Dein Leipzig. Deine Zeitung. Deine Entscheidung.
Werde Unterstützer! Viele gute Gründe ...
Jetzt ein Kombi-Abo "LZ & L-IZ.de"
Sie haben schon ein Abo und möchten noch ein wenig mehr helfen?
ggg
 
Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Meier (Grüne): Suchthilfe umgehend ausbauen

Suchttherapie im Knast: Bisher nur 20 Plätze in einer JVA

Die Zahlen von Beratungsbedürftigen in sächsischen Suchtberatungsstellen steigen seit Jahren. Nicht nur im grenznahen Raum ist insbesondere ein Anstieg des Chrystalkonsums zu verzeichnen. Katja Meier, rechtspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag, nahm diesen Umstand zum Anlass, Auskunft über suchtmittelabhängige Gefangene und deren Therapiemöglichkeiten in sächsischen Vollzugsanstalten von der Staatsregierung zu erhalten. Mit der Beantwortung der Kleinen Anfragen 6/3867 und 6/3490 liegen nun erste Ergebnisse vor.

Meier stellt fest: „Die Antworten des Justizministeriums offenbaren einen nicht hinnehmbaren Zustand und erfordern dringend eine Kurskorrektur. Nur 20 Plätze werden momentan zur stationären Therapie für suchtmittelabhängige Gefangene bereitgehalten.“

„Dies ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man sich z. B. vor Augen führt, dass allein im Jahr 2015 135 Gefangene aufgrund ihrer Suchtmittelabhängigkeit ins Krankenhaus der Justizvollzugsanstalt Leipzig überstellt werden mussten.“

„Wie die Zahlen belegen, profitieren von diesen 20 Plätzen momentan fast ausschließlich die Gefangenen der JVA Zeithain, in der die stationäre Therapie derzeit untergebracht ist. Aus den anderen Gefängnissen erhielt bisher bis auf eine Ausnahme nur je ein Gefangener eine Zusage. Frauen und weiblichen Jugendstrafgefangenen steht derzeit überhaupt keine Möglichkeit für eine stationäre Therapie in der Haft offen.“

„Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) muss schmerzlich zugeben, dass therapiewillige Gefangene momentan fast ausschließlich auf eine stationäre Suchtmitteltherapie nach der Haftentlassung vertröstet werden müssen. Damit wird nicht nur deren Gesundheit gefährdet, sondern es werden Anreize für die Gefangenen geschaffen, Drogen ins Hafthaus zu schmuggeln. Der Resozialisierungsaspekt und das Ziel, den Gefangenen auf eine Zeit ohne Straffälligkeit vorzubereiten, geraten ad absurdum.“

Die Abgeordnete Meier konnte sich im Rahmen ihrer Tätigkeit im Anstaltsbeirat der JVA Zeithain vor Ort über die wertvolle Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Therapiestation informieren.

Sie fordert: „Im kommenden Haushalt muss eine stationäre Therapie für alle Gefangenen gewährleistet werden, insbesondere auch für Frauen und weibliche Jugendstrafgefangene. Allen Häftlingen muss der Zugang zu einer Suchttherapie offenstehen, insbesondere müssen im Frauengefängnis in Chemnitz sowie der Jugendstrafvollzugsanstalt in Regis-Breitingen eine suchttherapeutische Station geschaffen werden.“

„Dazu müssen insgesamt mindestens 100 Therapieplätze eingerichtet und dafür mehr qualifiziertes Personal eingestellt werden. Wir Grünen werden uns in den kommenden Haushaltsverhandlungen dafür stark machen.“

Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage von Katja Meier (GRÜNE) „Suchtkranke im Strafvollzug in Sachsen“ (Drs. 6/3867)
http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=3867&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1

Antwort des Justizministeriums auf eine Kleine Anfrage von Katja Meier (GRÜNE) „Stationäre Therapie für suchtkranke Gefangene in der JVA Zeithain (Nachfrage zur Drs. 6/3490)“ (Drs. 6/3866)
http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=3866&dok_art=Drs&leg_per=6&pos_dok=1

JVAMelder
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Iris Raether-Lordieck als neue Landesvorsitzende der SPD-Frauen gewählt
Leserbrief zum Artikel Mainstream: Der Vertrauensschwund von Macht und öffentlicher Meinung
Sarah Buddeberg (Linke): Abtreibungsgegner beim zum Großteil steuerfinanzierten Katholikentag
Protest gegen Abschiebungen am Flughafen Leipzig/Halle
Jubel, Trubel, Nachtlauf – in Leipzig geht´s wieder rund
Christopher Street Day-Auftakt in Sachsen
Polizeibericht, 27. Mai: Einbrüche in Apotheke und Gastronomie, Sexbetrug in Mockau, Gabelstapler von Laderampe gefallen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Zahl der Einkommensmillionäre ist auch in Leipzig weiter gestiegen
Für die meisten Sachsen gilt weiterhin: Die erste Million ist immer die schwerste. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Wahrscheinlich muss die linke Landtagsabgeordnete Susanne Schaper ihre Fragestellung irgendwann ändern, wenn sie eine vollständige Auskunft zu den sächsischen Einkommensmillionären haben möchte. Es gibt sie tatsächlich. Sogar im seligen Leipzig. 22 Stück inzwischen. Zumindest nach der offiziellen Auskunft von Finanzminister Georg Unland (CDU).
Zukunftsatlas von Prognos zeigt ein Leipzig, das auch ohne Wohlstand zu wachsen versucht
Leipzig in Dunkelblau Prognos-Karte zur Dynamik. Karte: Prognos Institut, Zukunftsatlas

