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Montagsdemo: Sonntagsausflug oder Spaltung?

Eigentlich von Beginn an stand bei den montäglichen Mahnwachen in Leipzig die Frage im Raum, inwieweit diese aus Berlin zentral gesteuert seien oder unabhängige Veranstaltungen mit teils regionalen, lokalen Bezügen. Die Redebeiträge der vergangenen Wochen drehten sich zunehmend um Lösungen vor Ort, um konkrete Änderungen im eigenen Umfeld und Frieden in der Ukraine. Die Selbstvermarkter wie Compact-Herausgeber Jürgen Elsässer, Andreas Popp und längst auch Lars Mährholz schienen fern. Einzig Ken Jebsen tauchte von sich aus auf und debattierte nahezu ausschließlich mit der anwesenden AntiFa über seine Person. Nun beginnt sich die Bewegung in Leipzig zu spalten.

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Biomare-Gründer Malte Reupert im langen Interview (Teil 1)
Biomare-Geschäftsführer Malte Reupert. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 34 Wer in den neuesten Debatten rings um Kapitalismus-Kritik, derzeitige Machbarkeiten und realistische Ansätze für ein besseres Leben nicht fit ist, sollte sich wohl beim Streit um die mittlerweile drei Ladengeschäfte der Leipziger „Kette“ Biomare zurückhalten. Dieser ist nun, nach fast zehn Jahren Schwelbrand, endgültig offen ausgebrochen. In der Nacht vom 8. auf den 9. August 2016 griffen, geht man nach den nachfolgenden Äußerungen im Netz, linksextreme Kritiker zur Gewalt und warfen in der Connewitzer Filiale des Bioanbieters alle Scheiben ein. In deutscher Ordnung immer nur ein Stein pro Scheibe – eine Reaktion auf eine durchaus pfiffige Werbekampagne von Biomare im Viertel.
Mordversuch in Asylunterkunft: Angeklagter schweigt zum Prozessauftakt
Abdelkader Y. soll einen Mitbwohner niedergestochen haben. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Der junge Mann auf der Anklagebank wirkte teilnahmslos, lauschte mit starrem Blick dem Dolmetscher, der die Worte von Staatsanwältin Katrin Minkus übersetzte. Die hatten es in sich: Am 19. Februar 2015 soll Abdelkader Y. (27) in der Asylunterkunft Borna-Thräna mit einem Küchenmesser in die rechte Brust des Tunesiers Meki H. eingestochen haben. Der heute 34-Jährige hatte den Angriff durch eine Notoperation überlebt.
Gastkommentar von Christian Wolff: Verrückte Welt
Darf's noch ein bisschen mehr Angst sein? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

KommentarSeit gut einer Woche werden sie debattiert: das Burka-Verbot, die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft, der Bundeswehreinsatz im Innern, der Zivilschutz in Krisenzeiten. Warum? Weil eine Partei, die das Attribut „christlich“ im Namen trägt, um Stimmenverluste an rechts-nationalistische Parteien wie die AfD bangt. Außerdem meinen nicht wenige, mit diesen Themen das bedienen zu können, was derzeit offensichtlich ankommt: Abgrenzung gegenüber anderen Nationen und Kulturen und Ausgrenzung fremd anmutender Lebensweisen. Jedoch wissen die meisten Bürgerinnen und Bürger, dass diese Debatte mit der sogenannten Sicherheitslage nichts zu tun hat.
Leipzigs Finanzierungslücke aus der Betrauung der LVB beträgt mittlerweile 17 Millionen Euro
Linie 15 am Tröndlinring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Leipzigs Stadträte dürfen tatsächlich ein bisschen mehr sehen als die neugierige Öffentlichkeit. Daniel von der Heide, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat, hat sich jetzt den von der Verwaltung vorgelegten Gesamtbericht zur ÖPNV-Finanzierung auf unsere Frage hin angeschaut. Und das Ergebnis ist: 2014 hat sich die Stadt auf Kosten der Fahrgäste schon 10 Millionen Euro erspart.
Die Autos der AfD wirbeln viel Staub auf
Groß, breit, schnell: Autobahn A14 bei Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Steigt die AfD bald aufs Fahrrad um? Denkbar wäre es, denn die von der Partei genutzten Autos sorgen immer wieder für Aufregung. Am Wochenende war ein AfD-Wagen mit fragwürdigem Kennzeichen auf dem Schönauer Parkfest in Grünau erschienen. Die anschließenden Erklärungsversuche widersprachen sich zunächst. Mittlerweile bestätigt die Stadt Leipzig die AfD-Version. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Nummernschild der Leipziger AfD Fragen aufgeworfen.
Jugendparlament in Leipzig: Wie junge Politiker mit herablassender Satire und ätzenden Kommentaren umgehen
William Rambow vertritt im Stadtrat die Interessen des Jugendparlaments. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Seit etwas länger als ein Jahr gibt es in Leipzig eine Vertretung für Jugendliche unter 22 Jahren: das monatlich tagende Jugendparlament. Bereits seine Einrichtung war von Kontroversen begleitet, nach einer Findungsphase folgten erste Anträge und thematische Redebeiträge vom Vorsitzenden William Rambow im Leipziger Stadtrat. Seit der vergangenen Stadtratssitzung sah sich das Gremium neben sachlicher Kritik auch teils ätzender Kritik ausgesetzt.
Touristenzahlen in Leipzig sind auch im ersten Halbjahr 2016 wieder deutlich gestiegen
Der Johannapark. Foto: LTM, Andreas Schmidt

