Bundesliga, 32. Spieltag

RB Leipzig: Ein Dreier für die Champions League

Für alle LeserMehrmals hatte RB Leipzig schon die Chance, sich sicher für die Champions League zu qualifizieren. Mal spielte jedoch die Konkurrenz nicht mit, mal holte man selbst nicht die nötigen Punkte – so wie am vergangenen Wochenende gegen Ingolstadt. Nun sind die Vorzeichen klar: Gewinnen die Rasenballer das Auswärtsspiel am Samstagabend in Berlin, ist ihnen die Champions League nicht mehr zu nehmen. In Anbetracht der Heimstärke der Hertha wird das allerdings schwierig.

Von dem Ziel, als Bundesliga-Neuling gleich Deutscher Meister zu werden, mussten sich am vergangenen Wochenende selbst die größten Träumer endgültig verabschieden. Nach dem 0:0 daheim gegen Ingolstadt und dem wenige Stunden später folgenden 6:0 der Bayern in Wolfsburg war die Entscheidung gefallen. Wirklich realistisch waren die Chancen auf den Titel sowieso schon seit Wochen nicht mehr – obwohl es am 33. Spieltag in Leipzig noch zum direkten Duell der beiden Spitzenmannschaften kommt.

Gut möglich, dass es für beide dann allenfalls noch um das Prestige geht. Sollte RB Leipzig am Samstagabend das Spiel bei Hertha BSC gewinnen, wäre dem Aufsteiger ein Platz in der Champions League nicht mehr zu nehmen. Falls Dortmund am Nachmittag das Verfolgerduell gegen Hoffenheim verliert, würde den Rot-Weißen schon ein Unentschieden reichen. Doch selbst das dürfte schwierig werden.

Was Heimspiele betrifft, gehören die Berliner zu den fünf Topteams der Liga. Genau wie Bayern und Dortmund konnten sie in 15 Spielen schon 37 Punkte holen. Hoffenheim und Leipzig haben sowohl einen Punkt als auch ein Heimspiel mehr auf dem Konto. Die nächstbesten Mannschaften folgen mit rund zehn Punkten Abstand. Nur Bremen und Hoffenheim konnten in Berlin gewinnen; selbst die Bayern schafften nur ein Unentschieden. Was für die Leipziger spricht: Nur München hat auswärts mehr Punkte gesammelt.

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ingolstadt dürfte das Selbstvertrauen nicht auf dem Höchststand sein. Die Rasenballer hatten gegen das aggressive und den Spielfluss störende Auftreten des Abstiegskandidaten keine geeignete Mittel gefunden. Zudem musste Toptorschütze Werner wegen einer Prellung vorzeitig ausgewechselt werden. Ein Einsatz gegen Hertha BSC scheint jedoch möglich.

Das gilt auch für Forsberg und Keita, die unter der Woche vorübergehend nicht am Mannschaftstraining teilnahmen. Zurückgekehrt ist hingegen Rechtsverteidiger Klostermann, der wegen eines Kreuzbandrisses in dieser Saison lediglich die Hinrundenpartie gegen Dortmund bestreiten konnte. Ein weiterer Einsatz in dieser Saison ist unwahrscheinlich – zumindest von Beginn an. Innenverteidiger Orban wird wegen Problemen am Sprunggelenk erneut ausfallen. Neben Upamecano wäre auch Ilsanker als Ersatz denkbar.

Mindestens 7.200 Fans werden ihre Mannschaft nach Berlin begleiten. Sollten sich zudem noch zahlreiche Anhänger ein Ticket an der Tageskasse holen, könnte der bisherige Auswärtsfahrerrekord fallen – in Dortmund standen 8.000 Menschen im Gästeblock.

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