wird es sich lohnen, am Freitag, 13. März, die ein oder andere Podiumsdiskussion wahrzunehmen (11 und 13 Uhr im Congress Center) oder sich in Gesprächen zu Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Buchbranche zu informieren. Der Karrieretag richtet sich vor allem an Schulabgänger und Studenten von Fach- und Hochschulen.
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