Dein Leipzig. Deine Zeitung. Deine Entscheidung.
Werde Unterstützer! Viele gute Gründe ...
Das Kombi-Abo "LZ & L-IZ.de" für 59,50 EUR/Jahr
ggg
 
Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Kanzel aus Uni-Kirche: Korb restauriert und im Museum zu sehen

Neue Attraktion im Leipziger Museum für Musikinstrumente: Erstmals seit 1968 ist der Korb der aus der Universitätskirche St. Pauli geretteten Kanzel wieder öffentlich zu sehen. Unter Leitung der Kustodie der Universität Leipzig wurden mehr als 200 Originalfragmente des Kanzelkörpers restauriert und miteinander verbunden, verlorene Teile ergänzt. Für die Zeit der vorübergehenden Aufstellung im Musikinstrumentenmuseum der Universität soll die barocke Kanzel auch thematisch in die dort bestehende Ausstellung integriert werden. Die Restaurierungsarbeiten am Rest der Kanzel (Schalldeckel und Treppenaufgang) werden inzwischen, soweit es die finanziellen Mittel zulassen, weitergeführt.

„Ich freue mich, dass die Kanzel nun zumindest zum Teil der Öffentlichkeit präsentiert werden kann“, sagt Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig. „Diese Zwischenlösung war bekanntlich im vergangenen Februar verabredet worden, als die Expertenkommission zur Zukunft der Kanzel sich letztmals traf.“ Die Kommission hatte sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, das wertvolle Stück perspektivisch im Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli aufzustellen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein positives Ergebnis des Monitorings im Paulinum, das die raumklimatischen Bedingungen und ihre Auswirkungen auf die Kanzel innerhalb der ersten drei Semester nach der Eröffnung des Gebäudes untersucht. Am Schluss soll ein Votum des Senats der Universität stehen.

„Es ist uns eine Ehre, die Kanzel zwischenzeitlich bei uns im Zimeliensaal zu zeigen“, sagt Prof. Dr. Josef Focht, Leiter des im Grassi beheimateten Musikinstrumentenmuseums der Universität. Möglich werde das durch die Restaurierung einer Orgel, deren vakanten Platz die Kanzel vorrübergehend besetzt. „Bis die barocke Orgel spielfähig in den Zimeliensaal zurückkehrt, werden wir die Kanzel einbetten in unsere Ausstellung, Informationsmedien und spezielle Führungen anbieten – und dabei Themen wie die Verbindung von Wort und Musik, die Geschichte der öffentlichen Universitätsgottesdienste und die Leipziger Universitätsmusik beleuchten.“ Eine eigene Präsentationsveranstaltung werde es im April geben.

Der restaurierte Kanzelkorb im Museum für Musikinstrumente. Foto: Marion Wenzel/Kustodie der Universität Leipzig

Der restaurierte Kanzelkorb im Museum für Musikinstrumente. Foto: Marion Wenzel/Kustodie der Universität Leipzig

„Der plastische Eindruck, den man nun erhält, ist auf jeden Fall einen Besuch wert“, erklärt Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Kunstsammlung der Universität Leipzig. „Es ist ein wahres Glück, dass die Kanzel 1968 von einer Gruppe von Handwerkern aus der städtischen Denkmalpflege vor der Sprengung der Kirche gerettet wurde. Wie bei den geretteten Epitaphien entstanden auch bei der Kanzel schwere Schäden durch den – bedingt durch Zeitmangel – eher gewaltsamen Abbau und die über Jahrzehnte improvisierte, wenig fachgerechte Lagerung, was Fragmentierungen, Risse und Verformungen zur Folge hatte. Die Restaurierung durch Johannes Schaefer und Matthias Krahnstöver war und ist daher unheimlich aufwändig. Ich bin vom Ergebnis sehr angetan und freudig überrascht!“

