Wahlarena der L-IZ.de & LZ zur Bundestagswahl 2017

#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Dr. Thomas Feist (CDU)

Für alle LeserMit Start im März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung des Kandidaten der CDU, Dr. Thomas Feist (WK Süd, Leipzig II, 153).
Artikelserie "BTW17" - Teil 3 von 10

Herr Dr. Feist, was halten Sie für das größte Problem in der heutigen Gesellschaft & wie wäre es zu lösen?

Das gesellschaftliche Engagement der Menschen lässt spürbar nach, was sich in kleiner werdenden Mitgliederzahlen nicht nur in Parteien zeigt. Auch Vereine aller Art und Feuerwehren haben zu kämpfen. Zwar machen Jugendvereine gerade im Sport hier noch eine positive Ausnahme, die mich zuversichtlich stimmt.

Insgesamt sehe ich aber einen Trend zur stärkeren Individualisierung und damit zu weniger Teamwork in Gemeinschaftsprojekten und -strukturen. Wir müssen wieder dahin kommen, das Interesse und den Enthusiasmus von Menschen für (andere) Menschen zu wecken – indem wir die Leute für gemeinsame Projekte abholen, sie von Beginn an einbeziehen und damit für die Sache begeistern.

Die Politik ist hier gefragt: Sei es bei der Förderung von Vereinen, von Ehrenamt oder – bereits im Kindes- und Jugendalter – bei der Unterstützung und Belohnung von außerschulischen Aktivitäten etwa auch im Bereich der kulturellen Bildung. In diesem Kontext halte ich es auch für wichtig, unsere Traditionen und Bräuche weiter zu pflegen und wieder stärker ins allgemeine Bewusstsein zu rücken: Sie schaffen Verbindungen, Verständnis und Gemeinschaft. Sie sind Grundlage unseres Zusammenlebens.

Was glauben Sie in Berlin speziell für Leipziger Belange tun zu können?

In Berlin sehe ich mich als ersten Lobbyisten meiner Heimatstadt. Ich will die Interessen Leipzigs vertreten und Türen öffnen. Ob in den Ausschüssen für Bildung und Forschung oder für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, in denen ich meine Fraktion vertrete, oder in Gesprächen mit Kollegen, mit Vereinen und Interessenvertretern: ich werbe für Leipzig.

So habe ich zuletzt die Förderanträge des Zeitgeschichtlichen Forums, das nunmehr 4 Millionen Euro für die bauliche Neugestaltung erhalten wird, oder verschiedene Förderprogramme an unserer Alma Mater, durch die der Universität in den kommenden Jahren gut 16 Millionen Euro zugute kommen werden, begleitet.

Auch auf umgekehrtem Weg versuche ich, Leipziger Vereine und Einrichtungen auf Förderprogramme und -möglichkeiten aufmerksam zu machen und diese so bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Mit dem Internationalen und Interkulturellen Fußballbegegnungsfest, dass der Leipziger Verein Tüpfelhausen in diesem Jahr zum dritten Mal austrägt, konnten wir so Fördergelder unter anderem vom Auswärtigem Amt einwerben und für ein tolles und begeisterndes Event sorgen, das Jugendliche aus ganz Europa nach Leipzig holt, wo sie gemeinsam Sport machen können, aber auch aus den Erfahrungen der Vergangenheit Kontakte für die Zukunft knüpfen.

Wie stehen Sie selbst zur Demokratie derzeit in Deutschland – gibt es hier Veränderungsbedarf?

Zwar gefällt mir der Aufstieg einer Partei, die mindestens am äußersten rechten Rand des demokratischen Spektrums zu Hause ist, deren Vertreter die Grenze unseres Grundgesetzes und unserer Werte aber (zu) oft genug übertreten, nicht. Andererseits ist diese Entwicklung aber auch ein Zeichen, dass das demokratische Gerüst unserer Gesellschaft funktionsfähig ist.

Es gibt Möglichkeiten zur Teilhabe und Vertretung für verschiedene Interessen. Auch und gerade dies, nämlich eine freie Wahl, zeichnet eine Demokratie aus und ist ihr Grundpfeiler. Die Auswahl aus verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Angeboten sowie die dazugehörigen Debatten sind elementar. Die Parteien sind hier auch in der Pflicht, die Diskussionen aufzugreifen und zu kanalisieren.

Als in der DDR Geborener ist unsere gegenwärtige Demokratie die beste, die ich je kennenlernen und in der ich leben durfte. Wir dürfen nun nur nicht den Fehler machen, uns – sei es aus Bequemlichkeit oder aus persönlicher Enttäuschung über einzelne Erlebnisse – zurückzuziehen und die Gestaltung unseres Zusammenlebens denen zu überlassen, deren Werte, Ansichten und Meinungen wir eben gerade nicht wollen.

