Artikel zum Schlagwort Arbeitsmarkt

Leipzigs Arbeitsmarkt im Januar 2017

Winter sorgt für Anstieg der Arbeitslosenzahl, Berg der „Hartz IV“-Bezieher schmilzt weiter ab

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Es ist Winter. Die meisten Baustellen ruhen. Viele befristete Arbeitsverträge sind im Dezember ausgelaufen. Das lässt auch die Leipziger Arbeitsmarktzahlen im Januar einen Sprung nach oben tun. Eher einen Hüpfer, wenn man es mit den Vorjahren vergleicht. Auch wenn Leipzigs Arbeitsagentur von einem „deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1.882 Menschen im Januar“ spricht.

Ein BIAJ-Ranking zu Arbeitslosenraten

Der Aufstieg der drei ostdeutschen Wachstumskerne Berlin, Dresden und Leipzig in der Bundesliga der Großstädte

Grafik: BIAJ

Heute ist sozusagen der Tag der Arbeitsmarkt-Zahlen. Das ist mehr oder weniger Zufall, aber das Thema drängt sich immer mehr auf, auch nach dem völlig unbegründeten Jubel des CDU-Arbeitsmarkt-Experten und Landtagsabgeordneten Alexander Krauß. Denn wer nicht einmal versucht, die Gründe für die Beschäftigungsentwicklung zu begreifen – wie will der eigentlich Wirtschaftspolitik machen? Klafft da nicht ein Loch?

Der falsche Jubel des CDU-Arbeitsmarkt-Experten

Steigende Beschäftigungszahlen in Sachsen haben nichts mit einer besonderen sächsischen Wirtschaftspolitik zu tun

Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Am Freitag, 27. Januar, veröffentlichte das Statistische Landesamt die Beschäftigtenzahlen für Sachsen im Jahr 2016. Danach stieg die Erwerbstätigenzahl 2016 auf den Höchststand seit dem Jahr 1991. Durchschnittlich 2,033 Millionen Menschen hatten im vergangenen Jahr ihren Arbeitsplatz im Freistaat Sachsen, 19.000 mehr als noch 2015. Und sofort reklamierte die CDU diesen Erfolg für sich. Aber da liegt auch Alexander Krauß völlig daneben.

Sachsens Arbeitsmarkt im Jahr 2016

Dienstleistungsbranche macht aus Minijobs wenigstens Vollzeittätigkeiten

Foto: Ralf Julke

Das Statistische Landesamt hat gerade so eine Art Kurzabrechnung über das vergangene Jahr am Arbeitsmarkt vorgelegt. Wieder eine, die – wie seit 2010 – von einer Konsolidierung erzählt: Durchschnittlich 2,033 Millionen Erwerbstätige hatten im Jahr 2016 ihren Arbeitsplatz im Freistaat Sachsen. Das waren rund 19.000 Personen bzw. 1 Prozent mehr als im Jahr 2015. Trotzdem, muss man sagen.

Leipzigs Arbeitsmarkt im Dezember 2016

Den Jobmarkt für ältere Arbeitsuchende hat auch Leipzig noch nicht erfunden

Foto: Ralf Julke

Irgendwie ging das Jahr 2016 ganz gut zu Ende – zumindest für Leipzigs Arbeitsagentur. „Das Jahr 2016 war für den Leipziger Arbeitsmarkt ein gutes Jahr. Es brachte der Stadt im November mit 7,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Monat überhaupt seit 1991. Und die Arbeitslosenquote im Dezember ist mit 7,9 Prozent die niedrigste in einem Dezember“, freut sich die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig, Reinhilde Willems.

