Artikel zum Schlagwort Altersarmut

Jobben bis zum Umfallen

Deutsche Rentenreformen mobilisieren immer mehr Menschen über 65 für den Arbeitsmarkt

Foto: Ralf Julke

Für Freikäufer„11 % der 65- bis 74-Jährigen sind erwerbstätig“, berichtete das statistische Bundesamt am Mittwoch, 12. Juli. Eine Meldung, die durchaus nachdenklich machte. Denn am Arbeitsmarkt sind Veränderungen unübersehbar. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil nur bei fünf Prozent. Das hat mehrere Gründe. Aber einen findet Susanne Schaper, Sprecherin der Linksfraktion für Sozialpolitik, besonders erklärungsbedürftig. Weiterlesen

Solidarische Mindestrente einführen

Susanne Schaper (Linke): Rentenerhöhung kann nicht über Altersarmut hinwegtäuschen

Foto: DiG/trialon

Zur angekündigten Erhöhung der Altersbezüge zum 1. Juli 2017 erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper: „Die Altersbezüge steigen um 3,59 Prozentpunkte im Osten und um 1,9 Prozentpunkte im Westen. Bestandsrentner in den ostdeutschen Ländern erhalten ab morgen durchschnittlich 40,10 Euro brutto mehr im Monat, Bestandsrentnerinnen 37,55 Euro. Bei Neurentnern sind es 34,93 Euro, bei Neurentnerinnen 30,87 Euro. Abzüglich Steuern und Krankenversicherung bleibt von der Rentenerhöhung dann oft nicht mehr viel übrig. Die Rentenerhöhung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Altersarmut zunehmen wird. Das Rentenniveau sinkt weiter.“ Weiterlesen

Diskussionsveranstaltung am 17. August: „Gute Rente geht – aber wie?“

„Rente muss reichen“ – unter diesem Motto haben die DGB-Gewerkschaften eine Kampagne gestartet, welche im Bundestagswahlkampf die Sicherung der gesetzlichen Rente in den Mittelpunkt rückt. Viele Menschen bewegt die Angst, dass ihre Rente im Alter nicht reichen wird. Lange Zeiten der Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne und ein sinkendes Rentenniveau sorgen dafür, dass Neurentner*innen immer weniger erhalten. Private Vorsorge oder eine betriebliche Altersvorsorge ist oftmals nicht vorhanden oder wegen geringer Einkommen nicht möglich. Weiterlesen

Sinkende Renten mit teuren Folgen

Zahl der Wohngeldhaushalte in Sachsen schnellt in die Höhe

Foto: Ralf Julke

In Prozentrechnung haben die meisten deutschen Politiker nicht aufgepasst. Sie haben sämtliche Sozialsysteme darauf aufgebaut. Und wenn sie daran herumschrauben, dann sieht das alles ganz gerecht aus. Wenn allen dieselben Prozente gekürzt werden, werden doch alle gleichermaßen belastet, oder? Dumm nur, wenn von Mini-Renten auch noch diese Prozente abgehen. Stichwort: Altersarmut. Weiterlesen

Von wegen Ruhestand

Immer mehr Rentner in Sachsen arbeiten, um der Altersarmut zu entgehen

Foto: Ralf Julke

Es spricht sich so langsam herum, dass da etwas nicht stimmt im Osten des Landes Dänemark, dass eine Menge Leute 27 Jahre nach dem großen Versprechen blühender Landschaften und gleicher Lebensverhältnisse auf einmal in ihr abgeschabtes Portemonnaie schauen und sehen: Da ist nix. Nicht mal eine Reise nach Mallorca. Also wird auch mit 66 Jahren weiter malocht. Weiterlesen

DGB-Kampagne auf Leipziger Straßenbahn

Wenn die Rente nicht mal für eine Leipziger Straßenbahnfahrkarte reicht

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKurz und knapp hielt sich der DGB in seiner Pressemitteilung vor Weihnachten: „,Rente muss reichen. Kurswechsel: Die gesetzliche Rente stärken!’ Unter diesem Slogan fährt seit heute eine Straßenbahn für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) durch Leipzig. Der Zug wird bis zum September nächsten Jahres in der Stadt zu sehen sein.“ Weiterlesen

Frust in den Backstuben – Viele Bäcker müssen vom Mindestlohn leben

1.000 Bäckerei-Beschäftigte in Leipzig verdienen zu wenig Brötchen

Foto: NGG Leipzig-Halle-Dessau

Dicke Luft in den Backstuben: Wenn es ums Brötchenverdienen geht, schneiden die Bäcker in Leipzig schlecht ab. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Viele der rund 1.000 Bäckerei-Beschäftigten in Leipzig werden mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro abgespeist. Wer Glück hat, liegt ein paar Cent drüber. Der Lohn-Geiz im Bäckerhandwerk ist extrem, dreist und unverschämt“, sagt Jörg Most. Der Geschäftsführer der NGG Leipzig-Halle-Dessau wirft der Innung vor, Bäckereien bewusst zu „Armutslohn-Betrieben“ zu machen. Weiterlesen

