Mitarbeiterüberwachung: ein heikles Thema wird zur Chefsache

Job, Beruf, Arbeit – die Bezeichnungen für die Verdienstmöglichkeiten des Lebensunterhaltes mögen recht vielschichtig ausfallen, doch genauer betrachtet zielen all diese Deklarationen darauf ab, den Beschäftigungsgrad und/oder die Einbindung in einem größeren oder kleineren Komplex beziehungsweise Betrieb näher zu erläutern. So tun sich von Bezeichnung zu Bezeichnung fürs „Geld verdienen“ enorme Unterschiede auf, denn während mit „Beruf“ stets eine Ausbildung und eine Prüfung, sprich ein explizit über mehrere Jahre hinweg erlerntes Handwerk, gemeint ist, drückt die Bezeichnung „Job“ ein eher lockeres Beschäftigungsverhältnis und „Arbeit“ sowohl die Zeit als auch den Ort und sogar die eigentliche Ausübung des Berufs beziehungsweise Jobs aus.

Bereits diese Definitionsproblematik macht schnell deutlich, wie verstrickt und vielfältig der Arbeitsmarkt hierzulande ausfällt. Folglich sind auch die Rechte und Pflichten eines Arbeitgebers sowie Arbeitnehmers recht umfangreich gehalten. Wer hier auf der „sicheren Seite“ sein will, benötigt schon das eine oder andere Quantum Expertenwissen in Sachen Arbeitsmarktwesens.

Und gerade dieses ist trotz der zahlreichen kostenlosen Ratgeber mitunter nur schwer aufzubauen, denn stetig neue Reformen und verabschiedete Gesetze, unter denen Bestimmungen wie die Frauenquote nur den Gipfel des Eisbergs ausmachen, verkomplizieren die Einsicht über Bedingungen, Möglichkeiten und Maßnahmen enorm. Dies gilt sowohl für den Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer, wobei für Ersteren in der Regel weit mehr auf dem Spiel steht, da im Falle einer ungerechtfertigten Kündigung beispielsweise nicht nur hohe Bußgelder drohen, sondern auch das Ansehen der Firma/des Büros/des Betriebs an sich extrem leidet. Und dennoch erscheint es manchmal unausweichlich, ein gewisses Risiko bei der Beurteilung beziehungsweise Behandlung der eigenen Mitarbeiter einzugehen, denn wer als Chef/Chefin einen Verdacht auf illegale Praktiken wie Lohnfortzahlungsbetrug, Diebstahl oder unerlaubter Nebentätigkeit hegt, sieht sich zumeist einer schweren Entscheidung zwischen Anklage und Stillschweigen gestellt. Die Beweise für oder gegen den Arbeitnehmer sind nahezu nie zu 100 Prozent belegbar.

Diesen Fakt haben mittlerweile einige Verbände aus Rechtsanwälten und Beratungsstellen erkannt und bieten ihre Dienste in ganz Deutschland an. Einen der führenden Spezialisten auf diesem Gebiet stellt die Detektei Lentz aus Leipzig dar. Die Klientel des geprüften Unternehmens reicht angefangen vom Kleinbauern aus der Region über den mittelständischen Familienbetrieb bis hin zum internationalen Großkonzern. Leistungen wie die Überwachung von Mitarbeitern gehören hierbei zur Spezialität der Detektei. Besonders interessant dürfte der Griff zu solch einem Profi für alle sein, die sich eine ungefärbte Meinung sowie Beratung erhalten wollen, die auf langjährige Erfahrung rein praktischer Natur fußt, denn kostenlose Erstberatungen machen ebenfalls einen Bestandteil des Angebots aus. Und: Die gesamte Überprüfung der Mitarbeiter erfolgt gänzlich anonym! Der berühmt berüchtigte „Blaumacher“ ist somit selbst bei vorgelegtem Attest schnell zu enttarnen, unseriöses Verhalten am Arbeitsplatz offenzulegen und andere betriebsschädigende Machenschaften erfassbar. In rund 70 Prozent der untersuchten Fälle kommt es übrigens zu einer gerechtfertigten Kündigung, für die der Arbeitgeber selbstverständlich keine Abfindungssummen entrichten muss. So kann sich die Beratung beziehungsweise die Beauftragung eines solchen Experten im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen, wobei selbstverständlich nie vergessen werden darf, dass durchaus begründete Verdachtsmomente für die Überprüfung sowie Konfrontation des Mitarbeiters bestehen sollten. Ansonsten droht das gesamte Beschäftigungsverhältnis schnell zu kippen. Und gerade dieses gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für einen effizienten und vertrauenswürdigen Betrieb, wie erst neulich eine Studie des Internetportals Personalwirtschaft offenbarte.


Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Enrico Stange (Linke): Ulbig sollte IMK-Vorsitz nicht für Grundrechts-Abbau missbrauchen, sondern Polizei-Personalnotstand bekämpfen
Stadtfanfarenzug Markkleeberg sucht Unterstützer für Landesmeisterschaften
Gründung Landesverband Sachsen der Partei Bündnis Grundeinkommen
Am 18. Januar: Vernissage der Ausstellung „70 Jahre Zukunft“
HTWK Leipzig ist lokaler Austragungsort der weltweit größten Game Jam-Veranstaltung
Vortragsabend der Gesangsklassen der Schola Cantorum Leipzig
Polizeibericht, 16. Januar: Dreister Räuber, Handtasche geraubt, Spielothek überfallen
Sinfoniekonzerte in der Hochschule mit Werken von Schubert, Mozart und einer Uraufführung
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

„Das Kotzen ist Ihnen gut bekommen“: Enrico Lübbe bringt Kult-Komödie „Der Gott des Gemetzels“ auf die Große Bühne
"Der Gott des Gemetzels" im Schauspiel Leipzig. Foto: Rolf Arnold

Foto: Rolf Arnold

Yasmina Rezas Salonstück "Der Gott des Gemetzels" ist binnen einer Dekade zum Kultstück avanciert. Allein im deutschsprachigen Raum sind seit der Zürcher Uraufführung 2006 über 100 Produktionen verzeichnet. Der Leipziger Schauspielintendant Enrico Lübbe hat sich in dieser Spielzeit zum zweiten Mal in seiner Theaterkarriere des Stoffs angenommen. Das Resultat ist ganz großes Theater.
Übergriffe auf Frauen in Leipzig: Mutmaßlicher Serientäter bestreitet Vorwürfe
Der Angeklagte Enrico S. (28) vor Prozessbeginn mit seiner Anwältin Aline Luderer. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Eine beklemmende Serie von Übergriffen auf Frauen in den Jahren 2015 und 2016 beschäftigt seit Montag die 8. Strafkammer des Leipziger Landgerichts. Zum Prozessauftakt stritt der mutmaßliche Täter die schweren Vorwürfe weitestgehend ab. Von einer ihm angelasteten Vergewaltigung schilderte der 28-Jährige eine ganz andere Version.
Zahlemann und Bürger (2): Gebt uns einfach mehr Geld für die ÖPNV-Finanzierung?
Mal die ÖPNV-Finanzierung aus der Vogelperspektive betrachten. (Blich auf Paulinum/Augustusplatz). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Für alle LeserWer sich die sechs Vorschläge des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) in Ruhe anschaut, wird schnell feststellen: Eine tiefgehende strukturelle Veränderung des Angebotes an die Fahrgäste ist nicht darunter, Preissenkungen auch nicht und eine massive Angebotsverbesserung wird eher angedeutet, als ehrlich durchgerechnet. Die meisten der immerhin 200.000 Euro teuren Ideen zielen nach zwei Jahren grübeln, studieren und forschen darauf ab, einen neuen Topf zu finden, der die Löcher stopfen soll, die die fehlenden Steuergelder im ÖPNV gerissen haben und weiter reißen werden.
Zahlemann und Bürger (1): Ein Überblick über die MDV-Vorschläge zur künftigen ÖPNV-Finanzierung
Wie soll der ÖPNV in Zukunft in Leipzig finanzierbar bleiben? 6 Vorschläge des MDV und ein Problem. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Für alle LeserZwei Jahre hat der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) an den möglichen alternativen Finanzierungskonzepten für den MDV im Raum Leipzig und Halle gearbeitet. Rund 200.000 Euro haben die sechs in Auftrag gegebenen Gutachten gekostet, die jetzt den Lokalparlamenten des Geltungsgebietes vorliegen. Alle sechs Vorschläge haben Vor- und Nachteile. Alle sechs gehen davon aus, dass die öffentliche Hand die Kostensteigerungen bei Bahn und Bus nicht mehr ausgleichen wird und die Fahrgäste jede weitere Kostensteigerung tragen werden müssen. Wenn sich nichts ändert.
Der zaghafte Versuch, Ungleichheit mit ein paar Reparaturprogrammen zu beheben
Ungleichheit bekämpfen! Cover: FES