Engagement der IHK zu Leipzig ergänzt Arbeit der IHK-Willkommenslotsin

Leipziger Wirtschaft engagiert sich im Verein weltoffenes Sachsen

Foto: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig hat in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, dem Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen e. V.“ beizutreten. Als Wirtschaftsnetzwerk mit klarem Bekenntnis für ein weltoffenes und internationales Sachsen hat der Verein sich zum Ziel gesetzt, die Reputation Sachsens Wirtschaft zu verbessern, die Integration von Zuwandern in die Wirtschaft konkret zu fördern und Vorbehalte abzubauen. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Ein Land klafft auseinander

Arbeitskräftereservoir schmilzt im Osten in hohem Tempo weg

Foto: Ralf Julke

Nicht nur im Saarland oder in Bremen schaut man in den letzten Monaten recht besorgt auf die Arbeitslosenquoten. Mitten durch die Bundesrepublik scheint ein Riss zu gehen. Das zeigten am Mittwoch, 30. November, die neuesten Arbeitslosenzahlen für die Republik. Während sie im Westen kaum zurückgehen oder sogar steigen, hält seit einem Jahr im Osten ein enormer Arbeitslosenrückgang an.

Leipzigs Arbeitsmarkt im November

Globalisierung oder vielleicht doch die Folge einer falschen Infrastrukturpolitik in Sachsen?

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Der Arbeitsmarkt verändert sich, hat sich längst verändert. Das spiegeln natürlich die Arbeitsmarktberichte der einzelnen Städte nicht wider. Schon lange kann man den Leipziger Arbeitsmarkt eigentlich nicht mehr losgelöst vom sächsischen sehen. Aber in Sachsen herrscht noch immer Kleinstaaterei. Der Blick fürs Ganze fehlt. Und eine 7 vorm Komma ist alles Mögliche, nur kein lokaler Wert, wie die Leipziger Arbeitsagentur glaubt.

Leipzigs Arbeitsmarkt im Oktober

Über 6.000 freie Stellen in Leipzig und die Pendlerströme wachsen

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Er schluckt und schluckt und schluckt. Der Leipziger Arbeitsmarkt scheint (zumindest in der Statistik) unersättlich zu sein. „Niedrigste Arbeitslosenquote in Leipzig seit 1991“, titelt Leipzigs Arbeitsagentur gleich mal für die Oktoberzahlen. Mit 8,1 Prozent wurde im Oktober die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Monat überhaupt seit 1991 gemessen.

Leipzigs Arbeitsmarkt im September 2016

Sockel der Hartz-IV-Empfänger schmilzt mangels Nachschub ab

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Der Leipziger Arbeitsmarkt funktioniert. Noch, muss man sagen, wenn man den diversen Wahrsagern zuhört, die nun die für 2016 vorhergesagte Flaute für 2017 prophezeien. Irgendwie ergeben das alle ihre in BWL erlernten Formeln. Die trügerischen. Aber irgendwie darf die Leipziger Arbeitsagentur für den September tatsächlich so etwas wie einen 25-Jahres-Rekord vermelden.

Quartalsbericht Nr. 2/2016, Teil 8 der Besprechung

Das Integrationsinstrument Jobcenter funktioniert auch bei einem hungrigen Arbeitsmarkt nicht

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht II / 2016

Den zweiten Artikel im Quartalsbericht Nr. 2 für 2016 zur Arbeitslosigkeit in Leipzig hat Lars Kreymann verfasst. Er hat die kompletten zehn „Hartz IV“-Jahre von 2005 bis 2015 ins Auge gefasst. Und offiziell sinkt ja die Arbeitslosenrate. 2005 lag sie bei heute kaum noch vorstellbaren 20,8 Prozent. Im Juni 2016 waren es noch 8,7 Prozent. Da erwartet man eigentlich, dass sich fast alle Zahlen mehr als halbiert haben. Haben sie sich aber nicht.

Quartalsbericht Nr. 2/2016, Teil 6 der Besprechung

Viele Ost-Rückkehrer zieht es in Wachstumsstädte wie Potsdam und Leipzig

Foto: Ralf Julke

Einen ganz witzigen Beitrag zu Hin-und-Her-Wanderung in Deutschland haben die beiden IAB-Mitarbeiterinnen Michaela Fuchs und Antje Weyh für den neuen Quartalsbericht Nr. II/2016 geschrieben. Denn es gibt im so gern verteufelten Osten tatsächlich echte Re-Migranten. Also Leute, die in den vergangen 17 Jahren mal in den wilden Westen gezogen sind und nun tatsächlich heimkehren in dieses menscheinfeindliche Eckchen Welt.

