Ein neuer Flieger-Thriller mit moralischem Dilemma: Man stirbt nicht lautlos in Tokyo

Was tun, wenn die schlimmsten Befürchtungen wahr werden? Wenn der Abschiedsbrief der freiheitsliebenden Tochter tatsächlich das Letzte ist, was der verzweifelte Vater von ihr zu lesen bekommt - ausgerechnet in dem Moment, in dem er begriffen hat, dass die Familie tatsächlich der falsche Ort war, den harten Polizisten zu spielen? Jan Fliegers Thriller sind Experimente. Er lässt seine Helden dem Grauen direkt in die Augen sehen.

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Von Mehlwürmern, Räubern und Visionären: Die Leipziger Zeitreise geht weiter (2)
Übersichtskarte über die Dörfer westlich von Leipzig 1880. Quelle: Stadtarchiv

Quelle: Stadtarchiv

Achtung: In der Lützener Straße kann man wieder Mehlwürmer kaufen. Als diese Nachricht noch von Wert war, ist es westlich von Leipzig schon vorbei mit der Landromantik. Ortsteile wie Schleußig, Plagwitz, Kleinzschocher, Knauthain oder Lindenau wachsen immer näher ran an die unheimlich wachsende Großstadt direkt vor ihnen. Doch Leipziger sind diese Gemeinden im Jahr 1886 noch nicht. Sie meistern die Herausforderungen des Bevölkerungszuwachses und der Verstädterung (noch) alleine, und verschulden sich dabei auch. Und ihre Bewohner versuchen den Alltag der neuen Zeit zu meistern. Sie drängen auf einen Kinderhort, turnen an den Reckstangen der hiesigen Turnvereine, bieten Schlafplätze, Mittagsessen, ja sogar Mehlwürmer an und verfolgen die Fahndung nach brutalen Räubern, die den Großraum Leipzig in Atem halten.
Landesjugendspiele starten am Freitag in Leipzig
Cindy Roleder, Christian Dahms und Lene Gruner präsentieren die Medaillen Foto: Jochen A. Meyer/Landessportbund Sachsen

Foto: Jochen A. Meyer/Landessportbund Sachsen

Anders werden sie diesmal sein, die Landesjugendspiele - nämlich auf die Altersgruppe U14 beschränkt. „Das neue Konzept kostet einige Sportarten, wie den Segelflug“, so Wolfgang Schmidt, Leiter des Organisationskomitees, beim Pressegespräch. In intensiven Gesprächen habe der Landessportbund Sachsen das neue Konzept mit den Stadt- und Kreissportbünden abgestimmt.
Am 9. Juli: Gellert Abend in der Nikolaikirche
In Würdigung des 300. Geburtstages von Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) lädt die Nikolaikirche zu einem Gellert Abend am Donnerstag, 9. Juli um 20:00 Uhr, in die Nikolaikirche Leipzig ein. Christian Fürchtegott Gellert, der als außerordentlicher Professor der Universität Leipzig und als Dichter von Fabeln und Liedern schon zu Lebzeiten Berühmtheit erlangt hatte, sagte einmal über Leipzig: "Ich erinnere mich, bey dem Anblicke dieser geliebten Stadt gewünscht zu haben, daß mich Gott, wenn es ihm gefiele, mein Leben an diesem Orte hinbringen lassen möchte."1
10.000 Unterschriften für das Bürgerbegehren Mitteldeutschland sind jetzt zur Prüfung in Berlin
Auf nach Berlin: Bernward Rothe und Reinhard Mey verfrachten die Ordner mit den Unterschriften ins Auto. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Nicht locker lassen. Demokratie ist nichts für Kurzstreckensprinter. Für Leute, die schon nach dem ersten Anlauf erschöpft sind, erst recht nicht. Selbst gute Ideen setzen sich selten im ersten Aufbegehren durch. Auch in der Demokratie gibt es Leute, die sich gegen jede Veränderung wehren. Zum Beispiel gegen die Gründung eines schlagkräftigen Bundeslandes Mitteldeutschland.
Leipzig braucht ein aktives Brachflächenmanagement, kompakte Quartiere und kurze Wege zum ÖPNV
Ideal geeignet für ein Wohnquartier: Fläche an der S-Bahnstation "MDR". Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Diskussion um das neue "Wohnungspolitische Konzept" der Stadt Leipzig hat mit der Bürgerinformation am Montag, 29. Juni, gerade erst richtig begonnen. Ganze sechs Jahre hat das alte Konzept gehalten. Es hat die rasante Einwohnerentwicklung ab 2011 schlicht nicht berücksichtigt. Aber jetzt ist die Frage natürlich: Wird das nun eine lebenswerte Stadt oder nur eine marktgerechte? Schon im Vorfeld der Konzeptentwicklung gab es heftige Einwürfe insbesondere von Vereinen und Initiativen.
Grüne fordern kleinteilige Entwicklung und sozialen Wohnungsbau am Leuschnerplatz
Wird heute als Parkplatz genutzt: Brache des einstigen Markthallenviertels. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

