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Polizeibericht, 26. April: Diebe im Schulmuseum, Fünf Mülltonnen angezündet, 36-Jähriger überfallen

Wohl schon offensichtlich in unlauterer Absicht sich zu bereichern, betrat ein 25-jähriger Leipziger gestern, gegen 15:15 Uhr, gemeinsam mit einem Komplizen das Schulmuseum am Geordelerring – Die Polizei sucht nach Zeugen +++ In der Elsastraße wurden durch mehrere Unbekannte fünf Mülltonnen angezündet, die vollständig abbrannten +++ In der Thomasiusstraße wurde ein 36-Jähriger geschlagen und beraubt.

Diebe im Schulmuseum

Wohl schon offensichtlich in unlauterer Absicht sich zu bereichern, betrat ein 25-jähriger Leipziger gestern, gegen 15:15 Uhr, gemeinsam mit einem Komplizen das Schulmuseum am Geordelerring. Dort drückten sie mit brachialer Gewalt eine verschlossene Spendenbox auf und stahlen daraus Geld in unbekannter Höhe. Während ihrer Tat wurde das Duo beobachtet. Der Leiter (38) des Museums griff gemeinsam mit einem weiteren Zeugen (58) zu und hielten einen Dieb bis zum Eintreffen von Polizeibeamten fest. Sein Komplize konnte mit dem Bargeld flüchten.

Von ihm ist folgende Personenbeschreibung bekannt:

– 27 bis 33 Jahre alt, 1,85 m bis 1,90 m groß, hager
– dunkelbraune Augen und Haare
– spärlicher Kinnbart
– trug weite Kleidung in auffallend unterschiedlichen Farben
– ungepflegte Erscheinung
– sprach deutsch
– führte Rucksack bei sich

Wer hat Beobachtungen gemacht, wer kann Hinweise zum gesuchten Dieb geben? Zeugen melden sich bitte beim Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19 – 21, Tel. (0341) 7105-0.

Fünf Mülltonnen brannten

Zwei 10- bzw. 12-jährige Jungen beobachteten gestern Abend in der Elsastraße mehrere Unbekannte, die sich an Mülltonnen zu schaffen machten. Wenig später brannten die Mülltonnen. Die jungen Zeugen alarmierten die Feuerwehr. Die Kameraden löschten die Flammen, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Tonnen vollständig abbrannten. Die Schadenshöhe wurde mit ca. 500 Euro angegeben. Polizeibeamte des zuständigen Reviers haben die Ermittlungen aufgenommen.

Überfallen …

… wurde heute Nacht ein 36-jähriger Mann. Dieser hatte angetrunken ein Lokal in der Nähe des Thomaskirchhofes verlassen. Anschließend wollte er den Hintereingang seines Wohnhauses in der Thomasiusstraße nutzen. Nach eigenen Angaben wurde er plötzlich von einem unbekannten männlichen Täter sofort attackiert und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Seine mitgeführte türkis-blaue Tasche entriss ihm der Täter und flüchtete anschließend in unbekannte Richtung. In der Tasche befanden sich das Handy, die Geldbörse, Personalausweis, EC-Karte und Bargeld. Die Verletzungen im Gesicht waren leichter Art und machten keine ambulante Behandlung erforderlich. Zur Personenbeschreibung konnte er nur angeben, dass es sich um einen männlichen Täter, der ca. 180 cm groß war, gehandelt hat.

Eskalation bei Streit um Handys

In Mockau kam es am Dienstagnachmittag zu einer Auseinandersetzung in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses. Dabei sahen sich die Nachbarn genötigt, die Polizei zu rufen. Was war passiert? Ein 29-Jähriger stand vor der Tür einer 28-Jährigen und wollte Einlass. Dies verwehrte die Wohnungsinhaberin, worauf der unliebsame Besucher laut wurde und an die Tür hämmerte. Schließlich gewährte sie ihm Einlass, was die Situation nicht entschärfte. Es kam zum Streit um angeblich entwendete Mobiltelefone. Dieser eskalierte dann in einem Handgemenge mit einer 24-jährigen Besucherin der Mieterin. Durch die Lautstärke sahen sich Nachbarn veranlasst, die Polizei zu rufen. Der Eindringling nahm schließlich zwei Mobiltelefone aus der Handtasche der Besucherin an sich und verließ damit das Haus, lief dort aber den eingetroffenen Polizisten in die Arme. Die nahmen ihn fest. Es folgten langwierige Vernehmungen mit allen drei Beteiligten, die eine völlig undurchsichtige Vorgeschichte zu Tage lieferten, in der Sex, Drogen und Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hätten. Die Besucherin wurde bei dem Handgemenge leicht verletzt. Wem nun die Mobiltelefone gehören, muss die Polizei im Nachgang klären. Gegen den 29-Jährigen wird wegen Raub ermittelt.

