Artikel zum Schlagwort Biografie

Das mathematische Kapitel in der Geschichte des Teubner Verlages

Das Leben und die Tragik des Verlegers Alfred Ackermann-Teubner

Foto: Ralf Julke

Es ist noch keine große Biografie, eher eine kleine. Gerhard Ackermann und Jürgen Weiß ging es eher um das Jubiläum, das eigentlich keines ist. Eher einer der tragischen Momente in der Geschichte des Teubner Verlags in Leipzig, als Alfred Ackermann-Teubner vor genau 100 Jahren aus dem Verlag ausschied. Womit der Teubner Verlag seine Spitzenposition als Mathematik-Verlag einbüßte. Anmelden und weiterlesen.

Tierleben-Erzähler, Zoodirektor, Tierbeobachter

Eine Biografie, die vor allem die Strapazen der Reisen des Forschers Alfred Brehm beschreibt

Foto: Ralf Julke

Eigentlich war 2016 kein Alfred-Brehm-Jahr. Aber es erschienen dennoch zwei Alfred-Brehm-Bücher in Leipzig. In Zeit- und Selbstzeugnissen rekonstruierte Hans-Dietrich Haemmerlein das Leben des berühmten Tierforschers für den Sax Verlag. Die Edition am Gutenbergplatz hat jetzt einen Titel in ihr Programm aufgenommen, der 1984 erstmals im Leipziger Brockhaus-Verlag erschienen war. Anmelden und weiterlesen.

Verheizt in einem Krieg der Skrupellosen

Alte Feldpostbriefe lassen die Tragik des jungen Seiffeners Gottfried Storch lebendig werden

Foto: Ralf Julke

Wahrscheinlich sind es wirklich erst die Enkel, die die Dramen ihrer Großvätergeneration wirklich aufarbeiten. Die Kinder prallten noch ab an der Mauer des Schweigens ihrer Eltern, die an ihre Jugend in der Nazizeit nicht erinnert werden wollten. Doch den Enkeln bleibt meist nur der graue Karton mit den alten Feldpostbriefen. Was drinsteht, ist auch aus 70 Jahren Entfernung noch erschütternd. Anmelden und weiterlesen.

Eine Leipzigerin, die es erst einmal zu entdecken gilt

Das grandiose und niederlagenreiche Leben der Sängerin Inge Brandenburg + Video

Foto: Ralf Julke

Inge Brandenburg? Jazz-Freunden wird der Name etwas sagen. Jüngeren Generationen sagt er eher nichts. Und dabei war sie einmal Europas Jazzsängerin Nr. 1. Ein Ausnahmetalent, das 1999 vereinsamt, verarmt, fast vergessen in München starb. Und so nebenbei auch noch ein echtes Leipziger Kind. Marc Boettcher hat das Schicksal der zu Unrecht Vergessenen aus dem Dunkel geholt. Anmelden und weiterlesen.

Musik für die Himmelsburg

Das Buch, mit dem John Eliot Gardiner Leipzigs berühmtesten Komponisten endlich vom falschen Sockel holt

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Wer, wenn nicht John Eliot Gardiner hätte so ein Buch über Johann Sebastian Bach schreiben können? Der ambitionierteste Dirigent der Gegenwart, der sich seit einem halben Jahrhundert mit der Musik des Barock beschäftigt. Da kommt man an Bach nicht vorbei. Erst recht nicht, wenn man so ein Wagnis eingeht wie Gardiner und seine Musiker, als sie 2000 eine regelrechte Bach-Odyssee durch Europa starteten. Anmelden und weiterlesen.

Buchpremiere am 3. November: Unzertrennlich trotz Mauer und Eisernem Vorhang von Hanno Speich

Foto: Ralf Julke

Zusammen in Leipzig aufgewachsen trennen sich 1948 die Wege von Hanno und Manfred, nachdem Hanno mit seiner Familie nach Triest fliehen muss. Ein außergewöhnlich Briefwechsel entsteht, in dem sich die Geschichte der Zeit in den mitgeteilten Hoffnungen, Emotionen, Erfolgen, aber auch Sorgen und Ängste widerspiegelt. 1992 können sich Hanno und Manfred endlich wieder in den Armen halten. Drei Jahre nach der Wiedervereinigung und 44 Jahre nach Hannos Flucht aus Leipzig. Es ist, als wären sie immer zusammen geblieben und niemand hätte sie entzweit. Anmelden und weiterlesen.

