PortGround meldet Bereitschaft für Sachsens Flughäfen: Enteisungsflotte bereit für den Winter
Redaktion
18.11.2011
Enteisung auf dem Flughafen Leipzig / Halle.
Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Nicht nur die Leipziger Straßenräumer und Verkehrsbetriebe haben sich diesmal intensiver auf den kommenden Winter vorbereitet. Falls wieder Blitzeis über Mitteldeutschland hereinbrechen sollte, meldet an den mitteldeutschen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden die PortGround wieder Bereitschaft, einen reibungslosen Flugbetrieb zu gewährleisten.
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Die Enteisung ist in der Wintersaison ein wichtiger Bestandteil des Abfertigungsprozesses, bei dem moderne Spezialfahrzeuge vom Typ "Elephant-Beta" die Flugzeuge unmittelbar vor dem Start mit Enteisungsmittel besprühen. Zum Einsatz kommt hierbei ein rund 60 Grad Celsius heißes Wasser-Glykolalkohol-Gemisch.
Das als ADF (Anti- and Deicing Fluid) bezeichnete Mittel beseitigt zum einen Eis und Schnee und verzögert zum anderen das Wiedervereisen. Während des Fluges verhindern spezielle Schutzeinrichtungen des Flugzeuges ein Vereisen.
Bedient werden die Enteisungsfahrzeuge von speziell geschulten Mitarbeitern. Die Fahrzeuge selbst werden während des Enteisungsvorgangs von einem Hubkorb aus gesteuert. Mit Hilfe von Abstandssensoren und Kameras wird dabei sichergestellt, dass der Sprühkopf das Enteisungsmittel zielgenau aufbringt, ohne das Flugzeug zu berühren. An einem Enteisungsvorgang sind je nach Flugzeuggröße zwei bis vier Fahrzeuge beteiligt, die je nach Witterungsbedingung zwischen acht bis fünfzehn Minuten brauchen, bis das Flugzeug enteist ist.
Die Enteisungsflotte der PortGround umfasst insgesamt 26 Fahrzeuge, von denen 23 am Standort Leipzig/Halle zum Einsatz kommen. Damit verfügt man am Leipzig/Halle Airport über eine der größten und leistungsfähigsten Enteisungsflotten Deutschlands.
Beim Betrieb der neusten Fahrzeuge kommt das Abgas-Additiv „AdBlue“ zum Einsatz, das die Umweltverträglichkeit der Dieselmotoren verbessert, teilt die Portground GmbH mit. Der Zusatzstoff reduziere nicht nur den Schadstoffausstoß, sondern senke zudem den Kraftstoffverbrauch.
Im Bereich Flugzeugenteisung sind an beiden Standorten insgesamt rund 100 Mitarbeiter tätig, die in der vergangenen Wintersaison 4.182 Flugzeuge enteisten. Dabei entfielen auf den Standort Leipzig/Halle 3.155 Enteisungen. Am Flughafen Dresden wurden 1.105 Enteisungen durchgeführt.
In dieser Saison wurden am Leipzig/Halle-Airport seit Oktober bereits über 170 Maschinen enteist. Am Flughafen Dresden waren es mehr als 40.
Enteisung eines Airbus auf dem Flughafen Leipzig / Halle.
Foto: Flughafen Leipzig / Halle, Uwe Schoßig
Die PortGround GmbH verfügt am Standort Leipzig/Halle auch über einen Enteisungssimulator, der eigenen sowie externen Fachkräften praxisnahe Trainingsmöglichkeiten bietet. Genutzt wurde der Simulator bereits durch Fachkräfte aus Düsseldorf und Berlin sowie zur Qualifikation neuer Kollegen, die als Enteisungsspezialisten für PortGround tätig werden. Das Training am Simulator schont die vorhandene Enteisungstechnik, spart Ressourcen und reduziert Emissionen.
Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin der PortGround GmbH: „Wir haben viel Zeit und auch Herzblut in das Geschäftsfeld Flugzeugenteisung investiert, umfangreiches Know How aufgebaut und arbeiten mit großem Engagement daran, uns kontinuierlich weiter zu verbessern. Damit trägt PortGround dem Selbstverständnis Rechnung, dass sich alle Airline-Kunden auch in eisigen Zeiten auf uns verlassen können. Ein Aspekt, den unsere Mitarbeiter in den letzten, zum Teil extrem strengen Wintern mit einer erstklassigen Performance eindrücklich unter Beweis gestellt haben. Natürlich ist hierbei der Einsatz modernster Technik erforderlich und, damit verbunden, die Verfügbarkeit bester Trainingsmöglichkeiten. Diese sind am Standort Leipzig/Halle mit einem eigenen Trainingsbereich für Flugzeugenteisung geschaffen worden. Es freut uns daher sehr, dass sich immer mehr externe Enteisungsfachkräfte bei PortGround schulen lassen.“
Die PortGround ist ein Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Airport Holding. Sie bietet an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden mit derzeit rund 350 Mitarbeitern Bodenabfertigungs- und Frachtdienstleistungen sowie weitere Serviceleistungen an.
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