Die unsichtbare Gefahr aus dem Mobiltelefon

Das Handy ist heutzutage in unserem Leben zu einem ständigen Begleiter geworden. Ob beruflich, privat oder zur Sicherheit aus Sorge um die Kinder - für die Handynutzung gibt es viele gute Gründe. Vor Jahren diente es zum telefonieren und SMS schreiben, doch durch neue Techniken ist es zu einem kleinen Computer geworden. Soziale Netzwerke boomen und gerade die jüngere Generation scheint ohne das Handy nicht mehr über den Tag zu kommen. Gerade in den letzten Jahren werden so immer häufiger Fragen laut, ob diese überfrequentierte Handynutzung nicht doch gesundheitliche Gefahren mit sich bringt.

Unklare Studienergebnisse

Bereits seit vielen Jahren führen ForscherInnen aus aller Welt unterschiedlichste Studien über die Gefahren der Handynutzung durch. Das dänische Institut für Krebsepidemiologie in Kopenhagen kam im Jahre 2011 zu dem Ergebnis, dass Elektrosmog keine Relevanz für Krebserkrankungen hat. Zu diesem Ergebnis kamen sie durch Probanden die zwischen 1982 und 1995 einen Handyvertrag abgeschlossen hatten. Das Krebsforschungsinstitut der Weltgesundheitsorganisation hingegen stellte im Jahre 2011 fest, dass bei hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, wie sie von Smartphones benutzt wird, ein Krebsrisiko nicht ausgeschlossen werden kann. Selbst anerkannte KrebsforscherInnen spielen das erhöhte Hirntumorrisiko durch die Nutzung von Handys bei Kindern herunter. Ein Professor für Gynäkologie an der Yale University stellte bei einem Test mit schwangeren Mäusen fest, dass die Strahlung, die bei der Nutzung von Mobiltelefonen entsteht, erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Nachwuchses haben kann. Er schloss daraus, dass Handytelefonate während der Schwangerschaft unter Umständen zu unruhigeren Kindern führen können. Diese Ergebnisse werden häufig im Zusammenhang mit der Zunahme von ADHS-Erkrankungen bei Kindern diskutiert, doch bislang fehlen diesbezüglich fundierte Beweise. Als weitere Folgeschäden der Handynutzung gerade bei Kindern werden u.a. Erkrankungen wie Konzentrationsstörungen, Verhaltensstörungen, Autismus und Schlafstörungen, sowie eine Vielzahl von Störungen bei der Entwicklung des Nervensystems, diskutiert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt insgesamt zu der Erkenntnis, dass Handystrahlen „möglicherweise krebserregend“ sind und stuft Handys in die Gefahrenklasse 2B ein. Benzin, Hochspannungsleitungen und Kaffee zählen ebenfalls zu dieser Gefahrenklasse. Wie hoch die mögliche Gefahr ist, damit hat sich techfacts.de in einem Ratgeber befasst.

Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Ergebnissen?

Professor Joel M. Moskowitz von der University of California steht diesen Studien sehr kritisch gegenüber. Viele Forschungen werden von der Handy-Industrie finanziert und die Dauer der Studien ist leider auch noch nicht so lang, dass man von eindeutigen Ergebnissen ausgehen kann. Die tatsächlichen Folgen wird man wahrscheinlich erst in einigen Jahren erkennen können. Viele Studien beruhen auf Tierversuchen, allerdings lassen sie sich nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen. Zu anderen Studien wurden ältere Daten herangezogen, die Technik der Handygeräte war anders und das Verhalten der Nutzer war anders. Andere Studien wurden anhand von Fragebögen erstellt, die der Anwender selbst beantworten musste. Es bleibt also die Frage, wie man auf diese Weise zu einer klaren Definition des Begriffs „Gefahr“ gelangen kann.


Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Zahlen und Einschätzungen zu den Kirchentagen
Sonderforschungsbereich zu Wundheilung erneut verlängert
Am 1. Juni: Giftmorde – Garantiert tödlich! im Sächsischen Apothekenmuseum
Bundesweiter DGB-Aktionstag am 31. Mai: Rente muss reichen – jede Stimme zählt
Polizeibericht, 26. Mai: Pkw angezündet, AfD-Büro beschädigt, E-Bike gestohlen, Fahrerflucht
E-Bikes und Pedelecs benötigen auch besondere Sicherungsmaßnahmen
Prominente Gäste in der Hörspielsommer-Jury
Verkehrseinschränkungen rund um Aufzug am Samstag
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Claras 200. Geburtstag wird in Leipzig jetzt doch richtig gefeiert
Gedenktafel am Neumarkt, wo Claras Geburtshaus stand. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser Oops, ja, vergessen. Das Kulturdezernat zeigt sich reumütig. Man hatte in der Planung der Leipziger Jubiläen für das Jahr 2019 tatsächlich die Allerwichtigste vergessen: Clara, Clara Schumann, geborene Wieck, Lebensgefährtin Robert Schumanns, Tochter der Stadt, begnadete Klaviervirtuosin und Komponistin. Wie konnte man nur! In einer Vorlage des Kulturdezernats gibt es jetzt volle Zustimmung für einen Antrag von fünf Stadträtinnen.
Die Tauben, der Kot und die bekleckerte Bahnhofskunst
Taube auf Lichtstrebe im Zugang zur S-Bahn-Station Bayerischer Bahnhof. Foto: Reinhard Wylegalla