Taschendieb mit Betäubungsmitteln

Am Dienstagnachmittag wurden die Beamten der gemeinsamen Streife der Leipziger und der Bundespolizei zum Streibs Hof in die Passage gerufen. Dort sollte ein Mann auffällig in einer Tasche mit Damenbekleidung herumwühlen. Passanten kam dies verdächtig vor – sie riefen die Polizei. Die Beamten hielten dort dann einen Mann an, der gerade die Passage verlassen wollte. In einer Tüte hatte er offensichtlich Damenbekleidung. Einige Meter weiter fand sich die besagte Tasche. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten mehrere Abpackungen Marihuana in handelsüblichen Portionen. Der Verdacht lag nahe, dass er damit handeln würde. Die Tasche könnte aus einem der zahlreichen Fernbusse stammen, die in der nahe gelegenen Goethestraße halten. Dort wurde die Polizei auch fündig. Die Tasche gehörte einer 35-Jährigen, die auf der Durchreise war. Sie hatte den Diebstahl gerade bemerkt, als ihr die Polizisten die Tasche wiederbrachten. Eine Prüfung ergab, dass der Tatverdächtige bereits am Morgen in einem Einkaufmarkt in der Georg-Schumann-Straße beim Stehlen mehrerer Rasierapparate erwischt wurde. Auch ist er der Polizei bereits als Drogendealer und Dieb von Gepäck an Fernbushaltestelle und Bahnhof bekannt. Er wurde vorläufig festgenommen. Im Verlauf des heutigen Tages soll der 29-jährige Algerier dem Haftrichter vorgeführt werden.

Kindermund tut Wahrheit kund

Noch während zwei Langfinger (40 m; 31 m) gestern Nachmittag in der Gießerstraße aus dem im Freien liegenden Ausstellungsbereich verschiedenste Waren in ihrem Auto, einem BMW 320, verstauten, wurde der Baumarktleiter auf sie aufmerksam. Sofort hielt er mit Unterstützung seiner Detektive die beiden bis zum Eintreffen der Polizei fest. Von einem der beiden war die Identität recht schnell festgestellt, doch von dem als Tourist in Leipzig weilenden Litauer (31) gestaltete es sich das vorerst etwas langwieriger. Erschwerend kam hinzu, dass beide ein intensiver Alkoholgeruch umgab. Der 40-Jährige verweigerte den freiwilligen Atemalkoholtest, der 31-Jährige indes willigte ein. Bei ihm zeigte das Gerät einen Wert von 2,52 Promille an.

Zwischenzeitlich kümmerten sich Polizisten um die beiden Kinder (m 8), welche die beiden Langfinger zum Diebeszug begleitet hatten. Dabei plauderte einer der Jungen fröhlich darauf los und erzählte, dass der Papa Alkohol getrunken habe und auch Auto gefahren sei.

Dass es nicht ganz aus der Luft gegriffen war, belegte zum einen der aufdringliche Alkoholduft und die halb geleerte Likörflasche, die im Fußraum des Beifahrersitzes stand.

Nun wird gegen beide wegen des versuchten Diebstahls und gegen den 40-Jährigen aufgrund des Anfangsverdachts wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt. Denn der durch ihn später durchgeführte freiwillige Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,74 Promille. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Stress im A & V

Stress in einem A & V rief gestern Mittag die Polizei auf den Plan, die bei Ankunft vor dem Geschäft in der Eisenbahnstraße auf eine Personentraube von 15 Personen traf. Diese gestikulierten wild und waren äußerst aggressiv. Sofort wurden die streitenden Parteien voneinander getrennt und befragt.

