Hubertusburger Frieden: Briefmarke, Ausstellung und ein gerettetes Museum

Zur 250. Wiederkehr des Hubertusburger Friedens von 1763 gibt es Mitte Februar eine Sonderbriefmarke und ab Ende April eine Sonderausstellung im Jagdschloss am Platze. Mit dem Frieden erhielt Sachsen die Chance zu neuer Blüte. Fast wäre im Jubiläumsjahr das Dresdner Kraszewski-Museum geschlossen worden, das uns jene Zeit näher bringt.

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Lernen Sachsens Verfassungsschützer Fremdsprachen tatsächlich erst in der Fortbildung?
Großes Problem: Was, wenn die Leute da alle ausländisch sprechen? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es klingt ja ganz lustig, wenn der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, Valentin Lippmann, den sächsischen Innenminister mal nach Fremdsprachenkenntnissen fragt. Nicht unbedingt seinen eigenen, sondern denen der 180 Mitarbeiter im Landesamt für Verfassungsschutz. Aber die Nachfrage war durchaus ernst gemeint. Denn da war doch was mit „Islamismus und Ausländerextremismus“?
Verein der Freunde und Förderer des Leipziger Naturkundemuseums sieht den Umzug in die Spinnerei mit gemischten Gefühlen
Das Naturkundemuseum - hier vom Goerdelerring aus gesehen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ein Riss geht durch den Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Leipzig, ein Riss mitten durchs Herz. Denn einerseits ist man dort froh, dass es endlich eine Perspektive für das über Jahre von der Stadt vernachlässigte Museum gibt. Das Andererseits ist ein geplanter Standort, der für ein Museum einfach keinen Sinn macht.
Loests großes Buch über NS-Zeit, 17. Juni und Bautzen ist als Neuauflage so aktuell wie zur Entstehungszeit
Erich Loest: Durch die Erde ein Riß. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Kann man Bücher, die vor einem Vierteljahrhundert erstmals erschienen, eigentlich noch einmal besprechen? Sollte man sogar. Immer wieder. Erst recht, wenn es Bücher sind, die so unverblümt ein ganzes Zeitalter sezieren. Erstmals erschienen ist Loests Buch 1981, dann wieder 1989 - mittendrin im Trubel der Umbrüche. Geschrieben hat er das Buch viel früher. Seit 1972 versuchte Loest, sein Leben in Worte zu fassen. Und er tat es schonungslos.
Die AfD mag Unirektorin Schücking nicht
Die Universität Leipzig zeigt Flagge: Heute Vormittag wurden drei dieser Banner am Neuen Augusteum angebracht. Foto: Tobias Eckart/Universität Leipzig

Foto: Tobias Eckart/Universität Leipzig

Unirektorin Beate Schücking hatte in den vergangenen Wochen allerhand Grund zur Freude. Die gescheiterte Rektorwahl durfte sie, die Nicht-Nominierte, als Erfolg werten. Zudem feierte sie im Januar ihren 60. Geburtstag. Letzteres könnte jedoch bald ein Nachspiel haben: Aus dem Umfeld der AfD wurde wegen des Verdachts der Untreue Anzeige gegen sie erstattet. Schücking soll auf Kosten der Steuerzahler gefeiert haben, so der Vorwurf. Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD die hiesige Universität und ihr Personal ins Visier nehmen.
L-IZ-Ticketverlosung für eine Lesung im Haus des Buches
Lyriker Michael Augustin und Ralph Grüneberger laden zur Lesung (Foto: Lyrikgesellschaft Leipzig / PR)

Foto: Lyrikgesellschaft Leipzig / PR

VerlosungMit den Schlagworten „Zwei Stimmen, zwei Schreibweisen, zwei Temperamente“ wird die Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und des Kuratoriums Haus des Buches angekündigt. Die beiden Lyriker Michael Augustin und Ralph Grüneberger laden zur Lesung. Die L-IZ bietet 2x2 Freikarten.
Der Leipziger Maler Bruno Griesel stellt im Weißen Haus in Markkleeberg aus
Der Künstler Bruno Griesel führt am 24. Februar persönlich durch die Ausstellung „White Cube“. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Bruno Griesel ist ein Maler der so viel zitierten Neuen Leipziger Schule, die eigentlich gar nicht mehr so neu ist. Aus den einstigen Geheimtipps sind längst feste Größen der internationalen Kunstszene geworden. Stars, wie Neo Rauch oder Michael Triegel, verdienen mit ihren Bildern teilweise fünfstellige Summen und sind da, wo viele junge, talentierte Maler vielleicht nie hinkommen werden. Sie waren die Wegbereiter zurück zur gegenständlichen Malerei. Wobei gegenständlich sicherlich mehr zu bedeuten hat, als dass man erkennt, was der Maler abbildet.
Neuer Bauherr zeigt im Stadtbüro die Fassadenentwürfe für das neue Haus am Leipziger Burgplatz
Siegerentwurf für das neue Haus am Burgplatz. Entwurf: Christoph Kohl │KK Architekten GmbH

