Verbraucherzentrale empfiehlt: PCs auf Schadsoftware DNS-Changer überprüfen
Redaktion
13.01.2012
Jetzt PCs nach Schadsoftware DNS-Changer untersuchen.
Foto: Ralf Julke
Viele Verbraucher haben sich neben allen Vorzügen des Internets schon über massenhafte Spam-E-Mails geärgert oder sind wider besseres Wissens in eine Abofalle im Internet getappt. Wie das passieren konnte, lässt sich im Nachhinein oftmals nur unzureichend oder gar nicht erhellen.
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Eine Möglichkeit wurde jetzt von der amerikanischen Bundespolizei FBI ans Tageslicht gebracht – ein Schadprogramm namens DNS-Changer. Nach Angaben des FBI sind in Deutschland etwa 33.000 PCs täglich davon betroffen. Ist der heimische Rechner mit dieser Schadsoftware infiziert, leitet der Webbrowser die Benutzer bei Abfrage populärer Webseiten unbemerkt auf von Kriminellen manipulierte Seiten um. Die von den Online-Kriminellen missbrauchten Server sollen zum 8. März 2012 abgeschaltet werden.
„Um zu vermeiden, dass nach der Abschaltung kein Zugriff mehr auf das Internet möglich ist, sollte der Empfehlung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik gefolgt und ein einfacher Test unter www.dns-ok.de durchgeführt werden. Weitere Maßnahmen können dann noch rechtzeitig eingeleitet werden“, informiert Friederike Wagner von der Verbraucherzentrale Sachsen.
Im aktuellen Fall kann der Verbraucher auf eine Warnung aus den Medien reagieren. In den meisten Fällen bekommt der Internetnutzer jedoch keinen Hinweis darauf, dass er nach der Infektion mit einer Schadsoftware in einem so genannten Botnetz zu einem kriminellen Netzwerk zusammengeschlossen wurde. Ist der heimische Computer Teil eines Botnetzes, kann er für den Verbraucher unbemerkt auf ferngesteuerte Befehle von Cyberkriminellen reagieren und zum Beispiel Spam versenden oder andere Computer infizieren, wenn sie online sind. „Hier darf nicht, wie im aktuellen Fall, auf offizielle Verlautbarungen gewartet werden, sondern jeder Internetnutzer sollte zu seiner eigenen Sicherheit und der seiner Internet-Mitmenschen selbst dafür Sorge tragen, dass man sich stets mit aktuellen Sicherheitsupdates, Virenschutzprogrammen und einer Firewall vor einer Infizierung schützt“, so Wagner.
Beim Erhalt dubioser E-Mails, der Aufforderung, Links anzuklicken, beim Download von Software und dem Ansurfen obskurer unbekannter Seiten sollten Verbraucher besonders wachsam sein. Und dennoch: Auch bei Beachtung aller Tipps und Hinweise kann Schaden nicht immer vermieden werden.
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