Foto: Reinhard Wylegalla

Da war L-IZ-Leser Reinhard Wylegalla gar nicht zimperlich: „Unmut über den beschissenen Bayerischen Bahnhof“ betitelte er seine Mail, mit der er den Brief, den er an Jens Papenfuß von der DB Bahn&Service AG schickte, auch an die L-IZ weiterleitete. Der Ärger hat tatsächlich mit Kot zu tun: Taubenkot, der den Zugang zur S-Bahn-Station Bayerischer Bahnhof ganz und gar nicht zum Kunstwerk macht.
Grüne ärgern sich über windelweichen Antrag der CDU/SPD-Koalition zur Stallpflicht für Geflügel
Enten auf dem Inselteich im Clara-Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Man hat es schon fast vergessen, wie sächsische Kontrollbehörden im vergangenen Herbst und Winter immmerfort neue Sperr- und Beobachtungsbereiche im Zusammenhang mit der Vogelgrippe verordneten. Kaum wurde die eine Region wieder freigegeben, wurde andernorts ein toter Vogel gefunden. Doch am meisten gelitten haben die Geflügelzüchter. Und mit dem nächsten Herbst droht das nächste Chaos.
Kirchentage auf dem Weg: Trotz mancher Highlights ein Flop mit Ansage
Kirchentag in Leipzig: Probe am 26. Mai kurz vor 20 Uhr auf dem Leipziger Marktplatz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Positive am Anfang: Die lange Kaffeetafel am Samstagnachmittag in der Leipziger Petersstraße, organisiert von evangelischen und katholischen Kirchgemeinden. Es werden Tausende gewesen sein, die sich im Laufe der vier Stunden an die Tische gesetzt und miteinander gesprochen haben. Das hat funktioniert. Warum? Weil hier Beteiligung gefragt war, Organisation von unten. Ein überzeugendes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirkt. Kosten? So gut wie keine. Hier hatte der Kirchentag Gastgeber und viele Gäste.
Gastmanns Kolumne: Revolution mit Lichtschutzfaktor
Im Gegenzug aber kriegen wir von Mai bis September bedingungsloses Grundeinkommen. Und tun, was wir schon immer wollten. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEin warmer, farblich einwandfreier Frühsommer-Samstagabend gestern da draußen. So einer von der Sorte, wo man keinen hellen Strickpullover mitzuführen genötigt ist, den einem die Tante früher immer geschenkt hat - "falls es mal kühl wird am Abend auf der Terrasse." In Leipzig jedenfalls hatte alle Welt Platz genommen. Mit und ohne Pullover. Meist aber im schwarzen T-Shirt. Draußen vor der Tür.
Die seltsame Sache mit den Integrationen, der Zielabrechnung und den Zuwanderern nach Leipzig
Die Arbeitsagentur Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal ist die Leipziger CDU-Fraktion einfach süß: Da stellt sie die Fragen, die überfällig sind und eins dieser blasigen Verwaltungspapiere hinterfragen, die die Ratsfraktionen sonst einfach abnicken. Diesmal betrifft es jene aufgeblasene „Jobcenter Leipzig: Zielabrechnung 2016 und Zielvereinbarung 2017“, die das CDU-geführte Wirtschaftsdezernat im März vorgelegt hat.
Warum man am Cospudener See nicht Slacklinen darf
Faltblatt zum Slacklining in Leipzig. Cover: Stadt Leipzig

