In eigener Sache oder 1.500 x 99 Euro

Leser fragen, wir antworten: Was kostet die Herausgabe der L-IZ.de? Warum 1.500 Abos?

Liebe Leser, liebe Freunde der L-IZ.de, liebe Freikäufer, bereits seit dem 6. August ist das Team der L-IZ in neuen Fahrwassern unterwegs. Die Aktion „Freikäufer“ hat Fahrt aufgenommen. Bis heute (Stand 20. September 2016) haben sich 93 Unterstützer über die bereits vorher eingetragenen 760 Abonnenten hinaus angemeldet und sind zu uns an Bord gekommen. Wie erklärungsbedürftig unser Vorhaben ist, spüren wir täglich in vielen Mails, bei Anfragen in den sozialen Netzwerken oder auch in persönlichen Gesprächen.
Artikelserie "In eigener Sache" - Teil 21 von 26

Dass wir mit der Freikäufer-Aktion (weitere Infos), wie schon mit vielen Ideen der letzten 12 Jahre, wieder einmal Neuland betreten, ist aus vielen Fragen herauszuhören. Indem wir einen notwendigen Schritt in Richtung Finanzierung einer lokalen und unabhängigen Zeitung gemacht haben, leisten wir gemeinsam mit Ihnen Pionierarbeit. Zu ungewohnt kommt es den Menschen immer noch vor, im Internet für Nachrichteninhalte zu bezahlen – doch es wird in der Zukunft kein Weg mehr daran vorbeiführen.

Die vielen „Im-Internet-ist-alles-kostenlos“-Jahre haben bei den Lesern, aber auch bei uns, ihre Spuren hinterlassen. Und so bekamen wir für unseren Mut von vielen Seiten Lob, aufmunternde Zeilen und anerkennende Meinungen. Aber auch viele enttäuschte Mails von Kritikern, denen wir mit den Informationen in diesem Artikel ein klein wenig entgegenkommen möchten. Manche meinten nämlich vorwurfsvoll, dass wir jetzt „geldgeil“ werden würden.  Und andere, dass es uns gut stehen würde, transparenter mit den Zahlen umzugehen und zu benennen, wofür die Abo-Zahlungen benötigt und verwendet werden.

Und so haben wir uns mal hingesetzt und die wichtigsten Kosten für den Betrieb einer Online-Lokalzeitung in Gruppen zusammengefasst. Wir hoffen, dass Sie dadurch einen Einblick in unsere Arbeit bekommen und wie groß die Unterstützung sein muss, die wir von den Lesern laufend benötigen.

Herausgekommen ist dabei die Grafik oben im Kopf der Seite, auf der wir mit unserem „Freikäufer“-Schiff von Insel zu Insel segeln, um das nächste Ziel anzusteuern.

Bitte bei den folgenden Zahlen nicht vergessen, dass beim Betrag von 99 EUR immer der Bruttobetrag genannt wird. Bei jedem Freikäufer-Abonnement können wir also intern aufgrund der gesetzlichen 19 % Mehrwertsteuer real nur mit 83,19 EUR kalkulieren, es sind also immer nur gerundete Werte. Natürlich laufen die nachfolgend angegebenen Kosten immer parallel während des laufenden Betriebes.

Das haben wir schon geschafft

Mit den Freikäufern, die jetzt bereits an Bord sind, konnten wir die hier genannten Ziele schon erfolgreich erreichen:

Ca. 1.000 EUR für Gebühren und Beiträge = etwa 10 Abos

Die jährlichen Ausgaben der L-IZ.de für Gebühren und Beiträge usw. belaufen sich auf ca. 1000 EUR. Darunter fallen zum Beispiel die Beiträge für die Industrie- und Handelskammer (IHK), die GEZ-Gebühren sowie die Kontoführungsgebühren für unsere beiden Bankkonten (Abonnentenkonto & Konto für Werbegeldeinnahmen).

