Artikel zum Schlagwort Katholikentag

Kirchentag, Luther und ein fliegendes Spaghettimonster

Auf dem Weg: Luther beim Kirchentag + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEr kam spät, aber er kam. Noch auf der betonierten Fernstraße von Preußen gen Sachsen war Luthers Reise bereits das erste Mal beinahe zu Ende, als seine Reisekutsche nicht mehr starten wollte. In Berlin mit einem „Volksverhetzungs“-Bannfluch der Obrigkeit belegt, reiste der Reformator trotz Panne mutig weiter durch das Land seiner Protestanten und neuer Atheisten. Immerhin in Begleitung von Moses selbst – was konnte da schon schiefgehen – rollte er gegen 16:30 Uhr in Leipzig ein. Am Augustusplatz jedoch versuchten ihn erneut Büttel des Staates zu stoppen und zur Abkehr von seinem Weg zu zwingen. Doch Weiterlesen.

11. Gebot kritisiert Leipziger Zahlenspielerei

Leipzigs Kulturdezernat hat eine Luftnummer zum Katholikentag zusammengerechnet

Foto: Ralf Julke

Am Ende werden die Zahlen noch einmal schöngerechnet. Aber in Wirklichkeit ist es eine einzige Schwindelei, mit der das Leipziger Kulturdezernat jetzt noch einmal versucht, den Katholikentag in einen wirtschaftlichen Erfolg für Leipzig umzudeuten. Denn mit allzu verführerischen Zahlen hat die Verwaltung 2014 den Stadtrat dazu gebracht, der Millionenförderung für den Katholikentag zuzustimmen. Anmelden und weiterlesen.

Hausrecht? Hausverbot? Moses mit Sprengstoff?

Warum hat das Leipziger Ordnungsamt beim Katholikentag gekniffen?

Foto: Ralf Julke

Das Rumgeeier des Leipziger Ordnungsamtes beim 100. Deutschen Katholikentag hat ein Nachspiel. Erst hat man der Kunstaktion „Das 11. Gebot“ eine völlig unsinnige Auflage erteilt, sich mit dem Veranstalter des Katholikentages ins Benehmen zu setzen, dann kam der mit einem „Hausverbot“ und am letzten Tag sprach ein Ordnungsmann auch noch einen Platzverweis aus. Irgendjemand hat da völlig versagt. Genug Gründe für eine Nachfrage, findet Juliane Nagel. Anmelden und weiterlesen.

Trotz Behinderung durch Katholikentag

Leipzigs Pastafari-Gemeinschaft wächst

Foto: Alexander Böhm

Trotz der Behinderung durch den Katholikentag konnte die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters am Sonntagmittag am Augustusplatz einen Erfolg verbuchen: Über 51 neue Pastafaris konnte die Weltanschauungsgemeinschaft für sich gewinnen. Wohl das bekannteste Neumitglied war die Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann (Piraten). Die Veranstaltung fand im Rahmen des Alternativprogrammes des Bündnisses „(K)eine Million“ zum Katholikentag statt, das die Förderung der christlichen Großveranstaltung kritisiert. Anmelden und weiterlesen.

Ordnungsamt Leipzig unterstellt dem kritischen Moses, ein getarnter Terrorist zu sein

Schusswaffen und Sprengstoff? Ein Leipziger Stadtbeamter macht den Religionswächter

Foto: Ralf Julke

Vielleicht sollte man nicht in Rom anfangen oder München, Staat und Kirche zu trennen, sondern in Leipzig. Es ist das Leipziger Rathaus, wo augenscheinlich die Trennlinien nicht mehr existieren. Im Umgang mit dem protestierenden Moses hat sich Leipzigs Ordnungsamt am Wochenende jedenfalls gründlich blamiert. Davon berichten die Akteure der Giordano-Bruno-Stiftung. Anmelden und weiterlesen.

Mensch im Mittelpunkt?

Sarah Buddeberg (Linke): Abtreibungsgegner beim zum Großteil steuerfinanzierten Katholikentag

Die Präsenz sogenannter „Lebensschutzgruppen“ beim 100. Katholikentag kommentiert Sarah Buddeberg, Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik der Fraktion Die Linke: Das Motto des Kirchentages lautet: „Seht, da ist der Mensch“. Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen – das kann er aber nur, wenn er selbst über sein Leben bestimmen darf. Dazu passt es nicht, zwielichtige Organisationen mit Infoständen für ein Totalverbot von Schwangerschaftsabbrüchen werben zu lassen. Weiterlesen.

