Günstigerer Tarif? Verbraucherzentrale warnt vor Spam-Mails einer „Deutschen Krankenkasse“
Redaktion
19.08.2011
Dubiose Spam-Mails
„Vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme am 15.08.2011. Leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen, so dass ich mich per E-Mail an Sie wende.“ Diese persönliche Ansprache in einer E-Mail, die aktuell im elektronischen Briefkasten vieler sächsischer Verbraucher landet, lässt die meisten Empfänger stutzig werden. Wann und mit wem habe ich verflixt nochmal Kontakt aufgenommen, werden sie sich fragen.
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Der weitere Text der Mail „Bei Durchsicht unserer Unterlagen haben wir bemerkt, dass Sie derzeit in einem veralteten Tarif krankenversichert sind“ und der folgende Hinweis auf einen günstigeren Tarif weckt erst recht das Bedürfnis der Empfänger, beim Absender – einer angeblichen Deutschen Krankenkasse – nach dem Anlass der Mail und dem günstigen Tarif nachzufragen.
„Dieser Versuchung sollten Verbraucher unbedingt widerstehen“, warnt Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Es handelt sich hierbei um eine massenhaft versandte Spam-Mail, teilweise mit leicht verändertem Inhalt. Der Absender treibt mit der Neugier seiner Empfänger ein übles Spiel. Denn E-Mail-Spam hat neben manchem Werbezweck häufig noch andere, ganz perfide Hintergründe: das Abgreifen der Daten des Empfängers sowie das Einnisten von Schadsoftware auf den Rechnern der Verbraucher.
Beides ist aufgrund der technischen Potenziale des modernen Internets schon dadurch möglich, dass man den in der Mail angegebenen Link betätigt und auf der entsprechenden Internetseite landet. „Hacker haben dann ein leichtes Spiel, auf die Computer der Betroffenen zuzugreifen, Daten auszuspähen oder etwa Schadprogramme zu installieren“, informiert Henschler. Mit solchen Schadprogrammen kann es dem Dahinterstehenden gelingen, den befallenen Computer fernzusteuern und ihn seinerseits zu missbrauchen, zum Beispiel als Versender für Spam-Mails. Man spricht hier von so genannten Bot-Netzen.
„Was genau der Absender obiger Mail bezweckt, lässt sich nicht nachvollziehen“, so Henschler. „Verbrauchern ist jedoch in jedem Falle dringend zu empfehlen, Mails von Unbekannten nie zu öffnen und zudem Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Angriffen aus dem Internet zu treffen.“
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