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Polizeibericht, 20. April: Falschgeldwäsche, Verhängnisvoller Schubs, 73-Jährige beraubt

Aktuell sind der Polizei drei Fälle vom gestrigen Nachmittag bekannt, bei denen ein unbekannter Täter bei drei verschiedenen Pizza-Filialen etwas zu essen bestellte, um dann später mit einem gefälschten 50 Euro-Schein zu bezahlen – Es werden Zeugen gesucht +++ Weil ein Junge gestern Nachmittag in der Georg-Schwarz-Straße ein kleines Mädchen (6) schubste, fiel es auf die Straße, direkt vor ein vorbeifahrendes Auto +++ In Grünau entriss ein Fahrradfahrer einer 73-Jährigen rüde die Handtasche.

Falschgeldwäsche mit der Pizza-Masche

Aktuell sind der Polizei drei Fälle vom gestrigen Nachmittag bekannt, bei denen ein unbekannter Täter bei drei verschiedenen Pizza-Filialen etwas zu essen bestellte, um dann später mit einem gefälschten 50 Euro-Schein zu bezahlen. Bei den Bestellungen handelte es sich in allen drei Fällen um eine Pizza im Wert von acht bis zwölf Euro. Auffällig war, dass der angegebene Name des „Kunden“ nicht am Klingelschild der Lieferadresse existierte. Kurz nachdem die drei Lieferanten an der Adresse – in allen drei Fällen handelte es sich um dieselbe Hausnummer in der Konradstraße – angekommen waren und feststellten, dass sie den Namen nicht finden konnten, erschien ein „Abholer“.

Der Fremde fragte nach der bestellten Pizza und erleichtert darüber, dass es doch einen Kunden gab, verwunderte es die Lieferanten nicht wirklich, dass der Mann nicht aus dem angegebenen Haus heraus kam, sondern sich von der Straße aus genähert hatte. Nun folgte die Bezahlung, die ebenfalls in allen drei Fällen gleich ablief: Der vermeintliche Kunde bezahlte mit einem 50 Euro-Schein, rundete den Betrag meist auf 10 Euro auf und ließ sich das Wechselgeld auszahlen. Danach verschwand er recht eilig und vergaß bei einer Bestellung beinah seine Pizza. Erst später in der Filiale bei der Abrechnung und als sich die Lieferanten den Schein genauer ansahen, fiel auf, dass dieser nicht echt war. Die geschädigten Lieferdienste erstatteten deshalb Anzeige bei der Polizei, woraufhin die Kriminalpolizei nun wegen Betruges und dem Inverkehrbringen von Falschgeld ermittelt.

Anhand der Beschreibungen durch die Zeugen, kann angenommen werden, dass es sich in allen drei Fällen um ein und denselben Täter handelte.

Dieser kann wie folgt beschrieben werden:

– etwa 20 Jahre alt
– ca. 1,70 m groß
– schlanke, normale Gestalt
– brauner Hautteint
– gepflegter, heller Drei-Tage-Bart
– insgesamt ein gepflegtes Erscheinungsbild
– sprach sehr gutes Deutsch mit Akzent
– trug eine dunkle, womöglich schwarze Lederjacke- und ein dunkles Basecap.

Neben Zeugen, denen der fremde Mann zur Tatzeit zwischen 13:30 Uhr und 15:10 Uhr im Bereich der Konradstraße/Eisenbahnstraße aufgefallen ist oder die ihn anhand der Beschreibung erkennen, werden auch andere Pizzalieferdienste gesucht, bei denen derselbe „Kunde“ bestellt hat. Bitte kontrollieren sie ihr Kassengeld genau und werfen sie einen Blick auf ihre Lieferadressen. Wurden am gestrigen Tag weitere Bestellungen in die Konradstraße geliefert?

Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Verhängnisvoller Schubs – 6-Jährige landete vor einem Auto

Weil ein Junge gestern Nachmittag in der Georg-Schwarz-Straße das kleine Mädchen (6) schubste, fiel es auf die Straße, direkt vor ein vorbeifahrendes Auto. Von diesem wurde sie erfasst und verletzt. Als der Junge das sah, rannte er mit seinen Freunden davon. Inzwischen waren die Fahrerin und die Beifahrerin ausgestiegen. Sie kümmerten sich um die 6-Jährige und fuhren sie nach Hause. Die Mutter zögerte nicht lange und suchte mit ihrem Kind einen Arzt auf, der Schürfwunden am linken Bein und an der rechten Handinnenfläche festgestellte. Vorausgegangen war wohl eine Jagd auf das Mädchen, die schließlich in dem verhängnisvollen Schubs endete. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

73-Jährige beraubt

Gestern Vormittag begab sich eine Dame (73) von zu Hause aus auf den Weg zum Allee-Center, mit dem Wunsch einige Besorgungen zu machen. Als diese allesamt erledigt waren, begab sich die 73-Jährige wieder auf den Heimweg. Sie war schon bis zur Parkallee gekommen, als sie plötzlich einen heftigen Ruck von hinten spürte und ihr die Handtasche aus der Hand gerissen wurde. Sie stolperte, konnte sich aber abfangen und blieb so vor einem Sturz verschont. Erschrocken rief sie laut um Hilfe, konnte aber nur noch den Radfahrer, der sich ihr von hinten genähert und die Tasche entrissen hatte, nachschauen.