In der vergangenen Woche hatten die Leipziger Grünen zum Ideen-Spaziergang am Wilhelm-Leuschner-Platz und der Brache des Markthallenviertels eingeladen. Jetzt haben sie ihre Vorstellungen selbst gebündelt. Und im Ergebnis fordern sie eine Abkehr von der Baupolitik der letzten 25 Jahre: weg vom quartierumfassenden Einkaufscenter, mehr soziales Wohnen in der Innenstadt.
Es gibt eine Pflicht zu Information und Transparenz in der Demokratie
Bauprojekt direkt vor der Nase? - Da tun Bauherren gut daran, die betroffenen Bürger frühzeitig mit den Planungen vertraut zu machen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Erstaunlich. Man hätte es bei all dem Gezerre um Griechenland beinah vergessen: Es gibt demokratische Spielregeln. Die wollen Politiker und Großprojekte-Unternehmer zwar nicht immer einhalten. Aber das sorgt für Ärger. Denn die Bürger sind mehrheitlich der Meinung, dass sie bitteschön beteiligt werden müssen, wenn die Sache sie direkt betrifft. Und dabei hat das Büro Hitschfeld nicht mal nach der "Charta Leipziger Neuseenland" gefragt.
Haben die Sachsen 2013 tatsächlich mehr konsumiert oder doch nur wieder mehr Geld ausgegeben?
Steigende Preise im Laden: Jahr für Jahr beißen auch die Sachsen in den sauren Apfel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wie geht man eigentlich mit Konsumstatistiken um? So richtig wissen das augenscheinlich auch die deutschen Statistiker nicht. Irgendwie scheinen sie zu versuchen, mit ihren Meldungen zum Thema die flapsige Oberflächlichkeit einiger Medien nachzuahmen. "Einkommenszuwächse der Sachsen flossen 2013 nur in den privaten Konsum", überschrieben Sachsens Statistiker so eine Meldung vom Mittwoch, 1. Juli. Ein konsumverrücktes Volk also, diese Sachsen?
Sachsen hat wieder 31 Millionen Euro aus dem Garantiefonds ausgezahlt
Jedes Jahr kostet das Desaster der Sachsen LB die Bürger noch immer dreistellige Millionenbeträge. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es kann ganz schnell gehen, wie die Sachsen 2007 erleben durften. Jahrelang hatte die sächsische Regierung die Bürger eingelullt mit ruhmreichen Reden auf den Geschäftserfolg der Sachsen LB, die als Big Player auf den globalen Märkten mitspielte. Große Zahlen machen auch Politiker närrisch. Am Ende hatte sich die Landesbank mit fast 15 Milliarden Euro völlig überhoben.
Geisterspiel und Geldstrafe für Lok Leipzig
150 Chaoten provozierten in Erfurt einen Spielabbruch. Foto: Bernd Scharfe

