Artikel zum Schlagwort DDR

Wie politische Gewalt im Osten funktionierte

32 beeindruckende Schicksale von Menschen, die das Strafsystem in SBZ und DDR überlebten

Foto: Ralf Julke

Es ist ein dickes Buch geworden. Ungewöhnlich auch für die Reihe, die der Sächsische Beauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgibt. Eigentlich, so schreibt Lutz Rathenow, der Beauftragte, in seinem Vorwort, sollte so ein Buch in die Hosentasche passen, leicht sein und gut geeignet auch als Buch im Schulunterricht. Denn daran, wie Menschen litten, lernt man das Wesen von Diktaturen kennen. Anmelden und weiterlesen.

Bilder und Debatten

Diskussion im Ariowitsch-Haus: Zum Israel-Bild in den DDR-Medien

Foto: L-IZ.de

Er ist aus den Medien verschwunden. Der Nahost-Konflikt. Der Bundesaußenminister traf sich zuletzt mit regierungskritischen Organisationen in Israel, wird als Gast von Premierminister Netanjahu wieder ausgeladen. Sein Amtsvorgänger und frisch gewählter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – gerade in Israel – betonte das freie Recht zur Wahl von Gesprächspartnern … So viel zum „sensibelsten Konflikt“ in Geschichte und Gegenwart? Konflikt verschwunden? Weit gefehlt. Anmelden und weiterlesen.

Versuchslabor für westliche Pharmakonzerne oder eher ein Gesundheitswesen in finanziellen Nöten?

Vier große Arzneimittelstudien in der DDR mal von Historikern unter die Lupe genommen

Foto: Ralf Julke

Die Zeit um 1990 war nicht nur eine Zeitenwende. Sie war auch ein Moment, in dem noch einmal aller Frust herausgelassen wurde über den abgewickelten Staat und seine kommunikationsfaulen Funktionäre. Denn gescheitert war die DDR ja auch an der Unfähigkeit ihrer Funktionäre zum Dialog und zur Transparenz. Da gab’s dann auch manche Skandalgeschichte, die mehr aus Gerüchten bestand als aus Fakten. Über Arzneimitteltests in der DDR zum Beispiel. Anmelden und weiterlesen.

Opposition und Zivilcourage in der DDR im Leipziger Straßenbild

Hat Leipzigs Verwaltung überhaupt eine Übersicht zum vielfältigen Widerstand in der DDR-Zeit?

Foto: Ralf Julke

Sind in Leipzig eigentlich zu wenige Straßen und Plätze nach Personen benannt, die in der DDR-Zeit Widerstand leisteten oder gar Opfer des Regimes wurden? Die Frage beschäftigte die CDU-Fraktion im Stadtrat, die mit einem Antrag jetzt genauer wissen wollte, wie die Verwaltung mit Straßenbenennungen für diese Menschen umgeht. Jetzt hat sie Antwort bekommen. Prinzipiell trifft sie ja da auf offene Ohren. Anmelden und weiterlesen.

Pullerpause mit turbulenten Folgen

Eine furiose Zwischenlandung in einem Land der Kofferdiebe, Rennpappen und Bud-Spencer-Verehrer

Foto: Ralf Julke

Es ist mausetot, dieses Ländchen namens DDR. Eigentlich. Nur da hinten liegt es noch irgendwo herum, 30 Jahre zurück. Als traurige Konservendose voller Gefühle, Erinnerungen, lächerlicher Sprüche und Bilder. Da will keiner wieder hin. Dumm nur, wenn man beim Urlaub mit dem Zeitreisekoffer da landet. Und nicht wieder weg kommt, wie das Jobst und seiner Mutter Susanne passiert. Anmelden und weiterlesen.

Heiße Ware und schwarzes Gold

Podiumsdiskussion am 13. September: Bücher- und Schallplattenschmuggel in der DDR

Die gute alte Vinyl-Schallplatte als Sammlerobjekt, als Fetisch oder als ganz normaler Tonträger ist längst wieder salonfähig oder sogar „in“ und medial auf Endlosrille. Die Podiumsdiskussion über Schallplatten- und Bücherschmuggel in der DDR will anekdotenhaft die kreative Beschäftigung mit der Beschaffung von vor allem westlichem Kulturmaterial in der DDR besprechen. Eine damals geradezu unendliche Geschichte zwischen Frust, Jubel, Enttäuschung, Genugtuung und staatlicher Repression. Anmelden und weiterlesen.

Nur auf den ersten Blick ein Bericht über ein finsteres Kapitel im Kalten Krieg

Wolfgang Bauernfeind beschreibt die Menschenraub-Maschinerie der Stasi und erzählt die Schicksale einiger namhafter Entführungsopfer

Foto: Ralf Julke

Wolfgang Bauernfeind gehört zu den Leuten, die mit 66 Jahren ganz und gar nicht daran dachten, sich auf Malle zur Ruhe zu setzen. Vier Jahrzehnte war er als Redakteur beim Rundfunk tätig. Aber das heißt ja nicht, dass man da alle Themen bearbeiten konnte, die einen beunruhigen. Ein Thema hat ihn nicht ruhen lassen: der systematische Menschenraub der Stasi in den 1950er Jahren. Anmelden und weiterlesen.