Ca. 1.000 EUR für Versicherungen = etwa 10 Abos

Es kann immer mal was passieren oder schief gehen. Um uns zumindest grundlegend davor zu schützen, benötigen wir einige Absicherungen: eine Betriebshaftpflichtversicherung, eine Büroinhaltsversicherung (ähnlich einer Hausratversicherung für Privathaushalte).

Ca. 5.000 EUR fürs Redaktionsbüro = etwa 50 Abos

In diesem Kostenblock sind zum Beispiel die monatlich fällige Büromiete im Haus der Demokratie, die Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung…), die Kosten für Telefon/Fax/Internet, den Postversand und Aufwendungen für Bürobedarf (Verbrauchsmaterialien). Und auch der Kaffeebedarf unserer Redakteure gehört hierher (um die Stimmung oben und die Redakteure wach zu halten).

Ca. 8.000 EUR für Serverkosten und -wartung = etwa 80 Abos

80 Abonnements werden benötigt, um die jährlichen Kosten für die IT abzudecken. Das sind Domaingebühren und Hosting-Gebühren, aber vor allem die Betreuungskosten für unseren Webserver und den Mailserver. Die beiden Server müssen regelmäßig betreut und gewartet werden, Sicherheitsupdates, Weiterentwicklungen und Anpassungen sind regelmäßig notwendig, Lizenzen müssen gekauft werden.

Im Besonderen die von uns veröffentlichten Audio- und Videodateien benötigen eine zuverlässige und leistungsfähige Serverumgebung. Auch die L-IZ.de selbst unterliegt einem ständigen Entwicklungsprozess, gern würden wir auch öfter Neuerungen und Verbesserungen als bislang programmieren lassen. Viele Ideen in unseren Köpfen konnten/können nicht umgesetzt werden, da uns bislang die Möglichkeiten dafür fehlten.

Und manchmal kommen auch unerwartete Mails herein, in denen uns Leser berichten, dass sie mit irgendeiner Funktion auf unserer Webseite oder im Abo-Shop ein Problem auf ihrem Handy oder Rechner haben. Dann muss unser Programmierer ran, der seinen Kopf rauchen und die Finger über die Tastatur gleiten lässt, bis das Problem gelöst ist. Kommt es zu echten Pannen, durchaus mal ein paar Tage und Nächte lang.

Wo sind wir jetzt gerade?

Momentan sind wir mit den Freikäufern auf dem Weg zu einer weiteren größeren Insel:

Ca. 8.000 EUR für Rechtskosten = etwa 80 Abos

Dieser Betrag, welcher Anwaltskosten, aber auch Beratungen bei Verträgen oder Vereinbarungen mit Kooperationspartnern der L-IZ.de umfasst, ist ein Erfahrungswert aus den letzten fünf Jahren. Mal lagen wir darunter, mal darüber, wenn es zum Beispiel besonders heiß herging bei gerichtlichen Vorgängen – vor allem mit Abmahnanwälten, welche es oft versuchen, aber selten gewinnen. Dennoch verursachen sie Kosten. Auch das Durchsetzen eigener Ansprüche gegen Dritte (selten aber dann auch nötig) ist hier erfasst, zum Beispiel bei Verstößen gegen das Urheberrecht. Oft genug müssen wir trotz erfolgreicher Durchsetzung unserer Rechte anschließend die Rechtskosten selbst tragen, da so manches Mal die Gegenseite nicht zahlungsfähig ist.

In der Hauptsache jedoch benötigen wir dieses Geld, um uns erfolgreich gegen Kläger zu wehren, welche freie Berichterstattung einschränken wollen. Kommt es zum Prozess vor Pressekammern, ist es oft aufgrund eines noch nicht abschließend ausdefinierten Persönlichkeitsrechtes im Netz so, dass der Anspruch gegen uns zwar weitgehend abgewiesen wird (wir haben demnach Recht, weshalb Sie noch nie eine Gegendarstellung auf der L-IZ gelesen haben), die Kosten jedoch gern zur Splittung vorgeschlagen werden.

Ein kompliziertes und schwankendes Kostenfeld als oft lästige Randerscheinung unserer Arbeit also, welches aber branchenüblich leider dazugehört. Es sei denn, man schreibt nur Eiapopeia-Meldungen.

