Der Traum vom Beruf des Spieleentwicklers

Gerade unter Jugendlichen ist das Zocken an PC, Smartphone oder Konsole ein beliebtes Hobby. Auf der Suche nach Antworten auf die Frage, was man gerne einmal beruflich machen möchte, kommt da natürlich der Eine oder Andere durchaus auf die Idee, sich als Entwickler für Computerspiele zu versuchen - insbesondere dann, wenn man in Verbindung mit dem Hobby "Zocken" auch auch noch IT-Ambitionen mitbringt. Doch ist es eigentlich wirklich realistisch Spieleentwickler zu werden?

Tatsächlich ist der Beruf des Game-Designers oder Spieleprogrammierer heutzutage durchaus ein Vorhaben, welches man verwirklichen kann, wenn man entsprechende Qualifikationen mitbringt. Daneben stellt sich jedoch auch noch die Frage, ob der Beruf letzten Endes auch so ist, wie man sich das vorgestellt hat.

Spannende Projekte und ein tolles Arbeitsumfeld locken

Der ganz großer Pluspunkt den man als Spieleentwickler sicherlich hat, sind zum einen das meist sehr legere Arbeitsumfeld sowie zum anderen meist recht junge oder zumindest jung-gebliebene Entwicklerteams in denen man arbeitet. Auch ist für viele die Vorstellung an einem Spiel mitzuwirken viel interessanter, als zum Beispiel (um in einer ähnlichen Branche zu bleiben) die Entwicklung von passenden Softwarelösungen für Unternehmen. Somit ist es gerade der Reiz, sein Hobby indirekt zum Beruf zu machen, die viele in die Spieleindustrie lockt. Darüber hinaus hat man immer wieder neue Projekte an denen man mitarbeitet.

Arbeitsfelder in der Spieleindustrie

Interessiert man sich für einen Job in der Spieleindustrie, so ist es zunächst einmal wichtig zu unterscheiden welche Berufsfelder es überaus gibt. Sie alle bringen teils völlig unterschiedliche Anforderungen mit und das Aufgabenfeld sieht teils gänzlich verschieden aus. Hier die am häufigsten vorkommenden Arbeitsfelder:

Der Job des Spielerprogrammierers: Er entwickelt die Codes die hinter dem Game stehen und arbeitet im Prinzip wie ein Anwendungsentwickler. Dem entsprechend können zum Beispiel der Ausbildungsgang Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung oder ein Bachelor in Informatik eine geeignete Grundausbildung darstellen.

Grafiker und Designer: Hier bestehen ganz andere Anforderungen. So geht es etwa um die Gestaltung von Level / Karten, das Design von Spielfiguren, Texturen, etc. Ausbildungs-technisch sollte man Erfahrungen in Sachen Mediengestaltung mitbringen. Gleichzeitig sind IT-spezifische Kenntnisse sehr wichtig. Know-How in Sachen Programmierung ist hier jedoch oftmals nicht erforderlich.

Story-Writer und kreative Köpfe: Programmierer und Grafiker sind eher ausführende Akteure. Hinter Ihnen steht jedoch eine konzeptionelle Planung des Spieles. Je nach Größe des Entwicklerteams wird diese Arbeit zum Teil durch die ausführenden Mitarbeitet mit erledigt; oder aber, es werden speziell auf dieser Ebene gesondert Mitarbeiter eingestellt.

Marketing-Experten: Wie überzeugt man die Spielergemeinde vom Produkt? Welche Vertriebskanäle werden gewählt? Diese und ähnliche Fragen werden meist von Marketing-Experten innerhalb eines Entwicklerteams beantwortet. Hier machen sich zum Beispiel BWL-Kenntnisse sehr gut, am besten natürlich in Verbindung mit starken Ambitionen im Gaming-Bereich.

Der Teamleiter: Schlussendlich gibt es in fast jedem Entwicklerteam natürlich auch einen Teamleiter. Er koordiniert die Arbeiten und sorgt dafür, dass die einzelnen Akteure möglichst gut und effizient zusammenarbeiten. Optimalerweise hat er zumindest Grundkennrisse in allen Teilbereichen und kennt sich darüber hinaus in Sachen Personalwesen sowie Personalführung aus.

Man kann also nicht einfach alles was der Spieleentwicklung zu zuordnen ist, über einen Kamm scheren. Vielmehr bietet diese Branche ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Nicht immer ist es der Traumjob

Viele die an einer Karriere in der Spieleindustrie interessiert sind, malen sich ein regelrechtes Traumbild davon. Schließlich gibt es eine Menge an vielversprechenden Game Highlights, die man immer wieder in der Presse oder auf der heimischen Spielkonsole zu Gesicht bekommt und es ist natürlich ein sehr positiver Gedanke, daran einmal mitwirken zu können.

Auf der anderen Seite muss man jedoch auch sehen, dass es nicht immer die Highlights sind, an denen man als Spieleentwickler mitwirkt. Auch weist die Branche überdurchschnittlich hohe Arbeitszeiten auf und zugleich ist die Bezahlung sehr unterschiedlich. So manch ein Unternehmen nutzt den recht großen Ansturm an Bewerbern, bzw. die hohe Nachfrage nach derartigen Jobs generell für sich aus und zahlt verhältnismäßig geringe Gehälter.


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