Zu störanfällig: LVB demontieren die Fahrscheinautomaten aus den Bussen
Redaktion
25.11.2011
Ein LVB-Bus im Abendverkehr.
Foto: Ralf Julke
Ab 1. Dezember bekommt man, wenn man ohne Fahrschein ist, in den Bussen der LVB nur noch beim Fahrer einen zu kaufen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben damit begonnen, die Automaten schrittweise aus den Bussen wieder auszubauen. Der Grund liegt auf der Straße: Für das Leipziger Pflaster sind die blauen Kästen nicht robust genug.
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Holger Klemens, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb und Kundenservice, dazu: „Nach häufigen Ausfällen der Technik in unseren Bussen, die natürlich ein Ärgernis für unsere Fahrgäste sind, haben wir uns entschieden, die Automaten dort auszubauen.“
Verschrottet werden die kostbaren Teile aber nicht. Klemens: „Wir werden diese Automaten nach einer Überholung in unsere Straßenbahnen einbauen. Ab Ende 2013 werden wir dann in unseren Bussen schrittweise neue, moderne Fahrscheindrucker einsetzen.“
Bis dahin können Fahrgäste ohne Fahrschein in den Bussen Tickets beim Fahrer erwerben, der jedoch nur eine eingeschränkte Ticketauswahl anbieten kann. Zum Ticketsortiment bei den Fahrern in den Bussen gehört ab 1. Dezember dann aber auch das Kurzstreckenticket für alle, die tatsächlich nur kurze Strecken mit dem Bus fahren wollen und kein 1-Stunden-Ticket brauchen.
Im Zuge des Umbaus erhalten nun zum Beispiel alle Niederflurbahnen des Typs NGT8 sowie die Classic XXL-Bahnen einen zweiten Automaten, so Klemens.
Die LVB weisen aber auch darauf hin: Grundsätzlich sollten sich alle Fahrgäste besser vor Antritt der Fahrt einen Fahrschein kaufen. Dafür stehen an den Haltestellen der LVB insgesamt 160 Automaten zur Verfügung. Das Fahrscheinsortiment ist auch erhältlich im LVB-Service-Center am Wilhelm-Leuschner-Platz und im LVB-Mobilitätszentrum am Hauptbahnhof, dazu die Kioske an der Straßenbahnhaltestelle Hauptbahnhof. Darüber hinaus stehen im LVB-Netz 21 LVB-Service-Points sowie über 200 weitere Händler mit einem LVB-Ticketangebot für die Fahrgäste zur Verfügung.
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