Welche Ziele liegen noch vor uns?

Ca. 15.000 EUR Verwaltungskosten = etwa 150 Abos

Was etwas bürokratisch klingt, sind in Wirklichkeit überwiegend Personalkosten. Beginnend bei „A“ wie Abonnentenbetreuung, über „B“ wie Buchhaltung führen, „F“ wie interne Finanzkontrolle, bis „R“ wie irgendwer muss die Rechnungslegung machen und „S“ wie Steuerberater. Über die vergangenen Jahre hinweg haben wir diesen Bereich fast im Alleingang gelöst und können dies auch weiterhin. Dennoch bindet es jeden Monat Zeit, die Rechnungsein- und -ausgänge im Blick zu behalten, Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden zu führen, die Zahlen für das Finanzamt zusammenzustellen, die eigenen Kosten dauerhaft zu kontrollieren und vor allem auf Fragen von Abonnenten zu reagieren, diese also zu „betreuen“.

Als Firma ist es zudem schlicht unmöglich, seine Abrechnungen mit dem Finanzamt ohne steuerliche Beratung zu machen, was neben unserer eigenen Zeit also auch noch die Kosten für diese Arbeit einschließt.

Ca. 6.000 EUR für Werbung & Social Media = etwa 60 Abos

Ein Posten, den es vor 6 bis 7 Jahren so überhaupt nicht gab, ist die Betreuung der sozialen Medien. Maßgeblich vertreten sind wir auf Facebook und Twitter, aber auch auf Instagram und Google plus. „Vertreten“ heißt zuerst einmal Beiträge per Hand zu teilen, aufkommende Debatten über Artikel gegebenenfalls zu moderieren (oder einzugreifen, wenn es um Hassbeiträge geht) sowie auf diesen Wegen natürlich auch für unser Angebot zu werben.

Dass es ab und zu auch mehr als nur Internetwerbung bedarf, um auf sich aufmerksam zu machen, haben wir mal in diesen Preis mit eingeschlossen. So gesehen, in einem ganzen Jahr ein nach wie vor kleiner Kostenblock, der zuerst einmal wieder unsere eigene Arbeit umfasst.

Ca. 6.000 EUR für Recherchen = etwa 60 Abos

Knapp 500 Euro müssen wir durchschnittlich monatlich für Recherchen ansetzen. Seien es Gesprächs- oder Interviewtreffen mit Menschen, der Weg zu Veranstaltungen, Bürgerversammlungen oder auch Gebühren bei Registern und Auskunftsstellen – immer entstehen auch hier Kosten, die bezahlt werden müssen. In diesen Bereich mit eingegliedert haben wir auch Kosten, die uns bei der Nutzung von Archiven und der anschließenden Verwendung von Archivmaterialien berechnet werden.

Dass wir unsere Strecken in Leipzig kaum mit Autos, sondern eher per Rad, Bahn und zu Fuß realisieren, ergibt sich bei der Summe von nur 6.000 EUR fast von selbst. Bei Tiefenrecherchen kann es dennoch zu erhöhten Aufwendungen kommen, die wir hiermit ebenfalls decken wollen.

Ca. 100.000 EUR für die Journalisten = etwa 1.000 Abos

Das ist die größte Insel und unser größtes Ziel: Das Kernstück unserer Arbeit sind und bleiben wir Journalisten selbst. Wie viele wir sein können, hängt ganz maßgeblich von der Menge der Abonnenten und sicherlich auch der Werbeeinnahmen in den kommenden Jahren ab. Bislang haben wir Jahr um Jahr versucht, diesen Posten (wie alle anderen auch) ausschließlich aus Werbung zu finanzieren. Dieser Betrag beinhaltet jedoch nicht nur die Honorare unserer Redakteure, sondern auch die Abgaben, die wir zum Beispiel im Rahmen des Künstlersozialversicherungsgesetzes (KSVG) für unsere Mitarbeiter an die Künstlersozialkasse KSK (www.kuenstlersozialkasse.de) entrichten: 5,2 % aller Honorare für publizierte Bilder und Texte.

