Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

"Starke antifaschistische Gegenbewegung – Ermöglichung des Protests in Hör- und Sichtweite bewährt sich"

Juliane Nagel: Vorläufige politische Bilanz zu den Protesten gegen den Naziaufmarsch in Leipzig am 18. März 2017

Zum Verlauf des 18. März 2017 in Leipzig erklärt Juliane Nagel, Landtagsabgeordnete und Stadträtin aus Leipzig: „Tausende Menschen haben am heutigen 18. März 2017 gezeigt, dass in Leipzig kein Platz für nationalistisches, rassistisches und demokratiefeindliches Gedankengut ist. Mit zahlreichen angemeldeten und spontanen Kundgebungen und Aktionen ist auch die Vielfalt des Protestes zum Ausdruck gekommen, obwohl der Aufmarsch der Nazis nicht gestoppt werden konnte."

„Der Aufmarsch der Partei Die Rechte um Christian Worch kann jedoch nur als Niederlage bezeichnet werden. Nicht mal 150 Nazis marschierten abgeschirmt von einem starken Polizeiaufgebot einen kurze Route durch den Südosten der Stadt. Ein Aufmarsch durch den Leipziger Süden wurde vorab vom Ordnungsamt verunmöglicht, was auch die Gerichte in zwei Instanzen bestätigten.

Die von vielen Seiten heraufbeschworenen Ausschreitungen wie am 12. Dezember 2015 blieben am heutigen Tag weitestgehend aus. Dem wurde auch damit vorgebeugt, dass heute antifaschistischer Protest in Hör- und Sichtweite ermöglicht wurde. Dies war im Dezember 2015 nicht der Fall.

Die Nazis konnten seinerzeit hermetisch abgeschirmt durch die Südvorstadt marschieren. Auf der von mir angemeldeten Kundgebung am Deutschen Platz räumte die Polizei den hunderten GegendemonstrantInnen sukzessive mehr Raum ein und ließ den lautstarken Protest unmittelbar in die Nähe der von den Nazis abgehaltenen Zwischenkundgebung rücken. Leider erst nachdem die Polizei physischen Druck auf Demonstrierende ausgeübt hatte, wobei eine Person verletzt wurde, die von SanitäterInnen behandelt werden musste.

Kritik übe ich allerdings an der Entscheidung der Polizei heute alle Protestkundgebungen, ungeachtete ihres Verlaufs, per Videografie in die Einsatzzentrale der Polizei zu übertragen. Dies ist ein schwerer Eingriff in die Grundrechte der DemonstrantInnen. Dies betrifft ebenso die Entscheidung des Innenministeriums das ganze Stadtgebiet von Leipzig zum Kontrollbereich zu erklären, wo verdachtsunabhängig Personen kontrolliert und durchsucht werden können. Offensichtlich hat die Polizei von dieser Möglichkeit ausgiebig Gebrauch gemacht. Bereits am Abend des 17. März wurden im Leipziger Süden willkürlich zahlreiche Menschen kontrolliert.

Zu beiden Aspekten werde ich kritische Nachfragen an die Staatsregierung stellen. Ich hoffe nicht zuletzt, dass der heutige Tag ruhig zu Ende geht.“

Melder18. März
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder --> Inter Leipzig verleiht Spieler an Dynamo Dresden; erste Neuzugänge von RB Leipzig und aus Mainz
Polizeibericht, 26. Juni: Radlerin verletzt, Handys geraubt, Motorrad entwendet
Wagner-Festtage der Oper Leipzig mit Mythen-Tetralogie
Prof. Bahriye Aktas übernimmt Leitung der UKL-Klinik für Frauenheilkunde
Aufklärungsmeldung zu einem schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes
Leipziger Kleingärten des Jahres ausgezeichnet
Verkehrseinschränkungen rund um Global Space Odyssey
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Petra Zais macht den planlosen Finanzminister für Sachsens Bildungsdesaster verantwortlich
Sparsamer Adler. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 22. Juni debattierte der Sächsische Landtag auf Antrag der Linksfraktion über die gravierenden Probleme zum kommenden Schuljahresstart. Der zuständigen Ministerin lasen mehrere Rednerinnen die Leviten. Aber keine sprach das sächsische Dilemma so deutlich an wie Petra Zais, die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Denn das Problem ist: Es fehlt der Kapitän.
Norbert Bunges Fotografien in einem Band
Norbert Bunge: Fotografien. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Ende kommt zusammen, was zusammengehört. Auch wenn die Fotografie in Ost und West über 40 Jahre scheinbar getrennte Wege ging. Mit beeindruckenden Fotografien gerade im Ostteil des geteilten Landes, wie nun schon Dutzende Fotobände aus dem Lehmstedt Verlag eindrucksvoll belegen. Aber manche Bände zeigen auch, dass sich die Welten berühren konnten – so wie bei Norbert Bunge.
Interview zu Trauertherapie im Internet (Teil 1): „Die Schwelle, Hilfe zu suchen, ist geringer“
Eine Onlinetherapie soll Trauernden helfen. Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

