Artikel zum Schlagwort Denkmalschutz

Bauen im Denkmal

Mit Variante III soll endlich wieder Licht und Freiheit einziehen in den Sitzungssaal des Neuen Rathauses

Foto: Stadt Leipzig

Eigentlich ging es ursprünglich nur um eine elektronische Abstimmanlage und bessere Stühle, als der Stadtrat 2014 beschloss, den Sitzungssaal im Neuen Rathaus zu erneuern. Aber dann wäre der Wunsch, endlich in einem modernen Sitzungssaal tagen zu können, beinah am Denkmalschutz gescheitert. Beinah hätte Leipzig seine nächste Eulenspiegelei bekommen und ein Stück unbequemer DDR erhalten. Anmelden und weiterlesen.

Versöhnungskirche und Philippuskirche profitieren

Bund beteiligt sich mit 229.000 Euro an der Sanierung Leipziger Denkmäler

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute weitere Mittel für den Denkmalschutz freigegeben. Dazu erklärt die Leipziger Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe (SPD): „Ich freue mich, dass zwei Leipziger Projekte mit 229.000 Euro von Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms profitieren. Die Philippuskirche in Leipzig-Lindenau erhält 200.000 Euro für die weitere Sanierung und den Ausbau zu einem Integrationshotel. 29.000 Euro erhält die Versöhnungskirche in Leipzig-Gohlis für die weitere bauliche Instandsetzung.“ Anmelden und weiterlesen.

Wolfgang Kil (Berlin): Über Geschichtsarbeit und die Suche nach Identität

Vortrag am 10. November: Vom Wert der Denkmäler nach dem Bildersturm

Die Auflösung der Sowjetunion liegt jetzt ein Vierteljahrhundert zurück, doch entgegen aller Erwartung hat der zeitliche Abstand die ererbten Konflikte kaum gemindert. Während sich Ökonomie und Staatlichkeit mit viel Kraftaufwand transformieren ließen, hat eines der gravierendsten gesellschaftlichen Experimente der UdSSR – ihre Konstruktion als Vielvölkerreich – sich im Nachhinein als schwere Hypothek erwiesen: In den neu gegründeten Nationalstaaten sind nun umfängliche Volksgruppen aus anderen Teilen der einstigen Union zu integrieren – ohne dass es dafür positive Ideen einer irgendwie multiethnischen Verfasstheit gäbe. Beinahe überall wird stattdessen auf die Durchsetzung „nationaler Leitkulturen“ gepocht. Anmelden und weiterlesen.

Kein Geld mehr für die Denkmalrettung?

Petition will Sachsens Regierung dazu bewegen, den Erhalt von Kulturdenkmalen auch ab 2017 weiter zu fördern

Foto: Ralf Julke

Sachsens Denkmalschützer sind aufs höchste alarmiert. Will die Staatsregierung ab 2017 die Mittel zur Erhaltung von Denkmalen im Freistaat Sachsen tatsächlich auf Null kürzen? Oder war es nur ein Versehen des Finanzministers, dass er in diesem Haushaltsposten eine Null hinmalte? Sie gehen von einem Versehen aus, starten aber trotzdem sicherheitshalber eine Petition. Man weiß in Sachsen ja nie ... Anmelden und weiterlesen.

Ulbig: „Görlitz ist der ideale Ort für Tagung zum identitätsstiftenden Europäischen Kulturerbejahr“

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz tagte in Görlitz

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) kam am Vormittag in Görlitz zu seiner Jahrestagung zusammen. Vertreter aus Bund, Ländern, Gemeinden, Kirchen, Fachorganisationen, Vereinen und privaten Bürgerinitiativen setzen sich darin gemeinsam für die Belange des Denkmalschutzes, der Baudenkmalpflege und der archäologischen und erdgeschichtlichen Denkmalpflege ein. In diesem Jahr nahmen auch Vertreter aus Polen und Tschechien an der Sitzung teil. Anmelden und weiterlesen.

Keine guten Nachrichten fürs ehemalige Kino der Jugend

Freistaat hat keine Denkmalmittel mehr übrig, Stadt prüft Notsicherung und Verkauf des einstigen Kinos

Foto: Thomas Grahl

Da hatte der Leipziger Landtagsabgeordnete Wolfram Günther (Grüne) sichtlich Recht, als er eine Frontalkritik an der sächsischen Denkmalschutzpolitik startete. Schon in den letzten Jahren haben die Denkmalschutzfördermittel nicht ausgereicht. Künftig drohen sie gänzlich zu versiegen. Was das bedeutet, erfährt Leipzig gerade am Beispiel des ehemaligen „Kinos der Jugend“ in der Eisenbahnstraße. Anmelden und weiterlesen.