Foto: Bernd Scharfe

Knapp drei Wochen nach den Ausschreitungen beim Oberliga-Spiel Rot-Weiß Erfurt II gegen Lok Leipzig hat der Verband sein Urteil gesprochen. Der 1. FC Lok muss ein Meisterschaftsheimspiel ohne Zuschauer austragen und zudem 4.000 Euro Geldstrafe an den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) überweisen. Die Gastgeber müssen 1.000 Euro wegen nicht ausreichenden Ordnungsdiensts abdrücken. Ein gerechtes Urteil?
Tanners Interview mit dem Fotomodel Nela
Foto: NELA Archiv

Foto: NELA Archiv

Irgendwann muss Tanner mal ein männliches Fotomodel interviewen. Aber da er da gern eins hätte, welches auch mal Gesicht statt Megabart und keine Tattoos und Gigantomanietunnels in den Ohren hat, wird das wohl noch dauern. Also fragt sich Tanner durch die Frauen hindurch. Diesmal die Leipzigerin Nela.
„Die Sprache ist der Schlüssel“
Die ehrenamtlichen Lehrer Ole Hammersland und Alma Kisic unterrichten Deutsch. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Seit Mai bietet eine Kooperation zwischen dem Pandecheion Herberge e.V., dem Diakonissenkrankenhaus Leipzig, der Ökumenischen Flüchtlingshilfe von Diakonie und Caritas und der Kindertagesstätte Arche Noah Sprachkurse für Flüchtlinge an. Das Programm ist besonders an Familien mit Kindern gerichtet, denen ein Einstieg in die deutsche Sprache durch eine zusätzliche Kinderbetreuung erleichtert werden soll. Am Dienstag gewährte das ambitionierte Projekt einen Einblick in seine Arbeit.
Wer sind die Millionäre? Die Leipziger Zeitreise geht weiter (1)
Übersichtskarte über die Dörfer westlich von Leipzig 1880. Quelle: Stadtarchiv

Quelle: Stadtarchiv

Wer sind Sachsens Großverdiener im Jahr 1886? Fünf Personen verdienen jährlich über eine Million Mark. Damals eine noch unglaublichere Summe als heute, denn über eine Million Sachsen verdienen weniger als 1.000 Mark – pro Jahr. Wofür sie das Geld ausgeben? Vielleicht für die Fleisch- und Wurstwaren von August Künzel? Oder für einen Blumengruß für den verstorbenen Oberlehrer Kockel, dessen Abschied in Lindenau groß begangen werden soll. Für Chausseegeld jedenfalls nicht. Reisende dürfen jetzt ohne durch Plagwitz reisen. Die Zeitreise in den Januar 1886 beginnt jetzt...
Gastkommentar von Christian Wolff: Im Bermudadreieck nicht untergehen
Angekommen im Bermudadreieck. Kein Heim in Freital. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Griechenland, IS, Freital/Meißen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht im Bermudadreieck internationaler und gesellschaftlicher Entwicklungen untergehen, um uns im braunen Sumpf eines ramponierten Europas wiederzufinden. Denn die derzeitige Gemengelage – für kaum einen Bürger durchschaubar – leistet Verschwörungstheorien, Demokratieverachtung und dem Ruf nach einfachen, nationalen Lösungen mit den dazu gehörenden Abschottungsforderungen Vorschub.
Molières „Tartuffe“: Einer für alle. Einer nimmt alle aus.
Der Schein trügt: Er liegt zwar am Boden, doch er hat alles im Griff: Tartuffe nimmt alle aus. Foto: Karsten Pietsch

Foto: Karsten Pietsch

Belacht und zeitweise verboten war diese Komödie Molières. Heiter erzählen lässt sie sich heute, und amüsiert konsumieren am lauen Sommerabend beim Theater fact. Schon der Titel „Tartuffe“ liest und spricht sich wie ein Markenname, Molières Komödie taucht immer mal wieder auf Theaterspielplänen auf. So zeigt sich diese „Tartuffe“-Komödie als ein Stück aus grauer Vorzeit, als Figuren auf der Bühne über Dinge verhandelten, um Unrecht oder Recht kämpften ...