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die 1738 von Valentin Schwarzenberger geschaffene Kanzel mehrfach renoviert. Dabei erfuhren ihre farbigen Fassungen grundlegende Veränderungen: Ihr ursprüngliches Erscheinungsbild war von einer gemalten roten und grauen Marmorierung im Zusammenspiel mit Vergoldungen geprägt. Vermutlich seit dem Kirchenumbau von 1897/98 erstrahlte sie, eine monochrome braune Fassung ablösend, in dem bis heute sichtbaren Farbklang von Weiß und Gold, der nun gereinigt und gefestigt wurde. „Zugunsten einer nachvollziehbaren Geschichte werden Fehlstellen in der Malschicht und in den Ornamentkörpern bewusst in Kauf genommen“, erläutert Hiller von Gaertringen. Verlorene Teile seien ergänzt worden. „Sie sind im momentanen Zustand gut zu erkennen, weil sie noch keine Farbfassung tragen. Während man die Vergoldungen über die Zeit nur partiell überarbeitet hat, wurden die Flächen Ende des 19. Jahrhunderts eher grob überstrichen, wobei der Anstrich zwischenzeitlich stark vergilbte. Ob diese Fassung so künftig tatsächlich gezeigt werden kann, wird zu diskutieren sein.“

Wie lange die Kanzel im Musikinstrumentenmuseum zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Der Zeitraum sei abhängig vom Fortgang der Restaurierung der Kanzel selbst sowie jener der Orgel des Musikinstrumentenmuseums, sagt Museumschef Focht.

Noch nicht restauriert werden konnten bislang der Schalldeckel und der Treppenaufgang. Die Restaurierungsarbeiten werden fortgesetzt, soweit es die finanziellen Mittel zulassen. Die bislang entstandenen Kosten in Höhe von rund 55.000 Euro hat zum größten Teil die Universität aus ihrem Körperschaftsvermögen bestritten. 10.000 Euro kamen dank einer Zuwendung des sächsischen Wissenschaftsministeriums aus dem „Mauerfonds“ des Bundesfinanzministeriums.

Musikinstrumentenmuseum
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

MelderPaulinerkirchePaulinum
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Neue Nachbarschaft lädt ein: Integrationsgesetz und die Auswirkungen
Schäubles Forderung nach einer globalen Finanztransaktionsteuer – ein Abgesang auf die europäischen Verhandlungen?
Polizeibericht, 25. Juli: Diebestour im agra-Park, Randalierer gestellt, Scheiben eingeworfen
Fahrplanabweichungen im Streckennetz der Mitteldeutschen Regiobahn
Der Spreeverschmutzung auf der Spur: Grüne starten 500-Kilometer-Radtour von der Spreequelle nach Berlin
St. Georg Unternehmensgruppe eröffnet neue MVZ-Nebenstelle in Gohlis-Mitte
Diskussion am 26. Juli: Klimawandel als Fluchtgrund?!
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Geld ist in sächsischen Unternehmen knapp, Fachkräfte sind knapp, Produktivität zieht wieder an
Produktivitätsentwicklung West, Ost, Sachsen. Grafik: IAB Betriebspanel