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Randale bei Lok – Bischofswerda: Austragung im veralteten Wesenitz-Sportpark wirft Fragen auf
Blick auf die Stadiontraversen, die ohne Frage bereits bessere Zeiten erlebt haben. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserDas Sachsenpokal-Halbfinale des Bischofswerdaer FV gegen den 1. FC Lok hat Fragen zur Sicherheit in Fußballstadien aufgeworfen. Etwa 120 Personen war es vor dem Spiel gelungen, unkontrolliert in den Gästebereich der Leipziger zu gelangen. Die Polizei musste gegen Spielende die Präsenz im Stadioninnenraum verstärken, um Personen am Platzsturm zu hindern. Fans berichten von unbekannten Gesichtern, die zugedröhnt beim Elfmeterschießen den Aufstand proben wollten – in einem Stadion, das in Leipzig sicherlich keine Abnahme gefunden hätte.
Bischofswerda vs. 1. FC Lok Leipzig 3:5 i.E. – Ins Finale, egal wie
Lok-Keeper Benjamin Kirsten (mi.) hielt sein Tor erneut sauber und wurde durch den gehaltenen Elfer zum Pokalhelden. Foto: Bernd Scharfe

Foto: Bernd Scharfe

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Sören Pellmann (Die Linke) geboren 1977 in Leipzig, Grund- und Förderschullehrer. Foto: Die Linke Leipzig

Foto: Die Linke Leipzig

Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung des Kandidaten der Leipziger Linkspartei, Sören Pellmann (WK Süd, Leipzig II, 153).
Im Mai startet die LMBV den zweiten Anlauf zur Störstellenbeseitigung in der Pleiße
Pleiße mit Störstelle bei Markkleeberg. Foto: Ralf Julke

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Das Entsetzen war groß 2014, als auf einmal Baggerarbeiten auf der Pleiße südlich von Connewitz begannen. Nachdem das geplante Projekt der „Störstellenbeseitigung“ jahrelang in der Schublade verschwunden war, wurde auf einmal losgebaggert. Die Umweltverbände liefen Sturm und setzten einen Baustopp durch. Ab Mai soll das Projekt wieder aufgegriffen werden. Erstaunlicherweise von der LMBV.
Der Leipziger Traum von einem Revolutions-Denkmal europäischer Dimension
Der Matthäikirchhof im Stadtmodell. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Man lernt ja immer was dazu. Man muss nur Fragen stellen. Was dann Ute Elisabeth Gabelmann, Stadträtin für die Piraten, im Februar auch tat, als die neuen Ideen von Oberbürgermeister Burkhard Jung zu einem Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal publik wurden. Sie hat jetzt Antwort vom Kulturdezernat bekommen. Das hat die etwas ironischen Fragen der Stadträtin durchaus ernst genommen.
Bachs Johannes-Passion in der Thomaskirche mit dem Leipziger Vocalensemble und Ulrich Kaiser
Foto: Leipziger Vocalensemble

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Die Aufführung der großen Passionen, Oratorien und Kantaten von Johann Sebastian Bach (1685-1750) in der Thomaskirche ist seit mittlerweile vier Jahrzehnten ein Markenzeichen des Leipziger Vocalensembles. Zu Bachs Johannes-Passion hat Ulrich Kaiser, der seit fünf Jahren an der Spitze des Chores steht, eine sehr persönliche Beziehung: „Vor 30 Jahren sang ich im Dresdner Kreuzchor zum ersten Mal Bachs Johannes-Passion. In vielen der folgenden Konzerte träumte ich während mancher Arie davon, dieses Werk auch aus der Perspektive des Dirigenten erleben und gestalten zu dürfen.“
Flora und Fauna haben sich in der Leipziger Gewässerlandschaft deutlich erholt
Azurlibelle an eine Pleißeböschung. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am Freitag, 24. März, stellte die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland auch das Naturschutzfachliche Monitoring vor. Auf den ersten Blick scheinbar wirklich eine Art Qualitätsprüfung für das Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK). Auf den zweiten eigentlich nicht. Aber alle fünf Jahre wird es im Zusammenhang mit dem WTNK erstellt.
Nutzungsdruck im Leipziger Gewässerknoten hat gegenüber 2011 noch einmal deutlich zugelegt
Passagierboot im Leipziger Gewässerknoten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Das Wassertouristische Nutzungskonzept (WTNK) steht immer wieder in der Kritik. 2006 wurde es eingeführt und gilt seitdem als Rahmen für alle wassertouristischen (Bau-)Projekte im Leipziger Gewässerknoten. Aber die beharrliche Kritik der Umweltverbände hat zumindest einen kleinen Effekt: Die Mitglieder der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland müssen das Thema Natur verstärkt in den Fokus nehmen.
Wer immer nur mäkelt, bekommt überhaupt kein Europa
Die erste Pulse of Europe in Leipzig. Kommenden Sonntag folgt Runde 2. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserWer mag, darf sich ja ärgern, wenn am heutigen Sonntag, 26. März, auf dem Nikolaikirchof wieder um 14 Uhr eine Kundgebung der Bürgerinitiative „Pulse of Europe“ stattfindet. Ärgern über die Arroganz von Journalisten-Kollegen, die sich wie Oberlehrer benehmen und so einen überheblichen Unfug schreiben wie Maria Christoph und Martin Pfaffenzeller am 25. März auf „Spiegel Online“.
#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Monique Meneses (Partei BGE)
Monique Meneses (Partei BGE), 1984 geboren, gelernte Zahnmedizinische Fachangestellte und Afrikawissenschaftlerin. Derzeitige Tätigkeit Politikwissenschaftlerin im Masterstudium. Foto: Privat

