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Immobilienstandort Leipzig: Im Logistikbereich auf Ballhöhe

Gernot Borriss
Blick auf die Innenstadt von Leipzig.
Blick auf die Innenstadt von Leipzig.
Foto: Michael Freitag
Leipzig profiliert sich weiter als Logistikstandort. Aufgrund der hiesigen „exzellenten Bedingungen“ könne man im Logistikbereich den Vergleich mit den deutschen A-Standorten heranziehen, so Stefan Sachse, Leipziger Geschäftsführer des internationalen Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate. Auch Leipzigs Handelslagen würden immer attraktiver.


Einen „Heißhunger auf Research“ hat Stefan Sachse bei potenziellen Investoren ausgemacht. Der gebürtige Leipziger Sachse steht als Geschäftsführer der Leipziger Niederlassung des internationalen Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate vor.

Dieses Verlangen nach belastbaren Informationen über die Lage auf dem mitteldeutschen Immobilienmarkt und dessen Perspektiven will BNP Paribas mit seiner aktuellen Erhebung zu Büroimmobilen, Einzelhandelsobjekten, Gewerbeflächen und den Rahmenbedingungen des Investmentmarkts bieten. In einer Tiefe, wie sie so noch nicht vorhanden sei, unterstrich Sachse beim Pressegespräch am Mittwoch.

Stefan Sachse.
Stefan Sachse.
Foto: Gernot Borriss
In der Logistik fänden Unternehmen in Leipzig mittlerweile „Voraussetzungen auf Ballhöhe“ vor, so Sachse. Die Bedingungen für die Branche, die eine der Leitbrachen der Region ist, nennt Sachse „exzellent“. In diesem Bereich sei ein Vergleich mit den deutschen A-Standorten zulässig, so Sachse. Also mit dem Wirtschaftszentren im Norden, Westen und Süden der Republik.

Bei Büroflächen und Einzelhandelsobjekten sei Leipzig weiter B-Standort. Aber dafür mächtig im Kommen. Die „Augenhöhe mit Bremen, Nürnberg und Hannover“ sei nun hergestellt, betonte Sachse. Im mitteldeutschen Raum habe Leipzig ohnehin eine „Vormachtstellung“ inne. Augenfälliges Zeichen: Immer mehr internationale Marken drängen mit ihren Filialen nach Leipzig. Für die Jeansmarke Wrangler ist Leipzig nach Sachse „in Europa der erste Store, der angemietet wird“.

Leipzigs innerstädtische Handelslagen gewinnen also als Einzelhandelsstandorte mit teils überregionaler Ausstrahlung weiter an Attraktivität. „Die Grimmaische Straße wird 1a-Lage werden“, ist sich Sachse sicher. Die Petersstraße werde diesen Status behalten.

Bleibt die Frage nach der Wirkung der Flächenvermehrung durch die im letzten Herbst eröffneten „Höfe am Brühl“. „Wir meinen, dass das Leipzig gut verkraften wird“, schätzte Sachse ein. Gewinnerin der veränderten Passantenströme durch die „Höfe am Brühl“ werde die Hainstraße sein, so Sachse. Stabile Mietpreise und sinkende Leerstände im Einzelhandelsbereich prognostiziert BNP Paribas der Leipziger City.

Die positive Entwicklung auf dem Leipziger Büromarkt werde sich fortsetzen, lautet ein weiteres Ergebnis dieses Research. Der Leerstand in den Zentrumslagen sinke weiter. Die Büromieten zögen leicht an. Wer in der City keinen Platz mehr finde, siedle sich rund um den Ring an. Oder er belebt Leipzigs traditionsreiches Graphisches Viertel östlich der Innenstadt neu.

www.realestate.bnpparibas.de



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