Cover: FES

Für alle LeserVerzweifelt sucht die SPD nach einem neuen Kern, einer Kontur, mit der sie beim Wähler wieder erkennbar wird. Sie habe keine „populäre Geschichte mehr zu erzählen“, meinte am Wochenende der Wirtschaftsethiker Thomas Beschorner in einem „Spiegel“-Beitrag. Dabei sucht keine Partei so emsig danach wie die SPD. Die ihr nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist ständig auf der Suche.
Gleich zwei Fraktionen beantragen Nutzung der alten Feuerwache durch die IG Ostwache
Die alte Feuerwache im Leipziger Osten. Noch steht sie leer und verlassen. Foto: IG Ostwache

Foto: IG Ostwache

Seit November hat ein Leipziger Traum Konturen: der Parkbogen Ost. Ein Projekt, das nach den kühnen Schätzungen der Stadtplaner 25 Jahre dauern wird, bis es fertig ist, und mindestens 41 Millionen Euro kostet. Und das vor allem Synergien schaffen soll im Leipziger Osten. Die Stadtverwaltung musste nicht lange warten. Gleich im Dezember meldeten sich auch die Bürger zu Wort.
Ostdeutsche bleiben auf dem Löwenanteil des Netzausbaus mit ihren Stromkosten sitzen
Ein Großteil des im Osten erzeugten Stroms wird in die südlichen Bundesländer exportiert. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Gerechte Lastenverteilung sieht anders aus. Bundesweit gehen die Stromkosten für Bürger und Unternehmen immer weiter auseinander. Aber schuld sind nicht die erneuerbaren Energien. Denn der Strom im Netz ist überall derselbe. Aber die Bürger wohnen nicht alle im selben Netzgebiet. Deswegen zahlt vor allem der Osten drauf. Auch die sächsischen IHKs werden langsam sauer.
Prozess gegen die Mitglieder der rechten Hooligangruppe „Faust des Ostens“ ist auch vier Jahre nach Anklage nicht eröffnet
Die Sparrunden in der sächsischen Justiz waren ein echtes Spiel mit dem Feuer. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Selbst Sachsens Rechtsextreme haben vom Personalabbau im sächsischen Staatsapparat profitiert. Anders kann man das nicht bezeichnen, was jetzt am Beispiel der rechtsextremen Hooligan-Gruppe „Faust des Ostens“ wieder bekannt wurde. Eine gewalttätige Gruppe, deren Sündenregister Seiten füllt. Und trotzdem wird ein wichtiger Prozess gegen die Gruppe nicht eröffnet.
Mit Optimierung der Lichtsignalanlagen und dynamischen Anzeigen den Leipziger Verkehr wieder flüssiger machen
Ampelkreuzung Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Selbst der OBM ist felsenfest davon überzeugt, dass man wieder mehr Fluss und Entspannung in das Leipziger Verkehrsgeschehen bekommt, wenn man nur ein intelligenteres Verkehrsleitsystem installiert. Genau das soll in diesem Jahr passieren: 1,1 Millionen Euro sollen in die Erweiterung des Verkehrsmanagementsystems fließen. Denn eigentlich hat Leipzig schon eins. Man merkt nur manchmal nicht viel davon.
Acht Milliardäre besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung
Dante auf einer italienischen Euro-Münze. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie weltweite soziale Ungleichheit ist deutlich dramatischer als bisher bekannt, meldet Oxfam. Und sie nimmt weiter zu: Die acht reichsten Männer der Welt besaßen im Jahr 2016 zusammengenommen 426 Milliarden US-Dollar und damit mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung (3,6 Milliarden Menschen mit insgesamt 409 Milliarden US-Dollar).
4:0 gegen die Rangers: RB Leipzig mit gelungener Generalprobe gegen den schottischen Rekordmeister
Timo Werner erzielte nach einem präzisen Pass von Sabitzer den Führungstreffer. Foto: GEPA pictures

