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„Willkommen in Leipzig …“: Aufruf zum Sternmarsch und Kundgebung am 12.01.2015

Am 12. Januar 2015 soll in Leipzig ein deutliches Zeichen für ein friedliches, soziales, demokratisches Miteinander in der Stadt gesetzt werden. Unter dem Motto "Willkommen in Leipzig - eine weltoffene Stadt der Vielfalt" finden das Friedensgebet in der Nikolaikirche und anschließend ein Sternmarsch zum Waldplatz statt. Dort wird es eine Kundgebung geben.

Inzwischen haben sich viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, darunter OBM Burkhard Jung und alle Bürgermeister, dem Aufruf angeschlossen. Da etliche Persönlichkeiten unserer Stadt derzeit nicht erreichbar sind, gehe ich davon aus, dass der Kreis der Unterstützer/innen noch erheblich wachsen wird. Am 12.01.2015 soll dem Versuch eines Pegida-Ablegers, auch in Leipzig mit nationalistischen Parolen Ängste zu schüren, deutlich entgegengetreten werden:

Wir treten ein

für das Grundrecht auf Asyl

für eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen

für eine Willkommenskultur für Einwanderer

für religiöse und weltanschauliche Vielfalt

für die Achtung unterschiedlicher Lebensentwürfe

für eine demokratische Streitkultur

für Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger an der gesellschaftlichen Entwicklung

Demokratie kann nur von allen Bürgerinnen und Bürgern verantwortet und gestaltet werden.

Montag, 12. Januar 2015:

17:00 Uhr Friedensgebet in der Nikolaikirche

17:45 Uhr Sternmarsch zum Waldplatz

18:30 Uhr Kundgebung
Die Liste der Unterstützer als PDF zum download.

Asylpolitik
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Karikatur: Schwarwel

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Ich verstehe diese überraschte Empörung nicht. Wirklich nicht. Jetzt wurde nun so lange vor Bombenanschlägen in Deutschland gewarnt, da musste doch irgendwann auch mal jemand aktiv werden. Und da gilt immer noch das Motto: Besser selbst machen, dann weiß man auch, dass es ordentlich getan ist. Nun ist selbstverständlich für den eingefleischten Biodeutschen sonnenklar, wer da gebombt hat. Ein echter germanischer Patriot kann so etwas ja gar nicht, da waren finstere Mächte am Werk. Karl O. hat da bereits auf Facebook eine ausrecherchierte Erklärung parat: „Ich tippe mehr auf Verfassungsschutz oder SAntifa!“. Recht hat der Mann! Wo kämen wir denn da hin, wenn es so etwas wie rechten Terror in Sachsen gäbe?
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Wenn der Sächsische Verfassungsschutz in den vergangenen anderthalb Jahren gut aufgepasst hat, dann müsste er in seinem nächsten Jahresbericht auch eine Karte veröffentlichen können, in der die Strukturen der organisierten Rechten in Sachsen sichtbar werden. Auch eine Dresdner Gruppe würde darin auftauchen, die aufs engste verbandelt ist mit der Freitaler rechten Szene.
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Vom starken Sachsen bleibt nur viel heiße Luft und eine kraftlose Personalpolitik
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Wer auf der Website des Freistaats Sachsen das Suchwort „stark“ eingibt, wird verblüfft sein: Er ertrinkt in Meldungen und Nachrichten, in denen es von Kraftprotzerei nur so wimmelt. Da wird gestärkt, was das Zeug hält, Stärken werden beschworen, alles Mögliche bestärkt und bekräftigt. Und irgendwann hat man sich dann auch zum „Maßnahme-Paket für ein starkes Sachsen“ durchgewühlt.
Flughafen Leipzig/Halle soll ein deutlich größeres Lärmschutzgebiet bekommen
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Da wurde Dr. Matthias Gründig sehr hellhörig, als nach der letzten Sitzung der Fluglärmkommission des Flughafens Leipzig/Halle am 6. April ruchbar wurde, es sei dort über einen Neuzuschnitt des Lärmschutzbereiches gesprochen worden. Er befürchtete schon das Schlimmste und stellte deshalb eine Einwohneranfrage im Leipziger Stadtrat.
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Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie, A. Stoessel & P. Gunz

Er ist derzeit der meistbefragte Unbekannte in der Vorzeitforschung: der Neandertaler, jener seltsame Verwandte, der schon Jahrhunderttausende in Europa lebte, bevor vor 40.000 Jahren der moderne Mensch aus Afrika zuwanderte. Und dann starb er einfach aus. Dabei scheint er sogar ganz ähnliche Sprechfähigkeiten wie wir heute besessen zu haben, vermuten jetzt ein paar Leipziger Wissenschaftler.
Nicht nur das technokratische Europa steckt in der Krise, auch der ökonomisierte Datenjournalismus
Eine 2.000 Jahre alte Legende: Europa auf dem Stier. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es tut ja gut, ab und zu zu lesen, dass man mit seinen Analysen nicht daneben liegt und ein paar kluge Zeitgenossen die Sache genauso sehen. Wie die Sache mit diesem Europa, das nun seit zehn Jahren in einer Krise steckt, von allen Seiten infrage gestellt wird und von Nationalisten aller Länder sturmreif geredet wird. Was auch mit einer fehlenden großen Erzählung zu tun hat. Am Sonntag, 25. September, meldete sich auch der Philosoph Richard David Precht in der „Zeit“ zu Wort.
Der erstaunlich aktuelle Herr Luther, seine Bibel und die Religion im Hadern der Zeit
Margot Käßmann, Heinrich Bedford-Strohm: Die Welt verändern. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es kommt immer näher, dieses Reformations-Jubiläums-Jahr 2017, in dem mehr steckt als nur so ein 500. Jahrestag des Thesenanschlags vom 31. Oktober 1517. Die in Leipzig heimische Evangelische Verlagsbuchhandlung hat dazu ja in letzter Zeit schon einige erstaunlich facettenreiche Titel vorgelegt. Hier hat sie sich jetzt mal in eine Koproduktion mit dem Berliner Aufbau Verlag gestürzt.
#Umvolkung: Bettina Kudla zieht Gezwitschertes zurück
Lang her. Schreiben statt Twittern: Bettina Kudla machte bei der Leipziger Bibel mit. Nun versucht sie es seit 2015 auf Twitter. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Viel war von der Noch-Bundestagsabgeordneten aus Leipzig nach dem „Umvolkungs“-Tweet vom Freitag auf Samstag nicht zu hören, als die Medienmaschine einsetzte. Nahezu alle Medien des Landes hatten daraufhin über die ansonsten eher unauffällige CDU-Abgeordnete berichtet, manche sahen in den Äußerungen der vergangenen Tage schon ein Bewerbungsschreiben an die AfD. Nun hat Bettina Kudla den Rückzug angetreten und begonnen, ihren Twitteraccount aufzuräumen.
In der Reihe „Eine neue Heimat“: Jetzt reicht’s – Umgang mit rassistischen Anfeindungen in den Sozialen Medien
Am Dienstag, 26. September 2016, um 19:00 Uhr laden Protegat, gemeinnützige UG und die Projektgruppe Neue Nachbarschaft zu einem Themenabend ‚“Umgang mit rassistischen Anfeindungen in den Sozialen Medien“ ins Inklusive Nachbarschafts-Zentrum, Lindenauer Markt 13, Odermann-Passage, 04177 Leipzig, ein.