Foto: LTM, Andreas Schmidt

Das halbe Jahr ist herum. Die Touristiker schauen wieder wie gebannt auf die Zahlen. Immerhin treibt sie seit 2015 eine berechtigte Angst um: Schlagen die PEGIDA-Umtriebe noch stärker durch auf den Tourismus in Sachsen? Aber zumindest in Leipzig scheint das nicht so zu sein. Auch im ersten Halbjahr 2016 stiegen die Übernachtungszahlen.
FES-Papier fordert Rückkehr zu einer gerechteren Steuerpolitik
FES-Veröffentlichung „Die Rückkehr der progressiven Steuerpolitik?“ Cover: FES

Cover: FES

Es ist, als wolle die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) der großen alten Dame SPD wieder ein bisschen Leben einhauchen, ein bisschen Mut, sich wieder für ihre alten Ideale einzusetzen, die sie in den vergangenen 20 Jahren so freimütig verramscht und vergessen hat. Wieder mal Flagge zeigen gegen Ungleichheit und für eine gerechtere Gesellschaft. Mit Steuern könnte man steuern. Lang ist das her.
Schon seit 2009 reichen die Zuschüsse der LVV nicht, um die beauftragten Leistungen der LVB zu finanzieren
LVB-Straßenbahnen in der Lützner Straße 2011. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Traut sich jetzt ein Stadtrat, die Blackbox LVB zu öffnen? Oder werden wieder alle 70 brav die Hand heben und den von der Verwaltung vorgelegten „Bericht zur Umsetzung des Konzepts zur Finanzierung des ÖPNV und Betrauung der LVB“ für das Jahr 2014 absegnen und beschließen? Obwohl alle wissen, dass der Zuschuss für die Leipziger Verkehrsbetriebe um mindestens 9 Millionen Euro zu niedrig ist?
Stadt will sich das Vorkaufsrecht am Sellerhäuser Bahnbogen sichern
An der Anger-Crottendorfer Bahnschneise würde man auf den Parkbogen-Ost kommen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Ein paar Grundstücke fehlen noch, damit der Parkbogen Ost gebaut werden kann. Oder zumindest der erste Teil von der Anger-Crottendorfer Bahnschneise bis zur Eisenbahnstraße auf dem Sellerhäuser Bahnviadukt. Um sich die Grundstücke zu sichern, will das Dezernat Stadtentwicklung und Bau jetzt das Vorkaufsrecht vom Stadtrat beschließen lassen.
Was steht an der Rosentalgasse und verrät nicht, was es ist?
Emil-Fuchs-Straße an der Rosentalgasse. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es gibt allerlei Relikte, die in Leipzig ziemlich beziehungslos herumstehen. Man stolpert drüber, fragt sich, was das ist – und in der Regel steht es nicht dran. Und man ist ja sowieso schon verwirt, wenn man - wie Wolfgang Stoiber, Vorsitzender des NuKLA e.V. - immerfort auf Spurensuche ist nach Leipzigs Gewässer- und Auenlandschaften. Auch das ist ein reines Rätselspiel.
Nachbar verprügelt: Trunkenbold muss saftige Geldstrafe zahlen
Amtsgericht Leipzig. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Diese Zechtour kommt Andre P. (39) teuer zu stehen. Am 16. Juli 2014 hatten sich der Leipziger und sein Mitbewohner René Z. (45) aus ihrer Wohnung ausgesperrt. Als ihnen nach Dauerklingeln zu fortgeschrittener Stunde ein freundlicher Nachbar die Tür öffnete, schlug der alkoholisierte Mann unvermittelt zu. Urteil: 9.000 Euro Geldstrafe.
Nach Silvester in Connewitz: 32-Jähriger gesteht Flaschenwurf auf Polizisten
Amtsgericht Leipzig. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Die alljährlichen Silvesterfeierlichkeiten am Connewitzer Kreuz sind seit Jahren gute Tradition. Die Gewaltexzesse rund um den Jahreswechsel im Leipziger Süden auch. Am Montag musste sich ein 32-Jähriger wegen eines Flaschenwurfs auf Polizisten vor Gericht verantworten.
Verbotene Waffen: Schlagringe kommen Alexander Kurth teuer zu stehen
Landgericht Leipzig. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Das Landgericht hat Alexander Kurth (36) am Montag zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht bestrafte den Vorsitzenden des sächsischen Landesverbands der Neonazi-Partei „Die Rechte“ wegen unerlaubten Besitzes zweier Schlagringe.
Kommentar zum Pokalspiel in Dresden: Heuchelei auf allen Ebenen
Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke feierte 2013 gemeinsam mit den Fans von RB Leipzig den Aufstieg in die 3. Liga. Foto: GEPA Pictures

Foto: GEPA Pictures

KommentarTradition gegen Kommerz, ehrlich gegen gekauft, Heimatliebe gegen Söldnertum, Fankultur gegen Brausekundschaft, oder ganz einfach: gut gegen böse. Nein, es ist wirklich nicht mehr zum Aushalten. Das Drumherum um das Pokalspiel zwischen Dynamo Dresden und RB Leipzig sowie das Verhalten von Spielern und Fans während der Partie haben wieder einmal gezeigt: Die Abneigung gegen den Leipziger Emporkömmling ist geprägt von gefährlicher Heuchelei.