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Gisela Kallenbach (Grüne): Sachsens ‚Waldstrategie 2050‘ ist eine einzige Mogelpackung – Kupfer erteilt sich Fristverlängerung

"Die heute vorgestellte 'Waldstrategie 2050' von Umweltminister Frank Kupfer CDU ist eine einzige Mogelpackung", kritisiert Gisela Kallenbach, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag. "Weil der Waldumbau in Sachsen nicht entscheidend voran kommt, erteilt sich der Minister selbst eine Fristverlängerung bis zum Jahr 2050."

„Schon laut Landesentwicklungsplan 2003 sollte der sächsische Waldanteil auf 30 Prozent anwachsen. Doch im Jahr 2011 lag Sachsens Anteil nur bei 28,4 Prozent. Wie Minister Kupfer auf meine kleine Anfrage bestätigte, stieg der Waldanteil von 28,3 Prozent im Jahr 2007 bis zum Jahr 2011 nur um 0,1 Prozent“, so die Abgeordnete. In seiner Antwort im März 2012 hieß es: „Eine genaue Prognose, zu welchem Zeitpunkt der Freistaat eine Bewaldung von 30 Prozent seiner Landesfläche aufweisen wird, ist nicht hinreichend genau bestimmbar.“

Der EU-Report der deutschen Rechnungshöfe vom Januar 2013 bescheinigt Sachsen ein ineffizientes Förderprogramm zur Erstaufforstung. Danach wuchs in 17 Jahren Förderung der Wald im Freistaat um ganze 0,7 Prozent (Zeitraum 1991 bis 2008). Dies kostete fast 29 Millionen Euro. Weitere 11,2 Millionen Euro sind für die Folgejahre bereits gebunden. Die EU-Prüfer haben in über 40 Prozent der Förderfälle festgestellt, dass die aufgeforsteten Baumarten nicht oder nur teilweise vorhanden waren.

„Der Minister sollte die Fördermittelverwendung strenger kontrollieren und Tempo machen. Fördermittel sind zurückzufordern, wenn keine Bäume gepflanzt wurden“, fordert Kallenbach. „Die Verlängerung des 30-Prozent-Ziels bis zum Jahr 2050 bedeutet, dass nur 200 Hektar jährlich an Waldfläche in Sachsen dazukommen sollen. Das ist so viel Fläche, wie in Sachsen allein in einem Monat neuversiegelt wird.“

„Jede Erweiterung von Braunkohletagebauen, jede neue Straße, Infrastruktur-, Gewerbe- und Industrieansiedlungen fressen Fläche – ein großer Teil davon sind Waldflächen. Wenn man versucht, mit der einen Hand etwas aufzubauen, darf man es nicht mit der anderen wieder einreißen“, weist Kallenbach auf das Dilemma des mangelnden Waldzuwachses in Sachsen hin.
Seit dem Jahr 2000 ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Sachsen um über zehn Prozent gestiegen.

„Dringend zu verstärken ist außerdem der Waldumbau. Auf der Hälfte der rund 200.000 Hektar Landeswald wachsen Fichten in Monokultur. Diese sind besonders anfällig gegen Trockenheit und Schädlingsbefall. Die Waldumbaufläche liegt bei nur rund 1.500 Hektar pro Jahr. Geht es in dem Tempo weiter, braucht es noch 100 Jahre, um den Wald für den Klimawandel fit zu machen.“

Die Klimaschutzbilanz von Fichtenwäldern fällt im Vergleich zu Laub- und Mischwäldern deutlich schlechter aus. Im Unterschied zu Nadelwäldern wird in Laubwäldern der Kohlenstoff stärker in den unteren Bodenschichten gespeichert. Der Umbau von Kiefernwäldern hin zu Laubwäldern kann deshalb die Speicherkapazität der Böden für Kohlenstoff verdoppeln.

EU-Report ‚Förderung der Erstaufforstung‘ (S. 109ff.)
http://bundesrechnungshof.de/veroeffentlichungen/sonderberichte/eu-report-d.pdf

Die Grundlage des EU-Reports ist der entsprechende Bericht des Sächsischen Landesrechnungshofes: www.rechnungshof.sachsen.de/jb2010/jb10-15.pdf

Sachsens Waldanteil beträgt derzeit 28,4 Prozent der Landesfläche (523.782 ha). Auf jeden Einwohner entfallen im Durchschnitt 0,127 ha Wald. Kleine Anfrage von Gisela Kallenbach zum Waldanteil in Sachsen (Drs. 5/8441)
http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=8441&dok_art=Drs&leg_per=5&pos_dok=2

Verantwortlich für das Programm ist das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Die Förderung erfolgt bisher weitgehend aus EU-Mitteln des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLER)
https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11981


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Auch die sächsischen Wohnungsgenossenschaften bekommen es zu spüren, dass in Sachsen zwei völlig gegenläufige Entwicklungen zu erleben sind: In den ländlichen Regionen schwindet die Bevölkerung, der Leerstand steigt und Wohnungsabrisse sind noch an der Tagesordnung. In den Großstädten aber muss gebaut werden und der Leerstandspuffer verschwindet.
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Am 29. Mai: Sabotage und Sogkraft – Stefanie Sargnagel präsentiert in der naTo ihr neues Buch „Fitness“
Stefanie Sargnagel liest am 29.05. in der naTo aus ihrem neuen Buch „Fitness“. Die Wiener Autorin und Kunststudentin bringt nach ihrem Furore erregenden Debüt „Binge Living“ nun ihr zweites Buch heraus. Facebook-Posts, irrwitzige Reportagen und Illustrationen werden aufs neue zu einem gewaltige Sogkraft entwickelnden Bewusstseinsstrom verdichtet, der mit schonungslosem Stakkato entlarvt, was in Stefanie Sargnagels Augen verlogen, fake, unzulänglich, oder einfach nur saukomisch ist.
Wie Deregulierung und entfesselte Gier unseren Wohlstand und unsere Demokratie zerstören
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Das Bildungsalphabet – U wie Unmündigkeit. Foto: L-IZ.de

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Unmöglich, diesem Phänomen zu entgehen. Geradezu unumgänglich. Unmündigkeit. Und Mündigkeit. Das Antonym dazu. „Antonym? Klingt wie der große Bruder vom Enzym.“ Mensch, Max. Bleiben wir bei der Sache. In diesem Fall war es gerade das Persönlichkeitsmodell des „Inneren Teams“. „Erfinder“ ist der Hamburger Kommunikationswissenschaftler Schulz von Thun. Hilft Klarheit in der Kommunikation zu finden. Jeder sollte versuchen, seine inneren „Player“ zu erkennen. Lebendigkeit und Teamgeist. Interesse und Konzentration. Das stärkt Authentizität und Mündigkeit.
Sachsens Lehrer fühlen sich überlastet – bald auch Streikaktionen in Leipzig
Kein Politiker in Sachsen kann sagen, er habe es nicht gewusst: Schülerprotest von 2012. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Innerhalb von knapp fünf Wochen haben 4909 Personen einen Appell der GEW Sachsen für ein Sofortprogramm zur Lehrkräftegewinnung und zur Qualitätssicherung für die sächsischen Schulen unterzeichnet. „Sie leiden vor allem unter Bürokratie, Zeitmangel und Klassengrößen“, so Sachsens GEW-Chefin Uschi Kruse (58) gestern auf einer Pressekonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.