Handball, 1. Bundesliga

SC DHfK Leipzig vs. Flensburg-Handewitt 24:30 – Zu wenig Stress gemacht

Für alle LeserNach zehn Heimsiegen in Folge, mussten die Bundesliga-Handballer des SC DHfK am Sonntag vor eigenem Publikum mal wieder eine Niederlage einstecken. Die Leipziger brachten gegen den Top-Favoriten und Meisterschaftsanwärter SG Flensburg-Handewitt ihre Qualitäten nicht wie gewünscht auf die Platte. "Das Spiel ging zu früh in die erwarteten Bahnen", ärgerte sich Trainer Christian Prokop, der den 5.488 Zuschauern in der Arena gern eine engere Partie geboten hätte.

Nur mit der Anfangspahse zeigte sich der Coach wirklich zufrieden. Immerhin dreimal (1:0/ 4:3/ 5:4) durften die Gastgeber das Gefühl einer Führung genießen. Bis zum 6:6 (13.) agierte Leipzig in einer temporeichen Partie durchaus auf Augenhöhe. Dann gab es einen Bruch, der die Nordlichter nachhaltig auf die Siegerstraße brachte.

Sieben Minuten lang gelang dem SC DHfK nun kein Treffer mehr, während die Gäste viermal in Folge trafen (6:10/ 18.). Das Rezept der Leipziger, in der eigenen Abwehr technische Fehler des Gegners zu provozieren und mit Tempogegenstößen zu punkten, ging nun nicht mehr so richtig auf, und auch der Rückraum hatte Ladehemmung. So stand Nationalspieler Niclas Pieczkowski am Ende gar ohne einen einzigen Treffer da.

Nationalspieler Niclas Pieczkowski (SC DHfK) blieb gegen Flensburg torlos. Foto: Jan Kaefer

Nationalspieler Niclas Pieczkowski (SC DHfK) blieb gegen Flensburg torlos. Foto: Jan Kaefer

Der Halbzeitstand von 12:17 stellte Leipzig im zweiten Durchgang vor eine große Herausforderung, die für die Grün-Weißen an diesem Sonntag nicht mehr zu bewältigen war. Beim 14:17 (33.) und 23:27 (54.) kamen sie zwar noch einmal in Sichtweite, wurden aber jeweils zeitnah wieder auf Abstand gebracht. Mit 24:30 musste sich Leipzig am Ende geschlagen geben.

„Ich bin sehr zufrieden, denn wir haben in einer schweren Halle zwei Punkte gewonnen“, freute sich Gäste-Trainer Ljubomir Vranjes hinterher über einen verdienten Sieg. Entscheidend für ihn war: „Wir haben Druck auf Leipzig gemacht und nicht umgekehrt“.

Die angriffslustigen Flensburger wussten ihre Leipziger Gastgeber gut zu beschäftigen. Foto: Jan Kaefer

Die angriffslustigen Flensburger wussten ihre Leipziger Gastgeber gut zu beschäftigen. Foto: Jan Kaefer

Genau dieser Punkt war es, den Leipzigs Coach Prokop bei seinem Team bemängelte: „Wir konnten Flensburg nicht den Stress geben, den wir geben wollten“. Gründe dafür waren unter anderem zu viele technische Fehler und vergebene Torwürfe. Während die SG Flensburg-Handewitt nun weiterhin vom Meistertitel träumen darf (aktuell 1 Punkt Rückstand auf Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen), steht der SC DHfK weiterhin auf dem 7. Rang.

Die nächste Partie für Leipzig findet wegen des Länderspiels Deutschland gegen Slowenien (6. Mai) erst am 13. Mai statt. Beim Kellerkind HBW Balingen-Weilstetten sollten dann wieder Punkte her.

Alen Milosevic (SC DHfK) wird vom Flensburger Jacob Heinl siebenmeterreif zu Fall gebracht. Foto: Jan Kaefer

Alen Milosevic (SC DHfK) wird vom Flensburger Jacob Heinl siebenmeterreif zu Fall gebracht. Foto: Jan Kaefer

Die Statistik zum Spiel:
http://liveticker.sis-handball.org/game/…

SC DHfK LeipzigBundesligaFlensburg-Handewitt
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