Foto: GEPA pictures

Nach dem 1:5 gegen Ajax Amsterdam und dem 6:0 gegen den portugiesischen Drittligisten SC Farense stand am Sonntagnachmittag das dritte und letzte Testspiel für RB Leipzig in der Winterpause auf dem Programm. Gegen den schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers, der 5.000 Fans mit nach Leipzig brachte, spielten die Hausherren ihre gewohnten Stärken aus und siegten verdient mit 4:0.
Gastmanns Kolumne: Über Jesus und jede Menge Krach im Luther-Jahr
Die Bibel in den Originalsprachen. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für alle LeserVor einigen Tagen saßen wir nach dem Kino noch in der Vodkaria herum. Draußen stellte das Wetter historisierend Hitlers Machtübernahme nach: Es war januarös unwirtlich, der abendliche Himmel schien sich in einer unsympathischen Unentschlossenheitsphase zwischen Eis- und Schneeregen zu befinden. Ich bestellte ein Glas Wein, der Herr ein Diesel und wir beide eine Art Suppe, wie sie nur die Vodkaria kann. Kurzum: Uns war behaglich zumute.
Ökolandbau in Sachsen ist erst auf magere 4,4 Prozent Flächenanteil gewachsen
Man sieht dem Ackerboden nicht an, in welchem Zustand das Grundwasser darunter ist. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ist das schnell oder ist das langsam, wie der Anteil der ökologischen Landwirtschaft in Sachsen wächst? Wenn man dem Landwirtschaftsministerium Glauben schenkt, ist der Zuwachs geradezu rasant. „In Sachsen hat der Öko-Landbau in diesem Jahr einen deutlichen Schub bekommen. Landwirte haben für 2016 entsprechende Prämien für eine Fläche von rund etwa 40.800 Hektar beantragt“, hatte das Landwirtschaftsministerium am 6. Dezember gemeldet.
SPD-Fraktion beantragt 3 Millionen Euro zusätzlich für Grunderwerb für Leipziger Kitas im Jahr 2017
Neue Kita in der Gustav-Freytag-Straße 31. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wenn das Statistische Amt der Stadt Leipzig das melden würde, was die Stadt Dresden meldet, dann würde Sozialbürgermeister Thomas Fabian wahrscheinlich einfach ohnmächtig vom Stuhl kippen: „Die Spatzen pfeifen es seit Monaten von den Dächern der Geburtenkliniken – Rekorde kündigten sich an. Jetzt sind ein Plus von 332 Geburten gegenüber 2015 und der Nachwenderekord mit 8.542 Geburten in Dresden amtlich.“ Tatsächlich sind 8.542 Neugeborene gemeint. Aber trotzdem.
Der SAB-Neubau in Leipzig wird jetzt mit 110 Millionen Euro kalkuliert
Künftiger Bauplatz des SAB-Sitzes an der Gerberstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es geht dem Freistaat Sachsen nicht anders als der Stadt Leipzig: Bauprojekte werden teurer als geplant, die Planung dauert länger, die Fertigstellung verzögert sich. Eigentlich hätte das neue Gebäude der Sächsischen Aufbaubank (SAB) an der Gerberstraße längst im Bau sein sollen. Aber der beginnt frühestens im Sommer, erfuhr nun der Grünen-Abgeordnete Wolfram Günther.