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Leipziger Messe legt 2012 ein neues Format auf: new mobility - Konzepte für die Mobilität von morgen

Redaktion
E-Auto-Flotte der Leipziger Stadtverwaltung.
E-Auto-Flotte der Leipziger Stadtverwaltung.
Foto: Ralf Julke
Die Welt verändert sich. Mancher will das nicht - und kämpft dagegen. Manchmal mit millionenteuren Kampagnen. Aber es gibt Dinge, die verändern sich zwangsläufig. Erst in dieser Woche feierten diverse Medien den siebenmilliardsten Erdenbürger. Das heißt nicht nur, dass die Ressourcen Nahrung und Wasser knapper werden. Das hat auch Konsequenzen für die Mobilität. Zeit für ein neues Forum: "new mobility".

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Das dachte sich zumindest die Leipziger Messe und kündigte jetzt an, dass 2012 mit „new mobility“ ein neues europäisches Fachforum mit begleitender Ausstellung an den Start geht.

Motto: „Konzepte für die Mobilität von morgen“. Wer hier nur an E-Mobilität denkt, denkt zu kurz.

„new mobility“ - so teilt die Messe mit - befasst sich mit Konzepten, Produkten und Dienstleistungen zur zukünftigen Mobilität in vernetzten Infrastrukturen von Städten und Regionen sowie den daraus resultierenden Chancen für die beteiligten Akteure.

Ausgangspunkt der Veranstaltung sind freilich trotzdem die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität. Sachsen ist einer der Förderschwerpunkte in der Bundesinitiative E-Mobilität. Die Bundesregierung hat sich deutlich zu deren Ausbau bekannt: Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren, sechs Millionen solcher Fahrzeuge werden bis 2030 angestrebt. 2050 soll der städtische Straßenverkehr dann überwiegend mit erneuerbaren Energieformen realisiert werden.

Medienrummel um die Vorstellung der Leipziger E-Auto-Flotte.
Medienrummel um die Vorstellung der Leipziger E-Auto-Flotte.
Foto: Ralf Julke

Zur flächendeckenden Umsetzung der Elektromobilität bedarf es neuer infrastruktureller Lösungsansätze, die nur im Zusammenwirken aller Infrastrukturpartner gefunden werden können. So spielt beispielsweise neben der Produktion geeigneter Fahrzeuge auch die Frage nach der erforderlichen Energiebewirtschaftung eine entscheidende Rolle. Die Elektromobilität ist damit ein Thema, das übergreifende Lösungsansätze erfordert, die „new mobility“ bietet dafür das passende Forum.

Einer der E-Mitsubishi im Juni vor dem Eingang des Neuen Rathauses.
Einer der E-Mitsubishi im Juni vor dem Eingang des Neuen Rathauses.
Foto: Ralf Julke
Immer mehr Menschen leben in der Stadt. Wie das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen „UN Habitat“ im März mitteilte, wohnten 2010 bereits 73 Prozent aller Europäer in Städten – mit steigender Tendenz. Auf diese Entwicklung müssen Städte reagieren, um der Bevölkerung einen hohen Grad an Mobilität und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Menschen, Waren und Güter müssen täglich von A nach B transportiert werden. Das dadurch zunehmende Verkehrsaufkommen ist eine Herausforderung für Städte und Ballungszentren.

Die Lösung liegt in der Entwicklung geeigneter Mobilitätskonzepte, die den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht werden und eine angemessene, vernetzte Infrastruktur schaffen. Auch die Anbindung ländlicher Räume an Städte und Ballungszentren ist dabei eine zentrale Aufgabe. Flankierende Einflussfaktoren wie der demografische Wandel, das steigende Umweltbewusstsein oder die Verknappung fossiler Brennstoffe verändern das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zusätzlich.

Im Programmbeirat der „new mobility“ sind vertreten: das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die Deutsche Bahn und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) als ÖPV-Dienstleister. Mit RWE Effizienz gehört zudem ein Energiedienstleister zum Beirat, der insbesondere im Hinblick auf vernetzte Mobilität die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung stellen kann. Auf wissenschaftlicher Seite ist das Institut für Mobilitätsforschung (ifmo), eine Forschungseinrichtung der BMW Group, dabei.

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„Mit der ‚new mobility’ sind wir am Puls der Zeit", erklärt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. "Unter dem Motto ‚Konzepte für die Mobilität von morgen’ bietet die ‚new mobility’ eine Plattform, die die unterschiedlichsten Vorstellungen zur Mobilität der Zukunft zusammenbringt. Unter anderem werden Verkehrskonzepte, Lösungsansätze für die Energiebewirtschaftung der Infrastruktur oder Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie vorgestellt und diskutiert."

Ronald Juhrs, Geschäftsführer der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB): „Neues Mobilitätsverhalten ist gerade für große Städte eine Herausforderung und Chance zugleich. Die vorhandenen Nahverkehrssysteme bieten sich als zukünftige Integrationsplattform für neue, flexible und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte an. Das Fachforum ‚new mobility’ greift die neuesten Entwicklungen auf, die sich durch Elektromobilität und durch die Flexibilität der neuen Kommunikationstechnologien ergeben.“

Zu den Zielgruppen der Veranstaltung zählen Kommunalvertreter, Regionalplaner, Verkehrsunternehmen, Energieversorger aber auch bisher mobilitätsbranchenfremde Unternehmen und Akteure, die auf diesem Gebiet Marktpotenzial erkennen und ausschöpfen, oder mögliche Geschäftsfelder ermitteln wollen.

Die „new mobility“ startet bei ihrer Auftaktveranstaltung mit den vier Themenkomplexen „Bedarfe und Visionen der Zukunft“, „Modellregionen & Schaufenster“, „Nutzungskonkurrenzen & Lösungskonzepte“ sowie „Neue Player auf dem Markt der Mobilität“.

Die Premiere findet im Rahmen der etablierten euregia – Fachmesse und Kongress für Kommunal- und Regionalentwicklung – vom 22. bis 24. Oktober 2012 auf dem Leipziger Messegelände statt.

www.new-mobility-leipzig.de


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