Sitzung des sächsischen Denkmalrates in Groitzsch

Unter Vorsitz von Innenminister Markus Ulbig hat am heutigen Freitag, 16. September 2016, die 19. Sitzung des sächsischen Denkmalrates im Ratssaal des Rathauses in Groitzsch (Landkreis Leipzig) stattgefunden. Zentrales Thema war die Überarbeitung der Welterbebewerbung „Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“. Hierüber sowie über die Bewerbungen der beiden sächsischen Kandidaten Hellerau und Görlitz um Aufnahme in die deutsche Tentativliste und die damit verbundenen Aufgaben berichtete die sächsische Welterbekoordinatorin Friederike Hansell. Anmelden und weiterlesen.

11. September – Tag des offenen Denkmals

Sachsen will die Denkmalfördermittel im Haushaltsentwurf 2017/18 drastisch kürzen

Archivfoto: Ralf Julke

Wirklich üppig waren die Denkmal-Fördermittel des Freistaats Sachsen in den letzten Jahren sowieso nicht. Aber beim Gezerre, wie viel Geld der Freistaat den Kommunen in den nächsten zwei Jahren überlassen will, fielen die Fördergelder für den Denkmalschutz komplett weg. Dabei hatten die 5 Millionen Euro in den vergangenen Jahren nicht mal ausgereicht. Denkmalschutz fällt in Sachsen, wie es aussieht, dem Rotstift zum Opfer. Anmelden und weiterlesen.

Ein Stück sozialistischer Stadtgestaltung

Leipzigs Stadtplaner wollen 2017 die denkmalgeschützte Grünfläche an der Karl-Liebknecht-Straße 27 bis 33 sanieren

Foto: Ralf Julke

Eigentlich denkt man, wenn man zwischen Shakespearestraße und Paul-Gruner-Straße durch die KarLi fährt, gar nicht, dass die Grünfläche mit der Bronzeplastik irgendwie denkmalgeschützt sein könnte. Aber erstaunlich viele Zeugnisse der sozialistischen Stadtbaukunst in Leipzig stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. Und das Planungsdezernat will die Grünanlage jetzt denkmalgerecht sanieren. Anmelden und weiterlesen.

Denkmalabrisse in Leipzig und Sachsen und überforderte Ämter

Leipzig hat in den vergangenen 15 Jahren 800 Baudenkmäler verloren

Foto: Ralf Julke

Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Das war es auch schon vor 20 Jahren, als Leipzig eine erste Strategie zur Rettung vom Abriss bedrohter Kulturdenkmale entwickelte. Damals verlor die Stadt noch Einwohner. Aber selbst im Jahr 2016 drohen weitere Abrisse. Was nicht in den heutigen Boom passt, gerät unter die Abrissbirne. Anmelden und weiterlesen.

Schöner spazieren in Schönefeld

Umweltdezernat will nun doch prüfen lassen, ob man Gastronomie im Mariannenpark unterbringen kann

Foto: Ralf Julke

Eigentlich gibt es für den Mariannenpark in Schönefeld eine gültige Konzeption. Die wurde 1994 erarbeitet und nimmt auch Rücksicht auf den Denkmalschutzstatus des Parks. Deswegen lehnte Leipzigs Umweltdezernat vor einem Jahr auch einen Vorstoß der CDU-Fraktion ab, den Gärtnerstützpunkt im Mariannenpark in eine Gastronomie-Einrichtung zu verwandeln. Anmelden und weiterlesen.

Wertvolle Zeugnisse oder doch „Das kann dann mal weg?“

In Pödelwitz stehen allein sieben anerkannte Kulturdenkmale – zum Abriss

Foto: Matthias Weidemann

In Heuersdorf haben es ja alle Beteiligten miterlebt: Es geht nicht nur ein Dorf verloren, wenn die Kohle kommt, es gehen auch eine ganze Reihe denkmalgeschützter Gebäude verloren. Aus Heuersdorf wurde wenigstens die Emmauskirche aus dem 13. Jahrhundert gerettet. Aber was passiert mit den Pödelwitzer Denkmalen? Das wollte jetzt der Grünen-Landtagsabgeordnete Wolfram Günther gern mal wissen. Anmelden und weiterlesen.

Personalabbau und Überalterung beim Landesamt für Denkmalpflege

In Leipzig gibt es bald gar keine Denkmalbetreuung mehr

Foto: Marko Hofmann

Einen noch gar nicht so bekannten Aspekt der sächsischen Sparmaßnahmen beim Personal hat sich der Grünen-Abgeordnete Wolfram Günther jetzt einmal vorgeknöpft. Die Leipziger kennen ihn als Akteur im Stadtforum Leipzig im jahrelangen Kampf gegen den Abriss denkmalgeschützter Gebäude. Jetzt hat er mal wissen wollen, wie es eigentlich um das Personal im Landesamt für Denkmalpflege steht. Gar nicht gut. War ja klar. Anmelden und weiterlesen.

