Ping-Pong-Spiel zwischen Bioinformatik und Biochemie: Neuer Gen-Schalter made in Leipzig

Dank der Arbeit Leipziger Forscher ist die synthetische Biologie um ein wichtiges Werkzeug reicher. Einer Arbeitsgruppe um den Biochemiker Mario Mörl und den Bioinformatiker Peter F. Stadler ist es gelungen, einen neuen Schalter zu bauen, mit dem die Umsetzung von genetischen Informationen in Proteine reguliert werden kann. Damit könnten beispielsweise Biosensoren entwickelt werden, um umweltrelevante Moleküle in Wasser und Erde aufzuspüren.

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19 Millionen Euro – aber wofür? Motorboottourismus oder Wohnqualität?
Promenade am neuen Kanalstück zum Lindenauer Hafen. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Man gebe Verwaltungsmenschen ein paar Millionen Euro in die Hand, und sie werden zu Weihnachtsmännern. Wo der Bürger noch Sorgen äußert, mit seinen Steuergeldern könnte nicht sorgsam umgegangen werden, beginnen Leipziger Bürgermeister erst aufzublühen. Und wenn einer in Leipzig noch immer vom Kanalbau bis zur Saale träumt, dann ist es Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal.
Kompromiss der Bundesregierung zu Kohlekraftwerken wird Stromkosten der Bundesbürger steigen lassen
Mibrag liefert die Kohle, Vattenfall betreibt einen der Blöcke: Kohlekraftwerk Lippendorf im Leipziger Süden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Einige Akteure in der mitteldeutschen Kohlewirtschaft wissen seit Donnerstag, 2. Juli, dass Kompromisse, um die man monatelang gerungen hat und die wie ein Sieg aussehen, richtig weh tun können. Und neue Unsicherheiten schaffen, auch wenn Sachsens CDU-Fraktion am Donnerstag noch felsenfest davon überzeugt war, dass für Sachsens Kohleunternehmen wieder alles hübsch in Ordnung wäre.
naTo lädt am 12. Juli zum allerletzten Badewannenrennen am Völkerschlachtdenkmal ein
Badewannenrennen 2012. Foto: nato, Eric Kemnitz

Foto: nato, Eric Kemnitz

1015 hatte alles so schön begonnen: Bischof Eido war extra aus Misni nach Lipsi gekommen, um das allererste Badezuber-Rennen auf der Pleiße zu eröffnen. Es war der erste wirklich friedliche Wettstreit zwischen den eroberten Sorben und den Neulingen aus dem Westen, den Franken und Sachsen. Ohne Blutvergießen, mit viel Spaß. Und dann endete das Ganze so tragisch mit dem Tod des wackeren Bischofs.
Tanners Interview mit der Eat-The-World-Gästeführerin Franziska Mauersberger
Franziska Mauersberger auf Tour durch Leipzig. Foto: Volly Tanner

Foto: Volly Tanner

Sachen gibt es. Zum Beispiel verdienen hiesige Menschen ihren Unterhalt damit, dass sie anderen Menschen kleine charmante Genussorte in Leipzig zeigen. Wer hätte das gedacht, damals, als mein Vater der Meinung war, wenn man nicht jahrelang in Dreck und Kodder gerobbt hätte, würde man verhungern. Tanner traf Franziska Mauersberger, während er aß und sie essfreudiges Volk an ihm vorbei schob.
NPD-Geschäftsführer und Landeschef Szymanski wirft das Handtuch
Holger Szymanski hat am Donnerstag alle Ämter innerhalb der NPD niedergelegt. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Holger Szymanski gibt auf. Der Dresdner Rechtsextremist legte alle Ämter in der NPD nieder. Damit muss die gebeutelte Partei nach dem Rauswurf aus dem sächsischen Landtag den nächsten Rückschlag verkraften. Der ehemalige Landtagsabgeordnete war zuletzt Bundesgeschäftsführer und leitete den sächsischen Landesverband. Ein Zeichen. Für zerfallende Strukturen und eine mögliche Radikalisierung der sächsischen Rechtsextremen gleichermaßen.
Jakobsweg: Litauische Pilger unterwegs nach Spanien
Markierungszeichen des Jakobsweges im Rosental. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

