Eigentlich hat Leipzig das Kleinod direkt vor der Nase. Es muss keine Gewässerlandschaft neu erfinden. Der Leipziger Auwald ist mit seinem Pflanzen- und Tierreichtum eigentlich eine Attraktion. Nur: Wissen es die Leipziger zu schätzen? Sollte man ihnen nicht erklären, was sie da direkt vor der Haustür haben? Und was gerade dort passiert?

Diesmal ist es nicht der NuKla e.V., der den Auenwald wieder ins Bewusstsein der Leipziger heben will, es ist die Grünen-Fraktion, die im Stadtrat einen entsprechenden Antrag gestellt hat: „Erlebnispfade zum Waldumbau im Leipziger Auwald einrichten“.

Gibt’s die nicht schon, fragt man sich beim ersten Lesen. Hat man die nicht mal irgendwo gesehen? Na gut, an der Auwaldstation hat man was gesehen. Aber wirklich systematische Informationen im Wald? Da, wo gerade gesägt und gepflanzt wird?

Das Fazit der Grünen: Leipzig könnte das Bewusstsein für den Wert des Auwaldes deutlich stärken, wenn es das auch im Auwald selbst sichtbar machen würde. Und zwar möglichst da, wo mit waldwirtschaftlichen Methoden versucht wird, den Auwald wieder zu revitalisieren.

„In vielen Waldgebieten mit besonderem Charakter finden Spaziergänger und Spaziergängerinnen und Wanderer und Wanderinnen andernorts Schautafeln zu Wissenswertem. Im Auwald im inneren Stadtgebiet gibt es dergleichen nicht“, stellen die Grünen fest. „Der Auwald erlebt seit Jahren einen intensiven Umbau mit sichtbaren Arbeiten und Folgen. Oftmals sind diese Entwicklungsetappen vor Ort nicht direkt nachvollziehbar und bringen etliche Fragen hervor. Die Stadt Leipzig als Eigentümerin der Waldflächen steht hier in der Verantwortung ihre Bürger und Bürgerinnen so weit es geht zum Projekt Waldumbau zu informieren und für ihr Handeln zu werben. Wo geht das am Besten, wenn nicht direkt vor Ort?“

Und da man ja nicht bei Null ansetzt, empfehlen sie zur Projektentwicklung und -umsetzung die Zusammenarbeit mit der Auwaldstation Leipzig in Lützschena zu suchen.

Das wären dann so eine Art Bauschilder für den Waldumbau, die dann aus den Einschlagstellen eher so etwas machen wie einen – ja, genau – Erlebnispfad. Und so beantragen es die Grünen auch: „Die Stadtverwaltung richtet zur Veranschaulichung der verschiedenen Projektstufen und Zielstellungen des Waldumbaues im zentral gelegenen Teil des Leipziger Auwaldes Erlebnispfade mit Schautafeln zum Waldumbau ein. –  Zur Kostendeckung sind nach Möglichkeit Fördermittel zu beantragen.“

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Keine Kommentare bisher

Warum Leipzig die Leipziger nicht über den Umbau des Auwaldes direkt vor Ort informiert?
Na weil direkt vor Ort die Leipziger von den Umbauplänen erfahren würden die es auch interessieren würde und Information der Bürger ist nun wahrlich nicht im Sinn und Interesse der Obrigen der Stadt.

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