Karte: Prognos Institut, Zukunftsatlas

Alle drei Jahre macht sich das Prognos Institut die Mühe und rechnet für 402 deutsche Kreise und Kreisfreie Städte so eine Art Dynamik- und Stärke-Ranking aus. Das kennt man auch aus diversen anderen Instituten. Zumindest haben solche Rankings den Vorteil: Jedes Mal gibt’s neue Gründe zum Staunen. Zum Beispiel über die mächtig gewaltige Dynamik, mit der jetzt Leipzig aus dem Keller prescht.
Leipziger Romantik im Krankenhaus. Diagnose: Alle gesund
Axel Thielmann ergänzte das Konzert um eine unterhaltsame Vorlesung. Foto: Karsten Pietsch

Foto: Karsten Pietsch

Donnerstag, 26. Mai: Im Mediziner-Hörsaal nahmen 50 Orchestermusiker und eine Mezzosopranistin Platz, das Thema: "Leipziger Romantik“, Axel Thielmann erklärte und David Timm dirigierte unter grell-kaltem Licht. Akustisch war das kein Problem, auch der kräftige Schlussapplaus ließ sich gut hören, und der Blick aus dem Fenster ging ins Grün an der Liebigstraße in der Abenddämmerung.
DRK-Wasserwacht wirbt für eine umfassende Rettungswacht an allen sächsischen Badegewässern
DRK Wasserwacht im Einsatz. Foto: DRK LV Sachsen e.V.

Foto: DRK LV Sachsen e.V.

Zwei Badeunfälle im Raum Leipzig in den letzten Tagen haben die Wasserwacht des DRK alarmiert. Zu einem Tauchunfall kam es am Kulkwitzer See. Tödlich ging ein Badeunfall am Markkleeberger See aus. Immer mehr Seen haben Badebetrieb, aber bei der Absicherung mit professionellen Rettungskräften halten sich die Kommunen eher zurück.
Mit Konstantin Hermann einmal quer durch die sozialistische Phase des nicht-existenten Sachsen
Konstantin Hermann: Sachsen 1949 - 1990. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die beiden Bücher ähneln sich: Der eine, Martin Kaule, hat „Sachsen 1945 – 1989“ unter die Lupe genommen, der andere, Konstantin Hermann, „Sachsen 1949 – 1990“. Es steht auch beide Male „Historischer Reiseführer“ drauf. Aber tatsächlich hat Hermann etwas vollkommen anderes gemacht. Es ist eher ein kompaktes Geschichtsbuch geworden, das an vielen Stichworten erläutert, wie das war im Sachsen der Nichtstaatlichkeit.
Das Bildungsalphabet – Heute: X wie X-beliebig wie Heine und Paris?
Das Bildungsalphabet – X wie X-beliebig wie Heine und Paris? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

