RB Leipzig entscheidet sich gegen den Neubau

Für den RB Leipzig war 2016 ein ganz besonderes Jahr. Seit August spielt der junge Verein in der ersten Bundeliga und hält sich dort tapfer. Aktuell belegen die roten Bullen nach dem FC Bayern den zweiten Platz in der Rangliste. Der Aufstieg der Mannschaft ist eine herausragende Leistung, vor allem, wenn man die junge Vereinsgeschichte betrachtet: 2009 wurde der RB Leipzig auf Initiative der Red Bull GmbH gegründet und hat sich seit diesem Zeitpunkt durch die verschiedenen Ligen gemausert. Ab 2014 spielte der Verein in der 2. Bundesliga und schaffte Mitte 2016 endlich den Aufstieg in den Profifußball.

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Der Newcomer spielt bereits in der ersten Bundesliga

Mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga gab es auch Veränderungen rund um das Team. Das Jungtalent Timo Werner von VfB Stuttgart wurde für 10 Millionen Euro verpflichtet und der Schotte Oliver Burke für 18 Millionen Euro. Zudem leistete sich der Verein mit Ralph Hassenhüttl vom FC Ingolstadt einen neuen Trainer, der seit Amtsaufnahme zielsicher das Ziel verfolgt – den Pokal. Die Firma Red Bull GmbH schuf mit dem RB Leipzig einen weiteren Grundstein für ihr Fußballimperium. Hinter diesem Sportimperium steckt übrigens der Österreicher Dietrich Mateschitz, der mit seinem Energy-Drink Milliarden verdiente. Er ist derzeit der reichste Österreicher und seine Leidenschaft ist Sport. Er sponsert Sportler aller Art, nicht zuletzt ermöglichte er den spektakulären Sprung aus dem All von Felix Baumgartner.

Die Red Bull Arena bleibt das Heimstadion

Und jedes Imperium braucht seine Paläste. Für den FB Leipzig stellte sich dieses Jahr die Frage nach dem Stadion und es wurde ein Neubau diskutiert. Der Leipziger Verein spielt seit seiner Gründung im Jahr 2009 im Zentralstadion, welches im Juni 2010 zur Red Bull Arena umbenannt wurde. Aus Gründen der Kapazität dachten die Verantwortlichen des Vereins seit einiger Zeit über den Neubau eines Stadions nach, in Betracht wurden zwei Standorte in der Nähe des Flughafen Leipzig/Halle gezogen. Man träumte von Kapazitäten von bis zu 70.000 Zuschauern.

Nun hat man sich aber endgültig dagegen entschieden. Nach der bitteren Niederlage gegen den FC Bayern in der 16. Spielwoche konnten sich die Leipziger Fans zumindest über diese gute Nachricht freuen: Die roten Bullen bleiben in der Red Bull Arena. Der wichtigste Grund für diese Entscheidung ist die zentrale Lage des Stadions, die es Fans möglich macht, das Stadion bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Jedoch sind einige Verbesserungen notwendig, damit das bereits 2006 für die Fußball-WM umgebaute Stadion den Ansprüchen eines Erstligisten auf Dauer genügt. Zum einen geht es um die Kapazität. Aktuell fasst die Red Bull Arena 42.558 Zuschauer, das Stadion soll in der Zukunft 57.000 Fußball-Fans Platz bieten. Weitere Überlegungen gehen in Richtung Erweiterung und Verbesserungen der VIP-Container.

Die Stadt Leipzig muss dem Verkauf noch zustimmen und dann steht den Umbaumaßnahmen nichts mehr im Weg. Die genauen Pläne sind noch nicht bekannt. Eins steht fest: Die Leipziger Fans können sich auch in der Zukunft über ein tolles Stadion in zentraler Lage freuen. Und wenn es so weitergeht, vielleicht auch bald über einen Pokal.


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