Quartalsbericht Nr. 2/2016, Teil 4 der Besprechung

Die Bundesrepublik braucht mehr als nur eine hohe Zuwanderungsquote für Ausländer

Foto: Ralf Julke

Das Argument, Deutschland brauche Zuwanderung, um seinen Fachkräftebedarf zu decken, ist bislang das einzige, das von Seiten der Wirtschaft unterstützt wird, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht. Die Zahlen dazu selbst stammen aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das der Bundesagentur für Arbeit angegliedert ist. 400.000 Menschen müssten jedes Jahr zuwandern, um das Arbeitskräftepotenzial in Deutschland zu sichern.

Leipzigs Arbeitsmarkt im August

Nach 25 Jahren stablisieren sich wenigstens die Großstädte im Osten

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Es ist ja nicht so, dass immerfort die Ansiedlung neuer großer Werke verkündet wird in Sachsen. Es gibt keine neuen Pläne – für ein neues Solar Valley oder ein neues Jahrtausendfeld der E-Technologien. Und trotzdem sinken die Arbeitslosenzahlen stärker als in jenen Jahren, als Sachsens Regierung noch jubelnd neue Unternehmensakquisen verkündete. Auch im August. Da staunt der Westen.

Sachsen braucht öffentlich geförderten Beschäftigungssektor

Ältere Arbeitslose haben auch im Jahr 2016 kaum eine Chance, wieder in den sächsischen Arbeitsmarkt zurückzukehren

Foto: Ralf Julke

Der sächsische Arbeitsmarkt ist nicht für ältere Arbeitslose gemacht. Erst recht nicht, wenn sie schon seit Jahren aus dem Job heraus sind und die ermüdenden Schleifen in den Jobcentern gedreht haben. Die ihnen nichts zu bieten haben. Trotzdem schmelzen die Zahlen der älteren Arbeitslosen ab in Sachsen. Wie passt das zusammen? Der Linke-Abgeordnete Nico Brünler hat mal nachgefragt.

+++Fällt aus!+++Daniela Kolbe im Gespräch mit Bundesministerin Andrea Nahles

+++Aus gesundheitlichen Gründen musste Bundesministerin Andrea Nahles ihren geplanten Besuch am Donnerstag in Leipzig absagen. Die Veranstaltung „Anpacken für gute Arbeit - Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Gespräch“ in der Galerie KUB muss damit leider ausfallen.+++Am Donnerstag, den 18. August 2016 hat die Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, zu Gast. Unter dem Titel „Anpacken für gute Arbeit“ wollen beide ab 18:30 Uhr in der Galerie KUB, Kantstraße 18, mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Schnellere Integration auf den Arbeitsmarkt möglich: Vorrangprüfung wird in Sachsen ausgesetzt

Nach der Billigung des Bundesrates am 8. Juli 2016, tritt das Integrationsgesetz am 6. August 2016 in Kraft. Gemeinsam mit dem Gesetz kommt auch eine neue Verordnung zur Geltung. Darin wird eine Forderung Sachsens aus dem Januar 2016 umgesetzt. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) forderte damals die Aussetzung der Vorrangprüfung als Zugangsberechtigung zum Arbeitsmarkt, um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration von Geflüchteten mit guter Bleibeperspektive zu verbessern.

Leichter Anstieg der Leipziger Arbeitslosenzahlen im Juli

Asylbewerber werden zu Jobsuchenden, Ältere bleiben im Job, junge Leute suchen Job nach Ausbildung

Grafik: Arbeitsagentur Leipzig

Immer noch robust. So zeigt sich der Leipziger Arbeitsmarkt im Juli 2016. Obwohl sich da in den Kulissen so einiges verändert. Nicht nur was die Asylsuchenden betrifft, die jetzt verstärkt in die Arbeitsvermittlung kommen. Gegenüber dem Juli 2015 ist die Arbeitslosigkeit in Leipzig um 1.236 Arbeitslose zurückgegangen, betont die Arbeitsagentur. Und dann wieder dieses allsommerliche Drama! Oweh!