Glück im Spiel und…. naja, muss ja nicht sein

Jeder, der sich einmal im Glücksspiel versucht hat, der weiß, wie anziehend tolle Wettquoten und in Aussicht gestellte Rekordgewinne sein können. Realistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit auf so einen hohen Gewinn zwar sehr niedrig – anders könnten die Wettanbieter unter dem Strich ja auch kein Geld verdienen – doch ab und zu schafft es dann doch mal jemand, so richtig dicke abzusahnen. Wir schauen uns in diesem Beitrag mal ein paar der großen Gewinner an.

Wahrscheinlichkeiten und der Traum vom großen Los

Je nachdem, für welche Art Glücksspiel man sich entscheidet, variieren die Gewinnwahrscheinlichkeiten deutlich. Wer beim staatlichen Lotto 6 aus 49 den Jackpot knacken will, der braucht schon unverschämtes Glück, denn bei einer mathematischen Wahrscheinlichkeit von 1:139 Millionen ist es wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden. Etwas besser sieht es da bei Tippspielen aus, bei denen der Spieler das Resultat auf gewisse Weise beeinflussen kann. Zwar hat man beispielsweise beim Fußball-Toto auch keinen Einfluss auf das Fußballspiel an sich, doch kann man anhand der Erfahrungen und des bisherigen Saisonverlaufs so tippen, wie man es für gewinnbringend erachtet. Noch eindeutiger ist es beim Pokerspiel. Da Poker kein reines Glücksspiel ist, sondern starke Strategieelemente enthält, kommt es auch auf Können und Geschick an. Nicht zuletzt deswegen werden bei den weltweiten Turnieren feste Startgelder erhoben, denn anders als beim Lotto oder der Fußballwette gewinnt bei einem Pokerturnier auf jeden Fall einer der Spieler und niemals die Bank.

Jackpots und Lotto-Rekorde

Exakt 45.382.458 Euro betrug der höchste Lotto-Jackpot in Deutschland. Ihn mussten sich damals im Jahre 2007 drei Spieler teilen. Den größten Einzelgewinn holte sich ein Spieler aus Nordrhein-Westfalen bereits ein Jahr früher. Er war mit einem Schlag um 37.688.291,80 Euro reicher. Noch mehr Geld hält das gemeinschaftliche europäische Lotto bereit. Der Höchstgewinn sind hier stolze 90 Millionen Euro. Als erstes gelang einem Tschechen im Jahre 2015 das Kunststück, den Jackpot zu knacken. Ein Jahr später holte sich ein Deutscher dann die unglaubliche Summe. Neben dem Euro Jackpot gibt es auch noch die Euro Millions, eine andere Lottoversion, die in mehreren europäischen Ländern gespielt wird. Hier liegt der Rekord bei unfassbaren 190 Millionen Euro, die sich bislang jeweils ein englisches und ein schottisches Ehepaar geholt haben.

High Roller und Big Pots – Rekordgewinner im Poker

In den letzten Jahrzehnten gab es in Europa einen regelrechten Pokerboom, der vor allem durch immer noch gewaltigere Gewinnsummen befeuert wurde. Fast monatlich machten Nachrichten aus Las Vegas oder anderen Spielhochburgen die Runde, nach denen dieser oder jener Spieler mal wieder diese oder jene Summe gewonnen hatte. Aktuell liegt der Rekord bei einem Turnier bei stolzen 18 Millionen Dollar, die der amerikanische Profi Antonio Esfandiari 2012 gewonnen hatte. Allerdings gewann er dieses Geld in einem Turnier, in dem der Buy-In – also das Antrittsgeld – immerhin schon 1 Million Dollar betrug. Viel anziehender ist da immer noch die Geschichte von Chris Moneymaker (ja, der heißt wirklich so). Der Amateur nahm aus reinem Spaß an einem Online-Turnier für 39 Dollar teil, erspielte sich die Teilnahme an der Pokerweltmeisterschaft in Las Vegas und siegte dort gegen 838 andere Teilnehmer. Der Lohn: 2,5 Millionen Dollar und eine Geschichte für die Ewigkeit. Nicht wenige behaupten, dass Moneymakers Sieg einer der Hauptgründe für den Pokerboom auf der ganzen Welt war.

