Burger-Trends in Deutschland

Vor einigen Jahren waren es die allseits bekannten Fast Food-Ketten, die uns die Burger aus den USA brachten. Innerhalb weniger Jahre fand man an jeder Ecke eine neue Filiale. Auf Grund ihrer ausgeklügelten Marketingstrategien erfreuten und erfreuen sie sich teilweise auch heute noch einer allgemeinen Beliebtheit von Alt bis hin zu den Jüngsten. Mittlerweile sind jedoch auch für sie die Zeiten schwieriger geworden, da die Konkurrenz auch nicht schläft und der Trend hin zu gesünderem und vor allem auch bewussterem Essen geht.

Schnelles Essen ist in der Hektik unserer Gesellschaft zwar immer noch angesagt, jedoch tut man seinem Körper auch gerne mal was Gutes und legt Wert auf die Nachhaltigkeit. Mitunter gibt es auch immer mehr Vegetarier oder auch Veganer, die in den meisten Fast Food Restaurants nur eine spärliche Auswahl vorfinden. Da jedoch Deutschland weltweit unter den Top 5-Ländern mit dem prozentual höchsten Vegetarier-Anteil ist, war ein Wechsel angesagt. Mittlerweile ernährt sich schon ca. jeder Zehnte fleischlos und etwa jeder Hundertste verzichtet ganz auf tierische Produkte. Das sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. Die Veganer haben sich innerhalb der letzten 10 Jahre sogar verzehnfacht! Da kam der neueste Food-Trend aus Übersee gerade richtig!

Schon seit einigen Jahren sprießen bei uns neue Burger Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Der Burger Trend in Deutschland hat in den Großstädten wie Berlin und Hamburg begonnen und setzt sich heute sogar schon in den ländlicheren Gegenden fort. Der Vielfalt und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Hauptaugenmerk liegt bei den erfolgreichen Burger-Läden auf der Qualität und Herkunft des Fleisches bzw. generell den Zutaten und auch den oft selber gebackenen Buns (Hamburger-Brötchen). Des Weiteren muss es auch eine Auswahl an vegetarischen und veganen Burgers geben, um wirklich jeden Geschmack verköstigen zu können.

Vor einiger Zeit gab es, wenn man Glück hatte, einen Halloumi-Käse-Burger oder eventuell auch noch gegrilltes Gemüse im Burger-Brötchen. Mittlerweile hat sich die Gastronomie für die fleischlos lebenden Konsumenten angepasst und man findet Burger Patties aus Kidney Bohnen, Kichererbsen, Quinoa, Tofu, Weizenbratlingen und vielem mehr. Einige Restaurants gehen sogar soweit und ersetzen die Buns durch andere Zutaten. Das können einfach Salatblätter, Auberginen, Tomaten, Portobello Pilze oder auch eine Avocado sein.  Einige asiatische Burgerläden verwenden Reis-Dampfbrötchen jedoch der letzte Schrei ist der sogenannte Sushi-Burger, wo die Brötchen mit Reis ausgetauscht werden.

Aber auch für die Fleischesser gibt es natürlich eine große Auswahl an Köstlichkeiten in einem der vielen Burger Restaurants. Der Trend geht ganz klar weg von den Fertig- oder Tiefkühl-Patties. Zumindest selbst gemacht muss auf jeden Fall sein – wenn das nicht der Fall ist, dann halten sich diese Läden meist nicht sehr lange. Die hochklassigeren Burger bekommt man oft mit Wagyu Beef oder einem anderen Dry Aged Beef Patty, ganz ausgefallene sogar mit einem Dry Aged Entrecot. Für diejenigen, die lieber fleischfrei essen wollen, gibt es meist noch Fisch- oder Scampi-Burger zur Wahl.

Zum Glück für alle Konsumenten hat sich abseits der großen Fast Food-Riesen ein neuer Markt entwickelt, wo die Fleischliebhaber ohne Reue herzhaft zuschlagen können und auch die Vegetarier und Veganer auf ihre Kosten kommen.


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