In der Demmeringstraße wurde einem hilfsbereiten 21-Jährigen das Fahrrad geraubt +++ In der Rosenowstraße wurde der Innenraum eines Peugeot mittels Pyrotechnik komplett zerstört +++ In der Lützner Straße kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Betonmischer und einem Radfahrer, der schwer verletzt wurde +++ Ebenfalls schwer verletzt wurde ein Radfahrer in Bad Düben, der derzeit noch in Lebensgefahr schwebt.

Überraschungsmoment

In der Demmeringstraße, ungefähr 50 m vor der Fußgängerunterführung, hörte gestern früh ein 21-Jähriger die sogenannte „Stecknadel“ zu Boden fallen. Er drehte sich um und sah einen Radler, der nur wenige Meter hinter ihm fuhr. So sprach der 21-Jährige den Unbekannten an und erklärte, dass der andere seine Fahrradlampe verloren habe. Zuvorkommend stieg der 21-Jährige noch ab, hob die Lampe auf und wollte sie dem Unbekannten reichen. Der jedoch nutzte den Moment rasch, griff nach dem Lenker des völlig sprachlosen 21-Jährigen griff und behauptete, das Fahrrad sei seins. Dann hob er das T-Shirt, um dem 21-Jährigen das dort versteckte Messer zu zeigen. Nun war die Botschaft klar: Fahrrad her oder es passiert Schlimmes! Aus Angst übergab der 21-Jährige sein Mountainbike und ließ den Unbekannten damit flüchten.

Anschließend rief er die Polizei und beschrieb den Räuber folgendermaßen
– 25 – 35 Jahre alt,
– dünne Gestalt,
– 190 – 195 cm groß,
– kurze, schwarze Haare
– knochiges, eingefallenes Gesicht
– kurze Hose.

Zum Wrack gemacht

Über Notruf informierte gestern Abend ein Anwohner, dass er soeben einen dumpfen Knall von der Straße her gehört habe und nun Rauch aufsteigen würde. Als die Gesetzeshüter wenig später in der Rosenowstraße ankamen, quollen ihnen aus einem silberfarbenen Peugeot 405 Rauschwaden und der Geruch von abgebrannter Pyrotechnik entgegen. Die Scheibe der Fahrertür hatte sich bis auf den Gehweg der gegenüberliegenden Fahrbahn verstreut. Die Türen waren leicht aufgedrückt, die Frontscheibe deformiert und leicht nach außen gewölbt, das Schiebedach lag auf dem Gehweg, der Innenraum komplett zerstört. Der Halter des Peugeot war per gelbem Aufkleber durch das Ordnungsamt zur Beseitigung seines Autos aufgefordert worden, da an diesem die erforderlichen amtlichen Kennzeichen fehlten. Nach der erfolgten Spurensicherung wurde das aufgegebene Eigentum am Ort belassen und die Maßnahmen vor Ort beendet.

Schwerer Verkehrsunfall mit Radfahrer

Ein 63-jähriger Fahrer einer Betonmischers fuhr gestern Nachmittag auf der Lützner Straße in stadtauswärtige Richtung und musste unmittelbar nach der Kreuzung Lützner Straße/Schönauer Straße aufgrund des stockenden Verkehrs vor dem Geh- und Radweg anhalten. Beim erneuten Wiederanfahren kam es zum Zusammenstoß mit einem 71-jährigen Radfahrer, welcher die Absicht hatte, vor dem bis dahin stehenden Betonmischerfahrzeug über die Lützner Straße in Richtung Schönauer Straße zu fahren, da die Ampelanlage zu diesem Zeitpunkt für den Radfahrer bereits auf „Grün“ umgeschaltet hatte. Der Radfahrer kam zu Fall und wurde dabei schwer verletzt. Durch die Rettungskräfte wurde er in ein Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen.

Ausgebremst

Pizzaservice flink und schnell, immer gleich mit Leckerbissen zur Stell`: Doch dieses Mal ausgebremst und abgedrängt! Was war geschehen: Ein Pizzabote (32) stand gestern Abend mit seinem VW Up auf der Wurzner Straße im linken Fahrstreifen, um nach links in die Breite Straße abzubiegen, neben ihm ein dunkler Audi. Dann, als die Ampel auf „Grün“ schaltete und beide starteten, überholte der Audifahrer (60) in der Kurve plötzlich rechts und zog dabei seinen A 4 immer weiter in den linken Fahrstreifen. So musste der 32-Jährige die Bordsteinkante des Gleisbettes hochfahren, um einen Unfall zu vermeiden. Wenig später bremste der 60-Jährige abrupt und nötigte den Pizzaboten zur Vollbremsung. Dieses Spiel setzte sich in der Riebeckstraße und Eilenburger Straße fort. Als der Audifahrer schließlich auf dem Gehweg an der Albert-Schweizer-Straße hielt, stellte ihn der 32-Jährige zur Rede. Als Antwort bekam er sinngemäß zu hören: Autos mit weniger Pferdestärken sollten rechts fahren, damit die richtig großen links vorbeifahren können. Dann stieg er aus und wankte nach einem Wortgefecht Richtung Lene-Voigt-Park. Inzwischen hatte der Pizzabote den Alkoholgeruch in der Atemluft des 60-Jährigen wahrgenommen und die Polizei gerufen. Diese machte den Mann ausfindig, namentlich bekannt und prüfte seine Fahrtauglichkeit. Mit einem Alkoholwert von 0,88 Promille und Ausfallerscheinungen war diese keinesfalls mehr gegeben, so dass ihm jegliches Führen eines Kraftfahrzeuges untersagt und der Führerschein beschlagnahmt wurde. Gegen ihn eröffneten die Gesetzeshüter Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und wegen Nötigung im Straßenverkehr.

Rad weg

Die 18-jährige Geschädigte fuhr gestern mit ihrem Fahrrad zum Bahnhof in Dahlen, stellte dies um 16:30 Uhr in einem Fahrradständer ab und sicherte das Rad mit einem Seilzugschloss. Danach fuhr sie mit dem Zug weg. Als sie am späten Abend wieder am Bahnhof ankam, musste sie feststellen, dass ihr Fahrrad entwendet wurde.

Zur Beschreibung:
– Trekking- Rad
– Farbe: weiß
– Marke: Pegasus
– Fahrradmodell „ Solero“
– 24 Gänge
– Reifengröße 28
– Wert: 500 Euro

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Oschatz, Theodor-Körner-Str. 2, 04758 Oschatz Tel. (03435) 650-100 zu melden.

Ärzte kämpfen um sein Leben

Ein tragischer Unfall, bei dem ein 60-jähriger Radfahrer schwer verletzt wurde, ereignete sich gestern Mittag auf der Kreuzung Am Schalm/Schmiedeberger Straße in Bad Düben. Der Radfahrer wollte die Schmiedeberger Straße überqueren und achtete dabei nicht auf den von links herannahenden Audi, welcher auf der Hauptstraße fuhr. Zwar versuchte dessen Fahrer (36) noch auszuweichen, doch es war bereits zu spät. Der 60-Jährige stieß gegen den A-Holm des A 4 und zog sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass er in einer Leipziger Klinik notoperiert werden musste. Derzeit wird er intensiv-medizinisch betreut, schwebt wohl aber nach wie vor in Lebensgefahr. Der Schaden am Audi, dessen Fahrer unverletzt blieb, betrug 2.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar