Artikel zum Schlagwort Christentum

Der öffentliche Raum für öffentliche Angelegenheiten. Gemeinschaftlicher Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit.

Öffentlicher Diskurs am 5. September: „Das Christentum gehört nicht zu Deutschland“

Das Christentum war in seinem Ursprung eine antibürgerliche und antinationale Bewegung. Alle Unterschiede zwischen Ständen und Völkern wurden egalisiert, aufgehoben in der einen Gemeinschaft, die prinzipiell offen war für alle Menschen, die diese Offenheit akzeptierten. Das Christentum verstand sich damit als Gegenentwurf zum Römischen Reich, in welchem Bürgerrecht abhängig war von Geburt oder Gunst oder der Möglichkeit, dieses zu erkaufen. Im frühen Christentum wurde der Gedanke der einen Menschheitsfamilie etabliert, in der alle solidarisch verbunden sind. Weiterlesen

Kunst, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Konzerte und Kabarett

Katholikentag Leipzig: 300 Kulturveranstaltungen mit bewusst regionalen Akzenten

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Aus dem Topf der Kulturförderung habe der Katholikentag sein Geld bekommen, erklärte die Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann in einem Interview: „Klar, kann man jetzt wieder argumentieren: Das ist ja auch Kulturförderung, weil da drei Orchester auftreten. Mit dieser Argumentation können wir auch ein Helene-Fischer-Konzert fördern.“ Nun ist das Kulturprogramm vorgestellt worden. 143 Gruppen und Einzelkünstler werden kommen, über 300 Kulturveranstaltungen werden angeboten. Weiterlesen

Gelegenheit zur Begegnung mit Christen und Muslimen wurde in Gohlis genutzt

Großes Interesse am Interreligiösen Dankfest an der Friedenskirche

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Am besten vorbereitet war die Ahmadiyya-Gemeinschaft. Ihr großes Zelt in blauer Farbe fiel Passanten als erstes auf. Es gab leckere Speisen und viel Informationsmaterial. Die christlichen Gemeinden waren mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Neben Kuchen gab es die Möglichkeit, zu basteln und sich zu schminken. Bei einem Memory mussten Textstellen eindeutig der Bibel oder dem Koran zugeordnet werden. Viele Gespräche und gute Begegnungen gab es an diesem Sonntag. Weiterlesen

Menschen, sie sich interreligiös begegnen, bauen Vorurteile ab

Feier eröffnet Interkulturelle Wochen 2015 in Leipzig

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Die interkulturellen Wochen haben begonnen. In etwa 140 Veranstaltungen wird die kulturelle Vielfalt der Stadt sichtbar. Zur Eröffnung fand am Sonntag im Neuen Rathaus eine Interreligiöse Feier statt, erstmals dabei: die Sikh-Gemeinde. Den Anfang machte die Bahá'í-Gemeinde. Muslimische Vertreter kamen von der Takva-Moschee und DITIB. Die Katholiken steuerten Bach bei, die Evangelischen antworteten katholisch. Rabbiner Zsolt Balla spielte Gitarre. Weiterlesen

4.650 Kilometer zu Fuß in 165 Tagen

Jakobsweg: Litauische Pilger unterwegs nach Spanien

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

"Irgendwann fängt jeder auf dem Weg an zu flennen. Der Weg hat einen irgendwann soweit. Man steht einfach da und heult." Die litauische Gruppe, die am Mittwoch durch das Zentrum von Leipzig zieht, ist noch nicht soweit. Singend und betend folgen sie dem Jakobsweg. Am Abend treffen die 30 Pilger in der katholischen Pfarrei St. Georg in Gohlis ein. Am 5. Mai waren sie in Litauen aufgebrochen, am 13. Oktober werden sie Santiago de Compostela erreichen. Weiterlesen

Was glauben die denn?

Christen: Der Tod hat nicht das letzte Wort

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Mit dem Gründonnerstag beginnen bei den Christen die österlichen drei Tage: Triduum paschale. In den Gottesdiensten wird die Erinnerung an Jesu Leiden und Tod lebendig. Am Beginn steht ein gemeinsames Mahl. Karfreitag berichtet vom Sterben Jesu. In der Nacht zum Ostermorgen erklingt dann das Osterlob. Der Tod hat nicht das letzte Wort. In Leipzig gibt es viele Orte, an denen der Weg von Kreuz zu Auferstehung mitgegangen werden kann. Weiterlesen

Was glauben die denn?