Fußballwetten und Tippspiele – hier wurde abgesahnt

Zum Schluss wenden wir uns noch der Sportwette zu, die in Deutschland ja eine besondere Tradition hat. Auch hier gab es einige Rekordgewinner, zum Beispiel einen griechischen Tipper, der 16 Partien aus ganz Europa richtig kombinierte. Das brachte ihm bei 170 Euro Einsatz immerhin 435.587 Euro Gewinn ein. Doch auch mit einem einzigen Spiel kann man viel erreichen. So gewann ein Amerikaner mehr als 46.000 Dollar, weil er Deutschlands 7:1 gegen Brasilien bei der WM 2014 voraussagte und zudem richtig mutmaßte, dass mindestens ein Treffer dabei von Sami Khedira erzielt werden würde.


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Ursula Oehme. Foto: Richard-Wagner-Verband Leipzig

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Am 6. Mai 1551 klagte der Kaufmann Hans Meusel den Mathematikprofessor Georg Joachim Rheticus vor dem Universitätsgericht an, seinen Sohn betrunken gemacht und missbraucht zu haben. Nach einem fast ein Jahr dauernden Verfahren wurde Rheticus auf 101 Jahre, also für immer, von der Universität Leipzig verwiesen. Wie konnte es dazu kommen?
Lok-Fan gegen Polizei: Geldstrafe für Mittelfinger und Widerstand, aber Körperverletzung nicht bewiesen
Amtsgericht Leipzig. Foto: Lucas Böhme

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Das Amtsgericht Leipzig hat eine Anhängerin des 1. FC Lok Leipzig zu einer geringen Geldstrafe verurteilt. Die Frau soll im November 2015 einem Polizisten den Mittelfinger gezeigt und sich anschließend gegen eine Identitätsfeststellung gewehrt haben. Ein angeblicher Faustschlag ins Gesicht eines weiteren Polizisten wurde hingegen nicht bestraft – das Gericht sah diesen nicht als erwiesen an. Insbesondere die Zeugenaussage eines „fankundigen Beamten“ hatte der Angeklagten geholfen.
In wachsenden Städten geht die verwandtschaftliche Vielfalt der Pflanzenwelt immer mehr verloren
Das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) verschwand im 19. Jahrhundert aus Halle. Die Art ist auf stickstoffarme Böden angewiesen. Sie gilt heute in ganz Deutschland als gefährdet. Foto: UFZ / André Künzelmann

Foto: UFZ / André Künzelmann

Die Meldung hat es in sich: „Urbanisierung kostet fast fünf Milliarden Jahre Evolutionsgeschichte“, heißt die jüngste Meldung aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Da haben die Wissenschaftler wohl ein bisschen zuviel Sekt getrunken, als sie in der vergangenen Woche so übermütig ihr 25-jähriges gefeiert haben. Man darf nicht alles summieren. Auch wenn die Warnung berechtigt ist.
Sachsens Verfassungsschutz zeigt ein Staatsverständnis wie in einer schlecht verwalteten Monarchie
Sächsischer Verfassungsschutzbericht 2016. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle LeserWenn wir unsere Demokratie und all das Gerede über deren Bedrohung wirklich ernst nehmen, dann haben sich am Dienstag, 25. April, Sachsens Innenminister Markus Ulbig und Gordian Meyer-Plath, der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), selbst ins Aus katapultiert. Denn der von Meyer-Plath vorgelegte Bericht diskriminiert weite Teile demokratischer Meinungsbekundung. Das ist nicht neu in Sachsen, in dieser Form aber erschreckend.