Der Räuber indes fuhr ungerührt weiter und flüchtete über die Parkallee, weiter in Richtung Straßenbahnhaltestelle. Leider konnte sich die Dame an nicht mehr erinnern als daran, dass es ein junger Mann von schlanker Statur der Täter ist und dunkel gekleidet war.

Nachdem sie sich etwas von dem Schreck erholt hatte, lief sie nach Hause, wartete auf ihre Schwester, die die Wohnung aufschloss – ihr Schlüssel war ja mit der Handtasche geraubt worden – und rief die Polizei. Dieser erzählte sie von dem Räuber und dessen Beute: ihrer grünen Handtasche mit braunen Henkel und dem schwarzen Portemonnaie samt des dreistelligen Geldbetrages, sowie der Ausweiskopie und ihrem Schlüsselbund. Auch das der Unbekannte ihren kleinen Knirps, Kosmetik und zwei kleine Notizbücher erbeutete. Glücklicherweise blieb sie unverletzt.

Die Anzeige wegen Raubes ward umgehend aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

Was für eine Räuberpistole

Die Pächterin (56) einer Tankstelle in Gohlis-Mitte hatte gestern Nachmittag gegen 15:45 Uhr eine sonderbare Begegnung. Eine laute Streiterei zwischen zwei Männern vor dem Kundenraum war wohl Anstoß des ganzen. Sie versuchte die sprachliche Auseinandersetzung zu schlichten. Doch soweit kam es nicht mehr. Ihr begegnete das sonderbare Pärchen, wobei ein Mann den anderem am Schlafittchen geschnappt hatte. Derjenige, der die Oberhand besaß, brüllte sie an. Sie solle die Kundentüren schließen. Tough und mit etwas Lebenserfahrung entgegnete die 56-Jährige jedoch, dass sie das noch selber entscheiden könne, wann die Tür geschlossen wird und wann nicht. Da gab sich der Unbekannte als Polizist aus und fragte, ob sie wohl nicht wisse, was da vor sich ginge und erklärte noch wichtig, dass er als Polizist sehr wohl diese Anweisung geben könne. Da die Situation der Pächterin ausgesprochen sonderbar vorkam und sie keinen Moment glaubte, dass es sich um einen Polizisten handeln könne, blieb sie sehr entspannt.

Doch plötzlich mischte sich der andere Mann ein, der sich ebenfalls als Polizist ausgab und sie anherrschte, dass sie gefälligst hören solle. Dieses Spiel reichte letztlich der 56-Jährigen und sie forderte beide auf, den Tankstellenshop zu verlassen. Daraufhin schlappten beide zur Tür hinaus und brüllten sogleich einen Mann an, der an den Zapfsäulen stand. Abhauen solle er, so oder ähnlich war die Wortwahl der beiden und ihre Forderung untermauerten sie, indem einer einen waffenähnlichen Gegenstand zückte und auf den an der Zapfsäule Stehenden zielte. Daraufhin kam die richtige Polizei ins Boot, angerufen von der Pächterin. Die kam dann auch recht schnell an Ort und Stelle und konnten einen der vermeintlichen Polizisten (49) namentlich bekannt machen. Außerdem fand sie bei ihm ein Tierabwehrspray, welches umgehend sichergestellt wurde. Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung und Amtsanmaßung.

Dein Fahrrad? Mein Fahrrad!

Was tun, wenn einem das Fahrrad gestohlen wurde? Richtig: Anzeige bei der Polizei erstatten. Danach ist es jedoch meistens ungewiss, was passiert. In einem Großteil der Fälle taucht das geklaute Fahrrad nicht wieder auf. Doch hin und wieder erwischt die Polizei einen Fahrraddieb und stellt dann einige Drahtesel sicher, deren Eigentümer sich freuen, ihre Räder wiederzusehen. Ungewöhnlich ist da schon der Fall, in dem das Opfer eines Fahrraddiebstahles etwa eine Woche später sein Rad vor der eigenen Haustür wiedersieht – allerdings in den Händen eines fremden Mannes. Doch was war eigentlich genau geschehen?

