Weihnachtsgans: Minister empfiehlt Gänse von sächsischen Weiden
Redaktion
21.12.2009
Gänsezeit.
Weihnachtszeit gleich Gänsezeit – in vielen Familien kommt dann die leckere Gans auf den Tisch. Oft ist das nun federlose Federvieh ein weit Gereistes. Der Selbstversorgungsgrad Sachsens an Weihnachtsgänsen liegt – bei aller Tradition – bei nur 10 bis 15 Prozent.
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Im Freistaat gibt es rund 300 Gänse haltende Betriebe und Direktvermarkter, bei denen der Festbraten gekauft werden kann. Bis zum Weihnachtsfest werden rund 100.000 Gänse aus sächsischer Produktion über den Ladentisch gehen.
Ein Großteil kommt noch immer als Tiefkühlkost aus Ungarn und Polen. „Dabei ist gerade das Fleisch der typisch sächsischen Weidemastgans mit mindestens 22 Wochen Weidehaltung häufig schmackhafter und hat im Vergleich zu Hafer- oder Intensivmastgänsen einen deutlich geringeren Fettgehalt“, meint Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer. „Dafür sind sie aber auch etwas teurer.“
In diesem Jahr sind in Sachsen rund 314.000 (2008: 355.000) Gänseküken geschlüpft. Damit haben über ein Drittel (35 Prozent) aller deutschen Gössel im Freistaat das Licht der Welt erblickt. Bei der Auswahl der Gänse hat der Kunde die Wahl zwischen Schnellmastgans (9 Wochen ohne Weidehaltung), Intensivmastgans (15 Wochen, begrenzter Auslauf) und der in Sachsen produzierenden Weidemastgans (mindestens 22 Wochen Weidehaltung).
Der Pro-Kopf-Verbrauch an Gänsefleisch beträgt in ganz Deutschland etwa 400 Gramm. Eine Steigerung ist allerdings nicht absehbar, denn Gänsefleisch ist ein reines Saisonprodukt. Der Konsum erfolgt fast ausschließlich zwischen St. Martin und Weihnachten. Beim Geflügelfleisch insgesamt wurde 2008 mit 18,8 Kilogramm pro Bundesbürger ein neuer deutscher Rekord aufgestellt.
Als Festtagsbraten empfiehlt Frank Kupfer natürlich Geflügel aus Sachsen. „Die Gänse, die bei uns in Sachsen vermarktet werden, stehen für beste Qualität und absolute Frische."
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