Die richtige Matratze finden – welcher Matratzenhärtegrad passt zu mir?

Sie denken schon länger darüber nach, sich eine neue Matratze zuzulegen, haben es aber immer noch nicht getan? Wer das Procedere in den Fachgeschäften schon einmal durchgemacht hat, wird sich vielleicht noch daran erinnern, wie schwierig es werden kann, die richtige Matratze für sich (und gegebenenfalls den Partner) zu finden, und sich vielleicht scheuen, das Thema erneut anzugehen. Schließlich ist der Matratzenkauf eine kostspielige Angelegenheit und die Matratze soll einige Jahre halten. Außerdem soll sie rückenfreundlich und bequem sein.

Ob man das richtige Modell gewählt hat, weiß man leider meist erst einige Zeit später – nämlich, nachdem man ein paar Nächte auf der neuen Matratze verbracht hat. Ein ganz entscheidendes Kriterium für ein dauerhaft gesundes Liegen ist der Härtegrad der Matratze. Denn nicht jeder Härtegrad ist für jeden Körpertyp geeignet.

Hart, mittel, weich – was heißt das eigentlich konkret?

In Deutschland und Europa gibt es für fast alles eine Norm. Ausgerechnet in der Matratzenindustrie gilt das aber leider nicht. Die Härtegrade von Matratzen (meist unterteilt in H1 bis H3 oder H1 bis H5) sind nicht genormt. Was sich tatsächlich hinter einer solchen Herstellerangabe verbirgt, das ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Schwer für den Fachverkäufer, der den Kunden gut beraten soll. Und für den, der eine neue Matratze kaufen will? Noch schwerer! Kunden können im Fachgeschäft nur durch Probeliegen herausfinden, wie hart oder weich sich die Matratze anfühlt. Es gilt also, vor dem Kauf einer beispielsweise als hart deklarierten Matratze ausgiebig Probe zu liegen, um für sich herauszufinden, ob die Herstellerangabe mit dem individuellen Liegeempfinden übereinstimmt.

Ein Tipp: Wenn Sie Matratzen online kaufen möchten, achten Sie bei der Bestellung darauf, dass der Hersteller eine ausgedehnte Zeitspanne zum Probeschlafen und die Möglichkeit zur kostenfreien Rückgabe anbietet. So können Sie Ihre neue Matratze viel länger und unter realen Bedingungen testen. Liegen Sie auch nach ein paar Nächten (man geht von einem Richtwert zwischen 15 und 20 Nächten aus) noch richtig bequem auf Ihrer neuen Matratze, ohne am Tag gerädert oder von Rückenschmerzen geplagt zu sein, können Sie davon ausgehen, den für Sie geeigneten Härtegrad ausgewählt zu haben.

Welcher Härtegrad für wen?

Welcher Härtegrad bei Matratzen der richtige für Sie ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Der Durchschnittsdeutsche ist ca. 1,70 m groß und wiegt 70 kg. Wenn Sie sich hier wiederfinden, sind Sie mit dem Härtegrad mittel schon einmal gut beraten. Eine Faustregel besagt: Kleinere und leichtere Personen sollten tendenziell eher weicher, größere und schwerere Menschen eher etwas härter liegen. Der Grund: Die Matratze muss der jeweils unterschiedlichen Beanspruchung auch standhalten können. Soweit so gut, aber Vorsicht! Beziehen Sie bei der Auswahl des Härtegrades noch weitere Faktoren mit ein!

Faktor Gewichtsklasse

Jemand, der 90 Kilogramm wiegt, kann 1,55 Meter oder auch 1,90 Meter groß sein. Die Punktbelastung pro Quadratzentimeter kann also bei gleichem Körpergewicht sehr unterschiedlich sein und damit verbunden auch das individuelle Liegeempfinden beeinflusst werden. Faustregeln allein reichen also oft nicht aus, um den optimalen Härtegrad zu bestimmen. Dieser Matratzen-Härtegradkonfigurator berücksichtigt bei der Härtegradbestimmung noch weitere wichtige Komponenten: Der Body-Mass-Index beispielsweise bewertet das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße und lässt Rückschlüsse auf die Gewichtsklasse der betreffenden Person zu. Probieren Sie den Konfigurator mal aus.

Matratzenproduktion. Foto: Alexander Klingebiel

Foto: Alexander Klingebiel

Faktor Schlafposition

Beziehen Sie neben Ihrem Gewicht, Ihrer Größe und Ihrer Körperstatur auch Ihre bevorzugte Schlafposition in den Entscheidungsprozess mit ein. Als Seitenschläfer liegen Sie tendenziell auf einer weicheren Matratze richtig. Eine für Seitenschläfer geeignete Matratze gibt an Schultern und Becken nach, sodass der Körper an diesen Stellen einsinkt – jedoch nicht zu tief, die Wirbelsäule muss in ihrer natürlichen Form bleiben (darf nicht gekrümmt liegen). Rückenschläfer sollten darauf achten, dass Lendenwirbelsäule und Nacken gut gestützt werden. Sie sollten, genau wie Bauchschläfer, auf einer eher harten Matratze liegen. Klar, jeder Mensch wechselt im Verlaufe der Nacht auch mal die Liegeposition. Beobachten Sie sich daher einmal selbst oder fragen Sie Ihren Partner, in welche Schlafpositionen Sie sich gehäuft drehen und achten Sie darauf, dass sich Ihre Matratze in allen oft gewählten Positionen bequem anfühlt. Als Bauchschläfer sollten Sie außerdem ein flacheres Kissen benutzen, um Ihre Halswirbelsäule zu entlasten.

Faktor Alter

Auch das Alter kann bei der Auswahl des Matratzen-Härtegrades eine Rolle spielen. Bei Kindermatratzen müssen beim Thema Härtegrad einige Dinge beachtet werden. Hier gilt: Wenn Ihr Kind etwa zwei bis vier Zentimeter tief in die Matratze einsinkt, haben Sie den richtigen Härtegrad gewählt. Ältere Menschen bevorzugen aufgrund der druckfreien Lagerung von Wirbelsäule und Gelenken meist weichere Matratzen. Bei pflegebedürftigen/bettlägerigen Personen reicht eine handelsübliche, weiche Matratze allerdings oft nicht mehr aus. Für solche Fälle gibt es spezielle Antidekubitus-Matratzen, die stark beanspruchte Körperpartien entlasten, indem sie durch ein luftkammerbasiertes Wechseldrucksystem für eine stetige, sanfte Bewegung des Patienten sorgen.

Fazit: Auf das individuelle Empfinden kommt es an! Da Härtegrade nicht genormt sind und die Auswahl des Härtegrades von vielen verschiedenen Faktoren abhängt, sollten Sie Ihre Kaufentscheidung nicht allein vom Urteil des Fachverkäufers abhängig machen, sondern selbst testen, wie gut oder schlecht (hart oder weich) Sie auf der Matratze liegen. Um den richtigen Härtegrad zu finden, ist Probeliegen unerlässlich. Entweder im Fachgeschäft (dabei Zeit lassen!) oder beim Onlinekauf zuhause.


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