Drohende Altersarmut für viele Selbstständige in Sachsen

Eine Gründer-Generation findet keine Nachfolger, Unternehmertum wird zur Armutsfalle

Foto: Ralf Julke

In Deutschland wird gern von „der Wirtschaft“ geredet, werden gewaltige Förderprogramme aufgelegt, die eigentlich Subventionsprogramme sind. Doch meist geht es dabei nur um die großen Unternehmen. 99 Prozent der Unternehmen, die den Laden eigentlich am Laufen halten, werden auch von der Politik ignoriert – aber eifrig abkassiert. Mit dem Ergebnis, dass gerade Kleinunternehmer in die Armutsfalle laufen. Die erste Partei, die das thematisiert, ist die Linke. Weiterlesen

Lieber gar nicht drüber reden

Kosten für Sozialbestattungen kletterten 2015 in Sachsen auf über 3 Millionen Euro

Foto: Ralf Julke

Hilflos schauen derzeit Ministerinnen und Kanzlerin in Berlin drein, wenn es um die Frage geht: Wie sichert man die Rentenversorgung der Älteren? Das Herumdrehen an den Prozentsätzen und Anrechnungspunkten bringt kein Ergebnis. Es hilft vor allem denen nicht, die aufgrund niedriger Einkommen und brüchiger Erwerbsbiografien am Ende überhaupt nicht genug Punkte für eine lebenssichernde Rente gesammelt haben. Dass da etwas fehlt, macht auch die Zunahme von Sozialbestattungen sichtbar. Weiterlesen

Auch die AfD bekommt keine Zahlen

Ignoranz mit System: Zwangsverrentung gibt es in Sachsen nicht

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Was Politiker nicht wissen wollen, das lassen sie auch nicht registrieren. Sachsen hat mittlerweile 25 Jahre wilder Experimente am Arbeitsmarkt, diverse Renten- und Sozialreformen hinter sich. Die Ergebnisse schlagen mittlerweile mit steigenden Sozialausgaben in den Kommunen auf. Und nicht nur die Linke und die Grünen fragen jetzt immer öfter besorgt nach Zahlen zur wachsenden Altersarmut in Sachsen. Selbst die AfD wird hibbelig. Weiterlesen

Prekäre Erwerbsbiografien werden zum Rentenproblem

Leipzigs Linke macht drohende Altersarmut in zehn Stadtteilforen zum Thema

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„Leipzig ist nach wie vor die sächsische Armutshauptstadt, daran hat sich nichts geändert“, sagt Dr. Dietmar Pellmann, lange Jahre das sozialpolitische Schwergewicht in der Landtagsfraktion der sächsischen Linken. Aber Ruhestand kennt er nicht. Er wird auf dem Podium sitzen, wenn die Leipziger Linke die nächsten Foren zur Rentenzukunft in Leipzig veranstaltet. Mit vielen jungen Leuten im Publikum, wünscht sich Adam Bednarsky. Weiterlesen

Wenn die Rente zum Leben nicht reicht

Wachsende Altersarmut in Sachsen wird zum Kostenberg in den Sozialetats der Kommunen

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Man kann ein kaputtes System nicht dadurch reparieren, dass man einfach nur mehr Geld hineinschickt. Wie Frühlingsschäfchen hüpften ja einige Politiker in den letzten Wochen über die grüne Wiese, weil sie die Rentenbezüge der aktuellen Rentnergeneration angehoben haben. Was zwar 8 Milliarden Euro mehr kostet - aber es nutzt all denen nichts, die tatsächlich unter miserablen Renten leiden. Und das werden in Sachsen immer mehr. Weiterlesen

Weitermalochen jenseits der 65

Altersarmut zwingt immer mehr Sachsen im Rentenalter zum Mini-Job

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In den nächsten Jahren werden viele Sachsen mit Entsetzen bemerken, dass ihnen ihre lebenslange Rackerei am Ende gar nichts genützt hat. Sie werden einen Rentenbescheid bekommen, der ihnen einfach sagt, dass sie nicht mal genug gesetzliche Rente bekommen, um das Lebensnotwendigste finanzieren zu können. Sie werden zum Sozialfall. Schon jetzt entschließen sich viele, sich das Fehlende durch Mini-Jobs dazuzuverdienen. Weiterlesen

