Eine unheimliche Vorlesenacht im Schulkeller oder die gar nicht so einfache Frage: Wie mutig bist du?

Manchen Büchern sieht man wirklich nicht an, was drin steckt. Mal ist es der Titel, der nicht knackig genug ist, mal das Cover, das zu brav ist. Und so versteckt sich auch in diesem Buch eine Geschichte, die zur braven Schulbuch-Optik nicht passt. Aus vielerlei Gründen. Der eine Grund ist natürlich die Phantasie, der Tino Hemmann wieder die Zügel schießen lässt.

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Kommt Leipzig beim Bau von Schulen und Kitas überhaupt hinterher?
Rund 1,5 Milliarden Euro beträgt ein Jahreshaushalt in Leipzig: Das meiste Geld ist in Pflichtaufgaben gebunden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Leipzig laufen die Kosten aus dem Ruder. Das hat man auch in der Landesdirektion Leipzig gemerkt. Dort müssen Leipzigs Haushalte, wenn sie der Stadtrat beschlossen hat, immer noch genehmigt werden. Und das passiert in der Regel mit Auflagen. In den vergangenen zehn Jahren zumeist mit saftigen Vorgaben zum Sparen. Doch eine wachsende Stadt kommt in ganz neue Zwänge. Denn sie muss ihren Bürgern Infrastrukturen vorhalten, mit denen auch ihre Pflichtaufgaben abgesichert werden.
Informationen zur Umsetzung des Leipziger Lärmaktionsplans gibt’s erst im Herbst
Auch kein leises Eckchen: Rossplatz in der Nähe des Neuen Rathauses. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wie knapp Leipzigs Verwaltung mittlerweile in einigen Bereichen aufgestellt ist, zeigt jetzt ein Thema, das die Grünen-Fraktion seit Februar wieder bewegt. Es ging um den Umsetzungsbericht zum Lärmaktionsplan der Stadt - immerhin bisher das ausgiebigste Bürgerbeteiligungsprojekt. 2013 war der Lärmaktionsplan beschlossen worden. Da hätte doch längst ein Umsetzungsbericht vorliegen müssen, oder nicht?
Grüne kritisieren Loch am Südufer und Tatenlosigkeit auf der Nordseite
Rundweg Cospudener See: Das Holperpflaster an der Einmündung der Kelchsteinlinie. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Meldungen aus dem Leipziger Rathaus häufen sich: Projekte werden verschoben, Stadtratsbeschlüsse nicht umgesetzt, Vorlagen nicht erstellt. Begründung: Personalmangel, Aufgabenüberlastung. Das wird jetzt auch beim Rundweg um den Cospudener See ein Thema. Der hat nun auch noch ein Loch, weil die LMBV ein 300 Meter langes Teilstück sperren musste. Das kritisieren jetzt die Grünen, die den Rundweg ja schon eine Weile im Visier haben.
LVB können auf der Georg-Schumann-Straße neue Haltestelle und Gleise bauen
Der Straßenabschnitt der Georg-Schumann-Straße im heutigen Zustand. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es kann gebaut werden. Am Freitag, 3. Juli, meldete die Landesdirektion Leipzig, dass die LVB in der Georg-Schumann-Straße zwischen dem Huygensplatz und der S-Bahn-Station Möckern ihre Gleisanlagen neu bauen dürfen. Im Februar 2016 soll hier der Bau beginnen, bei dem eine barrierefreie Haltestelle der LVB der zentrale Bestandteil ist.
Topf & Quirl: Nektarineneis ohne Eismaschine
Nektarineneis am Stiel. Foto: Maike Klose

Nektarineneis am Stiel. Foto: Maike Klose

Nektarineneis ohne Eismaschine? Die simple Herstellung von cremigem, leckerem Eis war bisher nur den Leuten gegönnt, bei denen eine wuchtige Eismaschine die Küchenzeile ziert. Fakt ist jedoch, dass man auch ohne viel Technik ganz wunderbare Eiscreme selber herstellen kann. Das Zauberwort in diesem Fall heißt gezuckerte Kondensmilch, denn die gibt der Masse eine wunderbare Textur und die nötige Süße.
Neu gestaltetes Gellert-Grab wird an die Stadt Leipzig übergeben
Das neu gestaltete Gellert-Grab auf dem Südfriedhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Und nun aber raus aus den Federn, es ist kein Murmeltiertag. Es schneit auch nicht. Dafür hat einer heute Geburtstag, der zumindest wieder so etwas hat wie eine kleine Fangemeinde: Christian Fürchtegott Gellert. Und wer sich sputet, ist rechtzeitig um 10 Uhr auf dem Südfriedhof. Da wird sein neu gestaltetes Grab feierlich übergeben.
L-IZ-Ticketverlosung für Trial & By The Grace Of God im Täubchenthal
Trial bei einem ihrer Live-Konzerte (Foto: Trial / Presse)