Destillierte Kirchenkritik

150 auf Kreuzzug gegen Katholikentag

Foto: Alexander Böhm

Tausende Touristen sind anlässlich des am Mittwoch gestarteten Katholikentages in Leipzig. Knapp 150 Menschen demonstrierten am Freitagnachmittag gegen die Veranstaltung auf satirische Art und Weise. Die Demonstration bildete den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen am Wochenende, die sich gegen die religiöse Großveranstaltung richten. Anmelden und weiterlesen.

Katholikentag erteilt kritischer Kunstaktion „Hausverbot“

Auch das Oberverwaltungsgericht gibt Moses Recht, kann aber die Sicherheitsbedenken nicht ausräumen

Foto: Ralf Julke

Mit ihrer Kunstaktion mit dem mahnenden Moses weist die Giordano-Bruno-Stiftung seit 2014 bei Katholiken- bzw. (evangelischen) Kirchentagen auf die Millionen-Subventionen der öffentlichen Hand für die Veranstaltungen hin. Auch zum 100. Deutschen Katholikentag hatten sich die Akteure mit ihrem Moses angemeldet. Aber dann wollten die Veranstalter des Katholikentages die Skulptur nicht in ihrem Gelände sehen und sprachen ein „Hausverbot“ aus. Anmelden und weiterlesen.

Wer hat Angst vorm Spaghetti-Monster?

Trotz Stil-Kritik von Nicole Wohlfahrt (SPD) gibt’s zum Katholikentag auch Nudeln im Piratenkostüm

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Nicht nur Autokraten, Paschas und Rechtsausleger haben so ihre Schwierigkeiten mit Humor, Ironie und Satire. Auch brave Hinterbänkler in eher gemitteten Parteien wie der Leipziger SPD. „Kommunalpolitik ist kein Witz!“, meldete sich am Dienstag, 24. Mai, SPD-Stadträtin Nicole Wohlfahrth zu Wort und fand es einfach unverständlich, dass Piraten-Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann offiziell zur Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters konvertiert ist. Anmelden und weiterlesen.

Leipzig hat noch immer keine Förderrichtlinie für Großveranstaltungen

Giordano-Bruno-Stiftung erinnert an Versprechen an die FDP von 2014 und kündigt Aktion zum Katholikentag an

Foto: Ralf Julke

Der Katholikentag naht – und noch einmal meldet sich die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) zu Wort, die 2014 mit der Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst Deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ in Leipzig für Aufsehen sorgte. Damals ging es um die Streitfrage: Wie viel Geld wird die Stadt Leipzig selbst zuschießen, um den Katholikentag zu finanzieren? 1 Million? Eine halbe? 300.000 Euro? Anmelden und weiterlesen.

Harald-Kirschner-Ausstellung wird am 22. Mai im Bildermuseum eröffnet

Beeindruckende Bilder von Wallfahrten, Prozessionen und friedlichen Protesten

Foto: Ralf Julke

Der Katholikentag macht in Leipzig so manches möglich, woran vorher gar nicht zu denken war. Zum Beispiel auch eine Ausstellung mit Fotografien des Leipziger Fotografen Harald Kirschner im Museum der bildenden Künste: „Credo. Kirche in der DDR“. Am Sonntag, 22. Mai, um 11:30 Uhr wird sie eröffnet. Ein kleines Kabinettstück für alle, die sich so etwas in der DDR nicht vorstellen konnten. Anmelden und weiterlesen.

Zwei theologische Schwergewichte, zwei Kirchen, eine Frage: Was ist Gerechtigkeit?

Zur Leipziger Disputation treffen sich diesmal der EKD-Vorsitzende und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz

Foto: Ralf Julke

Seit 2009 wird in der Leipziger Thomaskirche disputiert, treffen sich zwei hochkarätige Redner, um in der Kirche zu wichtigen Aspekten der Zeit dezidiert ihre Standpunkte zu vertreten. Ebenso wie Luther und Eck 1519 bei der ersten, der geschichtsträchtigen Disputation auf dem Leipziger Schloss. 2016 sorgt nun der Katholikentag dafür, dass es beinah wieder ein bisschen ist wie damals. Aber nur beinah. Anmelden und weiterlesen.

