Der wahre Alltag eines Detektivs

Unsere Vorstellung von Privatdetektiven ist stark von deren Darstellung in Film und Fernsehen geprägt. In Doku-Soaps wie "Lenßen & Partner", "Privatdetektive im Einsatz" oder "Die Trovatos" begehen die Privatermittler zahlreiche Straftaten, indem sie in fremde Wohnungen einbrechen oder dort Kameras anbringen. „Müssten sich die Fernsehdetektive für ihre Taten vor Gericht verantworten, wäre ihnen eine langjährige Gefängnisstrafe sicher", urteilte der Bundesverband Deutscher Detektive. Im Gegensatz zur Polizei besitzen Privatdetektive nämlich nur die gleichen Rechte wie alle anderen Bürger auch. Doch wie läuft nun der Alltag eines richtigen Berufsdetektivs ab?

Worum geht es in typischen Aufträgen?

Der größte Teil seiner Arbeit besteht aus Observationen. Die Aufgabe des Detektivs ist es, die Zielperson(en) bei einem Fehler zu erwischen und diesen zu dokumentieren. Vom im Fernsehen gezeigten Alltag voller Undercover-Einsätzen, Schießereien und Verfolgungsjagden bleibt so wenig übrig. In einem „Spiegel“-Artikel berichtet der Berufsdetektiv Jörg Behm über seine tägliche Arbeit: Seine Aufgabe ist es, Menschen zu beschatten, um sie beim Lügen oder Stehlen zu erwischen. Beispielsweise observiert er einen krankgeschriebenen Maurer, der auf einer weiteren Baustelle schwarzarbeitet, oder einen angeblich Schwerbehinderten, der in der Lage ist, Fußball zu spielen und somit seine Versicherung betrügt. Generell kommt die klare Mehrzahl der Aufträge nicht von Privatpersonen, sondern aus der Wirtschaft. Dabei geht es wie in diesem Fall um Versicherungsbetrug, Diebstahl oder Wettbewerbsrecht. Meist dreht sich alles um Geld, dass der Schuldner ein weit besseres Leben führt, als er angibt.

Schwierige Arbeitsbedingungen

Gerade selbständige Detektive haben einen harten Job, der sich vornehmlich am Computer bei der Recherche und im Auto bei der Observation abspielt. Detektive profitieren besonders von Google Earth, da dies ermöglicht, Einbahnstraßen bereits vorher aufzuspüren und einen unauffälligen Standort für das eigene Auto zu finden. Manchmal muss ein selbstständiger Detektiv tagelang auf seinen nächsten Auftrag warten. Wurde er dann beauftragt, ist es kaum abzusehen, wie lange ein Auftrag dauert und wohin er führen wird. Dadurch hat ein guter Detektiv immer ausreichend Proviant in seinem Dienstauto. Verfolgt er beispielsweise Diebesgut, ist es möglich, dass dies eine Fahrt von hunderten Kilometern, womöglich über Landesgrenzen hinweg, bedeutet. Dabei genießt er nicht wie die Polizei, keine Sonderrechte. Beschafft sich der Privatermittler z.B. durch Verwanzung einer Wohnung Informationen, macht er sich strafbar. Zudem werden diese Informationen vor Gericht nicht zugelassen. Er muss also auf das Internet und hilfsbereite Zeugen hoffen.

Privatangelegenheiten und Personenschutz

Auch Privatpersonen wenden sich an Detektivbüros, auch wenn dies bei den meisten Detekteien nicht das Gros ihrer Aufträge ist, wie uns ein Mitarbeiter der Detektei Köln verriet. Oft geht es hierbei um diskrete Angelegenheiten wie Untreue, Stalking oder Spielsucht. Auch bei Angelegenheiten bezüglich des Sorgerechts werden Privatdetektive häufig eingesetzt. Wendet man sich an eine Detektei wie die oben genannte Lentz-Detektei, wird der Auftrag von einem Ermittlerteam durchgeführt. Dies garantiert effizientere Ergebnisse und senkt das Risiko, bei Beobachtungen aufzufliegen. Außerdem werden Detektive gelegentlich als Personenschützer oder zur Sicherung von Veranstaltungen eingesetzt.

Fazit

Insgesamt kann man also festhalten, dass sowohl das durch Kriminalromane entstandene Bild eines Sherlock-Holmes-ähnlichen Detektivs mit Lupe, Trenchcoat und Hut als auch der durch der neueren Doku-Soaps suggerierte Alltag eines Detektivs überholt sind. Müsste man seine wahre Arbeit auf zwei Begriffe beschränken, wären dies Recherche und Observation.


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