Die Bibel auf der Leipziger Buchmesse

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Die kleinste Bibel ist nur unter einem Mikroskop lesbar. Leichter ist die Lektüre in den vielfältigen Übersetzungen und in normaler Größe. Ein doppelstöckiger Bus rückt das Buch, in dem sich vielfältige Erfahrungen spiegeln und das viele Kulturen geprägt hat, in den Fokus. Der Bibelbus ist eine ökumenische Aktion. Tontäfelchen, echtes Papyrus, ein ägyptisches Notebook, über 40 fremdsprachige Bibelausgaben und vieles mehr erwarten den Besucher. Weiterlesen

Fasten- & Osterzeit und grimmige Einkehr

Ein Papst liest den „Christen ohne Erinnerung“ die Leviten

Foto: Ralf Julke

Wahrscheinlich wird Papst Franziskus als der große Mahner in die Geschichte eingehen, als der Papst, der seinen (katholischen) Schäfchen unentwegt predigte, sie sollten sich doch bitte wie Christen verhalten. Nicht diese Scheinheiligen sein, die sich das christliche Mäntelchen überhelfen und sich trotzdem wie Wölfe und Schakale benehmen. Weiterlesen

Was glauben die denn?

Neue Perspektiven durch Fasten entdecken

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Noch bis Ostern feiern Christen die vierzigtägige vorösterliche Bußzeit. Eigentlich sind es 46 Tage, doch die Sonntage zählen nicht mit. Fasten kommt in vielen Religionen vor. Besonders bekannt ist der islamische Ramadan. 2015 ist der vom 18. Juni bis 17. Juli. Doch auch ohne religiöse Vorstellung ist der Begriff für viele davon geprägt, dass Menschen auf etwas verzichten, was ihnen - sonst - wertvoll ist. Wozu aber soll es gut sein, sich selbst zu quälen ? Weiterlesen

Das religiöse Leben in Leipzig

Was glauben die denn? Mehr als ein Spiel von Molekülen am Rande des Nichts

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Für die meisten Leipziger spielen Religion und Glaube im Alltag keine bestimmende Rolle. Katholikentag, Reformationsjubiläum und die jüngsten Debatten um den Islam sorgen jedoch dafür, dass Glaube zum öffentlichen Thema wird. Das ist Grund genug, in Leipzig jene aufzusuchen, die an Gott oder etwas Göttliches glauben, und die Frage zu stellen: "Was glauben die denn?" - eine Reihe zum vielfältigen religiösen Leben in Leipzig. Weiterlesen

"Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern die Deutung der Dinge"

Kommentar: Macht die Kanzel das Paulinum christlich?

Foto: Ralf Julke

Während der Altar bereits seinen Platz im Paulinum gefunden hat, gibt es um die Kanzel noch Diskussionsbedarf. Das zeigt der Kommentar einer Bürgerinitiative, der vor wenigen Tagen in der L-IZ veröffentlicht wurde. Hinter der Auseinandersetzung um die Kanzel steht die Frage, ob und wie stark der christliche Einfluss auf die Universität sein darf. Gehören zwar Christen zu den Studenten, aber die christlichen Kirchen nicht zur Universität? Weiterlesen

Aus einer Mücke einen Elefanten machen

Darf Leipzig fragen, ob die christliche Tradition aus dem Schulgesetz fliegt?

Foto: Ralf Julke

Bitte Geduld, teilte die Stadtverwaltung mit, als die L-IZ wissen wollte, wie das nun wirklich war im Sächsischen Städte- und Gemeindetag (SSG): Hatte Leipzig nun ganz offiziell gefordert, das Christentum aus dem sächsischen Schulgesetz zu streichen? Der CDU-Stadtrat Ansbert Maciejewski hatte da so was gehört und wollte jetzt Verantwortliche aus Leipzigs Stadtverwaltung benannt wissen. Weiterlesen

Franziskus: Das erste Jahr des neuen Papstes aus der Perspektive von Radio Vatikan geblogt

Wie erklärt man den Papst? Muss man ihn erklären? Aber irgendwie ist auch das Oberhaupt der katholischen Kirche ja ein Medienphänomen. Und damit ein Rätsel. Nicht nur für Ungläubige und Zuschauende. Auch für Insider. So ein bisschen hatte Bernd Hagenkord schon 2011 dieses Gefühl. Damals besuchte Papst Benedikt XVI. Deutschland. Und Pater Hagenkord begann seinen Blog. Weiterlesen