"Irgendwann fängt jeder auf dem Weg an zu flennen. Der Weg hat einen irgendwann soweit. Man steht einfach da und heult." Die litauische Gruppe, die am Mittwoch durch das Zentrum von Leipzig zieht, ist noch nicht soweit. Singend und betend folgen sie dem Jakobsweg. Am Abend treffen die 30 Pilger in der katholischen Pfarrei St. Georg in Gohlis ein. Am 5. Mai waren sie in Litauen aufgebrochen, am 13. Oktober werden sie Santiago de Compostela erreichen.
Von Mehlwürmern, Räubern und Visionären: Die Leipziger Zeitreise geht weiter (2)
Übersichtskarte über die Dörfer westlich von Leipzig 1880. Quelle: Stadtarchiv

Quelle: Stadtarchiv

Achtung: In der Lützener Straße kann man wieder Mehlwürmer kaufen. Als diese Nachricht noch von Wert war, ist es westlich von Leipzig schon vorbei mit der Landromantik. Ortsteile wie Schleußig, Plagwitz, Kleinzschocher, Knauthain oder Lindenau wachsen immer näher ran an die unheimlich wachsende Großstadt direkt vor ihnen. Doch Leipziger sind diese Gemeinden im Jahr 1886 noch nicht. Sie meistern die Herausforderungen des Bevölkerungszuwachses und der Verstädterung (noch) alleine, und verschulden sich dabei auch. Und ihre Bewohner versuchen den Alltag der neuen Zeit zu meistern. Sie drängen auf einen Kinderhort, turnen an den Reckstangen der hiesigen Turnvereine, bieten Schlafplätze, Mittagsessen, ja sogar Mehlwürmer an und verfolgen die Fahndung nach brutalen Räubern, die den Großraum Leipzig in Atem halten.
Landesjugendspiele starten am Freitag in Leipzig
Cindy Roleder, Christian Dahms und Lene Gruner präsentieren die Medaillen Foto: Jochen A. Meyer/Landessportbund Sachsen

Foto: Jochen A. Meyer/Landessportbund Sachsen

Anders werden sie diesmal sein, die Landesjugendspiele - nämlich auf die Altersgruppe U14 beschränkt. „Das neue Konzept kostet einige Sportarten, wie den Segelflug“, so Wolfgang Schmidt, Leiter des Organisationskomitees, beim Pressegespräch. In intensiven Gesprächen habe der Landessportbund Sachsen das neue Konzept mit den Stadt- und Kreissportbünden abgestimmt.
Am 9. Juli: Gellert Abend in der Nikolaikirche
In Würdigung des 300. Geburtstages von Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) lädt die Nikolaikirche zu einem Gellert Abend am Donnerstag, 9. Juli um 20:00 Uhr, in die Nikolaikirche Leipzig ein. Christian Fürchtegott Gellert, der als außerordentlicher Professor der Universität Leipzig und als Dichter von Fabeln und Liedern schon zu Lebzeiten Berühmtheit erlangt hatte, sagte einmal über Leipzig: "Ich erinnere mich, bey dem Anblicke dieser geliebten Stadt gewünscht zu haben, daß mich Gott, wenn es ihm gefiele, mein Leben an diesem Orte hinbringen lassen möchte."1
10.000 Unterschriften für das Bürgerbegehren Mitteldeutschland sind jetzt zur Prüfung in Berlin
Auf nach Berlin: Bernward Rothe und Reinhard Mey verfrachten die Ordner mit den Unterschriften ins Auto. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Nicht locker lassen. Demokratie ist nichts für Kurzstreckensprinter. Für Leute, die schon nach dem ersten Anlauf erschöpft sind, erst recht nicht. Selbst gute Ideen setzen sich selten im ersten Aufbegehren durch. Auch in der Demokratie gibt es Leute, die sich gegen jede Veränderung wehren. Zum Beispiel gegen die Gründung eines schlagkräftigen Bundeslandes Mitteldeutschland.
Leipzig braucht ein aktives Brachflächenmanagement, kompakte Quartiere und kurze Wege zum ÖPNV
Ideal geeignet für ein Wohnquartier: Fläche an der S-Bahnstation "MDR". Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die Diskussion um das neue "Wohnungspolitische Konzept" der Stadt Leipzig hat mit der Bürgerinformation am Montag, 29. Juni, gerade erst richtig begonnen. Ganze sechs Jahre hat das alte Konzept gehalten. Es hat die rasante Einwohnerentwicklung ab 2011 schlicht nicht berücksichtigt. Aber jetzt ist die Frage natürlich: Wird das nun eine lebenswerte Stadt oder nur eine marktgerechte? Schon im Vorfeld der Konzeptentwicklung gab es heftige Einwürfe insbesondere von Vereinen und Initiativen.
Grüne fordern kleinteilige Entwicklung und sozialen Wohnungsbau am Leuschnerplatz
Wird heute als Parkplatz genutzt: Brache des einstigen Markthallenviertels. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