Foto: Privat

Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung der Kandidatin der neu gegründeten Partei „Bedingungsloses Grundeinkommen, Monique Meneses (WK wird noch ermittelt, Leipzig, 152 oder 153).
Nora Gomringers beherzter Ausflug in unsere Welt der Masken, Larven, Täuschungen und der verschwundenen Frauen
Nora Gomringer: Moden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es ist nur eine Trilogie? Das ist ja schrecklich! Ungeheuerlich! Wie kann sie nur! – Aber sie kann. Sie kann es wirklich. Das hat Nora Gomringer von Papa und Mama gelernt und selbst gewirkt mit emsiger Geduld, viel Fleiß und kühner Treuherzigkeit. Das hier ist das dritte Buch ihrer „Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten“. Man könnte auch sagen: der Maskeraden unserer Zeit.
SC DHfK Leipzig vs. Erlangen 29:25 – Die Festung Arena bleibt uneinnehmbar
Der SC DHfK behielt Punkte und Gegner fest in der Hand. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle Leser Die Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben vor eigenem Publikum eine Macht. Am Freitagabend gewann das Team von Trainer Christian Prokop sein neuntes Heimspiel in Folge und ist damit in der Arena seit einem halben Jahr ohne Punktverlust. Am Ende täuschte das Ergebnis gegen Erlangen jedoch ein wenig darüber hinweg, wie hauteng es zwischen beiden Kontrahenten vor allem in der zweiten Halbzeit zuging.
Gelungene Wiederentdeckung: Busonis „Doktor Faust“ begeistert das Premierenpublikum
Lester Lynch (Doktor Faust), Mark Le Brocq (Mephistopheles/Ein Nachtwächter), Staatsopernchor, Komparserie. © Jochen Quast

© Jochen Quast

Schon zum dritten Mal hob sich in der Semperoper am vergangenen Sonntag der Vorhang für die Premiere einer Faust-Inszenierung von Keith Warner. Nach den Faust-Opern von Berlioz und Gounod arbeitete sich der Brite diesmal an dem eher unbekannten „Doktor Faust“ des Italieners Ferruccio Busoni ab. Das Ergebnis ist ein illustrer Bilderreigen.
Pulitzer-Preisträger im Interview zum Sachbuch über den „Islamischen Staat“
Pulitzer-Preisträger „Joby Warrick“ am Verlagsstand Foto: Sebastian Beyer Islamischer Staat, Buchmesse 2017,

Foto: Sebastian Beyer

Autor Joby Warrick war mit seinem Sachbuch „Schwarze Flaggen – Der Aufstieg des IS und die USA“ auf der Buchmesse vertreten. Das Buch erklärt, wie der Irak-Krieg von 2003 an die Entstehung des „Islamischen Staats“ (IS) begünstigte und dient dem Bezahlsender HBO als Vorlage für eine Serie. Über Entwicklungen seit dem Erscheinen des Titels sprach er im L-IZ Interview.
#BTW17 Die Kandidaten stellen sich vor: Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten)
Ute Elisabeth Gabelmann (Die Piraten), Kommunikationstrainerin, Stadträtin und geboren 1981. Foto: Piraten Leipzig

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Für alle LeserSeit Anfang März 2017 stellt die L-IZ.de gemeinsam mit der LEIPZIGER ZEITUNG die Direktkandidaten der Parteien in den Wahlkreisen (WK) 152 (Leipzig I, Leipzig-Nord) und 153 (Leipzig II, Leipzig-Süd) vor. Drei Fragen wurden dazu an die Kandidaten versandt. In der Folge haben alle Leser und Leipziger die Möglichkeit, ihre eigenen Fragen an die Kandidaten zu richten, welche die Kandidaten in der Folge nach Themen sortiert beantworten werden. Hier also die Grundvorstellung der Kandidatin der Leipziger Piratenpartei, Ute Elisabeth Gabelmann (WK Süd, Leipzig II, 153).