OBM-Kandidatenrunde bei der Leipziger Wirtschaft (5): Lotsensystem für alle und Polizisten als Wirtschaftsfaktor

Ist die Leipziger Wirtschaftsförderung gut? Oder eher wischiwaschi? Erleben Unternehmen kafkaeske Irrläufe, wenn sie mit ihren Anliegen vorstellig werden? Oder geht es ruckzuck: zwei Wochen und die amtliche Genehmigung liegt auf dem Tisch - wie bei den Erweiterungsplänen von Porsche und BMW? - Wieder ein Thema, über das man sich streiten könnte.

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Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Mehr Planungssicherheit und ein Inflationsausgleich für Leipzigs Vereine
Protest der Kulturszene 2013 im Neuen Rathaus. Foto: Sebastian Beyer

Foto: Sebastian Beyer

Jahrelang hat Leipzig gespart. Auch dadurch, dass viele Budgets einfach nicht erhöht wurden und jahrelang auf dem einmal beschlossenen Niveau blieben. Obwohl natürlich alles Mögliche teurer wurde: Strom, Heizkosten, Büromaterial, auch die Personalkosten. Höchste Zeit, dass Leipzig auch bei der Vereinsfinanzierung endlich wieder die Inflation mitbedenkt, finden die Grünen. Und stellen gleich drei Antrage dazu für den Doppelhaushalt 2015/2016.
Sachsens Grüne fordern von Staatsregierung klare Haltung gegen Rassismus
Legida-Aufzug am 12. Januar im Waldstraßenviertel. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Am Wochenende gab's mal wieder was zu staunen über dieses seltsame kleine Königreich Sachsen. König Stanislaw I. hatte die Welt in Bezug auf die seltsamen Spaziergänger des christlichen Abendlandes, die am Sonntag, 25. Januar, in Dresden unterwegs waren, wissen lassen, der Islam gehöre nicht zu Sachsen. Eine Anbiederung an Pegida? Oder ein alter Kurs mit neuer Floskel?
“Leitkultur” und “christliches Abendland”: Gefährlicher Unsinn
Himmlische Illusion: das christliche Abendland als Leitkultur. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am 13. November, ein Vierteljahr nach den Landtagswahlen, gab Stanislaw Tillich, Sachsens alter und neuer Ministerpräsident, eine Regierungserklärung ab. Kurz zuvor hatten sich CDU und SPD auf eine erneute Regierungsbildung geeinigt. Beide Parteien waren schon in den Jahren 2004 bis 2009 eine Koalition eingegangen. Die Regierungserklärung Tillichs steht unter der Überschrift: „Sachsen ist unser Auftrag: mit Kontinuität und Dynamik im Herzen Europas“. Gleich zu Beginn seiner Rede betont er die Legitimationsbasis seiner Regierungspolitik.
Premiere für die Revue “Sekretärinnen”
Sekretärinnen. Foto: Oper Leipzig / Kirsten Nijhof

Foto: Oper Leipzig / Kirsten Nijhof

Am Samstag, 31. Januar, um 19 Uhr beschließt die Musikalische Komödie den ersten Monat des Jahres mit der Premiere von Franz Wittenbrinks „Sekretärinnen“. Seit den 90er Jahren hat Franz Wittenbrink mit seinen szenischen Liederabenden das Genre Revue neu belebt. Mit Evergreens und Schlagern von Cole Porter bis Eros Ramazotti und Herbert Grönemeyer, von den Andrew Sisters bis hin zu Hildegard Knef und Caterina Valente möbelt die Belegschaft eines Großraumbüros ihren langweiligen Büroalltag auf.
Die Leipziger Fotografin Bertha Wehnert-Beckmann und das posierende Bürgertum der Gründerzeit
Die Fotografin. Bertha Wehnert-Beckmann 1815 - 1901. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Alles weiß man nicht, ganze Berge von Fragen sind offen zum Leben von Bertha Wehnert-Beckmann, die am 25. Januar 1815 geboren wurde und die seit Sonntag auch die ihr gebührende Ausstellung zum 200. Geburtstag im Stadtgeschichtlichen Museum hat. Und den zugehörigen Begleitband, in dem 100 ihrer Fotos ganzseitig zu finden sind. Und sieben Texte, in denen die Autoren verscuhen, sich dem großen Rätsel zu nähern: Wer war, verflixt noch mal, diese Frau?
Die Pleitegriechen mucken auf
Karikatur: Schwarwel

Karikatur: Schwarwel

Kein Zahn im Maul, aber Lapaloma pfeifen! Und auch noch Linke wählen? Ja wo kommen wir denn da hin, wenn hier jeder wählen könnte, wen er will! Umgehende Abschiebung aller Griechen Richtung Süden und die Einziehung des gesamten Staatsgebietes sind das Gebot der Stunde. Jetzt! Bevor noch einer merkt, dass die Banken noch reicher, der Grieche arm und Mutti dem Schuss 2007 nur ausgewichen sind. Und leise sägt die AfD.
Leipziger Prozess um Kinderpornos
Foto: L-IZ.de