Der Stadtrat tagt: Zankapfel „Gästehaus am Park“ – Denkmal oder nicht?

Foto: Ralf Julke

Im Rahmen des neuen Bebauungsplanes „Musikviertel Süd“ ging es weniger um den B-Plan an sich, als vielmehr um die Frage: Schandfleck oder Denkmal „Gästehaus am Park“. Die CDU hatte dies infrage gestellt und wollte erreichen, dass der Denkmalschutz nicht in den neuen Bauplan einfließt. Es folgte eine kleine Geschichtsstunde und eine Klärung, wer hier wann etwas nicht gemacht hatte. Anmelden und weiterlesen.

Herumgetrickse für ein triviales Stück DDR-Architektur

CDU-Fraktion hält den Denkmalschutz für das Gästehaus am Park für völlig unbegründet

Foto: Ralf Julke

Manchmal liebt man sie einfach dafür, dass sie sich um das verkniffene Denken der Bürokraten nicht kümmern und einfach aus dem Bauch heraus entscheiden und beantragen: die CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat. Denn warum soll man einen Bebauungsplan ändern, bloß weil ein paar obskure Bürokraten ausgerechnet das hässliche Gästehaus am Clara-Zetkin-Park unter Denkmalschutz gestellt haben? Anmelden und weiterlesen.

Hauptsache billig

Verhindert der Denkmalschutz jede weitere Überlegung zum Naturkundemuseum an der Lortzingstraße?

Foto: Matthias Weidemann

Es gibt Schutzrechte, die sind nicht nur den Deutschen im Allgemeinen heilig, sondern auch den Leipziger Stadträten. Und damit ist nicht der Umweltschutz gemeint, sondern der Denkmalschutz. Wenn ein emsiges Amt entschieden hat, an einem Gebäude wie dem der ehemaligen II. Bürgerschule ein kleines blau-weißes Emaille-Schild anzubringen, gerät nicht nur die Stadtverwaltung in Panik. Auch die Ratsfraktionen bekommen kalte Füße. Anmelden und weiterlesen.

Rittergut Sahlis kurz vor der Zwangsversteigerung

Trotz sächsischer Fördergelder hinterlässt Wehrsport-Hoffmann eine Ruine in Kohren-Sahlis

Foto: DiG/trialon

Das Rätselraten ging schon ein paar Jahre: Wie kommt es, dass sich bekannte Rechtsradikale aus dem Westen in Ostdeutschland reihenweise alte Burgen, Schlösser, Gutshäuser kaufen konnten? Wovon haben sie das bezahlt? Und warum bekamen sie auch noch Fördergelder? Und wofür eigentlich? In Kohren-Sahlis zum Beispiel, wo sich mit Karl-Heinz Hoffmann einer der bekanntesten Rechtsextremen der Republik eingekauft hatte. Anmelden und weiterlesen.

"Leider erhält man im Ehrenamt aber auch viele Arschtritte"

Tanners Jahreswechsel-Interview mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden der Leipziger Denkmalstiftung Dave Tarassow

Foto: privat

Zum Jahreswechsel sollte Zeit und Muße sein, zurückzublicken und in sich zu gehen, die Gedanken auf Reisen zu schicken und vielleicht auch eigene Sichten zu hinterfragen. Um dann ausgeruht und gestärkt weiterzumachen. Oder etwas zu ändern. Tanner fragte bei Menschen nach und ließ sie reden, frei nach Heinrich Böll (im Aufsatz "Die humane Kamera" 1964) "...dass die Menschen nicht überall gleich, sondern überall Menschen sind, deren Menschwerdung gerade erst begonnen hat." Anmelden und weiterlesen.

Vom Abriss bedrohter Kinobau in der Eisenbahnstraße

Leipzigs Grüne beantragen Notsicherung für das ehemalige „Kino der Jugend“

Foto: Thomas Grahl

Eigentlich waren die Aktionen der Interessengemeinschaft Fortuna im September direkt an die Leipziger Stadtverwaltung adressiert, denn es ist ja eine städtische Abteilung, die das ehemalige "Kino der Jugend" in der Eisenbahnstraße 162 in Volksmarsdorf abreißen möchte. Aber jetzt reagieren die Grünen und beantragen die Notsicherung der Gebäudehülle. Anmelden und weiterlesen.