Ein Büchlein über Talente, Förderung und geniale Inselbegabungen

15 Schicksale hochbegabter Kinder und die Malaise einer Welt, die lieber an Wunder glaubt als an gute Bildung

Foto: Ralf Julke

Es gibt sie immer wieder: Kinder, die ihren Altersgenossen davonziehen, Klassen überspringen, ihren Doktor machen, wenn die anderen noch nicht mal das Abitur haben. Immer wieder machten Wunderkinder in der Vergangenheit von sich reden, wurden bejubelt, bestaunt. Und die Welt rätselte: Waren Sie wirklich so viel genialer als alle Anderen? Anmelden und weiterlesen.

Nonne? Hausfrau? Mutter? Von wegen.

Zu Gast bei der Lutherin: Die gebildete Frau kennenlernen, die Luther den Haushalt schmiss

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Wenn Regina Röhner dranbleibt, dann könnte die kleine Serie, die sie 2012 mit „Eine Kurfürstin in der Küche. Anna von Sachsen und ihre Rezepte“ begann, etwas ganz Besonderes werden: eine Serie über tatkräftige Frauen aus Mitteldeutschland, die Geschichte machten und gleichzeitig auch noch den Haushalt managten. Küche inklusive. Anmelden und weiterlesen.

Die Frage aller Fragen stellen

Am 30. August gibt es jetzt auch die Leipziger Buchpremiere für das Luther!-Buch

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Über Joachim Köhlers Luther-Biografie „Luther! Biographie eines Befreiten“ haben wir schon im Juni berichtet. Eine Biografie, die vor allem deshalb heraussticht, weil sie diesen suchenden Martin Luther nicht religiös versucht zu erklären, sondern aus handfesten menschlichen Motiven. Dieser Sucher ist ein Mensch der Moderne, der schier verzweifelt, weil er partout nicht eins werden kann mit sich selbst. Anmelden und weiterlesen.

Briefe zwischen Leipzig, Triest und Mailand

Die Lebensgeschichte zweier Leipziger Jugendfreunde in Rückblenden und Briefen über Grenzen hinweg

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Wenn man älter wird und die Beanspruchungen des Berufslebens aufhören, dann sollte man sich nicht unbedingt hinsetzen und so tun, als würde sich die Gegenwart jetzt nach der Vergangenheit richten müssen. Aber leider tun das viele Alte. Nur die wenigsten setzen sich wirklich hin wie Hanno Speich in Mailand und gehen ihrer eigenen Geschichte auf den Grund. Es ist auch ein Stück Leipzig-Geschichte. Anmelden und weiterlesen.

Ein lange verdrängtes Kapitel Leipziger Kirchengeschichte

Wie die sächsische Landeskirche mit dem Nikolaipfarrer Friedrich Ernst Lewek umging

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Am Dienstag, 23. August, gibt es etwas, was auch die Nikolaikirchgemeinde so noch nicht erlebt hat: Der historische Saal im Predigerhaus am Nikolaikirchhof wird in Ernst-Lewek-Saal umbenannt. Und damit bekennt sich die Nikolaikirche zu einem Kapitel, das bis 2014 praktisch nicht existierte: die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte in der NS-Zeit. Anmelden und weiterlesen.

Francis Neniks doppelte Biografieführungen

Drei fast vergessene Dichter und das unangepasste Leben des renitenten Genossen Hasso Grabner

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Ja, wer soll sich eigentlich kümmern um die - zu Unrecht - vergessenen Autoren, wenn es nicht die Autoren selber tun? Gerade dann, wenn es sich um zerrissene, gescheiterte, unangepasste Gestalten handelt? Gern vergessen von der hohen Literaturwissenschaft. Und siehe da: Der Leipziger Autor Francis Nenik hat gleich vier gefunden und mit spitzer essayistischer Feder porträtiert. Anmelden und weiterlesen.

Die Biographie eines Befreiten: Luther!

Mit diesem Luther möchte man auch heute noch gegen Scharlatane und Ketzerjäger kämpfen

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Luther. Ist nicht schon alles geschrieben über den Professor aus Wittenberg, seinen Thesenanschlag, sein „Hier stehe ich!“? Das denkt man oft, gerade wenn es - wie es im Klappentext heißt - um „die großen umstrittenen Figuren der deutschen Kulturgeschichte“ geht. Über die hat Joachim Köhler schon einige Bücher verfasst und jedes Mal Aufsehen erregt: Nietzsche, Wagner. Und jetzt Luther. Anmelden und weiterlesen.

Michael D'Antonios Buch über Donald Trump, Teil 2 der Besprechung

Warum Donald Trump vom modernen Jahrmarkt der Eitelkeiten so gefeiert wird

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Natürlich fragt D’Antonio in seinem detailreichen Buch nach, ob Donald Trump denn nun nachdenkt, wenn er spricht. Mehrfach ist er schon mit wehenden Haaren in Skandale hineingeschlittert, weil er vor der Kamera oder im Internet herumgepöbelt hat, Frauen und Minderheiten beleidigt hat, Vorschläge gemacht hat, die das Land in eine von Mauern abgeschottete Diktatur machen würden, wenn diese Art Gängelei tatsächlich Politik werden würde. Anmelden und weiterlesen.