Als Ergänzung zu herkömmlichen Therapien gibt es für Trauernde, die beispielsweise den Verlust einer krebskranken Person nicht überwinden können, mittlerweile ein Angebot im Internet. Im ersten Teil des Interviews erklärt Anette Kersting, die Direktorin der Uniklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, wie genau die Onlinehilfe funktioniert und welche Erfahrungen ihr Team bislang damit gemacht hat.
Selbstjustiz mit 25 Jahren Verspätung: Trio nach Überfall auf mutmaßlichen Sexualtäter auf der Anklagebank
Ronny U., Daniel D. und Matthias P. müssen sich vor dem Landgericht wegen schweren Raubes verantworten. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Der 19. Februar wird Horst G. (52) für immer in Erinnerung bleiben. Gegen 18.30 Uhr stürmten Daniel D. (27) und Matthias P. (24) die Wohnung des Leipzigers in der Lene-Voigt-Straße. Zuvor hatte sich sein früherer Mitbewohner Ronny U. (35) unter einem Vorwand Zutritt zu dem Plattenbau verschafft. Die Männer wollten ihr Opfer offenbar für ein Verbrechen bestraften, das über ein Vierteljahrhundert zurückliegt.
Disziplinarverfahren noch nicht abgeschlossen: Kontroverse um AfD-Richter Jens Maier dauert an
Eine nicht von allen geliebte Partei ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Kontroverse um Richter Jens Maier dauert an. Der Jurist, der am Landgericht Dresden tätig ist, kandidiert für die sächsische AfD auf Platz zwei der Landesliste für den Bundestag. Aufgrund öffentlicher Äußerungen besteht der Verdacht, Maier könne gegen das richterliche Mäßigungsgebot verstoßen haben. Seit 18. April ist gegen den 55-Jährigen ein Disziplinarverfahren anhängig.
Binee-Termin bei Porsche: Wie kommen kleine Elektrogeräte schneller zurück in den Wertstoffkreislauf?
Joachim Lamla, Burkhard Jung und Martin Jaehnert. Foto: Marco Prosch, Porsche

Foto: Marco Prosch, Porsche

Na, den erzählen wir noch. Ist kein Witz. Ist sogar ein bisschen ernst. Und es geht nur indirekt um Porsche. Auch wenn bei einem Termin bei Porsche auch der Oberbürgermeister der Porsche-Stadt Leipzig angeflitzt ist. Aber im Kern geht es um ein kleines Unternehmen, das versucht, eine gute Idee als Geschäftsgrundlage umzusetzen.
Leipzigs Umweltamt mahnt den NuKLA e. V. ab für eine Bootsnutzung, die es selbst duldet
Boote an der Connewitzer Schleuse. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ist es eine Eulenspiegelei? Eine Narretei? Oder die Kraftmeierei eines Amtes, das eigentlich im Unrecht ist? Eine ziemlich sinnfreie Retourkutsche dafür, dass ein kleiner, unnachgiebiger Verein das allmächtige Umweltamt der Stadt Leipzig zu Dingen zwingt, die man dort eigentlich nicht will? Zum Beispiel: Klären, wer eigentlich auf Leipzigs Gewässern gewerblich Boot fahren darf. Das ist nämlich bis heute nicht geklärt.
LVZ-Explosions-Geschichte beruht sichtlich auf einer falsch verstandenen Statistik
Juliane Nagel in der Leipziger Ratsversammlung. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserDa hat die LVZ am 14. Mai wohl so richtig danebengehauen mit ihrem Interview mit Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz, das sie betitelte mit „Kinder- und Jugendkriminalität explodiert – Leipzigs Polizeichef schlägt Alarm“. Zwei Antworten aus Landtag und Stadtrat zeigen nun, dass von Explosion keine Rede sein kann. Augenscheinlich war da wirklich jemand unfähig, Statistiken richtig zu lesen.
Wann hat denn Sachsen seine 1.000 Polizisten mehr?
Polizeieinsatz. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserNoch fehlt zwar in jedem einzelnen Ministerium in Dresden ein belastungsfähiges Personalkonzept und der Finanzminister erzählt schon wieder von neuen Einschnitten ins Landespersonal. Aber tatsächlich weiß man zumindest bei Sachsens Polizei, wie viele Leute fehlen. 1.000, so ungefähr. Das hatte noch die von Innenminister Markus Ulbig eingesetzte Kommission so festgestellt. Und Valentin Lippmann fragt lieber nach, wo die denn bleiben.
Wie mit falschen Zahlen die Kinderkriminalität in Leipzig zum Politikum aufgeblasen wurde
Sozialbürgermeister Thomas Fabian im Leipziger Stadtrat. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs ist nicht nur die LVZ, die mit dem scharfen Dreh ihrer Geschichten dafür sorgt, dass die „besorgten Bürger“ in Leipzig immer wieder frisches Futter bekommen und in Angst und Schrecken versetzt werden. Der MDR ist da nicht viel besser. Am 18. Mai meldete er: „Kinderkriminalität enorm gestiegen“. Und wunderte sich nicht mal, dass einige Leute sich über diese Interpretation wunderten.
Allein auf kommunalen Grundstücken sollen bis 2018 zwölf neue Kindertagesstätten entstehen
Bauplatz für Kita und Förderschule an der Alten Messe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKaum ein Thema hält Leipzigs junge Eltern nun seit zehn Jahren so in Atem wie die Frage nach freien Kita-Plätzen für ihre Kinder. Die Stadt kommt mit dem Bau neuer Kindertagesstätten einfach dem rasanten Bevölkerungswachstum nicht hinterher. Zur letzten Ratsversammlung fragte deshalb die SPD-Fraktion besorgt an, wie es um die Pläne für weitere Kindertagesstätten in Leipzig steht.
Eine reich illustrierte Spurensuche in der Leipziger Wirtschaftsgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts
Jane Wegewitz, Tom Pürschel: Broder, Cerf & Löbl - Nachbarn auf Zeit. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Noch ist das große Buch über die jüdische Kultur in Leipzig bis 1933 nicht geschrieben. Mit Bernd-Lutz Langes Büchern ist das Thema vor Jahren ja überhaupt erst einmal wieder öffentlich geworden. Und seitdem ist Vieles emsige Nachhol-Arbeit. Denn aus dem Leipziger Stadtbild sind die einstigen jüdischen Nachbarn fast völlig verschwunden. Jane Wegewitz und Tom Pürschel waren in Schleußig auf Spurensuche.
Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.: Auf der Straße unterwegs – für dich, deine Gruppe, deinen Stadtteil
Streetwork in Leipzig-Grünau. Die Mobile Jugendarbeit Leipzig geht da hin, wo die jungen Menschen sind. Foto: Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.

