Die Zahl der Arbeitsunfälle ist weiter rückläufig

Schon im Jahr 2011 war die Zahl der Arbeitsunfälle trotz steigender Beschäftigungszahlen auf den zweitniedrigsten Wert seit 1960 gesunken. Dieser erfreuliche Trend hat sich auch 2012 fortgesetzt. Die Gesamtzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist 2012 nochmals um 2 % gesunken. Allerdings ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle um 12 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

Ursachen des Rückgangs

Der Rückgang der Arbeitsunfälle ist auf eine Reihe von Maßnahmen zurückzuführen. Auszubildende werden schon in der Berufsschule für das Thema Arbeitssicherheit sensibilisiert. Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften verstärken ihre Anstrengungen in der zielgerichteten Präventionsarbeit. So hat sich z. B. die BG Bau an der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern mit dem Arbeitsprogramm Bau- und Montagearbeiten beteiligt. Und nicht zuletzt, ist das Sicherheitsbewusstsein vieler Unternehmer gestiegen.

Arbeitsschutz im Betrieb

Ziel des betrieblichen Arbeitsschutzes ist es einen sicheren Arbeitsplatz zu gestalten. Hierzu gehört eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung ebenso wie die persönliche Schutzausrüstung. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören, je nach Arbeitsplatz, Handschutz, Arbeitsschuhe, Augenschutz, Gehörschutz und Atemschutz.

Tödliche Arbeitsunfälle

Die Zahl der tödliche Arbeitsunfälle ist im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Fälle auf 195 Unfälle gesunken. Auch die Zahl der tödlichen Wegeunfälle ist in diesem Zeitraum um 30 auf 136 Wegeunfälle gesunken. Dies kann am langen, kalten Winter gelegen haben, der zu einer eingeschränkten Bautätigkeit geführt hat.

Berufskrankheiten

Mangelnder oder nicht eingehaltener Arbeitsschutz führt aber nicht nur zu Arbeitsunfällen, sondern auch zu Berufskrankheiten. Zwar ist die Zahl der anerkannten Fälle einer Berufskrankheit seit dem Jahr 2000 leicht gesunken, hält sich aber immer noch relativ konstant auf dem Niveau von ca. 16.000 Personen. Darin enthalten sind ca. 6.000 neue Fälle, denen eine Rente auf Grund einer Berufskrankheit zuerkannt wurde. Spitzenreiter der anerkannten Berufskrankheiten ist die Lärmschwerhörigkeit mit ca. 5.700 Fällen, gefolgt von Silikose und Asbestose, von der 1.750 bzw. 1.600 Personen betroffen sind. Auch durch Asbest hervorgerufener Lungen- und Kehlkopfkrebs sowie Hauterkrankungen mit verschiedenen Ursachen sind mit 721 bzw. 570 Fällen vertreten. Deutlich geringer ist die Zahl der Lendenwirbelerkrankungen durch Heben oder Tragen mit knapp 400 Fällen und die allergischen Atemwegserkrankungen mit 360 Fällen. Von Atemwegserkrankungen mit chemisch bzw. toxischen Ursachen sind 152 Personen betroffen. Schlusslicht der Statistik ist die Gonarthrose mit nur 28 Fällen.

Nützliche Seiten:
http://www.betriebsausstatter24.de/metabo-markenshop

Quellen:
Informationen zur Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2011:
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/12/2012-12-19-unfall-und-berufskrankheitengeschehen-2011.html

Informationen zur Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2012:
http://www.haufe.de/arbeitsschutz/recht-politik/unfallstatistik-arbeitsunfaelle-2012_92_141912.html


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