Dabei sind einige Kollegen bereits jetzt quasi rund um die Uhr für uns tätig, andere liefern immer wieder besondere Geschichten, Interviews und Reportagen gegen ein freies Honorar. Unser Ziel ist es dabei, immer mehr Journalisten die Möglichkeit zu geben, von ihrer Arbeit durch uns gut bezahlt zu werden. Viele von uns sind auch noch für andere Medien tätig. Doch: Je mehr finanzielle Mittel wir in diesem Bereich zur Verfügung haben, umso höher ist die Anzahl der Autoren und der veröffentlichten Artikel: desto besser wird die L-IZ.de selbst. Journalismus ist das, was im Zentrum aller Kosten steht und – das ist sicherlich wenig überraschend – den größten Teil unserer Kosten einnimmt.

Oft arbeiten auch mehrere von uns gemeinsam an einer Geschichte. Zu nennen sind dabei unter anderem die Liveberichte aus dem Stadtrat, die Vor-Ort-Berichterstattung bei Demonstrationen oder größere Reportagen und Beiträge zu komplexen Themen. Bei letzteren Themen gilt mindestens das inhaltliche „Vier-Augen-Prinzip“, also zwei Kollegen, die sich gegenseitig kontrollieren und gegebenenfalls auch die Quellenlage kritisch hinterfragen.

Diese Arbeit würden wir gern in den kommenden Jahren mit der Hilfe der Abonnenten stetig weiter verbessern. Deshalb ist auch die Aufforderung vor allem anderen auf uns als Journalisten bezogen.

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Buchmesse–Nachlese (1): Winzige Arsendosen „Texte gegen Hass“
Ein kleiner Leipziger Abend am Rande der Buchmesse: Texte gegen Hass am 23. März 2017. Foto: Jens-Uwe Jopp

Foto: Jens-Uwe Jopp

Von Victor Klemperer, dem Dresdner Sprachwissenschaftler und Autor von „LTI“, der „Sprache des dritten Reiches“ (1947) stammt die Sentenz „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung noch da.“ Nun wissen wir schon länger, dass die ferne Zeit des Nationalsozialismus mit zunehmendem Abstand manchem gar nicht mehr so fern, manchem aber wieder erschreckend und bedrohlich nah erscheint. Anlass für eine Veranstaltung am 23. März 2017 namens „Texte gegen Hass“.
Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 1): Verdammt lang her?
Der „Deutsche Reichskriegertag“ 1925 in Leipzig gedenkt reichlich militärisch an den Ersten Weltkrieg. Im Jahr 1939 zeigt er dann in Kassel erstmals als „Großdeutscher Reichskriegertag“ den Weg Richtung Zweiter Weltkrieg auf. Vom Brühl kommend – links steht heute ein großer Einkaufstempel – geht‘s hier in die Hainstraße in Richtung Markt. Tausende Leipziger stehen am Straßenrand. Foto: Pro Leipzig Verlag

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 41Nie wieder zweite Liga! So müssen sich die Leipziger in diesen Jahren in der Grün­dungsstadt des DFB (1900) wohl gefühlt haben, angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Aufstiegs der nordwestsächsischen Metropole an Elster und Pleiße. Der 1878 gegründete Leipziger Zoo erfreut sich eines weltweiten Renomées, so mancher schaut beim Scharwenzeln über den Königsplatz zu einem der schönsten Rathäuser Deutschlands hinauf. Die Kleinmesse am Cottaweg ist gut besucht, man findet irgendwie sein Aus­kommen in dieser noch jungen Republik.
#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Christoph Neumann (AfD)
Christoph Neumann (AfD), 1964 in Leipzig geboren ist Dipl. Ing. Päd. für Maschinenbau und Unternehmer. Foto: AfD Leipzig