Entwurf: Christoph Kohl │KK Architekten GmbH , Repro: L-IZ

„Das ‚Burgplatzloch’ verschwindet“, freute sich Leipzigs Planungsdezernat und lud am Mittwoch, 10. Februar, zur Ausstellungseröffnung im Stadtbüro. Dort sind jetzt bis zum 4. März die Fassadenentwürfe für das neue Haus zu sehen, das hier bis 2018 entstehen soll. Und damit ist tatsächlich das Ende des berühmtesten Leipziger Baustellenloches absehbar.
Stadtbezirksbeirat Leipzig-Altwest fordert schnelle Lösungen für die Gefahrenstelle am Theater der Jungen Welt
Insel-Situation am Lindenauer Markt. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Gut Ding will Weile haben? Nein. Nicht wirklich, stellt jetzt der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Altwest fest. Nicht, wenn es um Kinder geht. Am 3. Februar hat er wieder zusammengesessen. Da kam der Alternativvorschlag der Stadtverwaltung zur Verkehrsorganisation am Lindenauer Markt auf den Tisch, der im Jahr 2016 erst mal die Diskussion über Lösungsvorschläge vorsieht, aber noch keine Lösung.
Sachsens Staatskanzlei erarbeitet jetzt doch Handlungsempfehlungen für den Umgang mit sozialen Medien
Ankunft von Flüchtlingen in Leipzig. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Dass die fremdenfeindlichen Diskussionen in Sachsen derartige Wucht entfalten konnten, hat natürlich auch mit den sozialen Medien zu tun, die Diskussionen jenseits aller redaktionellen Kontrolle ermöglichen - besonders Facebook steht seit Monaten in der Kritik, weil dort Rassisten und Islamfeinde auch Dinge veröffentlichen, die längst den Strafbestand der Volksverhetzung bedienen.
Ist die Leitung der sächsischen Gedenkstättenstiftung beim Thema NS-Zeit überfordert?
Wird von der Stiftung gefördert: Gedenkstätte Runde Ecke Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Seit Herbst 2015 steht der Leiter der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, unter Beschuss. Autoritärer Führungsstil wird ihm vorgeworfen. Prof. Manfred Wilke, Vorsitzender des Fördervereins Gedenkstätte Bautzen, nennt den 2009 zum Geschäftsführer Gewählten „nicht mehr tragbar“. Und die Förderpolitik der Stiftung scheint derzeit völlig aus dem Lot, wie die Grünen erfuhren.
Grüne beantragen, das Jahr 2017 zum Schwerpunktjahr Demokratie in Leipzig zu machen
Immer wieder neu zu vermessen: Wie funktioniert Demokratie in Leipzig? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Eigentlich müsste es jetzt losgehen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, in Leipzig ein medienwirksames Schwerpunktjahr Demokratie starten zu lassen, sagt Katharina Krefft, Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Aber so schnell wird's wohl nicht gelingen, Leipzig wieder als „die Stadt der Demokratie“ in die Medien zu bringen.
Ein flottes Buch über das Kranksein, das Helfen und die unersetzliche Neugier der Kinder
Elke Bannach: Greta und die Hundefänger. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Der Leipziger Lychatz Verlag hat sich in den letzten Jahren ein durchaus bemerkenswertes Kinder- und Jugendbuchprogramm aufgebaut. Teils mit renommierten Autoren der klassischen Schule, teils mit Autoren, die hier versuchen, ihnen wichtige Themen für junge Leser zu erzählen. Denn eines stimmt nun mal: Die Sensibilität für unsere Mitmenschen wird in der Kindheit gelegt.
Gastspiel von Rimini Protokoll im Schauspiel Leipzig: Adolf Hitler – Mein Kampf, Band 1 & 2
Adolf Hitler - Mein Kampf, Band 1 & 2. Foto: Candy Welz

Foto: Candy Welz

In der Gastspielreihe des Schauspiel Leipzig ist am 17. und 18. Februar die international erfolgreiche Performancegruppe Rimini Protokoll mit ihrer jüngsten Produktion „Adolf Hitler, Mein Kampf, Bd. 1 & 2“ zu sehen. Die Gruppe mit Hauptquartier in Berlin nimmt die Spur von Adolf Hitlers Hetzschrift auf und versucht zu ergründen, worauf der Mythos von „Mein Kampf“ eigentlich beruht.
L-IZ-Ticketverlosung für June Cocó im WERK 2
"The Road" - June Coco lässt aufhorchen (Foto: Sandra Ludewig / Pop Up Records)

Foto: Sandra Ludewig / Pop Up Records

VerlosungDie Geschichte mit George Clooney in der „mephisto“-Bar, und das Strampeln der Sängerin mit den Widrigkeiten des Musikgeschmacks und natürlich die Selbstfindung als Musikerin, die zwischen Chanson, Jazz und Americana wandelt - das sind die Geschichten von ihrem Album „The Road“. June Cocó beendet ihre Tournee zur viel beachteten Studioscheibe im WERK 2. Die L-IZ hat Karten für die Abschlussfete.
„Metropolis“ als Schauspiel-Event-Film auf der Bühne
"Du bist schon Maschine, ich bin noch nicht Maschine“ – bei „Metropolis“ sind Handlung, Darsteller, Publikum allesamt zur Maschine geworden. Foto: Rolf Arnold / Schauspiel Leipzig

Foto: Rolf Arnold / Schauspiel Leipzig

Bereits vor Stückanfang blubbern Geräusche, zeigt sich auf offener Bühne eine Art weißer Doppelstock-Container in Kubusform. Wo Licht durchscheint, wird wohl noch eine Tür aufgehen, unter der Folie lugen Schienen empor, hier kann noch was ins Rollen kommen. „Babel“ steht auf dem Leuchtkasten über dem Kubus, „Metropolis“ gibt's ja immerhin schon an einem Nachtclub mit schmaler Tanz-Bühne in der Leipziger City.