Foto: Trial / Presse

VerlosungDie Band kommt aus Seattle und existiert seit 20 Jahren. Trial hat nichts mit der Regenjacken-Musik von Soundgarden, Pearl Jam und Nirvana gemein. Trial steht für Hardcore Punk. Der Fünfer steht für das, was man gemeinhin als „Straight Edge“ versteht: Vegane Ernährung, kein Alkohol, keine Drogen und kein Sex vor der Ehe.
Altenheim-Bewohner gesteht tödlichen Angriff auf Bettnachbar
Silvio T. neben Strafverteidiger Stephan Bonell. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Weil er unter Schlafstörungen litt, zündete Silvio T. (43) am 25. November 2014 im Seniorenpflegeheim "Am Rosental" seinen Zimmergenossen Dieter W. (66) an. Der Schwerstpflegebedürftige hatte aufgrund seiner Bettlägrigkeit keine Chance, den Flammen zu entrinnen. Sein Bettnachbar gestand am Freitag die Tat.
Arme Kinder – Gemeckert wird nicht: Die Leipziger Zeitreise geht weiter (3)
Übersichtskarte über die Dörfer westlich von Leipzig 1880. Quelle: Stadtarchiv

Quelle: Stadtarchiv

Weihnachtsgeschenke für Kinder in unserem Zeitreise-Jahr: Ein Beinkleid, ein Taschentuch, zwei Schreibbücher, für Mädchen ein wollenes Kleid. Gemeckert wird nicht, die Arbeiterkinder sind froh, dass sie überhaupt etwas bekommen. Einem Stammtisch sei Dank. Ein Handarbeiter bekommt auch etwas: Zwei Jahre Gefängnis für den Diebstahl einer Taschenuhr. In Leutzsch zieht sich derweil der verdiente Ortsvorsteher Otto Schmiedt zurück, während Redakteur Otto Hübler vor hungrigen und dreisten Unholden im Jünglingsalter warnt.
Podiumsdiskussin über Crystal Meth: „Die Droge passt zum Zeitgeist“
"Hart, härter, Crystal Meth". Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Über kaum eine andere Droge wurde in den letzten Jahren so viel diskutiert, kaum so viel skandalisiert und kaum so viel gewarnt. Am Donnerstagabend lud die Junge Union Leipzig zu einer Podiumsdiskussion ins Studio 3 ein, um über die Droge, die Gefahren und mögliche Gegenstrategien zu sprechen. Konsens im Podium bestand in der Notwendigkeit, mehr Präventionsarbeit zu leisten.
Wer bezahlt jetzt eigentlich die Milliarden Euro für den „Kompromiss“?
Das Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde. Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig

Foto: Vattenfall / Uwe Dobrig

Es ist schon erstaunlich, wie schnell ein Minister sich beruhigt fühlen kann, wenn ein Regierungstrio in Berlin ein drängendes Thema einfach vertagt. " Energiegipfel: Koalition beerdigt Klimaabgabe", titelte der "Spiegel" am Donnerstag, nachdem sich Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel darauf verständigt hatten, keine "Klima-Abgabe" für die ganz alten Kohlekraftwerke zu erheben. Was den sächsischen Wirtschafts- und Energieminister Martin Dulig (SPD) dann irgendwie beruhigte.
Geht das Pingpong-Spiel mit dem Umweltamt des Landkreises Leipzig weiter?
Noch ohne 320 Motorboote: Zwenkauer See mit Hafenpanorama. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Dass die Akteure im Leipziger Neuseenland so einig nicht sind, wie sie sich immer geben, wurde am 7. Mai sichtbar, als der Landkreis Leipzig auf Antrag der Stadt Zwenkau einfach mal die wasserrechtliche Genehmigung für 320 Sportboote ausreichte. Motto: See fertig, dann können wir auch viele Motorboote fahren lassen. Ein Vorgang, der den Umweltverband Leipziger Ökolöwe am 3. Juni veranlasste, Widerspruch einzulegen.
Projekt Quartiersschule Leipziger Osten beginnt 2017 mit dem Bau der Oberschule an der Ihmelstraße
Die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule in der Ihmelstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Zumindest das dürfte die Akteure im Leipziger Osten trösten: Die sächsische Staatsregierung findet die Idee, in Sellerhausen an der Ihmelstraße eine "Quartiersschule Leipziger Osten" zu schaffen, gut. Das bedeutet zumindest: Es gibt Fördermittel für den Schulbau. Das bedeutet aber auch ein paar Extra-Kosten, um das Konzept der Quartiersschule zu erarbeiten.
Grüne, Linke und Nachbarschaftsgärtner fragen, ob der Ratbeschluss vom September auch umgesetzt wurde
Seit 2014 von der Bebauung bedroht: Nachbarschaftsgärten in der Josephstraße in Lindenau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hatte Leipzigs Stadtrat beschlossen, die Nachbarschaftsgärten in Lindenau zu erhalten. Am 19. September 2014 war dieser Beschluss gefasst worden, die Stadt solle sich um den Erhalt der Nachbarschaftsgärten in der Josephstraße bemühen. Passiert ist was - doch irgendwie nicht genug. Jetzt droht doch die Bebauung der Gartenflächen.
19 Millionen Euro – aber wofür? Motorboottourismus oder Wohnqualität?
Promenade am neuen Kanalstück zum Lindenauer Hafen. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Man gebe Verwaltungsmenschen ein paar Millionen Euro in die Hand, und sie werden zu Weihnachtsmännern. Wo der Bürger noch Sorgen äußert, mit seinen Steuergeldern könnte nicht sorgsam umgegangen werden, beginnen Leipziger Bürgermeister erst aufzublühen. Und wenn einer in Leipzig noch immer vom Kanalbau bis zur Saale träumt, dann ist es Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.