Am 19. April hatte sich ein 28-jähriger Student auf eine Ebay-Kleinanzeige bei einem Anbieter gemeldet, der ein Mountainbike verkaufen wollte. Angesetzt war ein Preis von 50 Euro für ein schwarzes Mifa-Mountainbike. Verabredet hatte man sich in der Mannheimer Straße in Grünau. Der 25-jährige Verkäufer zeigte dem Studenten das Rad und weil es einige Beschädigungen aufwies, einigte man sich auf einen Preis von 25 Euro. Plötzlich hatte es der Verkäufer ziemlich eilig, den Ort des Geschehens zu verlassen, sodass er den 28-Jährigen mit einem nicht unterschriebenen Kaufvertrag und dem Fahrrad zurückließ. Die 25 Euro hatte er bereits eingesteckt. Kaum dass der Verkäufer weg war, erschien ein anderer Mann (50) und erklärte dem Studenten, dass er da sein vor einer Woche gestohlenes Fahrrad in den Händen hielte. Glaubhaft konnte er dem 28-Jährigen zu verstehen geben, dass das Rad sein Eigentum sei, so dass der Student es ihm überließ. Überdies stand der vermeintliche Fahrradverkäufer bei den Anwohnern bereits im Verdacht, in Kellerboxen einzubrechen und Fahrräder zu stehlen. Enttäuscht und wütend über die Situation in die er geraten war, informierte der Betrogene die Polizei und erstattete Anzeige.

Die Geschichte des 50-Jährigen wurde durch die Polizei im Übrigen ebenfalls überprüft und sie stimmte! Der Mann hatte am 14. April den Diebstahl seines Rades gemeldet, womit es sich bei ihm um den rechtmäßigen Eigentümer des Mountainbikes handelt, denn: auch der gutgläubige Erwerb einer gestohlenen Sache führt nicht zum Eigentumserwerb an dieser Sache. Die gestohlene Sache bleibt das Eigentum des ursprünglichen Besitzers.

Unfall in Borsdorf – Randale im Krankenhaus Wurzen

Mehrere Stunden beschäftigte gestern Abend ein anfänglicher Unfall die Polizei von Leipzig und Wurzen. Zu Beginn wurde ein verunfallter Radfahrer in der Panitzscher Straße in Borsdorf gemeldet. Dieser sei verletzt und bräuchte dringend medizinische Hilfe. An dieser Stelle ging die Polizei noch von einem vermeintlichen unbekannten zweiten Unfallbeteiligten aus, der sich allerdings aus dem Staub gemacht hatte. Dass es diesen Unfallflüchtigen gar nicht gab, sollte sich allerdings erst etwas später herausstellen. Der Verunfallte (19) war zwischenzeitlich mit einem Krankenwagen nach Wurzen gebracht worden. Von dort aus meldete sich dann binnen kürzester Zeit ein Notruf – die Kollegen an der Unfallstelle waren noch mit der Klärung des Unfallgeschehens beschäftigt, sodass Beamte aus Wurzen ins Krankenhaus fuhren. Dort war der 19-Jährige nämlich mittlerweile damit beschäftigt, im volltrunkenen Zustand zu randalieren. Er hatte bereits einen Rettungssanitäter (31) und eine Notärztin (31), die er in einen Würgegriff verwickelt hatte, verletzt. Mit seinen sonst recht spärlichen Deutschkenntnissen gelang es ihm darüber hinaus, den Rettungssanitäter als Nazi zu beschimpfen. Letzten Endes sollte sich herausstellen, dass der 19-Jährige im betrunkenen Zustand Fahrrad gefahren war und dabei ohne Fremdverschulden stürzte. Später wurde bei ihm eine Blutentnahme angeordnet und nach allen Maßnahmen im Krankenhaus wurde er unter Polizeibegleitung in eine psychiatrische Fachklinik gebracht. Ermittelt wird gegen ihn damit wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Körperverletzung und Beleidigung.

Unklarer Unfall auf der BAB 14

Gestern Nacht ereignete sich ein schwerer Unfall auf der A 14 in Richtung Dresden. Gegen 23:25 Uhr befand sich ein Transporterfahrer (30) auf dem rechten Fahrstreifen, als ihm, nach eigenen Angaben, plötzlich schwarz vor Augen wurde. In diesem Zusammenhang fuhr er einem vorausfahrenden Lkw Scania hinten auf. Der Transporter schleuderte daraufhin nach links gegen die Leitplanke und auch der Lkw geriet ins Schlingern. Letzten Endes kamen beide Fahrzeuge auf dem Standstreifen zum Stillstand. Der 30-jährige Transporterfahrer musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Lkw-Fahrerin (43) blieb unverletzt. Der rechte Fahrstreifen musste bis etwa gegen 01:00 Uhr Nachts für die Unfallaufnahme gesperrt werden. Der Sachschaden am Transporter, dem Lkw und der Leitplanke wird insgesamt auf 21.000 Euro geschätzt.

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NABU fordert deutschen Kohleausstieg bis 2035
CO2-Aufkommen und Stromerzeugung in Deutschland. Grafik: NABU

Grafik: NABU

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