Hintergrund, so war es herauszuhören, sei ein Bett gewesen, welches nicht den Vorstellungen der Käuferin (37) entsprach. Darüber entspann sich in dem Geschäft ein Streit, der darin endete, dass die 37-Jährige mit einem Staubwedel auf den Ladeninhaber (35), seine Frau (27) und den Mitarbeiter (22) einschlug und diese bespuckte – so der 35-Jährige. Dabei soll der Wedel zu Bruch gegangen sein. Im Anschluss hätten seine Frau und er die 37-Jährige samt ihres Neffen (24) aus dem Laden gesetzt und die Polizei gerufen.

Die 37-Jährige indes erzählte, dass sie in den Laden gezerrt worden war und der Ladeninhaber von ihr die Zahlung des Kaufpreises für das Bett verlangt habe. Da sie diesen nur begleichen wollte, wenn sie ein entsprechend funktionsfähiges Bett bekäme, eskalierte die Situation, so die 37-Jährige weiter.

Jedenfalls fanden die Gesetzeshüter einen teilweise verwüsteten A & V und einen zerbrochenen Staubwedel vor.

Dann plötzlich tauchten zwei Söhne der 37-Jährigen auf und versuchten die Ladenbetreiber zu traktieren, doch die Einsatzkräfte der Polizei unterbanden dies. Dennoch ließen sich die beiden, ein 20- und 18-Jähriger, nicht beirren und stießen wüste Beschimpfungen und Bedrohungen aus, die neben dem „F-Wort“ auch Aussagen wie umbringen und Laden anzünden zum Bestandteil hatten. Deshalb wurde seitens der Polizei gegen die beiden Männer eine Anzeige wegen Bedrohung gefertigt. In der Folge wurde der 37-Jährigen und deren Familie ein Platzverweis ausgesprochen und die Ermittlungen wegen Körperverletzung aufgenommen.

Ladendieb erwischt

Eine aufmerksame 42-jährige Kassiererin bemerkte gestern Abend, dass eine männliche Person nach der Kassenzone einen Pfandbon einlösen wollte. Sie wurde stutzig, weil dieser Mann seinen linken Arm krümmte und es so aussah, als wollte er etwas verbergen. Die Kassiererin sprach die Person an, ob er unter seinem Ärmel etwas verstecke. Daraufhin übergab er der 42-Jährigen eine kleine Tischleuchte, die er entwendet hatte. Anschließend schubste er die Frau zur Seite und flüchtete in Richtung des Bäckerausgangs, Stötteritzer Straße. Bei der Flucht verlor er dann noch ein eingeschweißtes Jagdmesser. Energisch rief die Frau, dass der Täter stehen bleiben sollte. Die Bereichsleiterin und ein weiterer Kunde nahmen ebenfalls die Verfolgung auf. Da die Tür zum Bäckereingang bereits verschlossen war holten sie den Täter ein und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Es handelte sich dabei um einen 36-Jährigen. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde in seiner Hosentasche noch ein fünf Zentimeter langes Taschenmesser im ausgefahrenen Zustand aufgefunden. Die Polizeibeamten nahmen den 36-Jährigen zu weiteren polizeilichen Maßnahmen mit ins Polizeirevier. Verletzt wurde niemand.

Fahrradhelme verhinderten Schlimmeres

Die Fahrerin (37) eines Audi Q 7 hielt gestern Nachmittag vor einem Kindergarten in der Leipziger Straße und wollte aussteigen. Beim Öffnen der Tür achtete sie nicht auf den Fahrverkehr, so dass eine stadteinwärts fahrende Radfahrerin (27), um einen Zusammenprall zu verhindern, nach links auswich. Doch dabei geriet die junge Frau ins Straßenbahngleis. Sie und ihr zweijähriges Kleinkind stürzten auf die Straße. Während die Mutter unverletzt blieb, erlitt der kleine Junge ein Hämatom an einer Augenbraue und wurde am Unfallort ambulant behandelt. Am Fahrrad entstand ein Schaden in Höhe von ca. 100 Euro. Die Autofahrerin hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten und ein Verwarngeld in Höhe von 25 Euro zu zahlen.

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