Grafik: IAB Betriebspanel

Selbst im Wirtschaftsministerium in Dresden wurde am Wochenende gearbeitet: Die Sache mit dem IAB-Betriebspanel musste raus. Immerhin ist es schon seit Ende Juni fertig. Es dauert eh schon immer ewig, bis das der Bundesarbeitsagentur angegliederte Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ein neues Panel für ein Bundesland fertig hat. Und dann muss der zuständige Arbeitsminister auch noch was damit anfangen können.
Jedes Jahr gibt es in Sachsen über 400 Ermittlungen wegen Verstoßes gegen Waffengesetze
Brauchen ängstliche Männer jetzt wirklich eine Waffe? Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Albrecht Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, hat sein Statement zum Münchner Amok-Drama zurückgezogen. Das ist gut so. Auch Politik braucht manchmal ein bisschen Zeit zum Nachdenken. Das droht in einer auf Unterhaltung und Kraftmeierei fokussierten Medienwelt immer mehr verloren zu gehen. Schlimm genug, dass Blitzmerker vom Schlage eines Joachim Herrmann kein Pardon kennen.
Wenn Medienkompetenz immer nur als technische Modernisierung begriffen wird und nicht als Fähigkeit zum kritischen Denken
Jahrbuch 2015 / 2016 der Landesmedienanstalten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Auch an Sonntagen schicken emsige Landtagsfraktionen Meldungen und Stellungnahmen in die Welt. Sogar zu Themen, die eigentlich typische Montags- oder Dienstagsthemen, richtige Alltagsthemen sind. So wie das Thema Lehrerbildung. Ein ganz heißes Eisen. Denn von Lehrern in sächsischen Schulen wird so einiges erwartet, zum Beispiel auch die Vermittlung von Medienkompetenz.
Im August soll endlich die Sanierung der ehemaligen 3. Schule beschlossen werden
Der alte Plattenbau der 3. Grundschule in der Südvorstadt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Noch wird das Gebäude der ehemaligen 3. Schule in der Bernhard-Göring-Straße 107 in der Südvorstadt als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. Aber ab 2017 soll der alte Plattenbau, der ursprünglich sogar abgerissen werden sollte, endlich saniert werden. Die Stadt ist schon längst im Verzug. Denn in der Südvorstadt laufen den Planern die Bevölkerungszahlen davon.
30 Meter Fußweg, gut gepflastert, zwischen Studentenpfarrer Siegfried Schmutzler und dem roten Feldpostmeister Julius Motteler
Die Schlippe an der Moeckernschen Straße nach ihrem Umbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wie wäre es denn mit Kurt-Masur-Gässchen? Wenn denn schon alle möglichen Leute unbedingt ein Plätzchen nach dem jüngst verstorbenen Kapellmeister benennen wollen. In Gohlis gibt es seit Monatsbeginn eines: Eine hübsche Schlippe zwischen Eisenacher Straße und Möckernscher Straße. Eigentlich ein Unikum aus Urzeiten, als hier zwischen mehreren Häusergrundstücken ein handtuchbreiter Streifen einfach frei blieb.
Ein Leserbrief zur GSO 2016: „Einfach nur abstoßend“
The Wall of Shame steht. Was junge Menschen nicht wollen ... Foto: L-IZ.de

The Wall of Shame steht. Was junge Menschen nicht wollen ... Foto: L-IZ.de

Von Matthias K. (Name bek.): Einfach nur abstoßend. Hallo LIZ, in ganz Deutschland hängen die Fahnen auf Halbmast, der Eifelturm wird in Schwarz-Rot-Gold illuminiert, in Washington wird Trauer getragen – und die Leipziger Südstaatler tanzen auf Gräbern! Sie als Presse sollten sich davon distanzieren! Ein bissel Pietät, ein bissel Mitgefühl für die Opfer, ein bissel Anstand und Moral tät´ meiner Nachfolgegeneration ganz gut.
Gastmanns Kolumne: „Auch Deutsche unter den Opfern“
Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Früher standen die Menschen einfach am Morgen auf, machten sich eine Tasse Kaffee, schickten den Ehepartner zur Arbeit oder die nächtliche Begleitung nach Hause und guckten ein bisschen aus dem Fenster. Dann brach die Zeit an, in der man - statt aus dem Fenster zu gucken - den Laptop hochfuhr und sich erst einmal informierte, was für Wetter da draußen ist.
Leipzigs Bevölkerungswachstum hat gerade mal die Delle der 1990er Jahre ausgeglichen
Über den Dächern von Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Kaum ein Vergleich scheint zu kühn, wenn Leipziger Stadtpolitiker versuchen, das aktuelle Bevölkerungswachstum der Stadt einzuordnen. Der OBM verglich es schon mal mit dem Wachstum um 1900, als Leipzig binnen 14 Jahren von 456.156 auf 624.845 Einwohner wuchs. Dann kam ja bekanntlich der Krieg, der zehntausenden junger Leipziger das Leben kostete. Ist das der richtige Vergleich?
Von einer 100-prozentigen Aufklärungsquote kann auch das Operative Abwehrzentrum nur träumen
Leiter des OAZ: Polizeipräsident Bernd Merbitz. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Manchmal könnte man ja bei einigen völlig exponierten politischen Diskussionen meinen, die Linken seien in Sachsen ein besonders rabiates Völkchen und würden die braven Bürger geradezu mit Gewalttaten terrorisieren. Aber sind sie wirklich die Staatsgefahr, die einschlägige Medien immer wieder an die Wand malen? Die Zahlen aus dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei sprechen eine etwas andere Sprache.
Wer hat eigentlich am 1. Juni die Bürgerwehr erfunden und was tat eigentlich die Polizei?
Offenbar ein unlösbares Problem im Netto in Arnsdorf: Die Debatte um eine Telefonkarte im Video. Screen Video