„Im traurigen Monat November war’s, die Tage wurden trüber, der Wind riss von den Bäumen das Laub, da reist ich nach Deutschland hinüber.“ Ok, falsche Richtung. In Heines „Wintermärchen“ findet man zwar die verkehrte Denkstrecke, dafür stimmt das mit dem Wetter. Heine kommt vor fast 170 Jahren in sein Land zurück, dies geschieht Anfang der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts. Sein Land? Zerstückelt, zerstritten und vom „Alten“, vom „Restaurieren“ zermürbt findet er es vor.
150 auf Kreuzzug gegen Katholikentag
Sünder Thomas Kumbernuß büßt am Kreuz. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Tausende Touristen sind anlässlich des am Mittwoch gestarteten Katholikentages in Leipzig. Knapp 150 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag gegen die Veranstaltung auf satirische Art und Weise. Die Demonstration bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen am Wochenende, die sich gegen die religiöse Großveranstaltung richten.
NuKla wirbt mit Offenem Brief bei Stadträten für eine andere Auenwaldpolitik in Leipzig
Neblige Aussichten in der Gewässerlandschaft. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am 23. Mai haben wir hier berichtet, wie Leipzigs Verwaltung jetzt versucht, ein butterweiches Konzept für den „Wassertourismus“ in der mitteldeutschen Region vom Stadtrat beschließen zu lassen - quasi als Arbeitsgrundlage für die Projekte, die dann alle eins nach dem anderen finanziert werden müssen, um irgendwann irgendwie den „Wassertourismus“ zu befeuern. Um große Worte war das Umweltdezernat da keineswegs verlegen.
Auch das Oberverwaltungsgericht gibt Moses Recht, kann aber die Sicherheitsbedenken nicht ausräumen
Kunstaktion zum 11. Gebot 2014 in der Grimmaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Mit ihrer Kunstaktion mit dem mahnenden Moses weist die Giordano-Bruno-Stiftung seit 2014 bei Katholiken- bzw. (evangelischen) Kirchentagen auf die Millionen-Subventionen der öffentlichen Hand für die Veranstaltungen hin. Auch zum 100. Deutschen Katholikentag hatten sich die Akteure mit ihrem Moses angemeldet. Aber dann wollten die Veranstalter des Katholikentages die Skulptur nicht in ihrem Gelände sehen und sprachen ein „Hausverbot“ aus.
Hartz-IV-Bescheide werden erst lesbarer, wenn der Gesetzgeber endlich das Recht vereinfacht
Hier geht's zur Arbeitsagentur Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hatte sich ja Ute Elisabeth Gabelmann, Stadträtin der Leipziger Piraten, was gedacht, als sie im April den Antrag „Barrierefreiheit von Hartz-IV-Bescheiden“ einreichte. Auf den hat jetzt das Sozialdezernat eine Stellungnahme geschrieben, mit der es begründet, warum der Antrag abgelehnt werden muss. Denn für bundesdeutsche Bürokratie ist nun einmal der Bund zuständig. Da kann das kleine Leipzig gar nichts machen.
Beim Wohnungsbau steckt Leipzig erst mal fest
Ein Baukran in Leipzig - aber noch nicht für sozialen Wohnungsbau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Das Thema Wohnraum wird Leipzig noch richtig auf den Fuß fallen. An kaum einer Stelle wird deutlicher, wie sehr der bundesdeutsche Regulierungswahn erst die Hemmnisse produziert, die den Städten die Luft zu Atmen nehmen. Denn es sind vor allem gesetzliche Regularien, die die Baupreise in Deutschland in den letzten Jahren so in die Höhe getrieben haben, dass unter Mietpreisen von 10 Euro je Quadratmeter nicht mehr kostendeckend gebaut werden kann.
Topf & Quirl: Icecreamsandwiches mit Erdbeer und Rhabarber
Fruchtige Pies für Icecreamsandwiches. Foto: Maike Klose

Foto: Maike Klose

Ohne viel Aufwand mit einem Dessert ordentlich Aufsehen erregen? Gar nicht mal so einfach, möchte man denken. Man stellt sich vor, stundenlang durch die Küche zu wirbeln, mit Mehlspuren auf den Wangen und Schokolade an den Fingern, um am Ende, nach mühevoller Arbeit, ein schickes Törtchen oder eine luftige Creme zu servieren. Sicher, auch das ist möglich. Wer jedoch ohne viel Gewirbel und Stress seinen Gästen eine besondere Nachspeise kredenzen möchte, der sollte sich diese Icecreamsandwiches genauer ansehen.
Kiel, die Stadt, die man am besten nicht zur Kieler Woche besichtigt
Steffi Böttger: Kiel an einem Tag. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Man bekommt tatsächlich nicht überall das Gleiche. Auch nicht, wenn man alle Städte an der deutschen Waterkant bereist - und Steffi Böttger ist noch lange nicht rum bei dieser Erkundungstour. Mit Kiel hat sie nun die Hauptstadt von Schleswig-Holstein besucht. Eine Stadt, die man vor allem wegen eines Ereignisses kennt: der Kieler Woche.
L-IZ-Ticketverlosung für The Sonic Boom Foundation im WERK 2
The Sonic Boom Foundation feiert 10-jähriges - wer feiert mit? (Foto: TSBF/PR, Ray Van Zeschau)

Foto: TSBF/PR, Ray Van Zeschau

Verlosung Zehn Jahre mit einer Band durchzuhalten, ringt schon Respekt ab. Die Leipziger von der Formation The Sonic Boom Foundation haben die erste Null in ihrer Karriere erreicht und möchten dieses Jubiläum mit ihren Fans und Freunden gebührend feiern. Ihre Stammlocation Werk 2 wird am 4. Juni Ort der Geburtstagsfeier sein. Dafür winkt die L-IZ mit Freikarten.
Mainstream: Der Vertrauensschwund von Macht und öffentlicher Meinung
"Mainstream" Auszug Buchcover / Abb.: C.H. Beck

Abb.: C.H. Beck

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 31Mainstream – wer von uns hat diesen Kampfbegriff nicht schon einmal gebraucht? In der Diskussion, um sich abzugrenzen von der vermeintlich falschen Ansicht, dem falschen Argument, der falschen Haltung. Gerade gegenwärtig ist eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft zu beobachten, eine Triplizität des Umgangs mit den großen Themen der Politik.