Die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG (VLW) saniert die Wohnanlage Riemann Quartier in der Gohliser Renkwitzstraße 10-12/Krokerstraße 11-15. Die Arbeiten beginnen am heutigen Mittwoch. Der Name der Wohnanlage geht auf den gleichnamigen Architekten Fritz Riemann zurück, der die Häuser Anfang der 1920er Jahre für die Genossenschaft plante. Die VLW investiert knapp fünf Millionen Euro in das denkmalgeschützte Ensemble. Ein Teil der Investitionen wird dabei über das KfW-Förderprogramm für energieeffizientes Bauen finanziert.

Aus den ursprünglich 41 werden durch veränderte Grundrisse 34 Wohnungen mit Balkonen und teilweise Aufzügen. Geplant sind 2- bis 5-Raumwohnungen von 61 bis 135 Quadratmetern. Für durchschnittlich acht Euro pro Quadratmeter kalt werden die Wohnungen angeboten. Im Juni 2018 soll die Wohnanlage komplett fertig sein.

Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstandsvorsitzender der VLW: „Wir blicken mit Freude auf den Baubeginn. Im Jahr unseres 95-jährigen Bestehens sanieren wir in einem Quartier, das zur Wiege unserer Genossenschaft gehört. Wir wollen in den kommenden Jahren Stück für Stück und mit entsprechendem Augenmaß noch andere Schätze unseres Wohnungsbestandes aus dem Dornröschenschlaf wecken.“

In den kommenden sechs Jahren plant die Genossenschaft weitere sechs Wohnanlagen in Gohlis, Eutritzsch und Lindenau zu sanieren. Dabei sollen gut 41 Millionen Euro investiert und knapp 400 Wohnungen revitalisiert werden. Im Gespräch ist unter anderem auch ein Projekt für seniorengerechtes Wohnen.

Gut die Hälfte der 6.423 VLW-Wohnungen ist denkmalgeschützter Altbaubestand aus den 20er und 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Der überwiegende Teil davon ist bereits saniert oder teilsaniert. Aus bisher stillgelegten Beständen will die Genossenschaft in den kommenden Jahren weitere Wohnungen sanieren und vermarkten. Aktuell liegt der marktaktive Leerstand bei knapp sechs Prozent.

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