Screen Video

Nicht nur Journalisten tun sich schwer, immer wieder die komplizierten Zusammenhänge hinter einem Ereignis herauszuarbeiten. Abgeordneten im sächsischen Landtag und Ermittlern geht es genauso, wie der Fall im Netto-Markt von Arnsdorf zeigt, der am 1. Juni die Netzgemeinde in Aufregung versetzte. War da wieder so eine obskure Bürgerwehr unterwegs und hat zur Selbstjustiz gegriffen?
Kommunikationsüberwachungszentrum für Ostdeutschland wird vielleicht im September weiterdiskutiert
Immer mehr Rechte für Überwacher machen ein Land nicht sicherer. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Zu Recht haben immer mehr Bürger im Lande D. das Gefühl, dass immer größere Teile der Politik nicht nur in abgeschlossenen Hinterzimmern passieren und in „informellen Arbeitsgruppen“, sondern auch gegen sie selbst gerichtet sind. Gesetzliche Grenzen werden verwaschen und Instrumente geschaffen, mit denen nicht die Politik besser überwacht wird, sondern der Bürger, dieses hochgefährliche Wesen. Sogar die AfD ist besorgt.
Die GSO 2016: Freital, Heidenau, Clausnitz contra Social Center, Druck machen und Marco Böhme
Die GSO 2016 versammelt sich auf dem Augustusplatz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Es gibt diese jungen Menschen, die es so richtig aufregt, was da in den letzten Monaten in Sachsen aufwallt. Und sie wollen so einfach nicht leben. Nun ist es sicher das Privileg der Jugend, ohne Kompromisse einzufordern und das Maximum zu verlangen. Doch Dinge ändern bedeutet auch, Altes abzulegen, es als gestrig abzulehnen und es im Zweifel zu bekämpfen. Rassismus ist so ein Thema. Soziale Ausgrenzung auch. Und Wegschauen ebenso. Über den Ansprachen schwebte zumindest teilweise die Frage aller Fragen: Wie wollen wir zusammenleben? Am besten hört man ihnen mal einfach zu.
Warum kommt Leipzig nicht von sich aus auf die Idee, nur noch fair gehandelte Bälle zu kaufen?
Fair gehandelte Bälle im Sport. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Leipzig nennt sich zwar gern Fairtrade-Town. Aber statt wirklich einmal ein paar für alle gültige Leitlinien einzuziehen in der Beschaffungspolitik der Stadtverwaltung, muss jedes einzelne Detail extra von den Stadtratsfraktionen beantragt werden. Man sieht sie regelrecht schwitzen und stöhnen bei dem Versuch, die Verwalter zum Handeln zu drängen. Obwohl das mit den fairen Bällen doch eigentlich längst geklärt war.
Leipzigs Meteorologen können wieder drei Jahre lang mit dem Flugzeug HALO auf Forschungsflüge gehen
Das moderne Höhen-Forschungsflugzeug HALO. Foto: Prof. Dr. Manfred Wendisch/LIM Universität Leipzig

Foto: Prof. Dr. Manfred Wendisch/LIM Universität Leipzig

Forschung in Leipzig hängt nicht nur davon ab, ob Forschungsgelder für hiesige Hochschulen genehmigt werden. Manchmal ist man beim Forschen auch einfach darauf angewiesen, dass man die teuren Geräte Anderer mitnutzen darf. Zum Beispiel ein teuer umgebautes Spezialflugzeug zur Erforschung der höheren Erdatmosphäre. So etwas brauchen zum Beispiel die Meteorologen der Universität Leipzig.
Sie sind in Panik verfallen und verbreiten selber welche!
Albrecht Pallas, SPD Sachsen. Foto: Götz Schleser

Foto: Götz Schleser

Die meisten Politiker hielten sich am Samstag, 23. Juli, bislang zurück, den Gewaltakt von München, bei dem neun Menschen getötet wurden, zu kommentieren. Aus gutem Grund: Man weiß noch nichts über die Motive des Täters. Und nicht mal die Münchner Polizei spricht von einem Terrorakt. Doch irgendwie müssen sich auch immer Politiker zu Wort melden, die gleich wieder „Terror!“ in die Welt rufen. So wie der SPD-Mann Albrecht Pallas aus Sachsen.