In der vergangenen Woche hatten die Leipziger Grünen zum Ideen-Spaziergang am Wilhelm-Leuschner-Platz und der Brache des Markthallenviertels eingeladen. Jetzt haben sie ihre Vorstellungen selbst gebündelt. Und im Ergebnis fordern sie eine Abkehr von der Baupolitik der letzten 25 Jahre: weg vom quartierumfassenden Einkaufscenter, mehr soziales Wohnen in der Innenstadt.
Es gibt eine Pflicht zu Information und Transparenz in der Demokratie
Bauprojekt direkt vor der Nase? - Da tun Bauherren gut daran, die betroffenen Bürger frühzeitig mit den Planungen vertraut zu machen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Erstaunlich. Man hätte es bei all dem Gezerre um Griechenland beinah vergessen: Es gibt demokratische Spielregeln. Die wollen Politiker und Großprojekte-Unternehmer zwar nicht immer einhalten. Aber das sorgt für Ärger. Denn die Bürger sind mehrheitlich der Meinung, dass sie bitteschön beteiligt werden müssen, wenn die Sache sie direkt betrifft. Und dabei hat das Büro Hitschfeld nicht mal nach der "Charta Leipziger Neuseenland" gefragt.
Haben die Sachsen 2013 tatsächlich mehr konsumiert oder doch nur wieder mehr Geld ausgegeben?
Steigende Preise im Laden: Jahr für Jahr beißen auch die Sachsen in den sauren Apfel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wie geht man eigentlich mit Konsumstatistiken um? So richtig wissen das augenscheinlich auch die deutschen Statistiker nicht. Irgendwie scheinen sie zu versuchen, mit ihren Meldungen zum Thema die flapsige Oberflächlichkeit einiger Medien nachzuahmen. "Einkommenszuwächse der Sachsen flossen 2013 nur in den privaten Konsum", überschrieben Sachsens Statistiker so eine Meldung vom Mittwoch, 1. Juli. Ein konsumverrücktes Volk also, diese Sachsen?
Sachsen hat wieder 31 Millionen Euro aus dem Garantiefonds ausgezahlt
Jedes Jahr kostet das Desaster der Sachsen LB die Bürger noch immer dreistellige Millionenbeträge. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es kann ganz schnell gehen, wie die Sachsen 2007 erleben durften. Jahrelang hatte die sächsische Regierung die Bürger eingelullt mit ruhmreichen Reden auf den Geschäftserfolg der Sachsen LB, die als Big Player auf den globalen Märkten mitspielte. Große Zahlen machen auch Politiker närrisch. Am Ende hatte sich die Landesbank mit fast 15 Milliarden Euro völlig überhoben.