Eher Zeit- als eine Städtereise

Mit Konstantin Hermann einmal quer durch die sozialistische Phase des nicht-existenten Sachsen

Foto: Ralf Julke

Die beiden Bücher ähneln sich: Der eine, Martin Kaule, hat „Sachsen 1945 – 1989“ unter die Lupe genommen, der andere, Konstantin Hermann, „Sachsen 1949 – 1990“. Es steht auch beide Male „Historischer Reiseführer“ drauf. Aber tatsächlich hat Hermann etwas vollkommen anderes gemacht. Es ist eher ein kompaktes Geschichtsbuch geworden, das an vielen Stichworten erläutert, wie das war im Sachsen der Nichtstaatlichkeit. Anmelden und weiterlesen.

Theater in der Schule: Die Wahrheit besitzen wir – Macht und Ohnmacht im DDR-Alltag

Gestern startete die diesjährige Theatertour durch sächsische Schulen. Die Klassenzimmerperformance Die Wahrheit besitzen wir: Macht und Ohnmacht im DDR-Alltag wurde vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen konzipiert. Er bietet damit, theaterpädagogisch begleitet, eine künstlerische Vermittlung des Themas „Leben in der DDR“ an. Die Schauspieler Regina Felber und Thomas Förster nähern sich gemeinsam mit dem Theaterpädagogen Uwe Ziegler auf spielerische Weise den mitunter sehr ernsten Facetten dieses Themas. Weiterlesen.

Messegastland DDR. Vergessene Buchkunst?

Leipziger Schaufenster zeigen die Schätze schöner Bücher aus Verlagen der DDR

Foto: Ralf Julke

Am 16. März brachte „The Leipzig Glocal“ ein Interview mit dem Leipziger Buchprofessor Siegfried Lokatis. Natürlich zu Büchern und zur Innenstadt-Ausstellung „Messegastland DDR“. Natürlich auf Englisch. Wir bringen das Interview heute auf Deutsch, mit freundlicher Genehmigung und natürlich (unterm Text) direktem Link zu „The Leipzig Glocal“. Das Interview führte die Soziologin Helena Flam. Anmelden und weiterlesen.

Chance nutzen beim Osterspaziergang

Einige Schaufenster der Leipziger Innenstadt zeigen noch Bücher aus dem „Messegastland DDR“

Foto: Ralf Julke

2012 feierte eine der beiden ganz großen Bücherreihen, die in Leipzig geboren wurden, ihren 100. Geburtstag. Die andere ist die Reclam Universalbibliothek. Diese hier war (und ist) die Insel-Bücherei. Was seinerzeit die Leipziger Buchwissenschaftler zum Anlass nahmen, mit dem Thema die ganze Innenstadt zu bespielen. Seitdem zeigen sie jedes Jahr in großen Schaufenstern, was Bücher aus Leipzig eigentlich für ein Kulturgut sind. Nicht nur die alten. Anmelden und weiterlesen.

Lebensbrüche, gläubige Treue und die Nachwirkungen doktrinärer Muster

Katrin Löffler untersucht einmal die Autobiografien von „Wendekindern“ und gestandenen DDR-Autoren und begegnet zum Teil erstaunlichen Konstruktionen

Foto: Ralf Julke

Was Psychologen und Soziologen können, das können Literaturwissenschaftler schon lange. Denn sie haben viel mehr Material zur Verfügung. Und oft sogar viel besseres. Denn Schriftsteller haben nun einmal den unablässigen Drang, von sich selbst, ihrem Leben und ihren großen Schicksalsdramen zu erzählen. Erstaunlich ist nur, dass das so selten Thema von wissenschaftlichen Arbeiten wird. Anmelden und weiterlesen.

Sachsen mal von seiner realsozialistischen Seite

Ein historischer Reiseführer durch die sächsische Geschichte 1945 bis 1989

Foto: Ralf Julke

Die Idee liegt eigentlich auf der Hand. Es gibt wissbegierige Reisende, die wollen sich nicht einfach nur die üblichen „Highlights“ angucken, wenn sie in deutsche Landschaften fahren, die sind an Themen, Zeiten und Geschichte interessiert. Selbst diesem seltsamen Kapitel SBZ und DDR, das man nun wirklich nur im deutschen Osten besichtigen kann. Frustrationserlebnis garantiert. Anmelden und weiterlesen.

Das pure Leben im falschen: Der Fotoband mit den Bildern aus den späten Jahren der DDR

Foto: Ralf Julke

Auf stille, fast störrische Weise setzt der zweiteilige Bildroman "Das pure Leben" sich mit dem mittlerweile zum Wanderpfennig gewordenen Spruch Adornos auseinander "Es gibt kein richtiges Leben im falschen", nach 1990 oft genug wie ein Vorwurf gebraucht an die Ostdeutschen: Wie konntet ihr diese schreckliche DDR nur so lange ertragen? - Dabei hatte Adorno den Satz ganz und gar nicht auf die DDR gemünzt. Anmelden und weiterlesen.

Band 1 eines opulenten „Bildromans“ über die DDR: Das pure Leben – 1945 bis 1975

Foto: Ralf Julke

Von Anfang an hat Mark Lehmstedt das Programm seines Verlages auch der großen Fotografie aus der DDR gewidmet. Große Bildbände erschienen mit den eindrucksvollen Fotos von Roger Melis, den Rössings, Thomas Steinert und so weiter. Jeder Band eine Entdeckung - nicht nur, was die Fotografen betrifft, sondern auch, was das Land betrifft, das da fotografiert wurde. Mit dem anderswo gepflegten Bild der DDR hatte das sichtlich nichts zu tun. Anmelden und weiterlesen.