Nicht nur Großstädte betrachten und langfristig investieren

Enrico Stange (Linke): Ja zu mehr Sozialwohnungsbau in Sachsen

Enrico Stange, Sprecher für Wohnungspolitik der Linksfraktion, sagt zum Antrag der Grünen „Programm zur sozialen Wohnungsbauförderung für Sachsen auflegen“ (6/4397): Wohnen bekommt in Sachsen eine neue soziale Dimension. Einerseits führen die Anforderungen an energetische Sanierung, barrierefreies Wohnen und Modernisierung zu Neubau- und Sanierungsmieten von 8,50 Euro netto kalt und mehr je Quadratmeter. Andererseits sind die heutigen und künftigen Mieterinnen und Mieter zunehmend nicht in der Lage, das ohne Unterstützung zu bezahlen. Weiterlesen

Soziale Lösungen statt Vorurteile

Horst Wehner (Linke): Kritik an Taxifahrten für Geflüchtete nicht mit Problem Altersarmut vermengen

Die Landesseniorenvertretung Sachsen kritisiert, dass die Landesdirektion Taxifahrten für Asylsuchende bezahlt, während von Altersarmut betroffene Menschen keine Unterstützung zur Sicherung ihrer Mobilität erhielten. Dies kommentiert der seniorenpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Horst Wehner: Niemand hat das Recht, Vorurteile gegenüber Menschen zu verstärken, die sich in einer schwierigen sozialen Situation befinden. Dieses Recht haben auch jene nicht, die selbst sozial benachteiligt werden. Die Argumentation der Landesseniorenvertretung spielt altersarme Menschen und Grundsicherungsempfänger gegen Geflüchtete aus. Weiterlesen

Noch eine "Studie" der Versicherungswirtschaft für den Papierkorb

Quatsch mit Rente oder Wer im Berufsleben schon darbt, bleibt auch als Rentner arm

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Wir haben das Ding jetzt schon ein bisschen liegen gelassen, denn gesendet hat der Verband der deutschen Versicherer seinen Versuch, die Rentenentwicklung in den 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten bis ins Jahr 2040 zu berechnen, schon am 13. November. Aber wie das mit solchen Prognosen meistens so ist: Sie sind zu simpel, um richtig zu sein. Weiterlesen

Berechtigte Frage an den Wirtschaftsminister

Warum müssen immer mehr Rentner in Sachsen Antrag auf Grundsicherung stellen?

Foto: Ralf Julke

Es gibt eine Menge Sachsen, die gewöhnen sich schon jetzt daran, dass die Rente zum Leben nicht reichen wird. Die einen - und das sind immer mehr - gehen auch nach dem 60. bzw. 65. Lebensjahr weiter arbeiten oder verdienen sich dazu. Und wer das nicht kann, der beantragt staatliche Alimente, zu Amtsdeutsch: Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Auch diese Zahlen steigen, erfuhr jetzt Nico Brünler. Weiterlesen

Folgen langjähriger Niedriglohnpolitik

Leipzig bleibt die Schuldnerhauptstadt in Sachsen

Karte: SchuldnerAtlas, Creditreform

Was macht man eigentlich, wenn die paar Kröten, die man als Minijobber, Jobcenter-Kunde oder Minirentner bekommt, nicht dazu ausreichen, um auch mal Notfälle abzupuffern? Man landet dort, wo man eigentlich nicht landen will: in Schulden. Und zwar ohne echte Aussicht, sie jemals abtragen zu können. Auch in Leipzig ein wachsendes Problem, aber es betrifft das ganze kleine Königreich Sachsen. Weiterlesen

Altersarmut wird immer öfter zur Schuldenfalle

Leipziger Schuldnerquote ist im zurückliegenden Jahr weiter gestiegen

Grafik: Creditreform

LeserclubMit Schulden ist das so eine Sache: Die Einen lassen sich jeden Euro verbriefen und treiben ihn mit Zins und Zinseszins wieder ein. Und die Anderen werden gleich so miserabel bezahlt, dass sie schon beim kleinsten Malheur in die Schuldenfalle geraten. Das sind dann meist die, die von Creditreform regelmäßig im SchuldnerAtlas Deutschland erfasst werden. Und die Nachricht dürfte durchaus alarmieren: Die Schuldnerquote ist 2015 wieder gestiegen. Weiterlesen

Bertelsmann-Studie zur Altersarmut

Niedriglohnpolitik der sächsischen CDU wird zur Sozialbelastung der Kommunen

Foto: Ralf Julke

Irgendwie wollen sie es alle noch nicht wahrhaben - nicht die Bundesregierung, nicht die Landesregierungen. Die Kommunen würden es gern nicht wahr haben wollen, merken es aber so langsam, was es heißt, wenn aus der "Hartz IV"-Armut jetzt so nach und nach echte Altersarmut wird. Die Belastung des Sozialetats sinkt nicht. Und auch in Sachsen sieht die Zukunft für viele Ältere belämmert aus. Eine Bertelsmann-Studie zeigt es. Weiterlesen