Gastkommentar von Christian Wolff: Für Grundwerte streiten – zwei Geburtstage und der 100. Katholikentag

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Nun rücken sie ganz nahe: zwei verdrängte Geburtstage und der 100. Katholikentag. Letzterer wird unter dem Motto „Seht, da ist der Mensch“ zehntausende Menschen vom 25.-29. Mai 2016 in Leipzig versammeln, um das in den Mittelpunkt zu rücken, was heute Nützlichkeitserwägungen, egomanischer Hartherzigkeit, sozialer Kälte und den fremdenfeindlichen Abwertungsstrategien der Neurechten zum Opfer fällt: der Mensch. Der Mensch, so wie er in Jesus Christus offenbar wird: der Mensch in seiner ganzen Armseligkeit und gleichzeitig der Mensch, der ein Stück von Gott ist. Der Mensch, der nicht aufgeteilt werden kann in schwarz, weiß, intelligent, dumm, arm, reich, gesund, behindert, erfolgreich, Anmelden und weiterlesen.

Anlässlich des 100. Katholikentages

Ich will die Wahrheit: Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), der Staat und wir

Mit der hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung „Ich will die Wahrheit: Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), der Staat und wir“ setzen die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche & Rechtsextremismus (BAG K+R) und die Ev. Akademie zu Berlin ihre Begleitung der parlamentarischen Aufklärungsbemühungen im NSU-Komplex am 26. Mai 2016 in Leipzig fort. Weiterlesen.

Verkehrseinschränkungen rund um 100. Deutschen Katholikentag

Vom 25. bis 29. Mai wird in Leipzig der 100. Deutsche Katholikentag veranstaltet. Zu den circa 1.200 Veranstaltungen an rund 100 Veranstaltungsorten werden etwa 30.000 Dauerteilnehmerinnen und Dauerteilnehmer sowie 5.000 Tagesgäste erwartet. Im gesamten Innenstadtbereich, in den Bereichen Nonnenmühlgasse, Wilhelm-Leuschner-Platz, Brüderstraße/Markthallenstraße, Addis-Abbeba-Platz sowie am Gaudigplatz werden zahlreiche Veranstaltungen auf öffentlichen Verkehrsflächen durchgeführt. Bereits ab 19. Mai bzw. 21. Mai beginnen deshalb die Aufbauarbeiten an den oben genannten Standorten. Weiterlesen.

Schollbach-Anfrage ergibt: 4,5 Mio. Euro öffentliche Gelder für „Deutschen Katholikentag“ in Leipzig

Eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten André Schollbach (Die Linke) hat jetzt ergeben, dass der vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig stattfindende „Deutsche Katholikentag“ mit 4,5 Mio. Euro aus öffentlichen Kassen finanziert wird. So werden allein durch den Freistaat Sachsen 3,0 Mio. Euro aus dem Staatssäckel gegeben. Dazu kommen eine Mio. Euro von der Stadt Leipzig und 500.000 Euro vom Bund. Weiterlesen.

Katholikentag: Jugendliche gestalten Stadtplan von Leipzig „insideLE“

Foto: Rainer Schulze

Die Katholische Dekanatsjugend Leipzig hat anlässlich des 100. Katholikentages in Leipzig einen eigenen Stadtplan herausgegeben. Der Plan umfasst über 130 besondere jugendkulturelle Orte und verschiedene Routen durch die Stadt. In einer ersten Auflage von 5.000 Exemplaren wird der Stadtplan an interessierte Jugendliche und junge Gäste des Katholikentages verteilt. Weiterlesen.

Keine Angst vor ungläubigen Leipzigern

100. Katholikentag geht in den Endspurt und freut sich sogar über eine Erstaufnahmeeinrichtung

Foto: Ralf Julke

Rastlos rückt er näher: der 100. Katholikentag, der vom 25. bis 29. Mai Leipzig in Stimmung bringen wird. Vielleicht sogar eine Stimmung voller Skepsis, Vorsicht, Überraschung und Verwirrung. Denn ganz ohne Grund hat man sich ja die rebellische Stadt im protestantisch-atheistischen Osten nicht ausgesucht. Man will sich reiben. Ist nur die Frage: Spielen die Leipziger mit? Anmelden und weiterlesen.