Cover: Stadt Leipzig

Für alle LeserDas ist unangenehm: Da sind endlich ein paar pralle Sonnentage - und das auch noch an einem richtig langen Wochenende. Die Welt strömt zum See. Man schwimmt, sonnt sich, schmeißt die Frisbeescheibe oder versucht seine Balancierkünste auf einer Slackline - und dann kommen ein paar schwarzgekleidete Herren von der Security und fordern die Slacker auf, ihre Line sofort wieder abzumachen. Dürfen die das?
Leserkommentar: Raus aus den traditionellen Parteien …
Roland Mey - hier bei der Arbeit für Mitteldeutschland. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Raus aus den traditionellen Parteien ...“, wird in Deutschland bald unser Notruf sein müssen, wenn es politisch so weitergeht. Meine umfangreichen gesellschaftspolitischen Erfahrungen sind hoffnungslos negativ und ich will diese hiermit öffentlich zur Diskussion stellen.
Realer Irrsinn: Satiremagazin „extra 3“ widmet sich Leipziger Umweltzone
Elektromobilität allein wird am Leipziger CO2-Problem nichts ändern. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUmweltzone in Leipzig? Da war doch mal was. Die besonders hitzig und hysterisch geführten Diskussionen liegen mittlerweile zwar schon fast ein Jahrzehnt zurück, doch ganz beruhigt hat sich die Aufregung seit der Einführung der Umweltplakette am 1. März 2011 noch nicht. Aktuell sorgt dank eines Satiremagazins der Fall eines Elektroautofahrers bundesweit für Belustigung.
Die groß angekündigten Mittel zur Deradikalisierung in Sachsens Gefängnissen stecken noch im Ressortstreit fest
JVA Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Aus Italien und Frankreich kennt man das Phänomen und ist berechtigterweise alarmiert: Viele der Attentäter in den letzten Jahren haben sich erst während ihrer ersten Haftstrafe im Gefängnis radikalisiert. Das scheint in Deutschland zwar noch nicht so zu sein. Aber wie geht zum Beispiel Sachsen mit den Gefährdern um, die hier zu einer Haftstrafe verdonnert werden?
Wie rettet man die Wissensgesellschaft vor Ministern, Professoren und Verwertern?
Zeitungsarchiv. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Vehement und deutlich schreibt Thomas Thiel, Feuilletonredakteur der FAZ, an diesem Wochenende gegen die von Justizminister Heiko Maas vorangetriebene Urheberrechtsnovelle an: „Heiko Maas macht die freie Presse kaputt“. Anfangs ging es nur um die Gelder, die die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) für die Nutzung wissenschaftlicher Schriften an den Hochschulen bekommen sollte. Jetzt aber geht es scheinbar um die Zerstörung des Urheberrechts.
Wie man mit lauter alltäglichen Substanzen faszinierende Kristall-Landschaften erzeugen kann
Mario Markus: Bildkraft der Substanzen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wer hat noch Platz für ein kleines Labor im Keller? Mit kleiner Chemikaliensammlung, Mikroskop, Rührgerät und der entsprechenden Fototechnik, die auch winzige Flächen abbilden kann? Dann mal los. Der in Chile geborene Physiker Mario Markus, der sich auch schon mit Gedichten zu Wort meldete, erzählt in diesem Buch von einem völlig ungewöhnlichen Hobby.
Zunehmender Widerstand gegen Frauke Petry auch in Sachsen
Schirmherrin des Abends: Frauke Petry verlässt hastig unter Begleitschutz die Veranstaltung. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserIm Vorfeld der Bundestagswahl gerät die AfD-Vorsitzende Frauke Petry immer stärker unter Druck. Nachdem sie sich bereits auf dem vergangenen Bundesparteitag nicht gegen ihre internen Gegner des Höcke-Flügels durchsetzen konnte, verschärft sich nun auch der Machtkampf in Sachsen. Laut „Spiegel“ wollen mehrere Mitglieder ihre Direktkandidatur für die Bundestagswahl im Wahlkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge verhindern. Ihre Haltung zu Pegida und ein angeblicher Meineid im sächsischen Landtag sorgen ebenfalls weiter für Unruhe.
Die PARTEI marschiert gegen Luther und für Sonneborn + Video
Luther war ein Schmock. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserAm Nachmittag demonstrierten circa 60 Personen gegen das 500. Martin-Luther-Jubiläum und thematisierten den Lutherischen Antisemitismus. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Partei Die PARTEI. Der Demonstrationszug zog ab 13 Uhr vom Connewitzer Kreuz zum Neuen Rathaus. Zentrale Forderung war die Umbenennung des Martin-Luther-Rings in Martin-Sonneborn-Ring.
Twitter-Bombendrohung gegen LEGIDA endet mit Geldstrafe
Am Amtsgericht Leipzig. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Unter dem Druck der Beweislast knickte Dirk S. am Ende schließlich ein: „Ich habe das geschrieben. Ich habe es aus Wut gesagt“, gestand der 37-Jährige mit leiser Stimme. Gemeint war eine gegen LEGIDA gerichtete Bombendrohung auf Twitter vom 21. April 2016, die der Angeklagte zuvor vehement geleugnet hatte. Nun kommen 2.250 Euro Geldstrafe auf ihn zu.