Handwerkskammer Leipzig fordert: Steueranreize für energetische Sanierungen schnell verabschieden!
Redaktion
30.12.2011
Handwerkskammerpräsident Ralf Scheler.
Foto: Handwerkskammer zu Leipzig
Nachdem der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat im Dezember trotz zweifachen Anlaufes keine Einigung im Streit um steuerliche Begünstigungen für energiesparende Gebäudesanierungen erzielt hat, fordert Leipzigs Handwerkskammerpräsident Ralf Scheler nun die Politik auf, das Thema im neuen Jahr zügig anzupacken und nicht erneut auf die lange Bank zu schieben.
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„Vor allem für Hausbesitzer wird sich eine steuerliche Sanierungsförderung als Investitionsanreiz erweisen. Das Instrument ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende, der nicht verzögert werden darf“, so Scheler.
Immerhin entfiele auf den Bereich der Wohngebäude fast die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs sowie ein Drittel der CO2-Emissionen. Deshalb wolle die Bundesregierung die Sanierungsquote hier auf zwei Prozent im Jahr verdoppeln. Ohne zusätzliche Anreize sei dies aber, so Scheler, illusorisch.
„Je schneller sich Bund und Länder beim Hickhack um die Förderung einigen, desto eher werden zusätzliche Sanierungen im Gebäudebestand angeschoben. Diese Investitionen sichern wiederum Arbeitsplätze und Umsätze in vielen Handwerksbetrieben", betont Scheler. Aktuelle Studien beweisen, dass sich die staatliche Förderung positiv auf die Sanierungsbemühungen und den Klimaschutz auswirkten.
Das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI) haben Mitte Dezember attestiert, dass die bereits existierenden Förderprogramme der KfW zum energieeffizienten Bauen und Sanieren im Jahr 2010 zu einer Reduktion der Treibhausgase um eine Million Tonnen geführt haben. Zum Erreichen der vom Bund avisierten Klimaziele ist jedoch eine jährliche Minderung der Treibhausgase um 2,2 Millionen Tonnen notwendig.
„Die steuerliche Begünstigung der energetischen Gebäudesanierung wird helfen, die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung zu erreichen“, argumentiert Handwerkskammerpräsident Scheler weiter.
Ein Positionspapier des Leipziger Handwerks mit Forderungen und Hinweisen zu Rahmenbedingungen für die künftige Energiepolitik ist auf der Website der Leipziger Handwerkskammer im Bereich „Wirtschaftspolitik“ abrufbar.
Das Monitoring des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) findet man als PDF hier: www.iwu.de
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