Wovon Leipziger träumen: Matthias Meister und Tony Ramenda "Menschen zum Spielen bringen"
Marko Hofmann
31.12.2011
Matthias Meister (li.) & Tony Ramenda
Foto: Marko Hofmann
Mit ihrem Holzspielzeug Ticayo haben sich Matthias Meister und Tony Ramenda auf den deutschen Spielzeugmarkt in diesem Jahr einen Namen gemacht – und leben ein völlig anderes, neues Leben. Früher Student, jetzt Geschäftsführer. Da ist sicher eine Menge Platz für Träume.
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Ihr seid junge Herren. Was ist wichtiger - Traumauto oder Traumfrau?
Diese Frage klärt sich eigentlich von selbst. Und außerdem sind wir Fahrradfahrer ;-).
Könnt ihr euch noch an eure Jugendträume erinnern?
Matthias wollte als kleines Kind einmal Kapitän werden und mit dem Schiff über die Weltmeere segeln. Daraus ist dann doch nichts geworden. Aus dem Schiff wurde ein Drahtesel (siehe erste Frage) und aus den Weltmeeren die tägliche Route nach Plagwitz ins TicToys Office. Tony hat dagegen seinen Jugendtraum erfüllt. Er wollte schon immer RockStar werden und ist das auch - Einmal natürlich als Ticayo-Profi und dann auch als Schlagzeuger der Heavy-Folk Kapelle "Brogues".
Matthias Meister (li.) und Tony Ramenda träumen gemeinsam: "Wir würden uns vor allem wünschen, dass die Menschheit allmählich aufwacht und den derzeitigen Raubbau an der Natur stoppt oder zumindest einschränkt."
Foto: Marko Hofmann
Haben sich die Träume verändert, seitdem ihr der Jugend entwachsen seid? Wenn ja, inwiefern?
Vielleicht ändern sich die Träume mit den Interessen. Aber nicht die Art zu Träumen. Ohne Träume und Visionen wäre das Leben auf jeden Fall ein ganzes Stück langweiliger. Schließlich ist auch unsere Spielzeugfirma aus einem solchen Traum entstanden: Noch schöner natürlich, wenn - wie bei uns gerade - der Traum zur Realität wird...
Welchen Träumen jagt ihr aktuell privat nach?
Unsere privaten Träume sind und bleiben dann doch privat. Wir bitten um Verständnis :-)
Einverstanden. Welche Träume hegt ihr als Spielzeugmacher?
Natürlich wollen wir uns mit unserer kleinen Spielzeugfirma weiterhin etablieren. Unser größtes Anliegen bleibt aber dabei Menschen, Erwachsene und Kinder, von Bewegungsspielen zu begeistern und dabei auch eine nachhaltige Produktphilosophie zu vermitteln. Schön wäre es auch, nächsten Sommer die Leute im Clara-Zetkin-Park das Ticayo spielen zu sehen.
In Deutschland und vor allem in Europa geht derzeit einiges verquer. Welche Träume habt ihr für das Land, unsere Gesellschaft und Europa?
Wir würden uns vor allem wünschen, dass die Menschheit allmählich aufwacht und den derzeitigen Raubbau an der Natur stoppt oder zumindest einschränkt. Des Weiteren träumen wir von einer weltoffenen und toleranten Gesellschaft. Vielleicht gehört dazu auch, das Leben nicht immer ganz so todernst und engstirnig zu betrachten. Menschen zum Spielen zu bringen ist unser Beitrag dazu.
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