Foto: AfD Leipzig

Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung des Kandidaten der Leipziger AfD, Christoph Neumann (WK Nord, Leipzig I, 152).
Der Moment unserer Kindheit, in dem wir lernen, Andere zu verstehen
Faserverbindungen im Gehirn eines vierjährigen Kindes, bei dem der Fasciculus Arcuatus (grün) bereits stärker ausgebildet ist – der entscheidende Entwicklungsschritt um uns in andere hineinversetzen zu können. Foto: MPI CBS

Foto: MPI CBS

Unser Gehirn ist ein faszinierendes Ding. Wenn es funktioniert. Und wenn wir es nicht behandeln wie uns selbst: auf Fastfood gesetzt, mit Unterhaltungsmüll anfüttern. Das Ding will gebraucht werden. Denn es ist zu Erstaunlichem fähig. Zum Beispiel zum Um-die-Ecke-Denken. Das können nämlich sogar schon Kinder. Auch wenn die entscheidende Abkürzung erst im vierten Lebensjahr entsteht. Das konnten jetzt Forscher aus dem Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften vermelden.
Notärzte in Sachsens Landkreisen fehlen, viele Rettungsfahrzeuge zu lange unterwegs
Rettungswagen im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Augenscheinlich hat die Linksfraktion im Landtag Recht. Seit Jahren kritisiert sie das Fehlen von Notärzten in Sachsen. Regelmäßig bekommt sie Beruhigungspillen durch den Innenminister. Aus seiner Sicht ist alles in Ordnung. Nur 2,4 Prozent der Einsatzschichten bleiben unbesetzt. Und irgendwie kämen die Rettungswagen in 95 Prozent der Fälle rechtzeitig. Zumindest planerisch. Die Realität sieht anders aus.
Wieder nur 4 Prozent? Junge Leipziger sind zur Wahl eines neuen Jugendparlaments aufgerufen
Jugendparlamentswahl in Leipzig. Wieder nur 4 Prozent Wahlbeteiligung? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserVom 27. März bis 3. April sind alle Leipziger im Alter von 14 bis 21 Jahren dazu aufgerufen, ein neues Jugendparlament zu wählen. 36 Kandidaten stehen dabei zur Wahl. Die 20 Jugendlichen, die letztlich gewählt werden, können – zumindest indirekt – mit Redebeiträgen und eigenen Anträgen die Kommunalpolitik der Stadt mitbestimmen. Vor zwei Jahren lag die Wahlbeteiligung bei gerade einmal vier Prozent.
Welche sächsischen Politiker werden eigentlich vom Sächsischen Verfassungsschutz beobachtet?
Welche Politiker beobachtet der Verfassungsschutz in Sachsen? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Der Sächsische Verfassungsschutz lässt sich nicht in die Karten schauen, auch nicht, wenn jetzt mal die AfD nachgefragt hat. Seit sich Leute wie Björn Höcke im AfD-Milieu zu Wort melden, ist ja der Verdacht gar nicht so abwegig, dass solche Leute auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Aber der AfD-Landtagsabgeordnete Carsten Hütter hat nicht nur nach seiner Partei gefragt, sondern auch nach der politischen Konkurrenz.
Chancen fürs Gymnasium sind in reichen Stadtvierteln vier Mal höher als in armen
Erich-Kästner-Schule in Gohlis. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Nach den ersten Meldungen von Anfang März erhielten rund 12.800 der 28.569 Mädchen und Jungen in den vierten Klassen des Freistaats eine Empfehlung für das Gymnasium. 10.768 von ihnen hätten sich bisher an einer entsprechenden Einrichtung angemeldet. Aber so richtig können diese Vorabzahlen nicht gestimmt haben. Petra Zais, bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Landtag, hat lieber alles genau abgefragt.
#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Volker Holzendorf (B90/Die Grünen)
Volker Holzendorf (B90/Die Grünen) ist 1972 geboren und Biometriker. Foto: B90/Die Grünen