Nur wer sich erinnert, lernt was aus seinem Leben

Ein 90-Jähriger erinnert sich an Kindheit, Krieg, Workuta und die Brüche des 20. Jahrhunderts

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Fünf, fast sechs Jahre im eisigen Workuta - die war prägend für Horst Hennig, der im Mansfelder Land aufgewachsen ist und nach dem Krieg in Halle sein Medizinstudium begann. Ein Studium, das abrupt mit der Verhaftung der Hallenser Studentengruppe endete, die es so in der Realität nicht gab. Aber mit konstruierten Anklagen sahen sich in den frühen 1950er Jahren tausende junger Menschen in Ostdeutschland konfrontiert. Anmelden und weiterlesen.

Die ultimative Schlieffen-Biographie gibt es jetzt aus Leipzig

1.000 Seiten über den Mann, der den „Schlieffen-Plan“ so 1914 garantiert nicht ausgeführt hätte

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Die Meisten kennen den Mann, obwohl sie ihn gar nicht kennen. Sein Name ist eng mit dem Schlieffen-Plan verbunden. Dass Alfred Graf von Schlieffen weder etwas für den sogenannten Schlieffen-Plan noch für den blinden Marsch des deutschen Kaiserreichs in den Weltkrieg konnte, das erzählt dieses Buch. Sehr parteiisch. Aber man versteht bald, warum Pantenius seinen Helden mit allen Mitteln der Recherche verteidigt. Anmelden und weiterlesen.

In Schlesien geboren, in Leipzig berühmt geworden, in Wien gefeiert

Der begnadete Theatermann, Heine-Freund und Erfinder des Jungen Deutschland: Heinrich Laube

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Es gibt eine ganze Reihe berühmter Leipziger, die in der Erinnerungskultur der Stadt so gut wie keine Rolle spielen. Dazu gehört auch Heinrich Laube: Schriftsteller, Herausgeber, Theaterintendant. Und die zentrale Gestalt in einem Phänomen, das sich mal „Junges Deutschland“ nannte. Eine zerrissene Gestalt, genauso zerrissen wie das Deutschland der Metternich-Zeit. Anmelden und weiterlesen.

Nach 26 Jahren neu aufgelegt

Die Sprengung der Paulinerkirche, der Husarenstreich in der Kongresshalle und die spektakuläre Flucht übers Schwarze Meer

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Mancher wird dieses Buch 1990 vielleicht verpasst haben. Da legte es der Piper Verlag vor - mitten in einer Zeit, als sich die Bücher, die sich kritisch mit der gerade absaufenden DDR beschäftigten, gegenseitig heftige Konkurrenz machten. Dabei ist es eine Leipzig-Geschichte, die ihre Faszination auch 26 Jahre später nicht eingebüßt hat. Immerhin erzählt es von einer der spektakulärsten Fluchten aus der DDR. Und nicht nur das. Anmelden und weiterlesen.

Die letzte Station in einem großen Komponistenleben

Ein kleines, kompaktes Buch über Bach und seine nicht ganz streitlose Zeit in Leipzig

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„Stationen“ nennt sich die kleine Reihe aus dem Morio Verlag in Heidelberg, die nicht ganz grundlos ans Reisen erinnert. Im doppelten Sinn. Denn nicht nur die Leser werden angeregt, auf den Spuren berühmter Personen auf die Reise zu gehen und dabei deutsche Städte mit Fokus auf die eine berühmte Person hin zu betrachten. Auch die Berühmten sind ja einst gereist. Und machten – mal kürzer, mal länger – zum Beispiel auch in Leipzig Station. Anmelden und weiterlesen.

Architekt, Betonpionier, Stadtverordneter und Stiftungsvorstand

In vier Porträts auf den Spuren des Leipziger Unternehmers Max Pommer

Foto: Ralf Julke

Das können nicht viele Unternehmen in Leipzig auf ihre Website schreiben: „Pommer Spezialbetonbau GmbH. Seit 1898.“ Und nur wenige haben auch so einen berühmten Gründer: Max Pommer. 2015 jährte sich sein Todestag zum 100. Mal. Der ideale Zeitpunkt, den Architekten und Betonpionier mal mit einem eigenen Buch zu würdigen. In vier großen Kapiteln, denn Max Pommer war ein Ruheloser. Anmelden und weiterlesen.