Amtsgericht Leipzig. Foto: L-IZ.de

Der Prozess gegen Marko O. wegen des Besitzes und Verbreitung von Kinderpornos geht möglicherweise in die zweite Instanz. Verteidigerin Annette Clement-Sternberger kündigte bereits vor der Urteilsverkündung die Fortsetzung des Verfahrens vor dem Landgericht an. Zuvor hatte Staatsanwältin Ingrid Schmitz die Verhängung von 18 Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung gegen den pädophilen Angeklagten verlangt.
Legida trifft auf NoLegida
Legida-Demonstranten am 21. Januar 2015 in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Autos kommen nicht in die Innenstadt. Busse und Bahnen fallen stundenlang aus. Fußgänger können den Stadtkern nur am Hauptbahnhof verlassen. Was sich letzten Mittwoch in Leipzigs Innenstadt abspielte, soll sich nach dem Willen von Legida in dieser Woche wiederholen. Allerdings erst am Freitag und diesmal auf dem Marktplatz der Stadt. Die Protestbewegung möchte erneut auf Teilen des Innenstadtrings demonstrieren, diesmal geht es auf eine andere Route. Legida-Gegner haben ebenfalls einen Aufzug angemeldet.
Kicker, Kämpfer & Legenden: Juden im deutschen Fußball
Mit den Schicksalen jüdischer Sportlerinnen und Sportler aus Leipzig, die in dieser Form noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden, beschäftigt sich eine Ausstellung, die morgen im Neuen Rathaus eröffnet wird. Vom 27. Januar bis zum 5. Februar 2015 präsentiert das Fanprojekt Leipzig die Ausstellung „Kicker, Kämpfer & Legenden – Juden im deutschen Fußball“ des Centrum Judaicum Berlin. Die Ausstellung zeichnet die Karrieren und Lebenswege einiger großer Männer des jüdisch-deutschen Fußballs nach.
20 Jahre Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V.
Der Arbeitskreis für vergleichende Mythologie lädt herzlich ein zu seinem 20. Jahrestag am Dienstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr im Haus des Buches (Literaturcafé). Die Grußworte sprechen Michael Faber (Kulturbürgermeister) und Regine Möbius (stellv. Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller).
Ein Manifest für die Selbstaufklärung der Kunst im Zeitalter von Neoliberalismus und Postdemokratie
Am Mittwoch, 28. Januar, findet um 19 Uhr in der HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst Leipzig der Vortrag "Etwas Besseres als den Untod finden wir allemal. Ein Manifest für die Selbstaufklärung der Kunst im Zeitalter von Neoliberalismus und Postdemokratie" von Georg Seeßlen (Kulturkritiker, Autor von »Geld frisst Kunst - Kunst frisst Geld«, Kaufbeuren) mit anschließendem Gespräch mit Ute Richter (Künstlerin, Leipzig) und Moderation von Tobias Prüwer (kreuzer) statt.
Commerzbank Leipzig zeigt Naturaufnahmen von Jens Kaiser
Libelle. Foto: Jens Kaiser

Foto: Jens Kaiser

Faszinierende Naturaufnahmen sind derzeit in der Commerzbank-Filiale am Thomaskirchhof 22 zu bestaunen. In der Sonderausstellung „Libellen im Nationalpark Hainich“ werden über 40 großformatige Fotografien vieler Libellenarten in voller Pracht und Vielfalt präsentiert. Die eindrucksvollen Aufnahmen hat der begeisterte Insektenfan Jens Kaiser gemacht. Der Thüringer Hobbyfotograf findet seinen Ausgleich zum Alltagsstress in der Natur und schafft es dort, die Schönheit der Libellen mit all ihren beeindruckenden Details festzuhalten.
Tanners Interview mit Eva Wulsten (Hostel & Garten Eden)
Eva Wulsten: Der König, also Kunde, hat die Wahl. Foto: Volly Tanner

Foto: Volly Tanner

High-Tech-Hotels sprießen wie kleine Silicon-Valleys aus dem Leipziger Boden. Kein Mensch am Empfang aber Flatrate-Pornokanal und Essen aus der Trendy-Dose. Da gibt es Erdenwesen, die sich willkommen fühlen in diesem Ambiente. Die gehen aber auch zu Mario-Barth-Anhimmelungen. Andere machen es anders! Und machen es mit Freundlichkeit und Charme. Eva Wulsten zum Beispiel – nebst ihren Freundinnen – baut einen Garten Eden für Fremde und Freunde. Und ein Hostel Eden eben auch. Tanner fragte einfach mal nach ...
Leipzigs Stadtverwaltung bleibt hartnäckig und will das Haus lieber an privat verkaufen
Das einstige Theaterhaus Gottschedstraße 16. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es waren Grüne und Linke, die sich zuletzt zusammengetan hatten, um für den Erhalt der Kleinen Theaterspielstätte in der Gottschedstraße 16 zu kämpfen, das Gebäude, in dem das Schauspiel zuvor die "Neue Szene" bzw. die "Scala" betrieben hatte. Das Haus läge ideal in Innenstadtnähe. Hier könnten freie Theatergruppen zeigen, was sie können, fanden die beiden Fraktionen. Doch Leipzigs Verwaltung zeigt sich dickfellig.
Leipziger Linke will EU-Gelder für zwei Schulstandorte im Leipziger Osten einsetzen
Die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule in der Ihmelstraße soll ein neuer Oberschul-Campus werden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Dauerthema, das besonders die Akteure im Leipziger Osten beschäftigt: Wann endlich bekommt das Fördergebiet die versprochenen Schulen? Ein Thema, das sich langsam auch dadurch verschärft, dass das Bevölkerungswachstum nun auch den Osten Leipzigs erfasst hat. Ein Gymnasium ist hier eigentlich Pflicht, findet Linke-Stadtrat Siegfried Schlegel.