Foto: B90/Die Grünen

Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung des Kandidaten der Leipziger B90/Die Grünen, Volker Holzendorf (WK Nord, Leipzig I, 152).
Oskar Quengels Lebensbeichte in einer blutigen und opportunistischen Zeit
Max Brym: Oskar Quengels Auftrag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Im Leipziger Bookra Verlag passiert eine Menge Geschichte. Und Geschichtsaufarbeitung. Auch auf Feldern, um die sich sonst eher wenige Leute kümmern, weil es irgendwie nicht opportun ist, nicht zeitgemäß. Wer beschäftigt sich denn noch mit der Geschichte der kommunistischen Partei in Deutschland? Gar mit ihrem fatalen Scheitern beim Machtantritt der Nazis. Max Brym tut’s. Denn da gibt es einiges abzurechnen.
Randale bei Lok – Bischofswerda: Austragung im veralteten Wesenitz-Sportpark wirft Fragen auf + Update
Blick auf die Stadiontraversen, die ohne Frage bereits bessere Zeiten erlebt haben. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Sachsenpokal-Halbfinale des Bischofswerdaer FV gegen den 1. FC Lok hat Fragen zur Sicherheit in Fußballstadien aufgeworfen. Etwa 120 Personen war es vor dem Spiel gelungen, unkontrolliert in den Gästebereich der Leipziger zu gelangen. Die Polizei musste gegen Spielende die Präsenz im Stadioninnenraum verstärken, um Personen am Platzsturm zu hindern. Fans berichten von unbekannten Gesichtern, die zugedröhnt beim Elfmeterschießen den Aufstand proben wollten – in einem Stadion, das in Leipzig sicherlich keine Abnahme gefunden hätte.
Bischofswerda vs. 1. FC Lok Leipzig 3:5 i.E. – Ins Finale, egal wie
Lok-Keeper Benjamin Kirsten (mi.) hielt sein Tor erneut sauber und wurde durch den gehaltenen Elfer zum Pokalhelden. Foto: Bernd Scharfe

Foto: Bernd Scharfe

Für alle LeserErstmals findet ein Sachsenpokal-Finale mit und beim 1. FC Lok statt. Aus einem spannenden, aber spielerisch gewöhnungsbedürftigen Halbfinale beim Bischofswerdaer FV gingen die Leipziger am Sonntag mit 5:3 nach Elfmeterschießen als Sieger hervor. Benjamin Kirsten parierte vor 2.741 Zuschauern einen Elfer, Brügmann jagte den entscheidenden Ball wie weiland René Müller zum Abschluss links oben ins Netz. Der Oberligist hatte jedoch die besseren Chancen und gewöhnte Lok das Fußball spielen fast über 120 Minuten ab. Das Finale findet am 27. Mai in Probstheida statt.
#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Sören Pellmann (Die Linke)
Sören Pellmann (Die Linke) geboren 1977 in Leipzig, Grund- und Förderschullehrer. Foto: Die Linke Leipzig

Foto: Die Linke Leipzig

Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung des Kandidaten der Leipziger Linkspartei, Sören Pellmann (WK Süd, Leipzig II, 153).
Im Mai startet die LMBV den zweiten Anlauf zur Störstellenbeseitigung in der Pleiße
Pleiße mit Störstelle bei Markkleeberg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Das Entsetzen war groß 2014, als auf einmal Baggerarbeiten auf der Pleiße südlich von Connewitz begannen. Nachdem das geplante Projekt der „Störstellenbeseitigung“ jahrelang in der Schublade verschwunden war, wurde auf einmal losgebaggert. Die Umweltverbände liefen Sturm und setzten einen Baustopp durch. Ab Mai soll das Projekt wieder aufgegriffen werden. Erstaunlicherweise von der LMBV.
Der Leipziger Traum von einem Revolutions-Denkmal europäischer Dimension
Der Matthäikirchhof im Stadtmodell. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Man lernt ja immer was dazu. Man muss nur Fragen stellen. Was dann Ute Elisabeth Gabelmann, Stadträtin für die Piraten, im Februar auch tat, als die neuen Ideen von Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einem Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal publik wurden. Sie hat jetzt Antwort vom Kulturdezernat bekommen. Das hat die etwas ironischen Fragen der Stadträtin durchaus ernst genommen.