Seit gestern Abend ist klar – die Bewegung „LEGIDA-Das Original“ scheint gekommen, um zu bleiben. Wie einer der Sprecher der Bürgerbewegung gegen die Illegalisierung des Alkohols Thomas „Kuno“ Kumbernuß heute gegenüber L-IZ.de mitteilte, habe er nunmehr auch den kommenden Montag am angestammten Kundgebungs- und „Spaziergangs-Ort“ Augustusplatz vor der Oper Leipzig beim Ordnungsamt angemeldet. Weitblickend auch für die darauffolgenden Montage.

Seit dem 12. Januar 2015 tauchten die ersten Aktionen der Leipziger Initiative auf, man demonstrierte am Rande der Nolegida/Legida-Auseinandersetzungen am Zentralstadion gegen Angst, für mehr Bier für das Volk. Auch am gestrigen Abend fand eine Kundgebung der Initiative „Leipziger Ethanolfreunde gegen die Illegalisierung des Alkohols“ ab 19 Uhr vor der Oper Leipzig statt.

Ihr Engagement wollen „LEGIDA — Das Original“ am kommenden 9. Februar 2015 mit einer weiteren Kundgebung ab 19 Uhr unter dem Motto „Bier trinkt das Volk“ vor der Oper fortsetzen. Angemeldet habe man inklusive des Pfingstmontags nun alle Montage an dieser Stelle. Den Eingang dieser und weiterer Anmeldungen für den gleichen Termin auf und um den Augustusplatz bestätigte auch der Leiter der Veranstaltungsbehörde gegenüber der L-IZ.de. Man wolle noch den Prozess der internen Abstimmung seitens „Legida“ am morgigen Tag abwarten und dann zu einer ausgewogenen Entscheidung kommen. Zu berücksichtigen sei dabei auch, wie man nun mit der Frage des „Erstanmelderrechts“ auf dem Augustusplatz am Montag umgehen muss.

Thomas “Kuno” Kumbernuß hält eine mitreißende Ansprache an das Volk. Foto: Andreas Bernatschek
Thomas “Kuno” Kumbernuß hält eine mitreißende Ansprache an das Volk. Foto: Andreas Bernatschek

Die als „Legida“ auftretende Gruppierung um den Haupt-Organisator und Anmelder Silvio Rösler möchte noch bis zum 4. Februar, 12 Uhr die Meinungen der eigenen Anhänger einholen, ob man ebenfalls am 9. oder am 11. Februar auf dem Augustusplatz demonstrieren will. Hätte die heutige, rechtsgültige Anmeldung der „LEGIDA — Das Original“ für den 9. Februar auf dem gleichen Ort Bestand, könnte auch nur noch der Mittwoch bleiben.

Theoretisch hätte dabei nämlich nun „LEGIDA — Das Original“ am kommenden Montag die Nase vorn und „Legida“ kein Erstrecht auf den Tag, an welchem sie noch nie auf dem Augustusplatz demonstriert haben. Im Gegensatz dazu fand am gestrigen Montag bereits die zweite Versammlung des Anti-Illegalisierungs-Bündnisses „LEGIDA — Das Original“ vor der Oper statt.

Nach einer anfänglichen Skepsis gegenüber der Lügenpresse wolle sich „LEGIDA — Das Original“ nunmehr auch der Presse gegenüber öffnen und zumindest mit einigen Medien sprechen. Bereits gestern hatte L-IZ.de das dazu verbreitete Positionspapier der Leipziger Bewegung veröffentlicht.

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“Wie einer der Sprecher der Bürgerbewegung gegen die Illegalisierung des Alkohols Thomas „Kuno“ Kumbernuß heute gegenüber L-IZ.de mitteilte, habe er nunmehr auch den kommenden Montag am angestammten Kundgebungs- und „Spaziergangs-Ort“ Augustusplatz vor der Oper Leipzig beim Ordnungsamt angemeldet.”

Sollten solche Veranstaltungen nicht dort erfolgen, wo diese hingehören. In die “Bütt”. Es kann doch nicht schwer sein, in Connewitz ein Plätzchen zu finden, um sich die Birne zu füllen. Muss der Augustusplatz solchen “Kumbernüssen” zur Verfügung gestellt werden? Als einzige Ausnahme würde ich den Rosenmontag akzeptieren. Mensch Kuno, hegt und pflegt ihr womöglich eine noch nicht aufgeflogene Plantage in Connewitz und gegenwärtig ist Erntezeit?

Die Krönung wäre, wenn sich die “Kumbernüsse” beschweren, weil sie einiges auf die “Kumbernuss” erhalten haben. Mein Mitleid würde sich Grenzen halten.

Leipzig wird zum Tollhaus. Wenn das so weiter geht, werde ich den “”Verein der Freunde der Finanzkontrolle” gründen. Monatliche Kundgebungen würden an Orten erfolgen, die kurzfristig bekannt gegeben werden und immer im Zusammenhang mit der Thematik des Vereins stehen. Zum Abschluss der Kundgebung könnten Cent-Stücke mit Konfetti-Kanonen auf die Gegendemonstranten gefeuert werden.

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