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Leserbrief: Beispiel einer unmöglicher Fahrradumleitung

Liebe Schreibende von l-iz.de, liebe ADFC-Menschen, im vergangenen Jahr gab es mal die Sammlung unmöglicher bzw. gefährlicher Stellen im Radverkehr. Ich hätte da eine ganz aktuelle hinzuzufügen: Das gezeigte Foto, aufgenommen am 18.01.2017, an der Haltestelle der Tram 3 „Volksgarten/Stadtarchiv“ stadtauswärts. Es handelt sich um eine Umleitung über die man nur den Kopf schütteln kann.

Offensichtlich war es notwendig, an dem hinter der Haltestelle befindlichen Haus den Fußweg  abzusperren. Die Fußgänger sollen offensichtlich den Fahrradweg  benutzen, der an dieser Stelle hinter der Haltestelle der Tram geführt wird und auf Höhe des Hauses wieder das Straßenniveau erreicht. Der Beschilderung zufolge endet der Fahrradweg plötzlich, noch mitten im Haltestellenbereich. Würden Fahrradfahrer regelkonform der ausgeschilderten Umleitung folgen wollen, ist es mindestens sehr gefährlich. Sie müssten im Bereich des für die Niederflurwagen sehr erhöhten Bordsteins, auf die Straße wechseln. Neben dem üblichen Problem, im spitzen Winkel unfallfrei die Straßenbahnschiene zu queren, würde es an dieser Stelle dazu kommen, dass vermutlich kein Autofahrer einen Radfahrer hinter dem Haltestellenhäuschen erwartet.

Im Sinne der eigenen Gesundheit wird kein Radfahrer an dieser Stelle regelkonform fahren können! Dass das auch nicht passiert verdeutlichen die Spuren im Schnee, die darauf hinweisen, dass Radfahrer nach wie vor auf dem Radweg fahren.

Damit stellt sich die Frage, wie sich denn dann die Fußgänger sicher bewegen können. Gerade an dieser Stelle gibt es morgens sehr viele Schulkinder und Menschen mit Kinderwagen.

Herzliche Grüße,

Alena Bleicher

Die Sammlung gefährlicher Stellen im Radverkehr

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