Foto: Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V.

Für alle Leser„Wir sind Streetworker - also kommen wir zu dir! Vielleicht nicht gerade nach Hause, aber zu den Orten, an denen du dich sonst so triffst, z.B. Plätze, Einkaufszentren, Parks oder Jugendclubs. Das bietet dir die Chance, alle möglichen Dinge, die dich im Moment ärgern, traurig oder unsicher machen, mit einem Sozialarbeiter besprechen zu können, ohne gleich in ein Amt oder eine Beratungsstelle gehen zu müssen. Unser Angebot ist natürlich freiwillig - du entscheidest selbst, worüber du mit uns sprechen möchtest.“ So versuchen wir in alltagstauglicher Sprache unseren zentralen Arbeitsansatz zu beschreiben.
Die Kontaktstelle Wohnen in Leipzig: Gelebte Integration bei der Wohnungssuche
Die Kontaktstelle Wohnen sucht gemeinsam mit Freiwilligen und Geflohenen Wihnungen. Foto: Zusammen e.V.

Foto: Zusammen e.V.

Für alle LeserWer nach Deutschland flieht, muss oft Monate in Erstaufnahmelagern und Gemeinschaftsunterkünften verbringen. Der eigene Wohnraum zum Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und zum guten Ankommen in der Gesellschaft. Seit Anfang 2016 unterstützt die Kontaktstelle Wohnen in Leipzig geflüchtete Menschen bei der Wohnraumsuche. Das Projekt bringt Leipziger Ehrenamtliche und Geflüchtete zusammen, die dann gemeinsam auf Wohnungssuche gehen.
Der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.: Seit 28 Jahren für die Umwelt
Die bekannte Ökofete des Ökolöwen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Ökolöwe ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 1989 im Interesse des Natur- und Umweltschutzes in Leipzig arbeitet. Wir setzen uns für eine umweltgerechte und ökologisch nachhaltige Entwicklung der Region Leipzig ein. Schwerpunkte unseres Handelns sind: Umweltpolitische Arbeit und Naturschutz, Umweltbildung, gesunde Ernährung, nachhaltige Mobilität und grüne Stadtgestaltung. Hier gibt es zahlreiche Verzweigungen zu speziellen Themengebieten. Wir arbeiten öffentlich, informieren und beraten, klären auf und bieten aktive Unterstützung. Einmal im Jahr führen wir darüber hinaus alle Aktiven und Interessenten auf der bekannten Leipziger Ökofete im Clara-Zetkin-Park zusammen.